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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1926-05-17 · 5 (17.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
3 (1926)
Issue
5 (17.5.1926)
Date
1926-05-17
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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c Nr. 5 Jüdische« 0 t nt «i übe bl« M 67 StuUuvfUm über südische Wohlfahrtspflege Die Ientralwohlfahrtsstelle der deutschen Süden wird auf der Düsseldorfer Ausstellung Gesolei einen Film Vorfahren, der di« Organisation und die Leistungen der jüdischen Wohlfahrtspflege schildern und Szenen aus den wichtigsten jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen enthalten wird. Die Ausführung des in eine stimmungsvolle Spielhandlung eingekleideten Film» ist der Gerdid-Film-Gesellschaft übertragen worden, die unter Regie von Frau Gertrüd David zur Zeit die letzten Aufnahmen vornimmt. Der Zentralausfchuß des Deutschen Rabbiner-Verbandes hielt am 7. und 8. April in Hannover unter Vorsitz von Rabbiner Dr. Bäck. Berlin eine Sitzung ob. Der Schwerpunkt der Tagung lag -in der Erörterung der mannigfachen sozialen Ausgaben des Rabbiners. Dos Haupt-Referat erstattete Rabbiner Dr. Lewin-Königsberg über das Themar »Welches Interesse hat die deutsche Iudenheit an dem Iugend» Wohlfahrts-Gesetz?" An das! tiefe und den Gegenstand in allen seinen Abzweigungen klar beleuchtende Referat schloß sich eine angeregte Debatte an, in welcher die verschiedenen Fragen sozialer Art, die mit dem Iugend- Wohlfahrts-Gesetz Zusammenhängen, ihre Behandlung fanden und insbesondere die Aufgaben des Rabbiners erörtert wurden. Die Fragen der Sexual-Ethik wurden mit besonderem Nachdruck betont und mancherlei praktische Anregung ergab sich aus der Debatte; erwähnt sei unter anderem die Forderung der 'Errichtung von wohlfeilen Mittagstischen in den Universitätsstädten als einer Maßregel der Vorbeugung gegen Mischehen. Von den Arbeiten der Sozial-Kommission des Rabbiner-DerbaNdes wurde mit Dank Kenntnis genommen. Die Neubearbeitung der Lehrpläne in Preußen hatte es erforderlich gemacht, daß eine Kommission des Rabbiner-Verbandes ■ in Zusammenarbeit mit dem Preußischen Landesverband Lehrpläne zur Vorlage an die Regierung ausarbeitete. Dr. Vogelstein-Breslau erstattete den Bericht darüber. i Aus dem Geschäftsbericht war die mannigfache und vielfache Arbeit zu ersehen, die der Verband in der Förderung seiner Mitglieder geleistet hat. Für die Neuregelung dep^ Gemeindeverhältnisse in Preußen werden bestimmte Forderungen für ein Normal-Statut gestellt. Im Wesentlichen folgende: Einrichtung von Bezirks-Rabbinaten, damit cs keine Gemeinde mehr gebe, die nicht von ihrem Rabbinat aus seelsorgerisch betreut werde. Einbeziehung des Rabbiners in den Vorstand, damit der Zustand aushöre, daß die religiösen Angelegenheiten ohne seine Einflußnahme erörtert und bestimmt werden; Garantierung der mit der Pensionspslicht verbundenen Lasten der einzelnen leistungsschwächeren Gemeinden durch die Verbände. Einen besonderen Erfolg bezeichnet diz über den Preußischen Landes-Derband erreichte Subventionierung uberbesteuerter Gemeinden durch die von der Haatsregierung bewilligten Mittel zur Besoldung der Rabbiner und zch Erleichterung der Pensionslast. Angesichts der wieder hervortretenden Angriffe gegen das rituelle Schlachten erneuerte der Ausschuß die im Jahre 1894 abgegebene Er-' klärung des Inhalts: „Die Rituelle Schlacht-Methode ist eine religiöse Satzung des Judentums, die in Biblischen und nachbiblischen Schriften ihre Begründung hat." Dieser Satzung gemäß darf ein Tier nur dann geschlachtet werden, wenn es in keinem seiner wesentlichen Organe irgendwie verletzt ist. Die Betäubung durch Gehirnschiag, Schlachtmaske, Schußmaske etc. würde somit einem Verbote des Schüchtens gleichkommen." Die Gemeinde Hannover bot den Erschienenen in großzügigster Weise Gastfreundschaft und Bewirtung. Mitteilungen öe!s Reichsbunües jüö. Frontsoldaten _ i Ortsgruppe Brtslaa v- I. Unser bisheriger Geschäftsführer Kamerad Dr. Hirschberg hat im vorigen Monat seine Tätigkeit in Landeck wieder ausgenommen und mußte daher seine Arbeit bei uns einstellen. Die Geschäfte werden