Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 9 (29.9.1925)
- Date
- 1925-09-29
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1 1. Breslauer LlldlschesSemelnbeblat» i 135 dis ihnen der Ausfall f:cr WaHlcn^gcgcbcn habe, in vollem Umfange wahrzunchmcn. Die nächsten Vorlagen wurden auf Antrags der Berichterstatter ohsie Aussprache angenommen bcOilfc für die freie jüdische 3,- M. (Bor. Dr , nämlich die Erhöhung derjZahrcs- Volkshochschulc'von 500,—! Me auf Schlesinger), die Ausschlagung des Ver-?schlagung der Verwaltung der zu ftung mangels ausreichender Nach- und Bewilligung einer einmaligen das jüdische Kurhospital in Warmmächtnisses Wolfs und die Au ■ errichtenden Wcndriner chen Stif lastmasscn (Ber. R. A.!9erschak Baubeihilfe von 500,— M. an brunn (Bor. Joseph Kober).! Der Vcrwaltungs icricht wird vom Vorsitzenden selbst vorgcfragen. Die Mitteilungen über den Ankauf von Eijlcntumsplätzcn in der neuen Ziynagogc, über die Vcrgütiing de' Kostenanschläge für die neue Heizung >anlage dortsclbst, über die Mictüng de» StadtbabnbogcnS Nr. 47 >on der deutschen Rcichsb« hngcscllschhft, über die Löschung sämt icsicr, Vorkriegshyp^tbckcn auf dem Grundstück Stadtgrabens, übe' die Anbringung von Feuermeldern Linken Synagogen, ülcr die (Einrichtung von Rcligionslurscn in dc^ Odervorstadt und über die Erweiterung der Mittelrc he Lobcsträve werden unter Bewilligung der betreffenden Kosten zur Kcyntnis genommen. '! Ferner wird die llcberschfcitung der Kosten für dis: Lcbrcr- Foritbildungskurse mit 195,60 N. und die Bewilligung einer Beihilfe für die jüdischen Optant« n in Schneidemühl mit 2100,— M. genehmigt. , Die Eingabe bc3 jüdischen eichr Gcldbeihilfe wir!« auf stester vertagt.!! Schließlich berichtet Herr SchulvercinS betreffend Gewährung unsch der nicht anwesendest Antrag- GinS übenden vorgclcgtcy Kassenahschluß des Vc^waltunösjahre« 1924/25, der mit einem rechnerischen Uberschuß von 146 682,02 M. abschlicßt. Der Berichterstatter kann sich der Begründung dcS Vorstandes nicht anschlicßen, daß dieser icchnerische Uebcrschuß sich in einen Fehlbetrag von 50000 M. verwandelt, wenn man den Vortrag aust! dem Jahre 1923/S4 (314 300 M.) abzicbt; denn es seien von den! ausgegebenen Geldern eine Reihe von Vermögenstanlagen bezahlt worden, wie d:r Beri hterstattcr im einzelnen angibt. Er teile auch nicht die Befürchtung des Vorstandes, daß das laufende Vefwaltungsjahr mit einem sehr erheblichen Fehlbetrag abschließen unid vielleicht eine Erhi hung d >r Steuern notwendig machen werde. Vpr letzterem müsse er angesichts der Wirtschaftslage der Gemeindemirglicder unbedingt warnen. Verwaltungsdireki or Dl. Rcchnitz gibt eine Anzahl Aufklärungen, insbesondere über die Rücklagen und den erforderlichen B<darf. Ohne pessimistisch zc sein, muß man die Finanzlage der Glmeinde als höchst nngesp« nnt ansehen. Die Erwägung, daß Glider zu Vermögcr sanlagen verwandt worden sind, ändere fcaran nichts, denn die Bermö zensanlagcn lassen sich nichtsin flüssige M ttel zurückverwanden. Gerade an flüssigen Mitteln fehle es der Gemeinde, so daß sch m bei der Gehaltszahlung am 1i Oktober, wi auch die Zweiggi ttesdn nste zum größten Teil zu bezahlen sei:n, sich sehr erhebliche Schwierigkeiten Herausstellen werden, de cn Ueberwindung noch ganz und gar unklar ist. Eine Erhöhung de' Steuern wolle man schon deswegen vermeiden, weil die technische Durchführung ungewiß sei. Man müsse den zu erzvartende,, Fehlbetrag durch äußerste Einschränkung der Ausgaben berab- ' suchen. Der Kassenbericht sei allerdings in runden Zahlen unb zusammengefaßt angegeben worden, aber selbstverständlich werde der genaue Küssend« richt der Etatskommission vorgelcgt wstrdcn. Die genaiu« Angabe jedes einzelnen Posten« in einer vielen Stellen zugäng ichen Repräsentantcnvorlüge emvfehle sich nicht. Wegen der Der eistfüc jung der Buchführung Hab« der Vorstand bereits das Erforderlich: veranlaßt. Die Herren Bnnkdircktor Hstnke und Kaufmann Bayer seien mit der Durchführung