Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 4 (28.4.1925)
- Date
- 1925-04-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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! i I Ott. 4 ' »i ■!~ ■■ I Dre«kauer Jüdisches S e m e 1 n b e b 1 a t t 55 »oit und geschwächt sich nicht nehmen!hauses zu beschämt > Wenn auch Kobens der hinge 'und Altersschwach^ Ttif bestimmten kannte das scgensr feit int Dienste der jüpischen Dcreinett tnüdliche Mitarbeit und die meisten hi schon zu Lebzeiten dar Ehrenmitglied!! min ift 2lnd nun ist Heimganges hat n und aufrichtige fügungen des He Ileberführungiunt Lohestraße nur in ergreifenden Eind aist Spätnachmitth wstgcn mit den seinen Weg am der fieberhaften Erkrankung wollte er es lassen, sich Imit der Verwaltung des Krankcnigen. rr Eduard Sachs den besteit Teil seines pendelt Fürsorge für arme Kränke, Sieche gewidmet und in dem Ausbau der hierstalten sein höchstes Ziel gesehen hat, so ^iche Schaffen seiner universellen Pcrsönlich- Allgcmeinwvhls keine Grenzen. In allen und Korporationen wurde seilte uner- , z. <T. an führender Stelle, ancrkanttt igen Vereine haben dent Dahingcschiedettctt hre dankbare Anerkennung durch Verleihung chaft bewiesen. er dahin geschieden. Die Nachricht seines unserer ganzen Gcincinde tiefe Bestürzung mer hcrvorgerusen. Dcht letztwilligcn -Dcrimgcgang, ncn entsprechend kionnte sich die die Besetzung aus dem Ftjiedhof an der cinfacheit Fortnctt vollziehen. Einctt tief skuck tnachtc cs, als bei der; Aeberführung g Sonn ag, den 12. April der Lcichenblichen Ilebcrrcstcit ttnicres Eduard Sachs, ankcnhatfe und an der Altetsvcrsorgungsst«r! K: anstalt vorbei itahm und die hier versammelten Schwestern, A-rzte, Angeste lten und Insassen von ihrem dähingeschiedencn Führer und Wohltäter letzten und -wehmütigen Abschied nahmen. Bei i er Beerdigung am 14. d. Mts. auf dem Fried- Hofe an der Lthestrahe konnte, trotzdem eine vorherige Veröffentlichung ist den Zeitungen wegen der Feiertage nicht möglich war. dii: Halle die Zahl der Leidträgendcn kaum fassen. Nach einetn »in den 4 Kantorctt vvrgetragenen hebräischen Liede mtd einem Gebet des HerrnGcntcindcrabbincr Dr.Vvgelstein wuröe fttscr Eduard Sächs zur letzten Ruhe gebettet. Dvrjtand und srepräsctttattten-Dcrsämmluttg der Synagogen- Gcmeinde vcratstaltetcn am Sonntag, den 19. April zu Ehren des Dahingesck iedcncn eine getneittsame Traucrsitzung, bei der vott Herrn Geh. Iustizrat Goldfeld namens-des Vorstandes und von Herrn Iustizrat Pciscr ttamens der Rcpräsentantcn- Dcrsantmlung die Verdienste des Dahingcschicdencn um unsere Syttagonengemeittde in zu Herzen gehenden Ansprachen gewürdigt wurden.. Der Vorstand des Krankenhauses beabsichtigt ente besondere Traucrfeier int Sitzungssaal dieser Anstalt demnäi)st zu vcrattstalten. Der Name „Eduard Sachs" ist mit unserer ganzen Gemeinde ünd allen ihren, Wohlfahrtseinrichtungen | tuf ewig verknüpft; sein Vorbild möge dem Schaffen edlcrl Mäntter im Dienste der Allgemcinhekt und der werktätigen Menschenliebe stets züm Segen gereichen. ' l„ I^epräsenlan vom 26. Der S tzung«b«ri<b> von Dr. pi-«<bn!>b. Versamm üng lag eine untfangicidiic Tagesordnung von en-Versammlüng März 19p. \ l4 Punkten der öffmilichen und 5 Punkten »er geheimen Sitzung zur Erledigung vor. Nach 4sHsiündiger Dar er war diese TageS» orbnung jedoch nur zum kleinst n Teil erledigt. Dft nickt erledigten Vorlagen kommen ain 23. April zur Beschlußfassung!. Der Vorsitzen»!, Iustizrat Pciscr, weist!ic Versammlung bei Eröffnung der Sitzung auf »as von unferm heimischen Künstler Siegfried Laboschin ««malte Oelbildnis des veren igten Repräsentanten- Vorstehers Profeffor Dr. Wollauer bin und gcdenkt dieses verdienst« voillcn, liebenswürdig cn Vorstehers und Iugcn »bildners in ehrenden Worten. Nach Verlesung einiger c ingegangener S<s>reibcn regt der Vorsitzende an, den vom Vorstände mit einer umfangrnchen Denkschrift vorgclegtcn Entwurf der neuen Satzung durch die besehende Satzungsaiiderunge-Kommistioa vorzubelatcn. Geb. Golidselt bittet um schleunige Tagung noH vcr Ostern, weil sonst die Annahne und