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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-12-09 · 12 (9.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
12 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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194 IS dis che« Gemeiadeblali Nr. 12 Kultus-Steuer. Es roirjb von den Gemeindemitglicdern immer noch nicht " genügend bgrücksichtigt, daß die Veranlagung und Einziehung der Kultussteuern. ebenso wie die der evangelischen und katholischen Kirchensteuern, von den Finanzämtern vorgenommen wird. Die Eynagogengemeinde weiß daher nicht, ob das einzelne Gemeindemitgli^» Steuern zahlt, wieviel es zahlt und oll es mit den Zahlungen im Rückstände ist, sondern sie erhält vl n den Finanzämtern' nur die eingegangenen Betröge an ljussteuer im ganzen überwiesen. Wenn >aher ein Gemeindemitglied an den Vorstand der Synago^eng nneinde, als der hierfür zuständigen Stelle, einen Antrag puf Stundung,-Ermäßigung und Erlaß stellt, so ist es unbedingt ei forderlich, daß diesem Anträge beigefügt wird: I. der Ki-chensteuer-Bescheid oder Mahnzettel, II. a)j bei Dorauszahlungspflichtigen der Einkommensteuerbest )eid des vorhergegangenen Jahres, I») bei Lohn- und Gehaltsempfängern eine Lohn- oder : Gel altsbescheinigung des vorhergegangenen Jahres, HI. falls e werbslos, die Erwerbslofen-Befcheinigung. Anträge ohne diese Angaben können überhaupt nicht oder nur mit grc ßer Verzögerung wegen der erforderlichen Rückfragen bei den FinanzänNern erledigt werden. Jugendfürsorge — wie sie nicht fein soll! Artikel aus der „Volksmacht" vom 2. Dezember 1927. Man schreibt uns: Die Zentrale für Jugendfürsorge, der von> städtischen Jugendamt die Äusübung der Jugendgerichtshilfe als Auftragsangelegenheit übertragen worden ist, und deren Geschäftsunkosten fast ganz aus öffentlichen Mitteln, dys heißt aus den Mitteln der Steuerzahler gedeckt werden, hat unter einer neuen Geschäftsführerin eigenartige Methoden für die Aufbringung von Mitteln zum Besten der Jugendfürsorge eingeführt. Die Zentrale für Jugendfürsorge veranstaltete am 30. November 1927 in den Räumen des Friebeberg ein „Wohltätigkeitsfest", das zur Belustigung der riesten Gesellschaftskreise", wie die Einladung hervorhob, diente. Die Sch ü l e r und Schülerinnen „höherer Lehranstalten" wurden veranlaßt, „zum Beft'en ihrer gefährdeten Altersgenossen und:-Genossinnen" künstlerische Darbietungen zu bringen, um sich früh genug pharisäerhaft über diejenigen erhaben zu dünken, die durch Elend und Not in die traurige Lage versetzt wurden, die Hilfe einer derartigen Jugendfürsorge in Anspruch nehmen zu müssen. Damit nicht genug, verkauften edeldenkende Wohlläter in Buden allerlei Ueberslüssigkeiten und überboten sich im zur Schau stellen ihrer Opferwilligkeit. Reklame in den Straßenbahnwagen hat schon tagelang die erstaunten Mitbürger auf dieses hochwohllöbliche Begumen hingewiesen und am Friebeberg ist eine Anpreisung zu sehen gewesen, als handle es sich um einen Saisonausverkauf. Die gütest Geister einer früher verdienstvollen Jugendfürsorgearbeit scheinen wirklch auf dem Jahrmarkt der Eitelkeit veräußert worden zu sein. Derartige Veranstaltungen richten sich in den .Kreisen ernsthafter Mitarbeiter der Wohlfahrtspflege und Jugendfürsorge von selbst. Wir würden uns jede Auseinandersetzung mit den Berrooooc^oac w c men - Trister- Saton t SafUUers r. 1 nuwttminif! &rst6i'asuperßu6ttiopfsc$nltt, QaarfUräen / C^esic^tsmassagc JOasscriueCCcn t Xanihärcn Teficia Ctctfer 9cmspr. Stepfra/t 36976 BSwnaoDaBpaDaoaaao IliilllWIllllMIiMMI imTfflmntimiHtuiiuiiiiiniiiiHimiiiiimiHHi a—mii‘tiiiin'inm"m",","H" Schlesische Gasaphanite-fiesellschaft Topper & Co. Brtslau 5, TauantifanitriB« 2 Fernruf Ohle 3615 (Ecke Museumplatz) - I führt nur die von ersten Gaisfachmännern als bestes Fabrikat anerkannten Hontann •<!•*■ harda und Qaikechar sowie der Kohlanharda. : & Mietzinsraten mit Eigentumserwerty, bei Barzahlung Rabatt. «NtmniNMittitM Fernrui: Si 39600 Schranhfertise Rolloasche pro Pfund 30 Pffl* Trockengewicht bei freier Abholung und Zustellung innerhalb 3 Tagen Trommel-Wäsche in 1'/i Ständen unter eigener Aufsicht der Hausfrau mit selbstgewählten Waschmitteln Vermietung der Waöch-Trommeln für 20 bis 100 Pfund Inhalt: 2.50 M. bis 7.50 M. Besichtigung unseres Betriebes erbeten Adler» Apotheke, Ring 59 an der Oderstr. neben Prtobetsch-Buchhandlung Inhaber: Dt. Jaltas Leary Ftnayndiar Amt 11*4 Nr. S78s leger aller ln* und ausländischen Spezialitäten. Brunnenvenand, Lieferant aller Krankenkassen. Xlle (auch telephonischen) Aufträge werden umgehend Ins Hans gesandt. Martenbad. Entfett. -Pralinees, wohlschmeck., hervorragend ohne Diät wirkend. 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