Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 3 (1926)
- Issue
- 11 (22.11.1926)
- Date
- 1926-11-22
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Ar. 11 ISdis <! >«« 01 n t i n b eb l a 11 157 3ofua Friedlär der, Frau Hauxtkantor Friedmann (stellvertretendes Mitstied für Rechtsanwalt Dr. B« erwaldt-Frankfurt a. M.) erschienen! Herr Jus izrat Blau erüs stete die Sitzung und verlas einen "Brief res Herrn Dr. Baerwaldt, in rem dieser die Beschleunigung der Druckegung eines allgenkeinen iu rischen Einheitsgebetbuches fordert.' Es vurde seftgestellt, daß drei Gremien, Herren des liberalen Kultus-Auschusses, die Vereinigung der iberalen Rabbiner unsi die Berliner Geneinde bereits Vorarbeiten m t Bezug darauf geleistet haben, und man eschloß, eine Vereinigung di, ser drei Aktionen herbeizuführcn. Rach längeren Diskr fsionen, an dene n sich hauptsächlich Professor Dr. Elbogen, Rechtsanwalt Stern, Rabbiner Dr. Seligmann und Oberkantor Zivi beteiligten, wurste eine Komm! sion gewählt, die das Einheitsgebetbuch fertigstellen soll. Zum Vo> sitzenden des Arsschuffe? wurde Herr Rabbiner Dr. Seligmann gewählt, der auch die keutsche Uebersetzung des Gebetbuches festsetzen will, nachdem der hebrä sche Text fast fertig vorliegt. Erster stellvertretender Vorsitzender wurle Herr Justlzrat Dr. Blau, zweiter stellvertretender Vorsitzender Pros ssor Dr. Elbogen. * * * Am Sor ntag, den 31.!>ksober d. I., trat d^r Große Rat des Preußischen 1 andesverbandes jüdischer Gemeinden! unter dem Vorsitz seines Präsidenten, des Herrn Kammergerichtsrats Wolss, zusammen Die Versammlung > war stark besucht Der Vormittag war mit allgemeinen Aussprachen i ber die Geschäl tssührung und die Fmanzangelegenheiten des Landesverbandes angesült, die sich an den Rechnungsabschluß für 1925/26, der genehmigt rourie, anschlossen. Der Haushaltsvoranschlag für 1926/27 wurde mit einiger geringfügigen Aenderungrn angenommen. Für das Jahr 1927/28 wurde auf Antrag von Dr. Fxeund eine neue Art der Beitragsei Hebung in Aussicht genommen. Am Nachmittag konnten nur 1 bie wich! igeren der auf der Tagesordnung stehenden Punkte erledigt werden, trotzdem sich >ie Beratungen wieder bis in die späten Abendstunden shinzogen. Der kntwurs für den kommenden Reichsoerband der deutschen!Juden wurde rneut besprochen und ein Antrags Moritz A. Loeb und Dr. Horooitz, di, die Rechte der konsorvativen Minderheiten noch durch eine besondere protokollarische Erklärung geschützt wissen wollten, angenommen. Eine Beihilfe für das Dr. Julius Höxter'sche Quellenlesebuch wprde gewährt. Hei r Dr. Freund «rstattete» ausführlichen Bericht bezüglich der Verhandlung« i mit den preu zischen Behörden über die Beitragsleistung für Rabbiner und Lehrer. j Die auf der Tckgesord tung stehende Besprechung des Entwurfs eines Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Judeit in Preußen wurde vertagt und zunächst die Veröffentlichung des Entwurfs in Aussich! genommen. Als nächste bedeutende Ausgabe des Landesverbandes wird die Ein richtung.von Bezirksrabbinalen und Lehrerbezirken zu betrachten sein. Für di, ausgeschieden n Verbandstagsabgeoxdneten, die Herren Wolpe, Krumholz und Lasst!, wurden die Herren Ackerhalt, Dr. Fischer Parmen und Direktor Peltesohn gewählt. Jüdisch-wiss» mschaflliche Jugendkurse. I Aus Beranlastung der Misrachi-Ortsgxuppe Breslaü l haben sich folgende Herren nur Abhaltung von Lehrkursen und Einzeb oorträgen be^eiterklärt: Pros. Dr. Guttmann: „Wisse, was du dem Ztveifler zu antworten hast". (Vortragsreihe in loser Folge.» Mittwoch 1%—8Y\ Uhr, Hörsaal I, Wallstraße 14. Beginn: 24. November. 