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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-12-09 · 12 (9.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
12 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 12 JüDisch»« S««<i»d«hlatl 191 Nenche, tie Spendei in jenes Borhanges, überlebte ihn um ein Jahrzehnt und darüber: sie starb pm 1. Jjar 1818. Ihre Grabstätten auf dem Friedhofe Claaffenftraße tragen die Nummeni 2934 uno 2935. Von ihren Kindern -werden genannt: Hanna, geh.! 1771, Abraham, geb. 1778'imib ©erd, geb. 178t.; , lieber die anderen Eingänge, m. G. 5). ein anderes Mal. 17< Nc ti Stil '1 In 5) ’) 1- ') I. 5) I. ") De Breslau li 1 Sy ') “ Büttnergas i •) 3f,r 1846—58 Gemeinde ">) 1 1862—56 oater (Brc ”) ‘ Blatt 2. ») T des berühüi 22. 3. Jubeljchrif Mitbegrü Gefellfch.). Rr. 6 u. ") spricht der 1864) voy Davids), mit den «in wertv! . . sowie aus komme des des „hohesi <Sefer m>' «r von des von R. Herzberg. Prediger selbst er c richtigen.) Breslau a Anatomie 8. Juli an der Arzt prost der Wissest physiques am 24. Kalender, Konoers. Breslau, im Gem. merkung . >s> a. a. d. der illustrierten Beilage Nr. 2 vom 5. 10. 27, 6>. 14. 1-1856 fl. CL k.). 2000 (I. C. I.) und 2001 -4110 (I. C. r.). E. l. und r. •\ r. 15. ’ ngemäß ist ütann, Geschichte der Gesellsch! der Brüder, y80. S. 60, Nr 172 u. 173 zu berichtigen.! ... Rotiz des verst. Sem.-Dozenten Prof. Brann. hast, Bügele und Lea erblickten im Hause „Der blaue Stern", e, das Licht der Welt. i l „Geschäftsbücher" oder Geburtsregister aus den 'Jahren und 1858—72 (I. E. r. 21 und 22) befinden sich in unserem - tlrchio. k55 trat er als Mitglied ein, 1859 gehörte er dem Ausschuß an, nar er Beisitzer, 1867—74 Schriftführer und seit 1875 Pflegenn, a. a. d. S. 62). eppner „Atamm-Numcranten" im Breslauer Jüd. Gem.- hrg. Rr. 8. I n anderer Schwiegersohn des Gad Wartenberg war ein Sohn ten R. Jesaig Löw Berliner, Benjamin, geb. 1769 und gest. “ (Brann, Gesch. d. Landrabbinats in Schlesien, Grätz- Ja Qr de n „Ater ftl 1kl Ma 07, 9p nro S. 263, 1.) Gad W. war Vorsteher der Gemeinde, ferner er u. Gabbai der Chewra „Schochare ha-tow" (II. Brüder- (Grabstein 9tr. 2503 „Stanini-Numerant. a. a. d. Iahrg. I, Statuten der Chewra Schoch, hatow, Breslau 5561:) " l seinem Klageliede aus das Hinscheiden des Jakob Joel Bloch Derfasier, der hebr. Dichter David Samosz (gest. in Breslau hindern" ('Pvx *p=) yjd. mi n*v (Lieder Breslau 1834, S. 29. — Aus diesem Gedichte, einem Akrostichon Anfängen „Jakob Joel Bloch", geht ganz besonders hervor, welch' Mer und allgeistein beliebter Mann dieser gewesen ist. r war, wie aus dem Titelblatt und der Vorrede dieses Buches Lewins Gesch. d. Jud. in Lissa, S. 271, hervorgeht, ein Nachi berühmten Posener und Prager Rabbiners Löwe ben Bezalel, r Rdbbi Lob' und des Jehoschua Falk, des Vers, des „S’ma“ '"oth enajim), und von seiten seiner Mutter Serel staminte Krotoschiner Rabbiner Menach. Mendel Auerbach, dem Vers. ,h sekanim" ab. Seine Frau Nenche war ein Abkömmling Mordechaj Jasfe, dem Vers, der „Lebuschim. (vid. Heppner- S. 90 u. ff., 567 u.,715). Jehoschua Falk war um 1782 am Lissaer Raschi-Verein und später Dajan in Breslau, wouch