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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-11-22 · 11 (22.11.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
11 (22.11.1926)
Date
1926-11-22
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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IS Br«»la««r Jüdisch«» Gemein!> e d l a t t Nr. I I stelle I sird eimq|i den ftimAi sahn i gesej t könn!> Pro! untei stützt verdrängt werden, weil sie Juden e Zentrale das eingehende statistisch« einzelnen Arbeitsnachweisen die ei ungen vermitteln müssen, des weiteren ngen der Arbeitsnachweise untereinandt Es ist eine große und verantwortungsr ist. Di« vereinigte Zentrale wird ihr n, wenn die gesamte jüdische Oesseütl lems erkennt und die Bestrebungen der Daneben wird die veraterial auszuwerten haben, ntchlägigen gesetzlichen Beaber den Austausch der Err herbeiführen, olle Ausgabe, die, ihr damit er nür dann gerecht werden lichkeit die Größe dieses Zentrale mit allen Kräften SOI. Beförderung.; Ministerialrat Dr. Hermann Ladt, einSohn unserer Stadt — sein Later war der bekannte Prosesior'Dr. Badt s. A. — ist zum Ministerial- ^tor und Vertreter Preußens im Reichsrpt ernannt worden. Es ist die Leitung der Berfasiungs- und 'Rechtsabteilung der Preußischen Ministeriums des Irmern übertragen worden, die er schon.zwei Jahre oerti etungsweise rnne hat. Ministerialdirektor Badt ist Mitglied där Repräsentanten-Versammder Berliner Gemeinde und des Rats des Preußischen Länderndes und ist in vielen jüdischen Bereit«« und Institutionen ehrenlung verb i J amtlich tätig. R. Di« goldene ho feiert am 20. Dezember 1926 das Ehepaar Adolf Bochenet und Frau Rost lie geb. Weißler, Kürasiierstraße 7. Wir wünschen dem Jubelpaare viele Jahre der Gesundheit und Freude in unserer Gemeinde. noch feierj und Johüe noch Enttl feieht hö heilen Die Goldene Hochzeit am Sl. Oktober 1926 die Eheleutei Leopold Gotdmann Frau Auguste geb. Goldmann, Gartenstrahe 1, seit über dreißig n Mitglieder unserer Gemeinde. Wir wünschen dem Jubelpaare viele Jahre der Gesundheit und der Frleude an ihren Kindern und kindern. j Den 80. Geburtstag am 4. Dezember 1926 bei' frühere Kantor Isaak W a r s ch a w s k i. jfchenstraße 81. Der Jubilar nimmt noch heute an allen Angelegenst, n der Gemeinde regem Anteil. Wir hoffen, daß es noch viele Jahre so hseiben möge. \ Da» 70. Lebensjahr I vollendete Herr Rabbiner Dr. Moritz Pefitz, Liegnig, am 9ptooemlber 1926. Geboren im Jahre 1856 zu Breslau, besuchte er Vas dortige Kgj. Friedrichs-Gymnasium, das et im Jahre 1876. mit dem Zeugnis der Reife verließ. Seine theologische Borbildung erhielt I er aussdem jü-.«theol. Seminar zu Breslau, ay welchem.er am 2. Februar 188$ die theologische Abschlußprüfung ablegte. Gleichzeitig besuchte er die j Universität zu ’ Breslau, wo er bei her philosophischen Fakultät inskribiert war. Zum Dr. phil. promovierte er an der Universität zu Leipzig im Jahre 1881 mit der Dissenation „Das Buch der Gesetze des Males den Maimon". Seit dem 1. Januar 1884 ist Herr Dr. Peritz bei der hiesigen jüdischen Gemeinde als Rabbiner angestellt. -! Durch fein stilles bescheidenes Wesen hat er sich in allen Kreisen, auch außerhalb seiner Gemeinde. Anerkennung und Freunde erworben. UicheirN von Lob und Tadel machte er seine tiefe religiöse Ueberzeugung zurl Richtschnur für sein handeln und glastbte damit sicher dem Wohle seiner Gemeinde zu dienen. : Mus dem vereinsleben. H Mitteilungen de» Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. In der Sitzung des Engeren Rates, dix am 16. Oktoher d. I. statti, wurde Herr Justizrat Lilienthal zum' Borsitzenden des Liberalen errichtsausschusies gewählt. - In der Sitzung des Engeren Rates am Sonnabend, den 16. Oktober dieses Jahres wurde beschlosien, dem Marannen-Komitee in London einmalig für das Jahr 1926 einen Betrag von Mark 1000,— zu bewilligen. — sDas Marannen-Komitee hat es sich, wie aus Zeitungsnachrichten bekannt sein dürfte, zur Ausgabe gemacht, die in einigen Städten Rord- Partugols lebenden geheimen Juden, Abkömmlinge der im Mittelalter zwangsweise zum Katholizismus bekehrten Israeliten, zur jüdischen Rsjigion zurückzusühren. Der Große Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Genden trat am 17. Oktober d. I. zu einer Sitzung zusammen. Unter Vorsitz des Präsidenten,. Herrn Kammergerichtsrat Wolfs, waren alle Ästglieder des Großen Rates vereinigt. Auf der Tagesordnung t> eine Reihe wichtiger Angelegenheiten, doch wurde die ganze Sitzung, von vorinittags 10 Uhr bis in die späten Abendstunden dauerte, mit Erörterung der Gründung der Reichsverbandes ausgefüllt. Den gesausten Beratungen wurde der von dem in München eingesetzten Unterausschuß ausgearbeitete Entwurf zugrunde gelegt. - Rach sehr eingehender Et trterung aller für die Gründung des Reichsverbandes maßgebenden As sichtspunkt« sowie aller einzelnen Bestimmungen wurde er von dem Rah abgesehen von einer Anzahl kleinerer Aenderungen, angenommen. Nunmehr wird >ie auf den 21. November d. I. einzuberufende Vexbandstagung zu der Äründung des Reichsverbandes Stellung nehmen. * i * * ' ' Am Sonntag, den 24. Oktober, trat der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Lc ndesverbandes jüdischer Gemeinden zu seiner ersten Sitzung zusammen. Erschienen waren die Damen: Frau Paula Ollen dorsf-Breslau, Frau Gertrud Seligsohn-Berlin. Frau Wronsky-Berli». ferner die Herren: Dr. Ollendorff-Berlin, Dr. Eschelbacher-Dtisieldorf, Dr. Wilde-Magdeburg, Direktor - Silberberg-Ahlem, Seckelsohn-Berlin. Dr.’ Segall-Ber in. Eugen Caspary-Berlin. Den Vorsitz führte Herr Professor Türkt . Das wich igste Thema der Beratung bildete die Festsetzung her Wohlfahrtsaufgaben des Landesverbandes und ihre Abgrenzung gegenüber denjenigen der Berliner Zentralwohlfahrtsstelle. Einmütig war man der Ansicht, daß die Zentralwohlfahrtsstelle erhalten bleiben müsse, freilich unter d<r unbedingten Voraussetzung, daß eine vyllständige . Reorganisation dietses Instituts vorgenommen werde Wenn diese Siherheit gegeben sei, kämen als wichtigste Aufgaben des Preußischen Laadesverbandswohlsahrtsausschusses folgende in Betracht: 1. Der W< hlfahrtsausfchuß soll die. preußische Gesetzgebung ist bezug auf Wohlfahrt dauernd beobachten und wenn nötig, beeinflussen. 2. Der Ar sschuß soll die Zentralbeschwerdestelle für alle Mlßstände in den Anstalten, wie auch in den Verbänden sein und soll diesen oibhelsen. 3. Der A rsschuß soll Anregungen in bezug auf den Ausbau bestehender und! ie- Einrichtung neuer Anstalten geben. 