2. Herr Deminardozent Dr. Heinemann: „Äufari". Diensta, 1%—854 Uhr, Hörsaa l I. Peginn: 5. Januar. 3. Herr Gemeinderabbimr Dr. H o f f m a n n : „Jeremia". Mittwoch 8>i—9K Uhr, Wallst,atze 9, 1. Etage. Beginn: 24. November. 4. Herr peminardozent Dr. Rabin: ,^eser ha mada. Buch des Wisieijs MaimonidesT Sonnabend 7—8 Uhr, Hürsaal I. Beginü: 20. November. ' 5. Herr Rabbiner Dr. Simonsohn: „Mizwas jischuw, erez jisro, L die Besiedelung Palä tinas, eine religiöse Pflicht". Montag 9—Ö! Uhr. Hohenzollernstr rhe 23, Hochparterre. „Juden und Araber". 1. In der Frühzeit dxs Periode. 3. Gegenwart. 3 Vorträge nach 6. Herr Dr. Speyer: Islam. 2. Spanisch« Vereinbarung im Januar. Meldungen bei Dr. Le Aenderungswünsche nur durch die betreffende Jugendorganisation. Arbeitsnachweis jü Breslau 1, w Wir bitten wiederh Vakanz in Haus-, Geschäfts richtigen. Auch Aushilfsp ausverkäufe werden dringend Erwerbslosen steigt täglich, nur geeignete Arbeitskräfte Es ist notwendig, wöchentlich einmal bei uns für, gemeldete'freie Stellen Sprechstunde«: Männl. Abteil» Weibl. hol: d il wy, Gartenstraße 51, Tel.: Stephan 32 922. bischer Organisationen Schlesiens, stllstraße 23, II. Tel. Ohle 7830. alle Gemeindemitglieder, uns von jeder und Arbeitspersonal telephonisch zu benache|rfonat für die Weihnachts- und Jnventuroon uns benötigt. Die Not der jüdischen Wir sind stets bemüht, den Arbeitgebern zu vermitteln. iß alle bei uns gemeldeten Arbeitnehmer oorsprechen, da es sonst nicht möglich ist, sie in Borschlag zu bringen, üng Montag bis Freitag von 3—5 Uhr nachm. - - - -10—12 - vorm. oei Räsi der Dsir Kindergarten und Kinderhort der Vereinigung Jüdischer Frauen. E. v , Sonnenstraße 25. rstnstaltet am Montag, den 6. Dezember, nachmittags 4! Ihr, iy den >m ZU men der Her!nann-Loge, Museumplatz, seine Chanukka »-Feier, zu alle Freunde ijnd Gönner herzlichst eingeladen sinh. Gleichzeitig sichtet der Vorstand an die verehrlichen Gemeindemitälieder die freitndliche Bitte, nach Kräften beizusteuern, um es zu ern öglichen, bie 85> Zöglinge, wie bisher alljährlich, auch in d esem Jahr« mit warmen Kleidungsstücken und Schuhwerk zu versehen. Der Jüdische Frauenbund oeränstaltet am Donnerstag, den 25. November, abends 8 Uhr, im Hotel „Birr Jahreszeiten", Gartenstraße, einen Vortrag von Frau Dr. Else Mefdner über: Mstrcel Proust, „Der Weg zu Swann". Gifte, Damen Herren, sinh! sehr willkommen. Unkostenbeittag 30 Psg. Am Mofntag, den 6. Dezember, abends 8 Uhr, findet ebenda die Chanukkahfeie e des I. F.