Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 9 (19.9.1927)
- Date
- 1927-09-19
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I Nr. 9 Br«»l«««r Jüdisch«« Semeiideblall 125 Kreie jüdische Volkshochschule. Breslau E röffnung des siebzehnten Halbsemefter» (Oklober/Vezember 1927) Sonntag, den 23. Oktober 1P7. vormittags 11 Uhr. Lessing.Loge: Schriftsteller Arthur Höllischer-Berlin: „Das Judentum in der kommenden Weltkrise".! Vorlesungs-Verzeichnis: 1 s) Ou l i us Bab -Berlin: „Der Jude als dichterisches Motiv in der Europäischen Dichtung".! l Sonnabend. 18. November. i8.15 bis 19.15 Uhr; Montag, | 21. Noveinber, 20 bis 21.30 Uhr lb) 5fr au Lotte R o s e n b a u m ch wa rz:>, „Rezitationen zur Vorlesung Bab.! Sonnabend. 20. November, 18.30 bis 19.15 Uhr. liingerzählung aus Lefsings „Nathan der Weise". Gedichte von Lenau, Hebbel. Traumerzählung aus Hebbels ,Judith". Gedichte hon Hartleben, Münchhausen. Aus den Memoiren des Herrn von Schnabelewopski" von Heine. 2. Studienrat Dr. Willy Coh n: .Höhe- und Wendepunkte jüdischer Geschichte". Stunden. Donnerstag. 20 bis 21 Uhr. Beginn: 27. Oktober. 1. Der Gang in die Zerstreuung. 2. Die Tage der Kreuzzugsnot. 3. Glück und Ende in Spanien. 1. Der „Schwarz« Tod". 5. Der Zug nach dem Osten. 6. Der Beginn der Emanzipation. 3. Dr: Oscar GuttmaNn: „Das Judentum in der Mustk" mit musikalischen Erläuterungen. 6 Stuyden. Dienstag, 18 bis 20 Uhr in der Wohnung des Dozenten, üjha rl^o t t e n st ratze 1. Beginnt 25. Oktober. Der! Umfang des Problems. Richard Wagners Stellung zum Judentums Kritik seiner Schrift. Hans Psihners Stellung zum Judentum. fritik hieran. Heinrich Bols Buch „Das Judentum in der Musik". usführliche Darlegung seiner Theorie. Kritik hieran. Ist der Jude musikalisch und produktiv? Die Reproduktion. Assimilation. Kurier Abritz einer Geschichte der Juden in der Musik: Die Musik bei den galten Hebräern. Jüdisch« Musiker der Renaissance und des 19. Jahrhunderts. Die Krise in der modernen Musik. . Anteil der Juden daran. Mahler. Schönbera. > Was bleibt von derp Problem: Das" Judentum in der Musik? . 4. Dozent Dr. Jshac Heinemann: „Die Heiligung des Liebes-' lebenjs durch die jüdische Lebensanjchauung". 5 iStunden. Donnerstag, 18 bis 20 Uhr. Beginn: 27. Oktober. 1. Ablehnung der Natur» und Fruchtbarkeitsreligionen: die Idee der Reinheit. 2. Ablehnung der asketisch m Lebensanschauung: die Idee der Natürlichkeit. 3. Ablehnung des Schönheitskultus (Minnedienst): die Idee der religiösen Gleichwertigkeit der Geschlechter. 1. Gattenliebe als Symbol der Gotteslieb«. 5. Die Durchführung des jüdischen EheidealS in Geschichte und Gegenwart. 5. Professor Dr. Siegfried Marck: „Religiöse Stoffe in der Dramatik der Gegenwart ., 5—6 Stunden. Mittwoch, 19 bis 20 Uhr. Beginn: 26. Oktober. Barläch: Sintflut. Carl Hauptmann: Moses. Stefan Zweig: Jeremias. Werfel: Paulus unter den Juden. 6. Frag Paula Ollendorff: „Der Anteil Israels am geistigen Gut der Gegenwart". 