4. Der L inoesoerband svll im Rahmen seiner Kräfte die Wohlfahrtsinstitutionen materiell unterstützen. Sobald d«r Reichsverband zustande gekommen ist, sollen auch Mitglieder außerpreußischer Wohlfahrtsämter im preußischen Ausschuß tätig sein. 1 Darauf konstituierte sich der preußische Wohlfahrtsausschuß. - Zum Vorsitzenden wurden neben Herrn Professor Türk Frau Iustizraf Paula Ollendorff-Breslau und Frau S. Wronsky-Berlin gewählt. Die vorliegenden Subventionsgesuche sollen zunächst, einer finanziellen sachlichen Prüfung unterzogen werden. Für diejenigen Anstalten und Verbände, die sich gegenwärtig in Not befinden, wurden Vorschüsse bewilligt. Ein Anknag des Gemeindevorstandes Görlitz, die gesamte: Wohl - tätigtest in Preußen zu zentralisiere», wurde unter Hinweis darauf, daß eine Zentralwohlfahrtsstelle und nunmehr auch ein Landesverbands ausschuß bereich bestehe, abgelehnt. Mau war der Meinung, haß eine schematisch durchgängige Zentralisation alle lebendigen privachn und gemeindlichen Bestrebungen ersticken würden. > Schließlich wurde ein aus Berliner Mitgliedern zusammengesetzter Unterausschuß j gewählt, bestehend aus den Herren Professor Türk. Direktor Kareski, Dr. Ollehdorff, Caspary und Frau Wronsky? der, so oft es nötig ist, die Arbeit«» des Gesamtausschusses vorbereiten ssoll. j * * * vom kommenden Reichs verband der deutschen Juden. Am Sonntag, den 24. Oktober d. I.. fand eine Versammlung der Vertreter der Deutschen Landesverbände jüdischer Gemeinden statt, die den Entwurf der Verfassung für den Reichsverband der deutschen Jude» seine endgültige Formulierung geben sollten. Den Vorsitz führte Herr Kammergerichtsrat Wolfs, die Berichterstattung hatte wie bisher Herr Oberlandesgerirhtsrat Dr. Neumeyer übernommen. Vom Preußische» Landesverband waren die Herren Iuslizrat Lilienthal, R.-A. Dr. Klee, Galewski, Rabb. Dr. Seligmann erschienen, vom Allgem. Deutschen Rabbinerverbastd Dr. Blumenthal. Bauern war vertreten durch Herrn I^-R. Dr. horstmel, Schweinsurt. Als beratende Mitglieder des Bayr. Landesverbandes Iah man die Herren Rabb. Dr. Freudenthal-Nürnberg. Kommerzienrat Joseph-Landau, Rabb. Dr. Stein-Schweinsurt, Dr. E. Strauß-München, als Abgesandten des Württembergischen Verbandes Reg.-Rat Dr. - Nördlinger-Stuttgart. Baden hatte die Herren R.-A. Dr. Kaufmann-Heidelberg, Dr. Pfälzer-Weinheim und Professor Dr. R. Stein- Karlsruhe entsandt; vom Sächs. Landesverband waren die Herren R.-A. SalingenDresden und Karl Goldschmidt anwesend; .vom hessischen Kz. R. Meyer-Mainz, vom Anhaltisch«n Verband Staatsrat Dr. Cohn- Dessau, von Hamburg R.-A. David, Dr. N. M. Nathan, von Bremen Max Markretch, von Oldenburg Rabb. Dr. de Haas, von Lübeck R.-A. Dr. Rubensohn-Rostock (auch Abgesandter von Mecklenburg-Schwerin), von Braunschweig Dr. Regenburger. Vertreter der Ächduth waren die Herren Rabb. Dr. Horovitz-Frankfurt a. M., Dr. Unna-Mannheim. Die Beratungen zogen sich wiederum von vormittags um 10 Uhr bis in die späten Abendstunden hin. In den Erörterungen wurden alle Anschauungen der verschiedenen Richtungen vertrkten; im Interesse des Zustandekommens des großen Werkes hat jede von ihnen einen Teil ihrer Wünsche zurückgestellt. So ist es gelungen? einen Entwurf der Verfassung^ zustandezubringen, der allen berechtigten Ansprüchen genügen dürste und eine geeignete Grundlage für eine Gesamtoertretung der deutschen Jude» schafft. Der Entwurf wird nunmehr an die verschiedenen Landesverbände zur Stellungnahme weitergeleitet. * - * * Am Sonntag, den 31. Oktober d. I. konstituierte sich der liberal» Kultus-Ausschitß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Es waren die Herren Rabbiner Dr. Seligmann-Frankfurt a. M.. Rabbiner Dr. Warschauer. Dr. Weyl. Professor Dr. Elbogen. Direktor Dr. Spanier. Oberkantor Zivi-Elberfeld. Sem.-Lehrer Falkenberg, Rechts- -anwalt Heinrich Stern. Justizrat Dr. Blau-Frankfurt a. M.. Professor

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