gestorben ist. (Hiernach ist Lewin a. a. d., S. 272 zu bewein Enkel, der Sohn seines Sohnes Abraham (gest. in ln 4. KiSlew 5591) war Dr. Gustav Gabriel Valentin, Pros, der und Physiologie an der Universität Bern, der in Breslau am 10 gebaren wurde, das hiesige Magdalenengymnasium besucht,!)reslauer Universität studiert und hier mehrere Jahre als ’Mdert hät.'bis er nach Lösung einer von der Pariser Akademie ischäften gestellten Preisfrage den grand prix des sciences und doch darauf seine Berufung nach Bern erhielt, woselbst er ai 1883 gestorben ist. (Näheres über ihn vid. in Kleins Volks- Breslau 1844, G. 87 ff., wo auch sein Bild ist, ferner in Meyers Lexikon.) Dr. Valentin war auch Ehrenmitglied der p'n in (Einkaufs-Buch oder Protokolle der p"n 1791—1858, I. B. l. -Archiv und Lewin, Gesch. det isr. Krank.-Anst. Breslau An- V.) > äheres hierüber siehe bei Brann, Gesch. des Lanvrabb. in Schl. '. 266 ff. De. Weizmann in Vreslau. Am Sonntag, dein 27. November 1927, weilte Profesior Dr. Choim Weizmann, der Präsident der zionistischen Weltorganisation und der „Jewish Agency", in Breslau und stattete ilm Gemeindehause einen Besuch ab. Er wurde im Borstandszimmer vom Vorsitzenden empfangen und in den Sitzung» aal der Gemeindevertretung geleitet, wo ihn die Borsteher, d e Gemeindevertreter und die Gemeinderabbiner erwarteten. Dort begrüßte ihn der Borsitzende des Borstandes, Geheimrat Goldfeld, mit folgender Ansprache: „hochverehrter Herr Profesior! Ilamens unserer Gemeinde entbiete ich Ihnen mit aufrichtigen» Dank« für Ihren Besuch unseren herzlick en und ehrerbietigen Gruß. Unser Gruß gilt. Ihrer Persönlichkeit. die Bewegung, deren anerkannter Führer und Bannerträger Sie sind, umfaßt innerhalb der Iudenheit, besonders der Deutschen Judenyeit» nur eine Minderheit; sie ist aber besonders kräftig ausgetreten und hat die )üdische Umwelt nachdrücklich beeinflußt. Ueber die Berechtigung ihres Ziele, die Richtigkeit ihrer Wege, die Rach-! "| . 1 : * Halligkeit ihrer Erfolge zu sprechen, steht mir nicht zu: auch ist dieser Raum, in dem es gilt, die lebendigen Kräfte des Judentums unserer Gemeind« in einträchtigem Zusamnienwirken zusammcnzufassen, nicht der richtige drt. Darüber wird dereinst die -Geschichte, fernab von der Liebe und Begeisterung der Einen, wie am» der Ablehnung und dem Haß der Anderen, ihr Urteil finden. Wie dieses ausfallen wird,, können wir nicht sagen. Aber eines wisien wir bestimmt: in dem * ehernen Klange ihrer Stimm« wird Ihr Name ertönen als der eines f Mannes mit idealen Zielen,!hoher Begabung. Beharrlichkeit und Tatkraft, überaus befähigt, auf Menschen einzuwirken und zu organisieren, mit reinem Herzen, erfüllt - mit Begeisterung für das geistige Erbe unserer Väter. , Ein freundlicher Zusatz hat es gesägt, daß Sie, hochverehrter Herr Professor, heute in unseren Mauern Ihren Geburstag feiern. Gestatten Sie, daß ich Ihnen hierzu unsere herzlichen und aufrichtigen Glückwünsche darbringe. Mögen Ihnen noch viele glückliche und gesegnete Jahre beschieden sei», und möge» .Sie. dereinst auf das Ge- - leistete mit dem Glücksgefühl innerer Befriedigung zurückschauen dürfen. In diesem Sinne esn herzliches Glückauf!" ' Profesior