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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1927-07-22 · 7 (22.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
4 (1927)
Issue
7 (22.7.1927)
Date
1927-07-22
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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I i 104 B reslauer Jüdisch«« Kemeindeblatt Nr. 7 In der Gelehrtenrepublik sind aUs ien Mitgliedern der amilie noch folgende bekannt geworren R. Hirsch Sklower, ohn Mordechäis, starb als Breslau« r S abbinalsassessor am . Dezember 1806. Er ist Mitverfasser, les Kabbinatsgutachtens oin 2. Januar 1798. das für die Beib« hali ung der frühzeitigen eerdigung sich aussprach. Der Grab tein rühmt seine außerdentliche Gelehrsamkeit, eisernen Fle ß. Belehrung der rrenden" und allezeit geübte Wohltätigkeit. Chajim Arje, , ahn David Sklowers, gab 1860 einige Schriften R. Jesaja Perlins heraus. Samson, Sohn Jakob C!klowers, veranlaßte hsie Herausgabe des genannten JTTT ->"7 , das die Chronik Ürs Lebrhauses enthält^ und bedachte die Synagoge in seinem Testamente. Er lebte in Breslau und Berlin''). Zu den ständigen Besuchern dieser is flegstiitte von Lehre Mid Gebet gehörten Celebritäten der allen Kehillah, so der ehemalige Dyhernfurther Rabbiner R. Ja ob Jehuda Löb den R. Josua Falk, erster Rabbinatsassessir in Breslau'H, dessen cltefter Sohn, der Rabbinatsassessor R. Jehoschia Falk, der auch das Dorstehesamt versaht), die Rabbinaisassessoren R. Josef 4Söb, ben Abraham Feder-"), eine ar erkannte Autorität auf k flntudischem und dezisorischem G« biete, und R. Schije I lekyinsky, die Gelehrten R. Jakob-Löb Kr ich, R. Joske (Josef) Bavpitsch, R. Samuel Nelken, dessen (Enfi I und Urenkel noch hsutie Synagogenbesucher dort sind, R. Wolf ben Abraham Wrgschner, dessen Enkel noch heute Mi igln d ist, R. Mordechai LsaiPdorff, R. Josef Hirschberg, sovie -der Kurator der rlra^nckelschen Stiftungen und Kaufmann l Samuel Jakob Levy, der die Synagoge auch in seinem Testamente bedachte^'). Seitdem der genannte R. Jeho chici Falk Syttagogenovrs^eher war, blieb das Amt in beii fünften seiner Nachk immen ununterbrochen bis zur Gegenwirt. Dessen Brüder StetleT, Tobias und Emanuel warm treuy Pfleger des onsljitms-H, Meiers Sohn Josef war einige dreißw Jahre ^osbbai". Nach seinem 1902 erfolgten Tode führte! es sein 2>ruder Wilhelm in Gemeinschaft mit Jos, fs Sohn Willy-fort, n^elch' letzterer es noch heute nach für sundzwanzigjähriger ätigkeit verwaltet- ). Meiers Söhne und Enkel bilden noch uve die Hauptstützen dieser Religion! «stä te.!Jn unentwegter Treue und wundrsamer Pietät wird die Äflcinzung der Altvordern fortgeführt, u wer grqsten Opfern, v»n! keiner anderen Seite subventionnrt, Unabhängigkeit und Freiheit wahrend-'), täglich dem Gottesdi« nste un^ fast täglich dfr Gotteslehre geweiht, heute gleichwie am Sterbetage des stfiers, an dessen Lebenswerk mehr als anderthalb Jahrhunderte das prophetische Wort aus i en Sprüchen der Bäter <1V 14) in Erfüllung ging: „Jede G me nfchaft, die um des Himmels willen wirkt, wird am Ende feg l) ta D «KfM Ai, li cl cfl Anmerkungen. ) Aus der Grabsteininschrift auf dem fyticbl d^j« ^atum T'sr t/* " cv klar ersichtlich. Gemäß in der Sklower Schul, Branns in der Iuoellö r, , S't. fi. Gractz, Breslau 1837, «S. 265, unr der Breslau, Friedhof Llaaßcm'traßc, Beerdigung utzg des fi. Gcmeindcarcbivar S*r. Heppnerj nacb in die Angabe bei Lewin, Gesch. dl isr itält, Breslau 1326, Z. 151, irrig. I L -> Drann, die schlcsiscdc Iudcnheit oc>r und naci « 2, Breslau 1315, >5. 