Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 6 (26.6.1925)
- Date
- 1925-06-26
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Olt. 6 Breslauer Jüdisches Gemeknbeblatt 87 die Ar für für Ce verständlich, schützen.! Auih die suchende in Frage; jüdischen! Jnstitutic gleichfalls zu bcadi ihren Mitgliedern liche Zusammenar^ Vereinen und Um ein kleine dem Geriete der Auszug aus den 1925) gebracht, an lausenden M - eilimaligen < Speisemark« r . lApeisemarke r . Lebensmitteln - Brotmarken als Gemeindeg sür die Mazzotl v an Heizstoffen - Beihilfen - Beihilfen sür Versendung l olungsbeitn für entlassene . lnterstützu^g an Leiralsbcih Ji den vorst^e! -und Vrwaltungs begriffen. Die der Gemeindefchw F> rncr gewä den hi sigen jüdi Ifraelü ischen K anstalt, dem Sieck ziehuug bilssbcdÜ! Mädchcnheim, Fr« scher Flauen und Anstalten und besondere wenn si> Jabresheträge. hospitäleb, Erzieh» Keime izsw. Die fahrtszstlege, die fr betrage^ haben, f meinde als recht e Gesamthaushalts kann dfe Verwaltji soll — auf die verzichten. Wollt« für die^ soziale können: ein Umsta r zelncn ganz besond! Die jüdische schützen und ist v Prüfung zu unte größte ^Tcil unsere« von ustserer AuSkch vor Bewilligung 1 liegt uns fern, u privatest Wohltätig k daß aüch hier eine uns Auskunft übep auch herbei gern Verfügung die schönen „Ed« l Aechte der Bedürftigen wahrzunehmen und zu jidiscke Vereinslaiigkeit kömmt für viele Hilfe« und zwar schon deshalb, weil einzelne von diesen nen besondere Spezialgebiete behandeln. Hier ist ten, daß sie ihre Mittel zum größten Teile von erhalten. Seit vielen Jahren findet eine ersprießeit unseres Wohlfahrtsamtes mit den jüdischen alten statt. \ I s Beispiel von den Leistungen der Gemeinde auf Höohlfahrtkpslege zu i geben, wird nachstehend ein -gaben für 1924/25 ('l. April 1924 bis ZI. März Ts wurden verausgabt: onatsbcihilfen, an 151 Personen . Hnterstützungen in 1199 Fällen . . für die Volksküche (4851 Port.) f. d. Mittelstandsküche «5442 Port.) (182 Fälle) . . . . . . 9803 Mk.; 22310 . 1454 . 2820 775 ' i 1306 «! 4717 i 2056 1 7 * i 3859 . 5005 . i 4209 -6500 streben Hab, n im befi!en Sinne ii «schenk, fortlaufend a» 17 Personen ersorgung an 452 Familien ( . ssir 466 Familien . . . - - Badereisen . .. . . . .! . die Jugendfürsorge, in 152 Fällen von Kindern in Ferienheime, Er« usw.. . : . . . Strafgefangene, in 1^ Fallen . . . 332 von DurchwandererA in 992 Fällen 4544 - ilsten in i 2 Fällen.1620 - hrndcn Beträgen sind selbstverständlich die Büro- Unkosten, Gehälter der Beamten usw. nicht mit in? meinde bringt auch die Mittel sür die Besoldung cister und der Jugendpflegcrin auf. >>rt die Gemeinde erhebliche fortlaufende Beiträge shen Anstaltest und Vereinen. So z. B. der r rnkenverpslcgungsanstalt, der Altersversorgungscnhaus, dem Waisenhaus, dem Verband zur Er« stiger israelitischer Kinder, dem Schwcsterheim, uenbustd, Kleinkindcrheim, der Vereinigung jüditzergl. mehr. Außerdem erhallen auch die wichtigen ohlfahrtseinrichtungen außerhalb Breslaus, inSauch unseren Bedürftigen offen stehen, ständige Hierunter fallen u. a. die verschiedenen Kuri rgsanstalten, Waisen«, Blinden- und Taubstummen- <Gesamtausgaben für das Gebiet der sozialen Wohlr das Haushaltsjahr 1924/25 rund 162 222 Mk. rird gegenüber den übrigen Aufwendungen der Ge- ' rbeblich zti bezeichnen, da sie ungefähr fast 20^ des »usmachen dürsten. Aus allen diesen Gründen ng — was hier nochmals hervorgehoben werden pruchnahme der rechtlich verpflichteten Stellen nicht man dies tun, so würden recht bald die Mittel sorge überhaupt nicht mehr aufgebracht werden d, der bei der heutigen Wirtschaftslage jedes Einrs ins Gewicht fällt. Wohlfahrtspflege muß sich gegen jeden Mißbrauch e:pflichtet, jeden einzelnen Fall einer eingehenden r gehen. Die rüdischen Vereine, an die auck der Bittsteller mit herantritt, machen daher ständig nslSstelle und Kartothek Gebrauch und erfordern n Gesuchen vonäünS