Dr. Weizmann dankte für diese Begrüßungsworte in herzlicher Weise und führte aus. das von ihm Geleistete sei mehr auf die tatkräftige Unterstützung, sdner Mitarbeiter, als auf ihn selbst zurückzuführen, Er sei nur in der glücklichen Lage gewesen, in der Zeit der Entscheidung an einem Platze zu stehen, wo ein wirksames Eingreifen möglich gewesen sei. Der Vorredner habe Recht darin, dgß über den Erfolg schließlich die Geschichte zu entscheiden haben werde; er hoffe bestimmt, daß ihr Urteil günstig ausfallen werde. Für die ihm zuteil gewordene freundliche und ehrenvolle Begrüßung danke er aufs Herzlichste. . An diese Ansprache schloß sich eine Borstellung der Gemeinderabbiner und der Mitglieder der Gemeindekörperschaften — und eine zwanglose Unterhaltung, einzelner Gruppen mit dem Gaste.! . ' R. Etwas von Religion und Religionsunterricht Bon GemeindÄrabbiner Dr. Vogelstein. Religion und Religionsunterricht sind Probleme, die in dieser Form im Judentunt erst in dernachmendelssohnschen Zeit in die Erscheinung getreten sind. So langedie Juden von der Außenwelt abgeschlossen waren und unter gesondertem Recht lebten, war dev Einzelne in die Gemeinschaft nicht nur hineingeboren, sondern auch hineinsiebunden. Recht und Pflicht regelte sich ihm aus seiner Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, in der und aus der auch alles zu finden war, was ihm eine Persönlichkeit aufbaute. Don Kindheit auf sah und erlebte der Jude alles, was mit dem Judentum in Beziehung stand, alles Große wie tausend geringfügige Ding!, die zusammen ihm seine Religion kemtenlernen ließen. Dazu kam der Unterricht, der ihn in die Quellen und Urkunden t es Judentums einführte, die für den damaligen Juden auch lfast die einzigen Quellen der Bildung waren. ' Die neue Zeit brachte plötzlich einen' vollständigen Umschwung. Aus dem Winkel, in den das'Mittelalter sie ver- - wiesen hatte, wurden die Juden mitten indas Leben gestellt, die profanen Bildungselemente würden iqnen zugänglich und ihre Aneignung entsprach nicht nur Dem Bildungsdrange, sondern wurde eine unerläßliche Lebensnotwendigkeit. Nicht mehr in den engen Kreis hineingebunden, erlebte der Einzelne sein Judentum anders als in.früherer Zeit. Der Unterricht mußte eine andere Bedeutung erhalten, - Die Unterrichtszeit mußte eingeschränkt; dabei die Unterrichtsaufgabe erweitert werden, weil jetzt die ehentals selbstverständlichen Grundlagen erst im Unterricht dargebotpn werden mußten. Daß dies nur unter Einschränkung des jUnterrichtsstoffes möglich war, ist selbstverständlich und würde methodisch nicht als ein besonders schwerer Schaden anzusehejn sein, weil eben der Unterrichtszweck ein etwas anderer geworden war. Die'großen-Fragen der Pädagogik, die hier nur durch die Schlagworte Lernschule oder Arbeitsschule oder Erziehungsschule V angedeutet seien, tauchten auf, die Frage, ob! Religion überhaupt lehrbar ist und in welchem Umfange. Daß die BennitKung der Kenntnis gerade im Judentum eine unbedingte Notwendigkeit ist, bedarf >. keines Nachweises, aber ebenso wenig ist irgend jemand sich darüber im unklaren, daß aller Unterricht in der Schule nur

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