Genchnngrng der.Satzung bis zu den Wahlen im Hcöbst 1925 nickt durch fükrbar fei. Die Versammln ig beschließt, daß dicj Kommstsion noch vor Ostern zusammei «tritt. i Als Punkt 4 der Tagesordnung legt der V fammlung die neue Vcrteilurg der Aemtcr, Dez Missionen des Vorstandes zur Kenntnis vor. Bei bcjdauert der Vorsiiundc, daß >ie Gebaltskommifsio t nicht mcbr tage, weil sie sich übcrqa iqcn fühlt. Der Vorstand habe natürlich das Ifeckt, in eilige» U!id diskret n Fällen ohne Befragung der Kom mffsion zu beschließet, sie sei a »er auch in anderen Fällen nickt gehört worden Iustizrat Hirschberg vom Vorstände fictU richtig, daß die Kom Mission erst am Ta« je vorher orstand der Verhruale uip' Komdicscr Gelegenheit getagt habe? Der Vorstand habe sie allen erforderlichen itarbcit. Er gebt Ihr Zweck sei niemals übergehen rwllcn, sondern bediene sich in Fällen gern ihrer b ewährten und segensreichen M auf die Entstehung««geschickte der Kommission eilt, ursprünglich gewest n, dig^ vom Vorstand bcschloffcnen GchaltS eehöbungen wahrenl der/Inf iationSzeit noch vor Genehmigung der .Repräseutanten-Ver ammlung auSzahlen zu können, nämlich dann, wenn die Gehaltsommission zustimme. Auf die Erklärung der Kommissionsmitglied rr vom 2". November 1924j hätten diese bezüglich des letzten Sqtz, s eme Antwort des Vorstandes erwarten können, sie sei versehentlich mterblieb« it, weil die Erklärung nicht dem Vorstande übergeben wl rden sei, andern als Anlage zum Protokoll der Repräsentantenversammlung, tznd weil die Kommission darauf wieder holt getagt babe^ so daß die Anfrage als erledigt angesehen werden konnte. f RecktSanwal t Iacobfobn bestreitet nicht,' daß der Vorstand das Recht habe, nack feinem Ermessen eine Kooimifsion des Vorstandes zu befragen oder nicht. Aber dieses Ermessen müsie pflichtgemäß gehandhabt werden Im Falle Borin sei nach seiner Ansicht Zeit und Gelegenheit zur Befragung gewesen und die Entscheidung derart einschneidend und wichtig, daß die Kommission zsflichtgemäß hätte befragt werden müssen, i Geh. - Gold «ld legt dar, daß die Entscheidung wegen des Anstcllungebeschluff« t der Gemeinde Berlin Höchst eilig wqr und die Verhandlungen mit j'tn Herren Oberkantoren für ein größeres Gremium sich kaum eignete >. ' Di« Wahl zum Rat des Preußischen kandeeverbandes rief eine lange, teilweise < rregte Aussprache hervor. In einer Vorbesprechung barte man sich g« einigt, in den Rat den Vorsitzenden des Vorstandes, Gehcimrat Gol seid, und den Vorsitzenden der Repräfcntantenvcrsammlung, I istizrat Pciscr, zu entsenden. RcchtSanwt lt Jacobsohn und Dr. Schlesinger beantragen zunächst darüber a zustimmen, ob anck Stellvertreter für die zwei Mitglieder gewählt »erden sollen, und sich dann erst über die Persönlichkeiten schlüssig zsi machen. Der Antrag wird jedoch von der Versammlung abgelshnt.. Darauf führt Dr. Schlesinger de« längeren aus, daß sich nsi amehr eine andere Lage ergäbe, zu der die Minderheiten bereits Stellung genommen haben. Wenn auch das Stimmen- Verhältnis bei nrr Wahl zum Preußischen Landesverband 6:2:2 gewesen sei, so s singen doch jetzt die MinderheitSpartejen zusammen. Bei einem Stimmenverhältnis von 6:4 fei es parlamentarischer Brauch, einer fo starken MinderbeitSpartei eine. Vertretung einzuräumen. Er schlage daher zur W«bl vor: Gebcimrat Goldfeld und Dozent Dr. Rapin. '. RechtSanwglt Iacobfohn bittet zunächst um Aufklärung über die ihn überraschende Mitteilung, daß eine Vorverhandlung statjgefunden habe.! Der Vorsitzende, Iustizrat Pciscr, erklärt hierzu: Der Vorstand ' habe eine Vorbesprechung für wünschenswert gehalten und bierzu drei VorstanosmitgliSdrr delegiert mit der Bitte, auch drei Repräsentanten zu delegieren. Er habe hierzu außer seiner Person Iustizrat Kalisch und Dr. Schlesinger bestimmt. Die Minderheit sei alsö vertreten gewesen. i Nach dies«! Aufklärung führt Rechtsanwalt Iacobsobn weiter aus: Bei einem Stimmenverhältnis von 6 : 4 Entfalle nach dem Verhältniöwahlrecht der zweit« Sitz auf die Minderheit. Es gelte bei allen Körperschcktcn als nobile ofticium, einer fö starken Minderheit L.. I :; "? I'