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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1925-04-28 · 4 (28.4.1925) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1925)
Issue
4 (28.4.1925)
Date
1925-04-28
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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58 2)re«(auer 2v>tjische« Semelnbeblatt Nr. 4 l^lls öem vereinsleben. U ' Xmrfa« fär Heilpätz«A»gi«. £ t i 1 u n j : ’P r u »c f f 11 D r. mit. F. Schneerf»». Di« Z « n t ra l w p b l f a b r t« fte l l« der deutsche» Juden veranstaltet mit dem Woblsabrttamt der Jüdische« Gemeind« Berlin und der Jüdische» Hilf« sür da« südische Kind Berlin in der Zeit vom 15. Mai bi« 1 9. I u n i d. I. «inen ‘ ■ Kursu « sür Heilpädagogik. Folgender Lebrplaa ist vorgesehen: I. Einführung i» di« allgemeine Kinderpsüchopathologie im Zusaounenbang mit den Grundlagen der Kinderpsvchologi« (mit praktische» Dorsührungen). 2 Untersuchung«- und Beobachtungrmetbode» normaler und anormaler Kinder mit.i praktischen Uebungen im Zusammenhang mit praktische» Aufgaben der Kinderaurlese. 3. Grundlagen der Heilpädagogik und Psvchopatbensürserge. 4. Erziehung und Unterricht an geistig zurückgebliebene» Kindern. 5. Besondere Erziehung der sittlich und sozial gefährdeten Kinder. j 6. Hilfrschulwesen. i 7. Gemeinschaftsleben und die Spiele normaler und anormaler Kinder.! 8. Grundzüg« der Judividualpsvchelogie.! ' 9. Die neuen Strömungen der Pädagogik in ihrem Zusammenhang mit der Heilpädagogik. Der Kursu« wird mit praktischer Arbeit, Hospitiere» und Besichtigungen in ' entsprechenden Anstalten und Einrichtungen verbunden sein. Di« Vorlesungen finden in den Abendstunden statt. Di« Teilnahme ist für Persönlichkeiten, di« Erfahrungen auf erzieherischem oder sürsorgerischem Gebiete besitzen, uad für interessierte Aerzte bestimmt. Voraursetzung ist di« Teilnahme an dem ganze» Kursu« mit seincn praktischen Arbeiten. Die Teilnehmergebühr beträgt 10 Mark. Kegen Einsendung dieser Betrage« wird die Teilnehmerkarte übersandt. ‘ Die Anmeldungen sind an die Zentralwoblsakrteftelle der deutschen Juden, Berlin C 2, Rosenstraß« 2 4^u senden. i . Zenkralwoblfabrtrstell« der deutschen Jude». Woblfabrrramt der Jüdischen Jüdisch« Hilf« für da« südische Gemeinde, Verl«. Kind, Berlin. Hebräisch« Sprachschule, Kirjath Seser, Brerlau. Da«» abgelaufene Winterfemestär der Hebräische«, Sprachschule brachte wi«t«rum eine äußerst erfreulich« Entwscktlung de« Schulbetrieb««. Di« Zahl der Schüler ist in fortwährende« Steige« begriffen. E« bestehen sieben Gruppen , mit 95 Schülern, davon zwei für Anfagger, drei süb Fortgeschritten« und ein Oberkursu«. Außerdem ist ein Spnderkursutz für Chaluzim eingerichtet, hi« unmittelbar vcr ihrer U«berfied«lung nach Erez Israel stehen. In all«« Kursen wird mit großem Eifer und sebr gute» Erfolge» gearbeitet. Der Lehrplan umfaßt: Grammatik und Sprachunterricht, in svstematischer Folg« aussteigend (an Hand der Unterrichirbücher Halaschon I — Iir), Lektüre der Bibel und autzgewählter Stück« au« dem moderne» Schrifttum, ferner Ko»versati«n«übunze» »ach Unterricht«- bildern und in dem Oberkursu« hebräisch« Referat« der Teilnehmer über literarisch« und religiös« Problem« äu« den hebräische» Schriftstellern der Gegenwart. Der Unterricht beginnt wieder Montag, den 20, April, in den Räumen de« > Jüdisch-Theologischen Semjziqr«, Wallstraß« 14, sür all« Kurs« zu den bi«h«r festgesetzten Zeilen. j Anmeldungen. Wallfiraß« 14 pt., zweite Tür link», vom 20. April an , immer Montag bi« Donnerstag, 8 — 9 Ubr abend«. (Die Sprachschule bat mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Angesicht« der Notwendigkeit der Sprachschule und ihrer Erfolg« dürfte dies« Tatsache genügen, um alle intertsfierte» Juden zu veranlassen, der Sprachschule zu! Helsen. Postscheckkonto 67 190 Dr. Prager, Oblauuser 14.) Israelitischer Wohktätjgkeitl-Verei» Bruderhand in Brerlau. Wir gebe» hierdurch bekannt, daß nachder Neuwahl sich unser Vorstands wie folgt zusammensetzt: 1. Vorsitzender: Mose« Gotthilf, Freiburgerstraß« 42; 