Mannheim
Compact Memory

Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1925-04-28 · 4 (28.4.1925) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1925)
Issue
4 (28.4.1925)
Date
1925-04-28
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3970005-7569517-7569544--0136-3970127
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 4 BreslauerSUdische« <9 e m e f n &le b I a 11 ■S abweichender Schreibweise auf« efunden worden. Er gibt an, was brr Vorstand unternommen habe, um diese Mängel künftig abzustellen. Aus den Anfragen anderer G tneipden könne er entnehmen, daß dort die Verhältnisse viel schlimmer gelegen haben.! Darauf werde» i die im Verwaltungsbericht gegebenen Mitteilungen und gesielten Anträge minderer Wichtigkeit >»ach kurzer Aussprache genehmigt. Bei >em Anträge auf vorübergehende Einstellung eines Aufsickisbeamtrr wünschen die Herren Freundlich und Wolfs Aufklärung üser die Notwendigkeit und RA. Jacobsohn Auskunft, warum ein hnmischer Bewerber abgclehnt worden svz. > H. Hoffmann rom Vorsand gibt diese Aufklärungen. I Wegen der vorgerückten Stunde werden die übrigen Vorlagen zurückgestellt bis auf die Dringlichkeitsvorlage über den Steuerprozentsatz für da« Hausholtsjahr I >75/26. H. Gins». referi trf über diese Vorlage und hält die darin gemachten Angaben un) Berechnungen, so ausführlich sie auch sind, nicht für ausreichend und sicher ger ug, um über eine so wichtige Vorlage heute schon zu beschi eßen. Ter Zuschlag von 12 '/•> 35 erscheine ihm arHerordentlich hoch und «Sei zweifelhaft, ob die Regierung dies genehmigen werde. Denn die e sei bestrebt, der etwas üppigen Wirtschaft der Städte und anderen öffentlich-rechtlichen Korporationen Einhalt zu tun. Jnebeson >ere wird der Vorstand noch erklären müssen, wie er zu einem S teuerzuschuß^oll von 625 000 Mark fojnmc. Zugeben müsse er allerdings, daß die Gemeinde trotz aller Sparsamkeit selbst mit 12*3^ Zuschlag kaum auskommen werde. Verwaltungsdirektor D'. Rechnitz bittet dringend, von einer KdmmifsionSberatung abzusehen. Er könne der Kommission keine anderen Auskünfte «eben, wie er sie der Versammlung nicht bald fetzt geben könne. Er Ilärt das Zuschuß-Soll von 625 OOO Mark auf durch Angabe, welch: Einnahme- und Auögabeposten sich erhöhen. Dabei sei die Erhöhung der Ausgaben gewiß, die der Einnahmen aber zweifelhaft. Die Negierung gehe von einem Nornralsatz von 15 35 aus, wie sich aus ten Anordnungen zum Pfarrerbesoldungsgeseh er- ^ejbc. Sie werde daher den Zuschlag von 12*4 35 höchstens als zu niedrig, aber nicht als zu hoch beanstanden. Die Gemeinde Frankfubt a. Main erheie bereits seit dem l. IO. 1924, die Gemeinde Berlin seit dem l. I. 1925 iinen Zuschlag von 15 35. Ihm sei bisbe|r keine füdische »der christlich« Gemeinde bekannt geworden, die unter 15% erhebe. .Da fedoh die hiesigen christli<brn Gemeinden mit \%V»% auSkommeri wollen, ,rüßten wir uns zunächst diesem Satz anschließen, um die Arbeit des Finanzamtes nicht zu erschweren. Wenn sich die Wirtschaftslage besere, könne' man vielleicht unter Aufbruuchung aller Reserven und unter Rückstellung aller nickt eiligen Ausgaben auekomwen. RA. Jacobsohn macht tarauf aufmerksam, daß die ViertelfahrSvcirauSzabler schlechier wegkoiamcn als die übrigen Zensitcn, wsil der erhöhte Zuschlag ven den nah dem I. April 1925 fälligen ViertelfahrsvorauSzahlungen genormien wird. Er wolle deswegen dre Annahme der Vorlag: nicht erschweren, bittet aber den Vorstand auf cisie Abänderung b^i den Finanzämter» hinzuwirken. wird lbictj«uf die Vorlage mit der Entosnmen. Nach kurzer Aussprache schließung Jarobsohn angeno Wie schon oft seinen Snnagoge, lumme' statt, weitst isbmcrn besucht n geprüfter Taubsturn -«utung des Pcffa Oie Abwesenden >ije Befriedigung )^ach Beendigung «clche den Beifall tz^aad. Ich führte hneu alle Einrichtringen. fsg Taubsturr so fand WallstrA er von ar. Hej-: menlchre «-festes, ten den hierüber les Vortia »usdrücke: > d«mn alle men-Gottesöienst. auch in diesem Jahre zu.Peffach in der e, ein besonderer Gottesdienst für Taub- 28 männlichen und 17 weiblichen Teilr Waisenhausdirektor KolodzinSki, der ist, dielt einen Vortrag über die Beerläutcrte einen Teil der Festqebele. Ausführungen mit großem Interesse, und char auf den Gesichtern deutlich sichtbar. g«S dankten sie Herrn K. durch Zurufe, mochten und drückten ihm wiederholt die Leute in die^Alte Synagoge und erklärte Ehrlich.! rnd 70. (SeburtötagJ An« 26. d.