Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 4 (1927)
- Issue
- 2 (21.2.1927)
- Date
- 1927-02-21
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Qidlinn Jüdisch«« S«««iüd« b I«11 19 daß je 3 Buchdrucker. Go! je 4 Schneider und 6 Klempner, bzw. 9 Schlosser bzw. 14 Elektromonteurs. Bemerkenswert ist den Berufen, aber nicht sichten für die Zukunft Monteurs ist zum Beisple -beim Stadt. Arbeitsnq 437 Stellungslose vo Klempner können in gri nur dann usrtergebracht Baumarkt sich gründlich urteil sich so mindert, werksbetriebe mehr von stchtigt werden und dami Arbeitskräfte einzuftelleri jüdische Handwerker ihr unter dem Durchschnitt Gesetz der Auslese und denjenigen Berus zu wc der Persönlichkeit Rechnst keine Entscheidung getro kür eingerichtete Berasti Psycho technische derStadtBresla Betreffenden untersucht auch die meisten Betri> solchen Prsifung zu kenn: Vermittlung von Lehrste beits Nachweis de Deutschlands, W ldschmiede und Maler bzw. Lackierer, Tischler. Installateure, Maschinenbauer, lser Zudrang zu den metallverarbeitenempfehlenswert, wenn man die Aus- ^erücksichtigt. Der Ber^f des Elektrol derart überfüllt, dalj augenblicklich chweis Breslau nicht weniger als räemerkt sind. Auch Schlosier und oßerer Zahl nach der Ausbildungszeit werden, wenn die Perhiiltnisie auf dem ändern, oder das oben erwähnte Borvertrauenswürdige jüdische Handden eigenen Glaubensgenossen berückt in die Lage kommen, mehr jüdische In den anderen Berufen werden Fortkommen finden, wenn sie nicht stegabt sind. Hier gilt wie überall das ist von außerordentlicher Wichtigkeit, cshlen, der den besonderen Fähigkeiten ng trägt. Es sollte in dieser Hinsicht fen werden, bevor nicht besonders dcrlngsstellen wie zum Beispiel das Institut beim Berufsamt N i k o l a i st a d t g r a b e n 25, den und ihr Urteil abgegeben haben, wie be heute, ohne das Ergebnis einär n, keinen Lehrling einstellen. Zwecks llen wende man sich an den A r - jüdischen Organisationen llstraße 23. Kartenausgabe 1927. In delr nächsten Nummer werden die vcrehrlichcn Gc meindemitstlieder die Bekanntmachung über die Kartenausgabe zunächst Bezug genommen auf den vom Dezember l92ö „Unsere 1927 findest. Es wird Artikel im Gemeindctsiatt Zweiggottdsdienstc". Die Inhaber der werden es sicherlich mit sc» Anträge a 15. März ab Ritus können einen bestimmtst,, nicht innn«»be IugenWck selben Räumen der Karten crfstll lehrer(innen). Bezüglich irgendwelche A< sind. Bcabsicht l (a u. b) Plätze einzelne Hescat noch die Einlösst, lichem Wege, des Gcmeindeb Ucberlasfung von Gratiskartest sind von, ristlich cinzureichcn. Wünsche tczüglich des geäußert werden, hingegen werden sylche für Saal — schon aus techmschcn Gründen stücksichtigt werden kön,,cn. tesdienstc werden auch in diesem Jahre in denwie im Vorjahre veranstaltet. Die Ausgabe gt bicr lediglich durch die Herren Rcligions- >cr Synagogen ist zu erwähnet, daß hier ndcrungen von Bedeutung nicht! cingetretcn gr ist nur, hie Preise der später ieingesügtcn einer Durchsicht zu unterzieheniund eventl. s^tzungcn eintretcn zu lassen. Ertvogcn wird kg der Karten für'die Synagogcst aus schrift- Ääheres hierüber wird in der nächsten Nummer attcs zur Kenntyis gcbracbt ^pcrden. G. ‘ ' i FortbilVungskursus. Auf Anregung des Verbandes -der Synagogcngcmeindcn in den Bezirken Breslau uikd Liegnitz und des Israelitischen Lehrervereins n Schlesien, sowie mit Unterstützung der Breslauer Syn tgogengcmciadc fand in der Zeit! vom 2. bis zum 8. Januar d. I. hierorts ein' Fortbildunaskursus für Lehrer und Kultusbcamte statt, der von auswärtigen' und hiesigen Teilneh lesungen wurde über „Methoden über „Die Stel Dr. Lewkowik Plätze in dcrr Zwciggottesdiensten Freude begrüben, daß die Gcnteindebehörden geschlossen haben, hier die Preise wesentlich herabzysehen ustd insbesondere eine größere Anzahl von Plätzen in mittlerer Preislage zu schaffen. Sämtliche Gottesdienste werden ist denselben Aäumen stattsindcn wie im Vorjahre, so daß endlich ein fest r Ausland eingetrctcn ist und Aendcrungen, d c in dem V »rjahrc unter dem Zwange der Verhältnisse erfolgen mußten, nunmehr aufhören. 