-B.! statt. Herr Oberkantor Borin wird dieL chte segnen. Oaian anschlleßettp: >H u g o Salur-Prag, Rezitationen aus seinen Werken, mit besonderer Berücksichtigung jüdischer Stoffe. Karten hierzu in der Bücherdiele, Kaiser-Wilhelm-Str« ße 21/ und Sekretariat dek Lcssinglogc. Es empfiehlt sich, die Karte i rechtzeitig lösen, da der Raum beschränkt ist. Karten an ber; Ab« ndkasse nur mit Aufschlag. , , An jedem ersten und dritten Montag des Monats, vormittags 11 Uhr, werden itin Sitzungszimmer des Wohlfahrtsamts, 'V lallstraße 9, Hof, erster Stock, Sprechstunden abgehalten zwecks Be 'atung: von Kleinrentnetinnen und Sozialrentnerinnen. Dt die Damen vielfach üher ihre Rechte und Ansprüche gar nicht or «ntiert sind, raten wir, von dieser neuen Einrichtung regen Gebrauch zu i lachen, f Der Jüdische Frauenbund erklärt, um alle Verwechselungen zu vermeiden,, daß et mit i »er Sozialen Gruppe für erwerbstätige Frauen und Mädchen, die soeben leinen Bazar und Wohltätigkeitsfeste veranstaltet hat, nicht identisch äst.! Der Jüdische'Frauenbund wird, wie alljährlich, auch in diesem Jahr« bemüht sein, zu Chanukkah seine Schützlinge durch Gaben szu erfreuen. Er wird sich dcyu in den kommenden Tagen an hie Hilfsbereitschaft unserer-Glaubensgenossen wenden, in der Zuversicht, daß diese auch in der jetzigen schweren Zeit wirtschaftlicher Not nicht versagen wird.! , - . > - i Die Frauengruppe des Zentralverbandes Jüdischer Handwerker. Ortsgruppe Breslau. hat, wie seit Jahren schon, auch anläßlich des diesjcfhrigen Rasch hafchanah-Festes, 10 hilfsbedürftigen jüdischen Familien Kleidung, Wäsche und Geld gespendet. Die Frauengruppe besaßt sich-außerdem noch mit der jüdische Lehrlinge, wozu ihr infolge starken Anwachsens „ Lehrlingsgruppe reichlich^Gelegenheit geboten ist. Zum C »anukkay-Fest wird wiederum eine Einbrscherung der Lehrlinge vorgengmnen Ledenschittel, Fürsorge« für der hiesigen Da» Kinderlandhelm FKnsberg des Jüdischen Frauenbundes nimmt, wie bereits in früher >n Nummern f dieses Blattes milgeteilt, in den Wintermonaten Frauen ind Mäh' des Mittelstandes auf. Die Erholung in der guten Gebitgslnst im ist viel nachhaltiger als im Sommer. Auch ist in dem ai schönen Flinsberg Gelegenheit zunü Wintersport gegeben- , Für den Monat Dezember sind noch einige Plätzt srfi. Der! sionspreis beträgt einschließlich Heizung.4 Mark täglsch: f Meldungen sind an das Büro der Kinderfürsoijgq. Wallstraßx 7/9, Seitenhaus, I. Stock, zu. richten. - « ' ' i . Der Zentralwohlfahrtsstelle der deulstheu Jud, n wurde als äußerliches Zeichen der Anerkennung für die ii hervoriagen dem Matze bet dem Ausbau der Ausstellung geleisteten jilse natt der stattgehabten Prämiierung die Goldene Medaille der gtoß m Ausstellung Düsseldorf 1926 verliehen. Die Leitung der Ausstellung Gesolei dankt, nächsten stie'Psoriän der Ausstellung sich geschlossen hoben, allen Mitarbeitern,!>re ihr beim Ausbau der wissenschaftlichen Gruppen behllflich gewesen sind. Sie erkennt ' an, daß nur durch die aufopferungsvolle Mitarbeit der einzelnen Institutionen und Persönlichkeiten es möglich gewesen war. eine solch lückenlose Darstellung der wichtigsten Themen aus dem Gehiet der Gesundheitspflege, Sozialen Fürsorge und Leibesübungen zugäben. 25 jähriges Jubiläum de» Keren Kajemefth. Der Keren Käjemeth hejifrael (Jüdischer Nationälfondö) E. V. feiert in diesem Monat sein 25 jähriges Bestehen. Er bat inj Laufe seiner Tätigkeit mit Mitteln, die aus kleinsten Spenden m dev ganzen Welt zufammenflosien, 200000 Dunam Boden im Heiligen Lande getauft,' auf dem mehr als 40 Siedlungen errichtet worden sind. Ir Breslau wird das Jubiläum durch zwei festliche Beränstaltungen gefeiert, die am Sonnabend und Sonntag, den 27. und 28. November,: gqfeiert werden Näheres siehe Jnferat. . 1 i