^MtS. beging ~ Herr Joseph Kober die Fcicrk seines 70. Geburtstages. Unsere Gemeinde nimmt an dieser Feir lebhaftes Interesse; ist doch der Genannte seit vielen Jahren im Ehrendienste der Gemeinde tätig. AlS Mitglied der Repräsenfa: itenversarrMrlung ist er stets unerschrocken für die Anschauungen des überlieferten Judentums eingetreten und hat sich an den Arbeiten fed« r Art mit Erfolg und Eifer beteiligt. Cr gehört ferner dem Ritual »usschuß und der Kom- Mission der Alten Synagoge an. Die Ziel: und Aufgaben dieser Kommission hat «r mit großem Interesse gefördert und zu dem Ausbau der kulturellen und rituellen Einrichtungen in hohem Maße beigetragen.! Er ist aber auch ein eifriger Förderer alser anderen sozialen und kulturellen Institutionen in unserer Glaubensgemeinschaft. Den Bedürftigen und Bedrängten ist er jederzeit ein hilfsbereiter Freund und Berater. Wir wünschen dem Jubilar von Herzen Interesse des Judentums wirken möge Lebensabend sei ihm bcschicden. daß er noch lange im Ein heiterer und sonniger G. Steuerabzug des Arbeitgebers werden nämlit sondern das Finanzamt berechnet die geringer vom Finanzminister festgesetzten Einkommens:«uerpauschbetjrägcn. "Wir ersuchen alle Gcmcindemitgliedei dringend, die Kultu»!- steuern pünktlich zu bezahlen, also die Voran« zählung-pflichtigen gleichzeitig mit der Vorauszahlung, die, Gehal Kcmpfänger izu den inj« Steuerbescheid angegebenen Terminen. Denn die Finanzämter werde» diesinal spätestens nach sechs Monaten mahn uj und unnachsichtig Verzugszinsen und Mahngebühren einziehcn. , R. , Kultussleuern 192/»/26.^ Wie unsere Gcmeindemitglieder aus de» Veröffentlichungen in den Tageszeitungen und der Bekanntmachung im heutigen Gemeindeblatt entnehmen, beträgt die Kultussteuer vom dr April 1925 ab 12*4!5o der seit I. April 1925 fälligen Reiä-tzeinkommensteuervorauSzahlungen. Es kommt also nicht darauf an, für welchen Zeitraum die Vorauszahlungen geleistet werden, sondern auf den Zeitpunkt ihrer Fälligkeit. Bei den MonatsvoraüSzahlern ist also der erhöhte Züschlag!, von 12*435 erstmalig von der Vorauszahlung Anfang April 1925y berechnet von dem Umsätze im März 925, zu zahlen. .Die Lohn- und Gehaltsempfänger crhulten 'besondere Kultusssteueribescheide vom Finanzamt, au» denen sic entnehmen können, wüjviel Und an welche Steuerzahlstelle sie zu zahlen haben. Da die Finanzämter die enorme Anzahl von Kirchen- und ^ultussteuerbescheiden nicht auf einmal ausschreiben und rersenden könsten, so wird diese Arbeit nach Steucrbezirken in den nächsten vieij bis fünf Monaten erledigt. Es braucht sich daher ni< »»and zrst wutzdern, wenn sein Kollege einen Kultrrssteuerbescheid bereiitz erhalten h»t, er selbst aber! noch nicht. ' r ^Etwaü besonderes gilt bloß für diejenig«n Gehaltsempfänger, dir vorauszahlungspflichtig sind, weil sie über ÜOOO Mark vierteljährliches Einkommen haben. Diese haben, wai aus dem Wortlaut dc^ Bekanntmachung nicht mjt Deutlichkeit herv > ogeht, den Zuschlag von 12*435 nur von der an das Finanzamt zu istenden Vorauszahlung und zugleich mit dieser zu zahlen. Dagegen « rhalten sie für dem vom Arbeitgeber rinbehaltenen Steuerabzug einen besondere» Kultussteuedbcsihieid vom Finanzamt »wie alle übrigen G:haltSempfänger. Vom nicht 12*4^ efhoben^ Kultussteuer nach de»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.