entsprechende' Auskunft. Es ere Gemeindemitglieder bei der Ausübung ihres eitssinneö zu bindern. Aber es wäre zu wünschen, Wandlung emtritt und daß auch hier vorher bei die Hilfesuchenden eingebolt wird. Wir stehen »stt entsprechenden Hinweisen und Ratschlägen zur wsr doch alle den Wunsch und das ernste "Be> Worte sei der Mensch, hilfreich und gut" die Tat umzusetzen. Bürodirektor Glaser. . Die ZweiggotteSöienste an den'hohen Festtagen 192s. Ein großer Teil unserer Kemeindemitglieder wird bereitsaus den Tageszeitungen ersehen haben, daß das Konzerkhaue einem größeren Umbau und einer eingehenden Instandsetzung unterzogen wird. Leider werden die Arbeiten bis zu den hohen Festtagen nicht beendet sein, so daß wir sür nahezu 2222 Beter anderweitig Unterkunft schaffen müssen. Außerdem steht zurzeit noch nicht mit Sicherheit fest, ob wir den Kammcrmusiksaal erhalten können. Diese Dinge haben dir Verwaltung vor außerordentliche Schwierigkeiten gestellt, weil die Beschaffung geeigneter Säle kaum zu ermöglichen ist. Es ist sämtlichen Anregungen in dieser Beziehung nachgegangen worden und es hat sich herausgestellt, daß fast alle uns vorgeschlagenen Räume auescheiocn, nwil sie entweder zu klein sind, oder aus mannigfachen Gründen für di! ^Abhaltung von Gottesdiensten überhaupt nicht geeignet sind. Manche sonst 'geeignete Sale werden aber für unsere Zwecke überhaupt nicht hergegebe». In allererster Reihe ist natürlich'^erneut die Frage einss J>iUenbaues erörtert worden. Nach eingehenden Erwägungen mußte jedoch hiervon Abstand genommen werden. Einerseits ist die Zweckmäßigkeit eines solchen Baues in Zweifel gezogen worden, während andererseits die Frage der rechtzeitigen Fertigstellung nicht mit Sicherheit beiabt werden konnte. Aber abgesehen hiervon mußte schließlich auch die Finanzlage der Gemeinde ernstlich in Betracht gezogen werden, und es.war hierbei auch ausschlaggebend, daß in Anbetracht der heutigen schlechten Wirtschaftslage die schweren Lasten eines derartigen Neubaus zurzeit nickt tragbar sind. ■ Voraussichtlich wird dir Einteilung der Zweiggottesdienste in diesem Jahre wie folgt geschehen: A. Nach altem Ritus. 1. Friebebergsaal ll (Eingang Menzelstraße). 2. Hernrannloge (großer Saal). , 3. Lessingloge (dio.). , B. Mach neuem Ritus. 1. Kammermusiksaal. 2. Saal des Turnvereins Vorwärts. 3. Friebebergsaal I (Eingang Kaiser-Wilhelm-Straße). . 4. Saal der Wrarislawia (MaurituSplatz). 5. Freundcsaal. - 6. Schlesischer Hof (Bischosstraße). Ob JugendgotteSdienfte werden stattfindgu könne», ist nock nicht en schieden. Nötigenfalls wird in. den vorgenannten Sälen eine Reibe von Plätzen für die Jugend bereit gehalten werden. Bei der vorstehenden Einteilung wird es möglich fein, sämtliche Kemeindemitglieder, die ihre Plätze im Konzerthaus und etwa auck im Kammermusiksaal verlieren, untcrzubringcn. .hierzu kommt, dajß einige der Säle im Vorjahre nickt voll besetzt worden sind, und sich dahurck die Anzahl.der freien Plätze arjßerordentlich vergrößert. Näheres über die Ausgabe der Karten selbst wird in der nächsten Nummer dieses Blattes bekanntgemackt werden. Unsere Gemeinde- Mitglieder können versickert fein, daß aÜeS getan worden ist und »ock geschehen wird, um jedem die Teilnahme an einem Gottesdienst an den hoben Festtagen zu ermöglichen. Wir wollen hierbei nicht unerwähnt lasten, daß in anderen größeren und kleineren Gemeinden ähnliche Schwierigkeiten bestehen wie hier. Bürodirektor Glaser. -! ~ ' ' Goldene Hochzeit. 1 Am 16. Juli d. I. begeht Herr Leopold Jaschkowitz und seine Frau Rosalie, geb. Neumann, das Fest der goldenen Hochzeit. Die. Genannten, die im 74. und 73. Lebensjahre liehen, erfreuen sich allgemeiner Rüstigkeit und sind noch eifrig 'tätig. Seit über fünfzig- Jahren betreibt Herr Jaschkowitz eine Mazzothbäckerei, die bis vor einigen Jahren in Kempen gewesen kvar und^bier mit gleichem Erfolge fortgeführt wurde. Wir beglückwünschen das Jubelpaar herzlich. G.