2lus diesem Grunde kennten auch v ele Wünstche der Gcmeindcmitgliedcr, besonders! hinsichtlich i er Lage ihrer Plätze, nicht immer Berücksichtigung finden. Infolste der Preisherabsetzung und auch in Anbctracbt des Umstandes» daß i, einigen Sälen die Einteilung der Plätze eiste teilweise Zlcnderung erfahren muß, können die Gemeindcjrnitglieder in diesem Jahre in den einzelnen Gottesdiensten, in denen sie P lätze gehabt haben, diese neu auswählest. Die sehr wesentliche Herabsetzung der Platzpreise bedingt jedoch, daß eine Ermäßigung ,sür die Zwciggottcsdienfte ausgeschlossen bleiben muß. Um Andrang und unnötiges Warten zu vermeiden, ist die Frist sür die Karte rausgabe ausgedehnt und auch früher angesetzt worden, als in den Vorjahren. Im Interesse einer glatten ustd schnellen Abfertigung liegt es aber auch, daß-die Gemeinddmitglieder die angegebenen Fristen innehalten. Gemeindstmitglieder, die Karten bisher überhaupt noch nicht gehabt haben, können solche am Mittwoch, den 21. September, und Donsterstag, den 2'!. September, erhalten. Da die Zweiggottesdiestste insgesam: gegen 6000 Platze fassen, wird jedemjEinzelnen die Möglichkeit der Teilnahme! an ein:m Gottesdienst an den hohen! Fe st tage r gegeben. mern zahlreich besucht war. Folgende Dorn gehalten:! I. Prof. Dr. Gurtmann las moderner Apologctiker", 2. Dozent Dr. Rabin ung der Propheten zum Staat",; 5. Dozent über „Der! Gottesbegriff und das wissenschaftliche Weltb ld der Gegenwart", 4. Dozent Dr.! Heinemanst über '„Ausgewc hlte Kapitel der Homiletik", 4- Rabbiner Dr. Sänger üb:r „Der Religionsunterricht an ben höherer. Schulen mit Rücksicht auf die neuen Lehrpläne!', 6. Vcrbandslehrer Czoi lak über „Diö neuen Methoden irn hebräischen Iluterricht". Ist herbem fand eine Besichtigung des Schlacbthofes und seine: rituellen Einrichtungen statt.! In Verbindung damit veranstaltete das hiesige jüdische Wohlfahrtsamt einen Lehrgang, in dessen Rahmen Oberarzt Dr. Chotzen über „Aerztliche Grundlagen der Heiilpädagogik^, Nervenarzt Dr. Prager über „Aerztliche Bemerkungen zu modernen psychologischen Theorien", Rektor Frömter über „Einführung in die heilpädagogische Unterrichts- und Erziehungsarbeit", Oberlandesgerichtsrat Dp. Frankel über „Jugendgericht jnnd Jugendfürsorge" unst Direktor Glaser über „Problems: der jüdischen Wohlsabrtspflcge" je eine Vorlesung hielten.! i '; Die Eröffnstngsscicr sarrd im kleinen. Saal der Lessingloge durch cirnfn Vortrag!des Dozenten Dr. Hein« mann statt. Den Schluß des Kursus bildete ein gemeinsames 2 bendcssen bei Kornhfiuser, bei best, sich die Kursusteilnehnu r mit den- Dozenten und den Vertretern der Korporationen nebst bereis Damen vereinigten.! Fr. hochherzige Stiftung. Wie wir Gemeindeblatse der israelitischen Rel gionsgemeinde Dresden entnehme», haben die Hinterbliebenen des kürzlich verstorbenen Geheimrats Georg Arnhold in Dresden in Erfüllung der von ihm niedergelegten letzten Wünsche , j nom. 100000 Mark 8prozentigeObligation«jn der Religionsgemcinde Dresden zur Berfügupg gestellt mit der Bestimmung, 80Y00 Mark zur Errichüing einer sozialen Stiststng, 5lX« Mark zur Errichtung einer Georg- und Anna Arnhold'schen Stiftung für bedürftige Arme der. Stadt Dresden und 5000 Mark zu eines gleichnamigen Stiftung beim israelitischen Armenünterstützungsverein zu verwenden und mit den übrigen 10 000 Mark die bestehenden, aber leikser großenteils entwerteten Arnhold'schen Stiftungen auszusüllen, nämlich die: Dr. Adolf- und Mathilde Arnhold-Stistung I (Zweit: Unterstützung jüdischer Armer der Stadt! Dresden): I . Dn. Adolf- und Mathilde Arnhold-Stistung H (Zweck: Unterstützung verschämtes Armer);! — Max Arnhold-Stistung (Zweck: Unterstützung eines oder niehrerer Insassen de» Henrietten-Stistesst ,. .■ > s Anna ArnholdsStiftung (Zweck: Unterstützung verschämter Armer). Möge diese edle Tat großzügiger Wohltätigkeit auch in unserer Gemeinde Nachahmer finden! ' N. -