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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1925-03-27 · 3 (27.3.1925) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
2 (1925)
Issue
3 (27.3.1925)
Date
1925-03-27
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. #= Breslauer Illblsches (vemetnveblatl - 39 hewNamen Michael Gr atz anno hm und der Vater der Rebekka") war, mit der zu verkehren Walter Scott und Washington Irving es als einen besonderen Vorzug betrachteten. — Auch der in Breslau am 25. ll. 188! verst. Geh. San.-Rat Dr. Jonas Grätzer"), ferner der talentvolle Maler Alfred @rä$et19) und Mann, Jonathan Bloch, der Langsndorf war. (Atz S. 6!, S. 273, Anm.). ±IV. Salom Aus Berg. u. Gegen o. der den Pos. Landen, 1923 verst. gelehrte Rabb. der Prof! Tr. Philipp Bloch ge« an. (Festschrift z. 70. Geburts« Leipzig 1915, S. 254). starb am 6. Jjar 1744 (Guttm. der in i Berlin am 3. Febr. Posener Brüder-Gen einde, hörten dieser Familie Grätzer tage Jak. Guttmanns, ' Xll. Salompn Gr Festschr., S. 247). XIII. M e i r Gr. hattd eine Schwester Beracha, deren o war aus G r ä tz in der Pr. Posen und verlegte seinen Wohnsitz nach Langendorf. (Festschrift S. 247). Ueber die Gemeinde Grätz vid.: Heppner-Herzberg, Jud. u. der jüd. Gemeinden^in 420 ff I Die alte Herr Hermann Njiphtali, Gemeindevorstandes in vollendete in körperlich, Begründer der jüd. Gemeinde y Generation. früher lanzjäbriqer Vorsitzender des chweidnitz, feit l9I 1 in Breülau wohnhaft, und «eistiqer Frische sein 83. Lebensjahr. Cr war, solange es sei^ Kräfte zuliesien, der bewährte Korrespondent des Verbandes der deut chen Juden und hat sich in vielen hiesigen Wobltätigkeitsvereinen und im Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens rege betätigt. Eine besondere Ehrung wurde ihm als altem Krieqsvctcron zuteil. Die „Breslauer Zeitung" vom 8. März 1925 berichtet hierüler: Sckweidniu. (Ehrung.) Der. Militärverein in Schweidnitz beging v »r wenigen Tagen die Feier seines 50jährigen Bestehens. Autz diesem Aul iß bat er seinem ältesten Mitglied und allein noch lebenden Mitbcj runder Hermann Napbtali. letzt in Breslau, Kömerstra je 46 wohnhaft, durch eine besonder« Abordnung eine Ebrenurkunte für treue Kameradschaft mit anderen Aufmerksamkeiten überreicher lasten. Gleichzeitig wurde dem alten Veteran von Generaloberst o. Heeringen namens des Preußischen Landeskriegerverband, S das Iubiläumeabzeichen in Gold mit der Zahl 50 und dem Alande drr preußischen LandcSfarben verliehen. Napbtali, der im 84. Lebe, Sjabre fleht, bat die Feldzüge 1864, 1866, 1870 71 all Unte'offizier im Schlesischen Grenadier» Regiment Nr. IO nätgeniacit und erfreut sich noch beute geistiger und körperlicher Frische. . Ein anderes lan zjährigch Gemeindemitglied, stämlich F!r a u HeleneCohn,Kr in geistiger und körperli mprinzenftraße 30, feiert am 2ß. März 1925 cher Frische ihren 80. GcburtStgg. n Ms üem vereinsleben. Im JfraeUt! sch«, Waifenbanf«, Gräbschener Straß«, fand am 28, Dezrmbrr «. I. wie, alljährlich im geschmückten Belsaale fi r die verstorbenen Wohltäter un! Förderer der Anstalt eine Gedenkfeier statt, «n die sich di« Verteilung von P,ämien an würdig« Zöglinge anschloß. E» ballen sich bier,u auch diesmal ein« stattliche Anzahl von Freunden und Gönnern eingefunden. Außer den Vorst inbsmitgliedern der Anstalt waren als Vertrettr des RepräicnlantenkcllegiumS der Synagogengemeind«, Herr Justizrat Pciser^ von, Kuratorium der Fraenkel'sö,en Stiftungen Herr Ludwig Lagueur, von der Lrsfing- Loge Herr Direktor Schm' u. a. erschienen. f , Di« Feier wurde un,rahmt von Gesängen zu Ebren deö dahingeschn denen Wohltäter, die in ihrer Menschenfreundlichkeit die Schmerzen der Vernaistcn zu stillen vermochten. Herl Rabbiner Dr. Vogelstein sprach von der Bediutung dieser Feier, indem er in nhaltrreichen Worten von den Heimgegangenen prach, die durch die Sorge, für l ie bedürftige» Kinder ihrem Leben einen recht«,» Inhalt zu geben verftasiden > >ab«n. Ihr segensreiches Wirken sei zwar durch die irdischen Zeitschrankest begr mzt gewesen, ihr. Werk aber lebe fort und könnt! nicht l7) Geb. 1781 uL gest. 1869. — In der Rebecca seines Rosiians „Jvanhoe" gibt uns Wolter Scott ein getreues Abbild seiner Freundin. i*) Geb. in Tost 1806, war dirig. Arzt int Brest, jüd. Kranken Hause, Stadtverordpetl n» u. ReprSsentanten-Borsteher. “) Geb. 1835 isi Gr. Strehlitz u. gest. in Berlin 1911 bester geehrt werden, al« dadurch, daß wir es weiterfüh en. Di« Zöglihge aber sollten' sich der Fürsorge, die man ihnen erweist, würdig zeige», nicht! an dem Sinne, daß sie getegenilich ihren Dank in leeren Forme ö zum Ausdruck bringen; wahrhaft dankbar, werden sie nur dann fein, wenn sie! im Sinne der dahingeschiellznen Wohltäter ein Leben in gesellschaftlicher Titzpligkeit und Si tlichkeit ' zu leben entschloffen sind.!! . Herr Direktor Kolodzinsky, der Leiter der Änstolt, gab alsdanii einen — kurzen fliückblick auf die Zeit der Entstehung der Wa>ßenHauses vor «nva 120 Jahren. Schon sei» mehr al« 100 Jahren führe sie «ru Namen Jsi aelif tisch« Waisen - V erpslegung'r - Anstalt. sObwohl hierdm ch der Hauptzweck, der der Erziehung, nicht ausgedrückt sei, vielt man bi« sitzt au« Pietärsgründen an dieser Bezeichnung fest. Redner verglich di« einstig« Opferwilligkeit für die Waisenkinder mit der.der heutigen Zeit. Der Vergleich falle sehr zuungunsten der Glaubensgenossen der Gegenwart au«. So habe' die Anstalt setzt nur 400 zahlende Mitglieder mü Jahresbeiträgen von 3 — 5 Mark. Da« fei um so betrübender, als die Anstalt durch die lUngunst der Zeiten ihr ganze» Vermögen veploren habe, auch die kleinen Stiftungen, deren Zinsen allsährlich im Anschluß an dies« Feier al» Prämien an etnzeln« Zöglings verteilt wurden, Trotzdem sei «« auch in diesem- Jahr«, wenn auch nicht in dem! frühere» Umfange, möglich geworden, acht Kinder zu bedenken. Nach der Prgmienverteilung richtet« der. Anstaltsleiter a» die mit Geld geschenken bedachten Kindet, die künftig« Ostern die Anhalt verlassen, Worte der Mahnung. E» folgten weiter« GedichtSvorträge und mi dem Gesang de« Beethovenschen: „Die Himmel rühmen . . ." fand di« erheb«, de Feier ibrcn Abschluß. — Verspätet. — Da« Israelitisch« Mädchenheim, Gräbschener da« zurzeit 16 jungen, teil« 3m Berus stehenden, «eil« in der Ausbildung befind Straß« 51, ranftaltet« am 16. .März I T>a» Vermögen des i einer Tochteranstalt de« lichcn Mädchen «inen Ersatz 'für da« Elternbau« bietet, » 1525 im großen Saal« der Lesfingloge «ine Purimfeier seit ■ länger al« dreißig Jahren bestehenden Heim», israelitischen Waisenhause«, Gräbschener Straß«, ist diirch die Inflation tauch »erlorengegangen. Der liebe» schuß de» Feste«.soll, wie'! der Vorsitzende in seiner^ , Ansprache bei der Kaffeetafel Hervorbob, dazu dienen, einen Teil der Kosten einer bereit« vorgcnommenen Renovation zu bestreiten, die üicht nur «in