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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-06-17 · 6 (17.6.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
6 (17.6.1926)
Date
1926-06-17
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 6 Breil«»« r Jstzifche« 0<»i<i«bfll«lf 81 Zusammenfassend kann a« scher Arbeitsnachweis notweno «f« ic hait schi dich er vielleicht schon längst ailts, diesen jüngsten und vielleici t Arbeit durch positive Mitarbeit in Haushalt. Büro, Ge' eigenen Bedarf oder für den Arbeitsnachweis zu me 7830) ist nur erforderlich! Nur sich in diesem Sinn« verantw jüdischen Gemeinden, Vereine erfüllen, was es verspricht V gt werden, daß die Frage, ob ein jüdiist, unbedingt bejaht werden muh. ja e geschaffen werden müssen. Jetzt aber fruchtbarsten Zweig der jüdisch.sozialen zu fördern. Jede offene Stell« äft oder W e r t st a t t, ob jür den Bekanntenkreis, ist dem jüdischen Iden. Ein telephonischer Anruf (Ohle wenn jedes Gemeindemitglied chtlich fühlt, für das Werk fast aller Organisationen Schlesiens, kann es das S. urd Kartenausgabe Zweiggo für die Spnagogen. titesöienste 1926 unft Auf Seite 86 finden unsere Gemeindemitglieder die Bekanntmachung betr. die Kartenausgabe und die Vergebung der Plätze für das Jahr 1026. Die sorgfältige Beachtung der dort angegebenen Zeiten usw. wird den verehrlichen Gemeint emitgliedern dringend ans Herz gelegt, weil focht eine ordnungsmätzige Abfertigung nicht möglich ist. . Als erfreulich kann die Tc tfache verzeichnet werden, daß in diesem Jahre wieder der große Konzer ihaussaal und der Kammermustksaaf für die Zweiggottesdienste zur Vers» gung stehen. Es ist bisher mancherseit; darüber Klage geführt worden, daß seitens der Verwaltung nicht zenügend Zweiggottesdienste eingerichtet worden sind. Die Tatsachen let ren jedoch, daß diese Auffassung gänzlich irrig ist. Es wurden im Vorj ihre inehr Gottesdienste als bisher eingerichtet und es standen für der alten Ritus 1802, für den neuen Ritus 5023 Plätze zur Verfügung. Von diese» Plätzen Ist knapp die Hälfte vermietet worden; die andere Hälfte wurde für Freikartest für Erwachsene und die Jugend bereitgestcllt. 2 Iber auch von Dieser Einrichtung ist nicht in vollem Umfange Gebrauch g -macht worden. Ein Teil der Säle war hiernach nicht einmal zu einein Drittel besetzt. Im Interesse der Wirtschaj lslage der Gemeinde, als auch ihrer Mitglieder, war man daher nach re flichen Erwägungen genötigt, einige Einschränkungen vorzunehmen. , Den Inhabern von Pläj en in den sortsallenden Gottesdiensten Friebeberg I und II, Wratislawia, Viktoria-Theater und Lejsingloge steht das Recht zu, Karten in den a »deren Zweiggottesdiensten auszuwählen, sofern sie nicht von ihren bisherigen Plätzen im Kpnzerthaus oder Kammermusiksaal Gebrauch machen. Zweifelhaft war, ob noch ein Gottesdienst nach altem IRitus in der Näh« der Oder-, Scheitniger vier Ohlauer Vorstadt eingerichtet werden soll. Es soll versucht werden, >ort noch einen Gottesdienst! einzurichten, wobei jedoch die unbedingte Vor iussetzung ist, baß sich tatsächlich genügend Teilnehmer melden. Hierbei u ird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß irgend eine bestimmte Zusage ch itens der Verwaltung keinesfalls gegeben werden kann. Die Einteilung der Zn eiggottesdienste wird Demnach diesmal folgende sein: I. Alter Ritus: a) Saal der Hermannl ige (Großer Saal): b) Hall« Ul des Turnve 'eins Vorwärts (Gartenhaus, Erdgeschoß). II. N e u e r Ri t u s: a) Konzerthaus, Großer Saal; d) Kammermusiksaal: o) Saal I des Turnvereins Vorwärts: d) Saal der Gesellschaft der Freunde. III. Jugendgottesdienste: a) nach altem Ritus Großer Saal der Lessinglogie; d) nach neuem Ri ius:- Kleiner Saal des Konzerthauses (Portal I, 1. Stock). Eine andere Einteilung, i isbefondere nach den verfchie )enen Stadtteilen, hat sich aus mannigfach,» Gründen nicht ermöglichen lassen. Für den großen Konzerthc ussaal und den Kammermusil saal erhalten selbstverständlich diejenigen Ge neindemitglieder zunächst P ütze, die im Jahre 1924 solche innegehabt h« den. « Durch den Umbau des S onzerthauses ist hier die Einteilung eine wesentlich andere geworden. Die Zuteilung der Plätze erfolgt durch Auslosung und zwar in der Weise, daß die Gemeindemitgl«der solche in den von ihnen gewünschten Pr islagen auswählen können. Im Kammermusiksaal ist die - Einteilung dieselbe ge! «lieben: nur mußte die letzte Reihe des Fra» enraumeS aus Sicherheitsgrijnden kassiert werden. Im Freunde-Saal ist eine andere Einteilung getroffen worden, weil hier wieder Bänke (Betpulte) e »gerichtet werden sollen. Ein Anspruch auf einen bestimmten Platz kann aus technischen Gründen Niemandem zugesproc «en werden. j Was die PlotzprAse anbe langt, so sind seitens der Gemeinde noch keine endgültigen Festsetzungen >rfolgt, so daß die in der Betänntmachung in dieser Beziehung gegebener Mitteilungen nur als vorläufig anzusehen sind. * Bei der Abholung der Kc rten ist es unerläßlich, genau anzugeben, für wen die betreffende Platz arte bestimmt ist' (Name u nd Adresse). Letzteres ist insbesondere dam unerläßlich, wenn die Ab,olung nicht persönlich, sondern durch Beaus ragte erfolgt. In den Gottesdiensten Hei mannloge und Kammermusik aal werden, wie bisher» Betpulte ausgestellt. Für den Gottesdienst in der Turnhalle II des Turnvereins Vorwärts wird die Anbringung von Betpullen erwogen, während für de»! großen Konzerthaussaal eine, solche Einrichtung leider nicht eingeführt werden kann. Die verschiedenen Vetsuche haben ergeben, daß insbesondere; aus Sicherheitsgründen die Anbringung' von Pullen unterbleiben muß. Direktor Glaser. , Sitzungsbericht über die 29. Hauptversammlung -es Verbandes -er SpnagogengemeinSen der Regierungsbezirke vreslau und Liegnitz , am 13. Mal d. 3. im Gemeindefihangssaale in Breslau. Die Versammlung war von den Gemeindevertretern aus Breslau und aus der Provinz zahlreich besucht. Oberschlesien war nicht vertreten, weil sein Delegierter erkrankt war. Einige Ausschußmitglieder fehlten,, weil sie zu einer Sitzung des preußischen großest Rates in Berlin weilten. Der Vorsitzende, Justizrat Hirfchberg-Breslau, bat in seinen Erössnungsworten, alle Wünsche zu äußern, die die Vertreter auf dem Herzen hätten: am nächsten Tagt kämen die Prvoinzialvertreter in Berlin zusammen; dorthin wolle er'die Wunsche weiterleiten. Drei Hauptthemen waren es. die den Verhandlungen zugrunde lagen: 1. Das Verhältnis der einzelnen Gemeinde zum Bezirksverbonde und zum preußischen Landesverbände: 2. die Wanderfürsorge: 3. der Stand des Religionsunterrichts in den Bcrbandsgemeinden. Zu Punkt 1 gelangte ein Antrag Kalisch-Gins- Hirsch, zur Annahme, welcher lautet: Die Hauptversammlung beschließt init Rücksicht darauf, daß die vom Landesverbände für das Jahr 19W 6fr fchlosienen Zuschüsse erkennen lasten, daß die vom Landesverbände hierbei befolgten Grundsätze der Billigkeit und den tatsächlichen Verhältnissen Nicht entsprechen, weil diese dcKi Landesverband« nicht genügend bekannt - sind, salzende Anträge beim Landesverband« zu stellen mit der Bitte, diese zum Beschluß zu erheben: 1. Die Provinziolverbände sind vom Landesverband als seine Unterorgane für die Bewilligung von Unterstützungen an einzelne Genieinden anzuerkennen, und zwar in dem Sinne, daß in den Provinzen, in denen ein Gemeindeverband besteht, die einzelnen Genieinden Gesuche um Unterstützungen nur durch diese Verbände beim Landesverband stellen dürfen. 