Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 8 (28.8.1925)
- Date
- 1925-08-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8; Breslauer Jüdisches Semeinbeblatl iiy j im allgemeinen eine Versicherungssumme von ZOO Mk. für unsere Gemeint einitglieder ausreichend sein wird, so braucht beispielsweise öin Ma itn von 40 Jahren dreizehn. Jahre hindurch monatlich nur ^eine Mark zu zahlen, damit die Versicherung bei seinem Todt ' £0Ö Ms. für die Bestattung sofort zur Verfügung stellt. Genauere Auskunsit über diese Versicherung erteilt bereitwilligst das BestattungSamt der! Stadt Breslau, An der Elisabeth-Kirche 3/4. Die Versicherungssumme kann bei jüdischen Versicherten an die Israelitische Krankei^verpflegungs- und Beerdigungsanstalt oder die Gemeinde nbgeführt werden, da das Bestattungsamt in diesem Falle die Bestattung! nicht vornimmt.! i Ztstn Schluß »och ein Wort über die Fremdengebühr. Nichtgemeindfmitglieder müffcn nämlich, wenn sie auch Nichtmitglieder der hiesige» >Chewra find, das dreifache an Gebühren zahlen, also in der Ersten tzktufe 450 Alk. Der Grund hierfür ist einleuchtend, wenn man bchcnkt, daß Fremde zur Erhaltung unserer Gemeinde in Form von Kustussteucrn nichts beigetragen haben, und daß das BestattusigSwescn, früher eine vescntliche Einnahmequelle der Gemeinde, heute erhebliche Zuschüsse aus allgemeinen Mitteln, also aus Steuermitteln/ erfordert. Auch wil die Gemeind« die Bestattung Fremder am hiesigen > Orte nicht begünstigen, weil sie die so knapp gewordenen und nicht wieder zu beschoffcndcn Grabstcllen vorzugsweise den Gemeinde- und weil sie die kleinen Gemeinden und ibre Kultusbeamten, die oft auf diese Beerdigungen als Einnahmequellen angewiesen sind, nicht schädigen will. Tatsächlich werden die Uebernicht so viel ausmachen, wie die geringste 45O Mk. Bei Transporten nach Orten von Entfernung — z. B. innerhalb der Provinz das Bestattungsamt der Stadt Breslau das zu einem mäßigen Preise zur Verfügung. Bei werden die erheblicken Ausgaben für den Zinksarg uizd das kreis«! ztliche Attest erspart. Dir Kostenfrage soll die Angehörigen veranlassen, den Toten auf dem heimatlichen Friedhofe zu bestatten, wenn nicht andere Gründe für eine Bestattung in Breslaü ausschlaggebend sind. Dr. R e ch n i tz. sübrunstskosten meist Frcmdestgcbühr von ,ntd>t astzu großer! Schlesien — stellt städtische Leichenauto ,! dieser Art TranSpor!! Beitreibung von Kultussteuem. Vom Vorstande erhalten wir folgende Mitteilung: Den "Finanzämlern, inSbestndere den von Mitte und Süd, ist es nun endlich möglch geworden, die Zahl der Vollstreckungsbeamten j so zu vermehren, daß nunmehr auch die Kirchen- und KultuSsteuern! bezirksweise zur Beitreibung kommen können. Wir ersuchen daher unsere Gemeindemitglieder, die noch mit KultuSsteuern aus den Jahren '! 1923/24 und 1924/25 rückständig sind, diese schleunigst zu bezahlen, wenn sie sich nicht len Unannehmlichkeiten einer Pfändung aussrtzen wollen. Sollte ihnen eine sofortig« oder vollständige Zahlung infolge wirtschaftlicher Versältiffe nicht möglich sein^ so bleibt nur übrig,! schleunigst bei uns eilt» entsprechenden Antrag auf Stundung, Raten- Zahlung oder Ermästigung zu! stellen, unter genauer Angabe des ur- H sprünglichen Steuer betrage- und de« rückständigen Betrages, des "Steueraktenzeichens sowie der genauen Namens- und WohnungSl angabe. Ohne einen Antrag, sind wir garnicht in der Lage, einzugreifen, da wir »ich! wiffen, wer noch Steuern schuldig ist, wer d«Si halb gepfändet werd'n! soll und wann der VollziehungSbeamte