beauftragt worden. , j i Rach kurzen Bemerkung:» des Bankdirektors Sander und des Berichterstatters wird hierauf der Kassenabschluß genehmigt. « Die iVersammlunx tritt darauf in die geheime S tzung ein. Ist dieses werden einige Ge )altsregelungbn genehmigt sowie den Lestchenwärtern und 'wärt« rinnen ein^f einmalige WirtschaftSbe^hilfe bewilligt. Aich Antrag des Herrn Freundlich wird beschlossen, die Grundsätze über die Anrechnung von Dienstjahrcn bei der Berechnung der Witwcnpcnsioncu der Gehaltskommission zur Prüfung zu überweisen. Ferner wird der Kaufvertrag vom 14. Januar 1925 nebst Abändcrungsvcrtrag vom 8. August 1925 über den Ankauf eines etwa zwölf Morgen großen, an den Friedhof Eosrl.angrenzenden Geländes vom Landwirt Gustav Suppclt in Eosel mit den'im Vertrage vorgesehenen Vorbehalten genehmigt/ lieber die letzte Vorlage betreffend einen Grundfiijckstausch mit dem Magistrat Breslau berichtet ausführlich Sanitätsrat D.r. Horn. Nach sehr eingehender Aussprache wird beschlossen, did Verhandlungen mit der Stadt unter Zuziehung einer Kommission von drei-Rcpväsentantcn (Sanitätsrat Horn, Fritz Goldschmidt und Generalkonsul Smoschewer) fortzusctzen. - , s Not und tTo6. Xiefer Artikel in der vorigen Nummer unseres Blattes bat manmgfachc Anfragen und Mciuungsäusierrmgcn veranlagt, ein Zeichen, casi er bei vielen Gemcindemitgiiedern Intereste erweckt bat. Leider haben sich einige Druckfehler eingefchlichen, die hiermit berichtigt werden sollen. Bei den Nebengebührc» inusi es beisien: einfacher Hallenschmuck . . '. . , 10.00 Mk. Harmonium spielen . . . 15.00 * während in dem Artikxl die Zahlen umgekehrt gedruckt i^aren. Dabei möchte ich, um Misiverständniffen vorzubeugen, bervorheben, dasi die 7 Gebühr für die Mitwirkung der Rabbiner der Gemeindckaste zufällt; den» olle Casualicn für die Beamten sind in der Gemeinde Breslau feit ciiuge» Jahren abgefchafft. Bei der Gegenüberstellung der Kosten für die Grabstellen ist irrtümlich als Preis für ein Erbbegräbnis von 10 Quatjratimttr Grosie ijur zwei Personen)' 225 Mk. angegeben. In Wirklichkeit «st dies der Preis für eine Person, so daß das Erbbegräbnis füs 2 Personen auf Friedhof Cosel 450 Mk. kostet, gegenüber l 200 «Mk. bei den stöolischen und christlichen Friedhöfen. Bei letzteren wird das Erbbegräbnis nach der Anzahl, der Quadratmeter berechnet, bei der Gemeinde dagegen nach der Anzahl der Grabstätten, während die Grosie der einzelnen Grabstätte gleichmäsiig festgesetzt ist. Dadurch nird bewirkt, dasi die Erbbegräbnisse der Grösi« nach sich nur durch die Anzahl der Grabstellen unterscheiden. 1 * Wer sich bei der Schlesischen Provinzial-Lebensversicherung wegen der Bestattungskosten versichert, musi natürlich dfe Prämien aiOdiese Versicherungsgesellschaft oder, ihre Verwaltungsstellen, z. j B. das städtische BestattungSamt, zahlen. Dabei musi der Versichsrte beantragen, daß der Versicherungsbetrag einstmals nicht dem städtischen . Bestattungsamt für die Ausführung der Bestattung überwiesen wird, sondern in bar an die Gemeinde oder die Israelitische!Kranken« vervflegungsanstalt, also diejenigen Stellen, welche jüdische Be» j stattungen ausfübren, gezahlt werden soll. Dr. R. ' j 70. Geburtstag. Am 9. September beging Hern Direktor ' Dr. Theodor L 0 e w e die Feier seines 70. Geburtstages.. & Die Verdienste des Jubilars um daEkbeater- und Kunstlebcn Breslaus sind in den Tages- und FachzeiMrqen eingelrend gewürdigt worden, so dasi sich hier eine nähere Darstellung erübrigt. Wir wollen jedoch nicht verfehlen, an dieser Stelle unserem langjährigen i Gemeindemitgliede, Herrn Dr. Loew«, unsere' herzlichsten gnd aufrichtigsten Glückwünsche auszüsprechen. Wir wünschen ibm ^on Herzen,- dasi es ihm vergönnt sein möge, noch viele, viele Jahre in ungetrübt« r geistiger und körperlicher Frische für das Theaterleben unserer Stadt zu wirken. | G. J V> <■ K)/vw< r 16» KxquisH« RSWliI- und Mpgalw«lii« iL_ Bordeaux und Burpundar, rol 'und '|0W« wolB / SOdwalno / KoSoah^UfcCra