5 Stunden. Montag, 20 bis 21 Uhr (mit Ausnahme von Montag, j den 21. November). Beginn: 21. Oktober, a) Einleitung. Jüdischer Einfluß auf has mittelalterliche Denken und die Reformationszeit. d) Der jüdische Einfluß auf das moderne Denken, o) Der Einfluß des' Alten Testaments auf die europäischen Sprachen. c>) Der jüdische Einfluß auf die moderne Literatur und Kunst, e) Der jüdische Einfluß auf die wirtschaftlich« und soziale Gestaltung unserer Zeit. Im Interesse der Dozenten und Hörer wird dringend geboten, pünktlich zu Beginn der Vorlesungen anwesend zu sein. Die Vorlesungen finden im Realgymnasium am Zwinger, Zwingerplatz, statt, die des Herrn Dr. Oscar Güttmann in seiner Wohnung, Charlottenstraße 1. i Kartenverkauf: Sekretariat der Freien jüdischem Volkshochschule, Agnesstraße 5 (Tel. O. 3388), an Wochentagen von 10 bis 13 und 16 bis 17 Uhr, Sonntag von 10 bis! 13 Uhr. Beginn des Verkaufs: Montag, den 10. Oktober. An den Feier, tagen, das ist am 11., 12., 18. und 19. Oktober, findet kein Verkauf statt. ' ] Hörergebühren: I A., Im Vorverkauf bis 23. Oktober für jeden Kursus: Zyklus 1 Zyklus 2 Mitglieder und Familienangehörige (bis drei Karten).. k 2,50 Mk. Mitglieder von Jugendvereinen lbei Ent. nahm« von mindestens fünf Karten) '. k 1,75 Mk. Nichtmitglieder . . - .. k 1,— Mk. 0. Nach dem 23. Oktober bettagen die Gebühren einheitlich für Zyklus 1 k 1,50 Mk., für Zyklus 2 bis 0 k 1,— Mk. C. Einzelkarten nur! am Saaleingang für Zyklus 1 k 1,25 Mk., für Zyklus 2 bis 6 ä 1,— Mk. Eräffnungsvoktrag: < bis 6 k 2— Mk. k 1^0 Mk. k 3,50 Mk. 1 hUl A. Im Vorverkauf bis Frejthg, den 21. Mitglieder bis zwei Karten ... Nichtmitglieder.' . '. Jugendliche «Stehplatz) - - - 8. N ach dem 21. O k t o (Die ersten 100 Plätze sind Mitgliedsbeitrag: Jährlich mindestens i 50 Psg. niehr. Wir bitten, den Beitrax Cohn, Breslau Nr. 11 761 zu überwei! Verabfolgung der Mitgliedskarte zu Der Vorstand des Vereins Freie jüi Dozent Dr. Albert Lewkowitz, Vorsitzender. Oktober: . k 1,— Mk. .ii^o a»r .41,— Mk. k 2,— Mk. zahle ber einheitlich mmeriert) 1,— Mk., bei Einziehung us das Postscheckkonto Sally oder im Sekretariat gegen n. - qische Volkshochschule. Sally Cohn. Schatzmeister.. m. ür die ehrenamtliche Hilfe wohlfahrtskursu» der Jüdischen lugendverbände. Nachdem der Ortsausschuß der jüdischen Jugendverbände in seinem Programm zum Ausdruck gebracht hat. daß sich die Mitglieder der einleinen Vereine pn der sozialen Arbeit beteiligen sollen, wird die soziale Arbeit nunmehr! erweitert und in die richtigen Wege geleitet werden. Vor allen Dingefr hat sich die Notwendigkeit herausgeftellt, die b« Kreise in das «beitverzweigte Gebiet der B ohlsahttspslege einzuführen. Oer Leiter des Jüdischen Wohlfahrtsamtes,! Zürodirektor Gläser, hat sich bereit erklärt, zu diesem Zwecke im kommenden Winter einen Kursus für Mitglieder der Jugendverbände abzuhalten. Es wird unter anderem gelesen werdest: Das allgemeine Fürsorgcrecht, Kinder» und Jugendfürsorge, Vereins- und Anstaltsfürsorge u. t>.]