in dem; betreffenden Bezirk Pfändungen wegen der staatlichen Steuern oder der Kirchen- und KultuSsteuern vornimmt. Die nach der Pfändung, uns gegenüber erhob men Vorwürfe können uns daher niemals treffen. Wenn es also bis z>r Pfändung kommt, ist dies ausschließlich Schuld der Gemeindemitglj, der, die entweder mit der Zahlung oder mit der , Stellung eines AnttageS bei uns säumig gewesen sind. R- I n LL« Buchbesprechungen n Handbuch berjiib.Gemeinbebertvaltung unöWohlfahrtSpflege. Nach zwölfjähriger Pause ist soeben daü von allen an dem jüdischen Leben in Deutschland Interessierten mit Ungeduld erwartete Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege", jenes in weiten Kreisen unter dem Namen „Statistische« Jahrbuch" bekannte Nachschlagewerk'in 7J. Auflage erschienen. Der bisherige Herausgeber, der Deutsch-Israelitische Gemeindebund, bat sich diesmal mit der Zentralwohlfahrtsstellc der 'Deutschen Juden zur Herausgabe vereinigt. Die Bearbeitung ist dem Büxo für Statistik übertragen worden, dessen Leiter, Herr Dr. Jacob Ssgall, für das Werk verant wörtlich zeichnet. Auch diesmal hat des Dentsch-Israelitiscke Ge mcindebund, Berlin W. 35, Steqlitz^rstraße 9/ Postscheckkonti,^., Nr. 924, an den all« Zuschriften zu richten sind, den Verlag über nommen. V o u d i e s e in i st d a s B u ch z u m P re! s e v o n 5 M k„ fürs ü d i s ch e Gemeinden u n d d e r c n Beamte zum Vorzug Spteise von 3.52 Mk. z ü b cz i e h e n; Wieder^ vcrkäufererhaltcn einen, Rabatt von 5 3 1; T,. Man wolle d i c Bestellung milder Zusendung d c s B e1ra g e s a n das P-o st f ch e ck k o.n t o des De u t s ck Israelitischen Gemcindxbun verbinden. Die ein volle« Jahr beanspruchende sowohl aus den überaus großen Veränderungen, die innerhalb aller d c s^ B e r l i n N r. 9 24, BearbeitungSzcit erklärt fick der ereignisreichen Zwisckenjüdischen Organisationen Deutschlands in zeit sich vollzogen haben, als auch a»S den Bemühungen, ein möglichst lückenloses Material zu bieten. Das Buch zerfällt in 5 T«ile. Teil I, der sich mit'den in der Üblichen Weife geographisch politisch geordneten Gemeinden befaßt, ist durch die neuezj Angaben über die Sunagogcn, Friedhöfe und Oluellbäder vervollständigt. Dieser Teil erscheint dennoch.kürzer als bisher, nickt »ur infolge des Verlustes größerer Landesgebiete, sonderst auch nniil er fick bezüglich der innerhalb der Gemeinden bestehenden freiwillige» Organisationen, Institute usw. auf den Hinweis auf dig andere» späteren Teile des Buches beschränkt. ,Dcr II. Teil umfaßt die schulen und sonstigen kulturellen Ein richtungen. Ganz besonderer Wert wurde auf di« sorgfältige Ausgestaltung, sie« Teiles III gelegt, der die WohlfahrtStinricktungen behandelt. Dieser Teil ist, abweichend von der bisb«rigcn^Därs)ellüngSweise, in tabellarischer Form gegeben. ‘ j V, +- Im Teil IV sind die größeren jüdlsch-politischen und kulturellen Organisationen in alphabetischer Reihenfolge angegeben, i Vielen erf J. 1 . . . ._ ' k : . Ol> .u. X u 1 iT a U Aaa r .Alftlftftftft-ftftAr _ ft und wünscht werden die Verzeichnisse von! Rabbiner-, Kantoren Lehrerverbänden sein. . Der letzte Teil bringt eine Zusammenstellung der jüdischen in Deutschland erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften, sowie der jüdischen Verlag«. , i In noch höherem Grade als ihre Vorgänger ist die vorliegende Auflage ein ehstende« Dokument jüdischen Gemeinsinnes, wie er fick im Gemeinde-j und Wohlfahrtswesen und in seinen allgemeinen kulturellen Bestrebungen dokumentiert. Wie das Werk für jeden, I*5