2. Vorsitzender: Carl Mose«, Opitzstraß« 49; 1. Schriftführer: Sally Hirsch bahn z Lützowstraße 16; 2. Schriftführer: Loäl« Goldemann; . •, Rendant: SiegfriedDurra, Götzenstraß« 30; _ Beisitzer: Pbillipp Reich und Siegfried Margoliner; ' Revisoren: Theodor Leiser und Max Sommerfeld. Gleichzeitig gebe» wir Unseren zahlreichen Mitgliedern bekannt, daß der Vorstand beschlossen hat, eine ausserordentlich« Gedenkfeier sstr unsercn dahingeschiideue» ' hochverehrten und verdienrrn Ehrenpräsidenten, Herrn Ebuard Mose«, nach Ablauf de» Trauerjahre« und zwar 4n seinem 74. Geburtstage abzubalten. ' Ferner bitten wir di« Mitglieder um reg« Teilnahme an unsere» Versammlungen, damit ein jedes dadurch mitwirkt an dem engeren Zusammenschlüsse de« Ganze». Ter Vorstand de« Israel. Wobl«ä»igkeil«-Vereinr Bruderhand. Warnutgg vor der Einreise »ach Belgien. Di« Hauptstell« für-Jüdisch« Wandersiirsorg« uad Arbeittnachweis«, Berlin, Angustastrasie 17, erhält voh der Ezra in Antwerpen die Nachricht, daß Belgien erneut sehr scharf« Bestimmungen gegen Au«lü»d«r erlasse« hat. Diejenigen Antländer, di« nur mit Durchreise- oder kur, befristete» Visen nach Belgien komme», »erde» ohne »eit«»« au» Belgien zwangsweise aurgewiese». E« ist de«- hnlh vor der Einreise nach Pelgira mit nicht ortnung«mähigea Papieren dringend zu war»in. Israelitische« Mähchenhei«, Gräbschener Straß« 51. I» dem Bericht über dies Purtmseier haben sich zwei Fehler eingeschlichen: 1. Um da« Gelinge» de« Feste« hat sich nicht Frau Leo, sondern Frau Abraham Zatik verdient gemacht. 2. Da« Postscheckkonto unsere« Schatzmeister« Lippmann Blech ist nicht Bretlau Nr. 7750, spndern Nr. 7770. . Wir bitte» bei der Gelegenheit di« lieben Gläubensbrüder und -Schwestern nochmal», sich diese« Postscheckkonto« zur Einzahlung , von Beiträgen z u ni Ren»vation«sond«, von Jahresbeiträgen und Spenden zu bedienen. |r D. K. Di« Schlesisch« An-wanderer-Beratunhlstelle verlegt a»6I. Mai 1925 ihr« Diensträume nach Brerslau V, Zriedrichstraße 3, I. Stock. > ' j Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem schweren Verluste Kenntnis zu geben, der unsere Gemeinde betroffen hat. Am Sonntag, den 12. April schloß der langjährige Vorsitzende des Vorstandes, Gemeinbeältester z Herr Eduard Sachs 1 kurz vor Vollendung seines 91. Lebensjahres seine Augen zur ewigen Ruhe. Mit ihm ist ein Mann bahingegangen. der über 40 Jahre lang für die Interessen unserer Gemeinde, ihrer wohltätigen Anstalten und Vereine mit unvergleichlicher Hingebung und beispieüosem Erfolge bis zum letzten Atemzuge gewirkt hat. Bereits 1878 ’ wurde er zum Repräsentanten gewählt, im Jahre 1891 trat er in den Vorstand ein, wurde bald stellvertretender und 1912 erster Vorsitzender des Vorstandes. Seine heworragenben Geistesgaben, seine Energie und sein diplomatisches Geschick befähigten ihn, eine große Anzahl hervorragender Aufgaben der Gemeinde in einer Weise zu lösen, die dauernd für sein Wirken besser Zeugnis oblegen wird, als alle unsere Worte. 2n seiner Bescheidenheit wünschte er, daß jeder längere Nachruf unterbleibe, und sein Tod erst nach der Bestattung öffentlich bekanntgemacht werde. Wir erfüllen diesen Wunsch unseres langjährigen Führers, den wir am 14. April 1925, nachmittags 3% Uhr, auf unserem Friedhofe Lohestraße zur ewigen Ruhe hebeltet haben. Breslau, der^ 15. April 1925. Der Vorstand und dle Aepräfentanten- Dersammlung der Synagogen-Semeinde. Am 12. April b. I. ist der langjährige Vorsitzende des Vorstandes, Gemeindeältester Herr Eduard Sachs hochbetagt aus seinem arbeitsreichen Leben geschieden. Mit seltener Hingabe und Treue, mit Ausdauer und Geschick, ausgestatbet mit heworragenben Geistesgaben hat er fast seine ganze Lebensarbeit unserer Gemeinde und ihren sozialen Einrichtungen gewidmet. Ein Vorbild tteuester Pflichterfüllung ist! er auch der Beamtenschaft ein wohlwollender Freund ünd Berater gewesen. Das Andenken dieses seltenen Mpnnes wird in unserer Mitte niemals vergessen werden. > Dle Beamten und Angestellten der Svnagogen-lSemeinde.

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