vertretungsweise von Kamerad Elkeles, Ring 22 geführt, an den alle Zuschriften zu richten sind. II. Am 22. Mai, abend» 8 Uhr wird uns Kamerad Günzburger aus New-Pork einen Vortrag, über amerikanische Dcrhältnisie in der „Bonbonniere" halten. Anschließend an diesen Vortrag findet ein gemütlicher Bierabend statt. III. Unser Rasenspielplatz am Sauerbrunn ist am vergangenen L Sonntag eingeweiht worden. Jaultbälle und sonstige Geräte haben h wir angeschafft und werden uns freuen, wenn eine möglichst große Anzahl Kamerpden sich an di'sein gesunden Sport beteiligen, der jeden Sonntag Vormittag von ül)—12 Uhr unter Leitung unseres beliebten und tüchtigen Turnlehrers abgrhalten wird. IV. Unser Ausmarsch cm 2. Mai mit Damen nach Obcrnigk— Trebnitz nahm trotz der ungünstigen Witterung einen guten Verlauf. 'Es hatten sich fast 100 TeilNl hmer dazu eingefunden. V: Schwimmen: Wir schwämmen weiter jeden Donnerstag, abends 9—10 Uhr in dem für uns rqervierten Hallenschwimmbad. Teilnehinerkarten im Büro. Erwerbslose Kameraden erhalten nach Ausweis eine Freikarte. 1 VI. Damenturnriege: Dfte ersten Meldungen für die Damenturnriege sind eingelaufen: wir bitten uni weitere Anmeldungen im Büro, damit die Damenriege bald zu turnen anfangen kann. jiMIIlht WMiMWt» S» SWWkWiMtHtr Sprechstunden der Herren Rabbiner: Gemeinde-Rabbiner Dr. Vvgelstein^ Am Anger 8, Ring 7460: ' 91/0—10i/2 Uhr. Gemeinde-Rabbiner Dr. Hofsmann, Wallstraße 9, Ring 9837; - 9—10 Uhr außer Mittwoch. Rabbiner Dr. Sänger, Schweidnitzer Stadtgraben 8, Ring 6584;' 9— 10 Uhr (außer Montag und Donnerstag). Rabbiner Dr. Simonsohn, Hohenzollernftraße 23, Stephan 35 230; 10—11 Uhr (außer Sonnabend und Sonntag). Rabbiner Dr. Cohn (für Schalaus), werktäglich 11—12 Uhr im . Lokal d. Machsike Thora, Wallstraße 5. Anmerkung: Andere Zeiten können telephonisch pereinbart werden. _ Sprechstunden bjro. Wohnungen der Herren Kantoren: Oberkantor Borin, Kaiser-Wilhelm-Straße 135, Stephan 36 825; 2^3 Uhr (außer Freitag und Sonnabend). Oberkantor Weiß, Wallstraße 9, Ohle 754; 12—1 Uhr (außer Freitag und Sonnabend). - Kantor Wartenberger, Höfchenstraße 3, Ohle 5566. Kantor, Topper, Schweidnitzer Stadtgraben 8, Ohle 3968; nachm. 4—6 Uhr. Hilfskantor Ehrlich (Alte Synagoge), Wallstraße 35, Ring 8427; 8—9 und 3—5 Uhr.. Oberaufseher Schüftan (Reue Synagoge), Götzenstraße 19, Stephan 37 714; 8---9 und 3^5 Uhr. Sprechstunden im verwqltuugsbüro Wallstraße 9, Ring 1612: Borsitzender Geheimrat Goldfeld, .täglich (außer Sonnabend) ' 11—12 Uhr. Verwaltungsdirektor Dr. Rechnitz, Montag bis Donnerstag 10t-12 Uhr. Bürodirektor Glaser, Montag bis Donnerstag 9—11 Uhr. 1 Hauptbüro: für das Publikum Sonntag bis Freitag 9—1 Uhr (für Eilsachen bis 3 Uhr nachmittags, außer Sonntags): Wohlfahrtsamt: für das Publikum Sonntag bis Freitag 10—1 Uhr. Jugendpflegerin: für das Publikum Sonntag bis Freitag - 9—11 Uhr. Israelitische Kranken-verpflegungs-slnstalt and Veerölgungs-Sesellschast (Ktrnp man) zu Breslau. Hiermit laden wir unsere wertgeschätzten Mitglieder zur Feierdes200jährigenJubiläums unserer Humanitären Gesellschaft ergebenst ein.! Festordnung. Sonnabend, ben 12. Juni d. Js., F e st g ü t t e s * i dienst im Rahmen des Hauptgottesdienstes in den beiden Gemeinde-Synagogen und in der Synagoge des Kranken» Hauses. ■ Sonntag, den 13. Iun i d. Js., vormittags 11 U h k, F e st v e r s a ly m l u n g im großen. Saale des Konzerthauses, Gartenstraße' 39/41. Wir bitten unsere Mitglieder Eintrittskarten zu dieser Versammlung in der Zeit von Sonntag, den 30. Mai bis einschließlich Freitag, den 4. Juni d. Js., vormittags 9 bis- 1 Uhr im Büro des! Israelitischen'Krankenhauses, Hohenzollernstraße 96, zu entnehmen. Der Einkritt i n d e n S a a l . k a n n nur- /gegen Vor zeigest der Eintrittskarten gestattet werden. Mit tw 0 ch. den 16. Juni 1926, vormittags 9 Uhr /in der Leichenhalle auf Friedhof Lohestraße, Gedenk' feier für dieium unser«. Gesellschaft verdienten dahin geschiedenen Männer und^Frauen. > , Breslau, den 10. Mai 1926. ' Der Vorstand. Vorstehende» wird hiermit bekanntgcn.pcht. r Breslau, den 10. Mai 1926. * , Der Vorstand der Shnagogengcmeinde. , , .-1

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