7.! 3) Lcwin ai a. C., Wiener, Dibliotbecä ff., Olr. 1014, Deniakob, Thesaurus libtornm , 05, Fewisb iSncnclcpcbia VI 663, X 51, PCI 2 bchscbneidcr, K:b"i fr, Wilna 1300, Z. 5 Berlin 1325, Z. 242, 505, 555, SynagtgenI pfc Claaßenstraße ist nur dckn Angaben der Legatrist;. ,0. Geburkst. des Archivs der Synagogcn- .reglster (I. E. l.) fWirst das Todesjahr 1777. Kranken-Dcrpflegungs- B Tslau. Bgl. nocb Eiscnskadt-Wicncr, ciTp ju: :<n «4 f., Feimtem, “b” fr, Warschau ISS >, spptobsiionum, Berlin 1325, Ar. s4So, 1431, 3 4) 21. Juni 1743; ogl. Drann, 8abr-Dujh ba jkfing, Breslau 1S3S, Z. 84. s) Staatsarchiv Breslau, «Statt Breslau II A«ftä von Judcn-Lcbamcs 1741 Blatt 5ö. Pod lacht §>stje «Synagoge iit niebl identisch mit derjeni« en litauischen und wohlbynischcn Juden in der Fechi tiMijeren schon am 25. Oktober 1744 ihnen gef attet arch^ Br. II 71 Iudenschaft g A a 1765—1805, früh t: 5>«ach ist Drann, Jahr-Buch a. a. O. Z. 83, zu r BiMtns nad» dem damaligen litt). «Schames be intw geßännken Aktenstück „Iuden-Schames" Dl. 42, h: 24 3 :chtf( i)i nsreich fortwirken. dem Edikt ooinl l. Wärz edlandiana, Beters bürg bräicorum, Wilna 1SS0, W st, XII 655, Maggid-?, Dubnow, n:f 2 uch der «Sklower Scbulnvn, Petersbg. 1S37/S, 30, Löweni'tein, Index « w. Enc. III 378. Belehrung und Ilnterde g Dl. 25 ff., 56 ff., das. o. n. ö. von Warschau, r groß-, kleinpolnischen, hule, die „weiter zu eongewesen wäre" («Staatsr Zt. Breslau II 26 p). r kodifizierest. Die Frage >rtet sich aus dem eben wonach der 1743 oder kurz zuvor verstorbene lith. «Schames «Samson Baruch hieß, und sein Otachfolglr sein Schwiegersohn Abraham Salomo», Sohn des Sal. Löbcl Boraches, warl Dem Abraham folgte 1758 Wordcchai Sklower. lieber das Berhältuis der „Wollincr Schul" zur Sklower ogl. Braun a. a. O. upd dcrs., die Ichlcs. Iudenh. S. 7 2lnm. I ^I»d 2. In dem genannten Olktenslück des Staatsarchivs ist aber die Sklower Schul ausdrücklich als diejenige „für die lithauisch-wolhnnischen Juden" genannt. , t *) Lewin a. a. O. S. 47. 34, 114, 151. ' ») riTT ftr, Breslau 1352, (S. 3 ff.).' : *) Starb 13. Wai 1733. #) 'r-cbc. I ") Gleichfalls „tolerierter Ober-Schamch und Lithauischer Wäckler" (Stc atsarch. a. a. O. BI. 41), 1741—1800 (Breslauer iüd. Gemeindcblatt II 7( >, wo in Anm. 56 Sohn statt Bruder gelesen werden muß). Sein Bruder Salkmon Nlarcus bittet am 12. April 1773 mit ihm gemeinsam „ihnen gcge-t Erlegung des jährlichen Canonis von 15 rthlr diese Schule mitzuüberlaßesi" (Staatsarch. a. a. O.).! u) Der „Oberschammes Löbcl Samson" st. zwischen dem 25. Wai 1804 und!7. Fcbr. 1805 (Stadtarchiv Breslau, OIcta voll Iudcn-Schamcs 1741, Bl. 267, Staatsarch. a. a. O.). ") Obcrschamcs und 1812/13 Borstchcr der Bruderschaft. St. 1846 in Breslau (Witteil. d. f). Dr. heppner). Näheres s. Drann, Aubelschrist a. a. O. S. 264, Lcwin a. a. O. S. 34, 155, Notiz im handschr. Nachlasse Pros. Branns, N. Elia, Wilna, Kommentar zu Jona, Warschau 1857, .ftaf.fKX, Dyherns. 1317, Titclbl. II3) DifT tt («S. 21), wo näheres über seine Familie. St. 11. Jan. 1865 (Arctz. d. jüd. Gern. Breslau I. E. r. 25, Witteil. d. y. Dr. Heppncr). ^") I. Kastan, Jahrbuch s. jüd. Gesch. und Lit., Berlitz 1325, XXVI 57 fl wicdcrabgedruckt im Breslauer jüd. Gemeindcblatt IV 52, wo Jakob irrig nveise als Sohn Wordechais bezeichnet wird. t l;) Archiv des isr. Krankenhauses Breslau, Zlcchnungsbuch 1800 ff., Archiv der Syn.