~ sowie über alle diejenigen Aufgaben, die überhaupt in Frage kommen. Anfrageu und Anmeldungen sind zu.richten entweder an die Vorstände der einzelnen Jugendvereine oder an die Herren: ,■ Theodor Eckstein, Kaiser-Wilhelm-Straße 72, B. Gradenwitz, Trinitasstraße 6. - Bürodirektor Glaser, Wallsttatze 9. Der Kursus beginnt am Mittwoch, b«n 2. November. Näheres wird noch bekanntgegebcn. Auch junge Damen und Herren, dieckeinem Verein angehören, find als Teilnehmer und Mitarbeiter willkommen, doch wird die Teilnchmerzahl Vorbehalten; Meldungsbeschluß ist der 10. Oktober 1827. G. Mitteilungen -es Reichsbunöes jüü. Zrontfol-atea ' Ortsgruppe Breslau ~ 1. Unsere Ortsgruppe hat durch den am! 17. August erfolgten Tod des Kameraden Rechtsanwalt Georg Schutz einen schweren Verlust erlitten. Wir werden dem Verstorbenen, der stets ein reges Interesse für unsere Aufgaben gezeigt hat, ein ehrendes Andenken bewahren. Bei der Beerdigung waren wir durch eine Delegation vertreten. 2. Unsere Schwimmabende finden vom 25. August ab bis auf weiteres jeden Donnerstag Abend von 8—9 Uhr jm Hallenschwimmbad statt. Karten daselbst. — Am Donnerstag, den 6. Oktober, fällt das Schwimmen des Bersöhnungstages wegen aus. I 3. Am 28. August veranstalteten wir einen Ausflug nach Lieanitz zur Besichtigung der „Gugali". Der Jüdisch-liberale Jugendoerein schloß sich uns hierbei an. — Die Ortsgruppe Liegnitz hat durch gastfreundliche Ausnahme und durch das Stellen einer sachkundigen Führung sehr zu dem guten Gelingen des Ausfluges beigetragen. - . . 1. Am 5. September fand um 8K Uhr abends in der Gerhart Haupt- Mann-Loge unsere Monatsoersammlung statt, die besonders stark besucht war. Unser Vorsitzender, Kamerad Dr. Ernst F r a e n k e l, gab zunächst einen Bericht über alle Vorkommnisse während der Ferienzell und referierte dann ausführlich über das Progamm der vom 22. bis 21. Oktober in Breslau stattfindenden Bundeshaupt Versammlung. An das Referat schloß sich eine lebhafte Diskussion, im Verlause ryelcher der Kamerad Rechtsanwalt F o e r d e r einen AMrag für die Byndeshauptversammlung einbrachte. Ein Anttag des Kameraden Rechtsanwalt Simon, mit einem Zusatzanttag von Kamerad Dr. Ernst F r a e n k e l wurde nach kurzer Diskussion angenommen. Hiernach soll bei. jeder Mitgliederversammlung ein kurzer Dortrag über ein allgemein interessierendes Thema gehallen werden, und zwar nicht nur von Kameradest, sondern auch von Außen» stehenden, evtl, auch christlichen Rednern. 5. Die nächste Mitgliederversammlung findet am Montag, den 3. Oktober, abends 8)4 Uhr, in der Gerhart, Hauptmann-Loge, Schweidnitzer Stadtgraben 8, statt. Kamerad Rechtsaywalt Gustav Simon wird „Ueber Arbeitsgerichte", I. Teil, sprechen; daran anschließend Diskussion. — Diese Versammlung hat die Delegierten fülr die Bundeshauptvrrsammlung zu wählen. 6. In zwei Städten des Landesverbands Schlesien ist tüchtigen Rechtsanwällen günstige Riederlassungsmöglimkell geboten. Nähere Auskunft erteilt Kamerad Otto E l k e l e s, Breslau I, Ring 22. . 7. Eine Versicherungsgesellschaft wendet sich an uns mit dem Ersuchen, ihr geeignete Persönlichkeiten zur Gründung einer General-Agentur «n Breslau zu nennen. Branchenkenntnisse. nicht erforderlich. —! Näheres im Büro.! - 8. Von einem hiesigen Konfektionsgeschäft engros wird Lehrling mit guter Handschrift gesucht. Näheres im Büros Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Breslau.