2. Gemeinden, welche Unterstützungen vom Landesverband beanspruchen, find verpflichtet, dem Provinzialverband ihres Bezirkes genaue Aufklärung über ihren Etat und ihre Steuerveranlagung zu geben. Ohne Erfüllung dieser Verpflichtung darf eine Unterstützung nicht bewilligt werden. 3. Der Prooinziälverband hat alsdann jedes Gesuch mit einem Bericht über das Ergebnis seiner Er- - Mittelungen dem Landesverband mit möglichster Beschleunigung zu übersenden. 4. Sofern der Provinzialverband einzelnen Gemeinden Unterstützungen gewährt, gelten diese als Vorschußzahlungen auf etwaige vom Landesverband der betreffenden Gemeinde in dem Etatsjahr bewilligte Zuschüsse' und find aus diesen dem Prooinzialoerband vorweg zu erstatten und direkt voni ' Landesoerbande an pen Pro- ' vinzialverband auszuzahlen. — Zur Wanderarmenfürfopg« - Frag« würde nach einem Referat des Leiters der' Breslauer jüdischen Arbeiterfürsorgestelle folgende Entschließung angenommenc Die jüdische _ Arbeiterfürsorge Breslau, die als Provinzialkaste für Wanderfürsorge ausgebaut ist, ist auch im laufenden Jahre im weitesten Maße von den Gemeinden zu stützen und zu fördern. Die Gründung des Arbeitsnachweises der jüdischen Organisationen Schlesiens ist zu begrüßen und in gleicher Weise zu fördern.' Es wird die Errichtung von Arbeitsstätten für WanderarMe den genannten Organisationen empfohlen. Die Gemeinden erhalten seitens der Zenttale in kurzen Zeiträumen Berichte über dje Unterstützten mit Namen und Summe. Der Zentrale ist umgekehrt seiten» der Gemeinden dasselbe mitzuteilen, auch wenn keine Durchwanderung stattfand. — lieber den , Stand des Religionsunterrichts berichtete der Derbandslehrer Czollack an der Hand der beantworteten Fragebogen und feiner persönlichen Erfahrungen. — Dem vorgelegten Verwaltungsbericht über das — 29. Geschäftsjahr 1925/26 ist folgendes zu entnehmen: j In bezug auf den jReligionsunterricht stellt er fest, daß! kein schulpflichtiges jüdische» Kind in den Grenzen des Verbandes ohne solchen zu bleiben braucht. Das Derbandsgeblet ist unter die vorhandäuen Ährkräfte derart vertritt, daß jeder in einer Anschlußgemeinde s angestellte Lehrer den Unterricht in den kleine» Nachbargemeinden übernommen hat. die keinen eigenen Beamten haben. In den unversorgten Gemeinden erteilt der Verbandslehrer den Unterricht: fein Tätigkeitsbericht für das vergangene und seist Stundenplan für das laufende Schuljahr befinden sich im Anhänge. Des weiteren war dir Tätigkeit des Verbändslehrers darauf gerichtet, durch Gottesdienste. Predigten und Ansprüchen oder Vorträge religiöses Leben kn den Anschlußgemeinden zu wecken, zu er» ' holten und zu förderst. Der Bericht weist alsdann auf die Begründung eines jüdischen Arbeitsnachweises für Schlesien hin. .der als jurtzes Unternehmen vorläufig noch in engem Rahmen arbeite und des Vertrauens und der Mithilfe der beteiligten Kreise bedürfe. - Die neu begründete Provinzialkaffe für Wanderarnie wird von den Anschlußgememden noch nicht genügend unterstützt, um eine ihrer Aufgabe entsprechende ersprießliche Tätigkeit entfalten zu können. Der Bericht weist ferner aus die allgemeine wirtschaftliche Notlage hin, in der sich die meisten Gemeinden befinden, und die es ihnen schwer mache, ihre laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. Die auf den preußischen Landesverband gesetzten Hoffnungen zur Erleichterung ihrer Lage hätten sich nicht erfüllt. ' Da sie (nur unter - schwersten Opfern imstande seien, ihre eigenen Angelegenheiten in Ordnung zu halten, so sträubten sie sich vielfach, gleichzeittg an best Bezirksoerbstnd und an den Landesverband Beiträge zu keiften. Die« doppelte Besteuerung inüfle in Wegfall kommest. Ein Kursus zur Fortbildustg

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