-Gem., S. 76, 205. jetzt und Dr. Par< ") örmr's^- D>e Lösung, daß die Dvppelstrichlein eine doppelte Zählstng anzeigen sollen, demnach das Jahr 1624 gemeint sei, ist ungetvöhnlich unsicher. Die Witteilung über die Barockzeit verdanke ich i‘). Prof. Krotte-Brcslau. 17) Brann, Iubelschrjft a. a. O. Z. 263 ff., Stadtarch. Breslau Bol. l 3 Sect. 4 Eap. 7. Am Schlüsse einer handschriftl. gebliebenen hcbr. Graislinatik aus dem 13. Tlahrh. (Handschrift 0!r. 254 in meinem Besitze) zeich let ein S. 8. (Salomo Jakob) Sklower. Laut testamentarischer Bestinn lung wird am 22. Tamus der Todestag eines Professors Salln Lklowcr- ' n begangen, von welchem mir nichts bekannt geworden ist. i*) n:i5 f«»r, Dresl. 1316, Subskribcntcnvcr;., Dib'l. Fricdl. 01r. 2555, Wohjlgemuth, Icschurun X, Berlin 1325, S- 210, zweiter Bericht däs Obereber-Eollegii, Brest. 1842, S. 1 f. ") «ni«T -p-cx II, Lemberg 1863, Approb. sa) Daselbst, Jahrbuch der jüd.-Iitcrarischen Gesellsch-, Franks, a. W. III 13, Dibl. Friedl. Nr. 555, Bamderger, a'Bir hrxpa, 2. Aufl., S. 8s4a, 86 a, pttix, Brest. 1867, foix c]cr, Warschau 1885. 21) Leon st. 25. April 1852, vgl. Das jüd.-theol. Seminar Fraenkelschc Stiftsllng, Dresl. 1373, S. 4, Drann, Gesch. d. jüd.-kbeol. Sem., Breslau 1004, “ 1J3, 20. I zl) Bgl. über sie Kastan a. a. O. ') Dem letztgenannten verdankt Verfasser die ohne Quellenangabe gebliebenen Nachrichten. . u) Sie gehört zur Kultuskommission II. Bors >305 Grut Alt Prorsi! aber -st Ler sein bring u: Saloi Ausntz 1927 (Ein neues Allersheim. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden teilt mit,| daß in Lanhsberg (Warthe) noch in diesem Jahre ein neues und nach modernen dfätzen eingerichtetes, rituell geführtes jüdsisches; r s h e i m eröffnet wird. Als Insassen kommen Personen Nus den nzen Brandenburg und Grenzmark, den abgetretenen Gebieten, auch aus -Berlin in Frage. Auch aus anderen Bezirken ist der Borsland bemüht, soweit der Plag reicht, Ausnahmen zu ermöglichen. Es al«er für Anmeldungen dringende Eile geboten, da die zunächst zur silgung stehenden 42 Einzelzimmer aller Voraussicht nach schnell beseht zoerden. Hingewiesen sei nur noch darauf, daß die gesamte Unterng, Verpflegung und Lebenshaltung allen Ansprüchen! gerecht werdin will, und daß das Heim eine überaus behagliche Ruhestätfe bietet. Anmeldungsgesuche sind sofort zu richten an Herrn Rabb. Dr nonski, Berlin W 10, Bendlerstraße 18, der alsdann die hmebedingungen mitteilt. Martin näheren Das 25 jährige Diensijubiläum als s riedhofsinspektor unseres Friedhofes Lohestraße feierte am 1. Juli j Herr Friedhofsinspektor Ludwig Marcus e. Was er in diesen 25 I ihren für ein gärtnerisches Schmuckstück und für ein Muster an Ordn mg geschaffen hat, ist nicht bloß von der Gemeinde und ihren Körp rschaften, sondern auch von allen Fachgenossen rühmend aberkannt words n. Herr Marcuse hatte sich allen Gratulationen durch einen kurzen Urlai b entzogen. R. feiert der gewi sührstng Den 70. Geburtstag am 26. Juli 1927 Herr Carl Moses, Freiburger Straße 9. t vielen Jahren unsere Wochentagssynagoge als Monatsiiorsteher lssenhajj betreut.. Wir wünschen ihm noch viele Jahre weiterer Amts-! 3*- fnt i

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