ästhetische«,! sondern vor allem «in hvgienische« Ersorderni« war. " Um da« erfolgreiche Gelingen de« Feste« haben sich außer einigen Vorstandsmitglieder», vor allem Frl. Wassermann, die neu« Leiterin de» Heim«, und - Frau Leo Zadik, die Verfasserin de« von den jungen Mädchen de« Heim» gut »orgetragenen Singspiel«, verdient gemacht. Die Einstudierung der gleichfall« von den Heimiusassen »»«geführten. Tänze hatte liebensw arhigerweise Frau Marion Taucher übernommen. Ein festlich, ja künstlerisch dckor erter Säa^ teilweis« sehr nette Kostüme der Zestteilnebmer und eine unermüdlich spielend« Jazzband-Kapelle^, erhöhten die lustige Stimmung um so mehr, al» nach der Kaffeetafel - der Tanz besonder« stark in seine Rechte trat und die Veranstalt, r sind Festtcilnbhmer noch lange beisammen hielt. Eine reichlich mit Geschenken , on Förderern l erl Anstalt beschickte; Tombola brachte klingenden Gewinn» ' 23cnn der erhoffte materielle Erfolg diese« Fest,» auch «in gai z «inehmbarcr war, indem er den Renovationrfond« etwa« aisgesüllt bat, swird an dieser Stille nicht nur an all« Mitglieder unserer Giuieinde, die bereits «inen Jahresbeitrag für da» Heim entrichten, sondern auch vir allem an! di«jGemeindemiiglicder aller Richtungen, die unseren Besircdungei!bi«b«r noch! sernsteben, folgende Bitte ^gerichtet: - . 1 Helfen Sie un« durch Erhöhung Ihrer Jahresbeiträge, die demnächst eingezogen werden, durch einmalig« Spenden, durch neue Mitgliedschaft»rrklärungen, durch starke» Werben für unser Institut, diese segensreih«! Einrichtung, die seiner- . zeit mir Hilfe der Lesfingloge in« Leben gerufen w, rdf, weilerzuerhalten, um schutzbcdürstigen Mädchen, in erster Reih« entlassenen Zöglingen unsere« Waisenhäuser in der Gräbschener Straß« und der Erzicbun, «asiskglt am Rehdigerplatz '«in traute« Heim zu bieten. Spenden zum Renoratii n«fond« sind besonder« er-1 wünsch» und auf da« Postscheckkonto unsere» Schatzmei ktj« Lipmann Bloch, hier, I Nr. 7750 zu überweisen. D. K. i Die Abteilung Erholuugrhei« und Rentnerinncnsürst rg« de« jüdische» Frauenb«>d«» Ortrgrnppe. Brerlau kann auch aus die Arbeiten dj« vergangenen Jabre» mit Freude und Befriedigung blicken. ‘ 3» 75 Damen de« gebildeten Mtztelstande« kbnnfcn Zuschüsse zu Badereisen geleistet werden. \ i G Durch außerordentlich gütige« Entgegenkomnien de» Kuratorium» de« jüdischest KurbospiMl« in Warmbrunn ^konnten 21 Han en dort Aufnahme zur Kur fmdcn, während di« anderen Damen-selbst für ihr Unterkommen sorgten. Die Mittel für di« Badereisen wurden beschafft durch einen Zuschuß von der Snnagogengemeind« Brerlau, durch Joint-Stsinden und durch private Spenden. Dem Zentralwohlfahriramt der Synagstgengemeinde Breslau, der 'Zenfralwöblsahrt«stclle al« Derteilungestelle der Joint-Sprnden sowie allen, gütigen Gebern sagen wir für die vertrauensvolle Förderung sinserer Arbeit unfern verbindlichsten Dank. j Neben den Reisezuschüßen war un» der Besuch ^unserer Reninerbundabend« dreimal wöchentlich ein« befriedigende Ausgabe. Im Laufe der Zeit.bat ßch bei den Besucherinnen ein« herzlich« Freundschaft heraü«gjbildet, so daß jeder Abeüd «ine Quell« angeregter und angenehmster Geselligkeit ist. Durch zahlreich« Deklamationen und Dichtungen der Mitglieder de« Rrntnerinnrnbunde» wurdrn dies« Abende zu frohen Festen, die jeder einzelnen Teilnehmerin lange Zeit in angenehmster Erinnerung gebliehen sind.! '

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