Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 2 (23.2.1925)
- Date
- 1925-02-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Dre-Iauer Lüblsche« tvemeinbeblat» 23 kräste, seiner Energie, verbunden mit diplomatischem Takt, und seines Finanzgenie« als Mitglied und noch mehr als Vorsitzender als« die großen Aufgaben geli st, welche in den letzten drei Jahrzehnt«» die Gemeinde Breslau zu einer Groß-Gemeinde entwickelt haben. Durch seine guten Beziehung! ck zu den Behörden, insbesondere zu dem Oberbürgermeister Bender s. A., gelang eS ihm, di« Erweiterung des Friedhofes Lohestraße und den Erwerb des Geländes für den heuen Friedhof Cosel erfolgreich durchsuführen, wobei ihm sein Amt als Vorsitzender der Theowr Stahl-Stiftung, die zum Austausch geeignetes Gelände in Scheitnig befaß, sehr zustatten kam. Auch der Bau des großen Geu eindehausee Wallstraße 5/7 und, 9 ist in den Jahren 1901 — 1902 unter seiizem Vorsitz 'erfolgreich durchgeführt worden. Weitblickend wie er imvfer bei der Verwaltung der Gemeinde war, setzte er den Erwerb der Grundstücke neben der Neuen Svnagoge, Am Anger 8 und Tauentzienstraße 12, durch. Auf ersterem Grundstück befindet sich fetzt der Neubau für die Religions-Unterrichte-Anstalt II nebst einer Anzahl Dienstwohnungen für Gemeindebeamten, in letzterem hat die Gesellschaft „Eintracht" ihr Heihi gefunden. Auü letzter - eil wollen wir noch den im Jabre 1915 durckgeführten Erwerb de« OmnibuSdepotS, das unserem Friedhof Lobestraße benachbart ist, «rwähnen. Neben den umfa igreichcn Geschäften als Vorsitzender des Vorstandes war er noch in der Svnagogen-Kommission II, der Ritual- Kommission sind.der Friedhofs-Kommission als Vorsitzender und in der Finanz-, Bau-, Beamtenanstellungs- und Etats-Kommission als Mitglied tätig. UebecdicS wär er vom Vorstande noch in viele Stiflungs-Kpratorien, z. B. Louis Burgfeld-Stiftüng, Schottlachtder- Stiftung, Stahl'fche Hausstiftung, Oppenheim-Stiftung ete. entsandt und bat überall fast die gesamte Arbeitslast auf sich genommen. Seine Lieblingsbitiitigung liegt aber auf dem Gebiete der Fürsorge für unsere Krallen, Altersschwachen und Siechen. Seit den« Jahre 1879 ist er im Vorstand der Israelitischen ' Kranken- Verpflegungsanstalt, d«sten Vorsitz ihm seit dem Jahre 1895 ««vertraut ist. In den Jibrcn 1896— 1905 führte er mit beispielloser Tatkraft und nie v rsagendem Optimismus mit Hilft von edlen Wohltätern, j die ihm in seinen sozialen Bestrebungen unbedingt vertrauten, den Erwerb r nd den Bau des neuen Israelitischen Kranken- Kaufes in der Hohenzc llernstraße durch. Der Bau war ursprünglich auf 120 Besten berech let, wurde aber allmählich bi» zum Jabre 1914 mit Mitteln j der dem Herrn Eduard Sachs eng befreundeten Herren Julius Schclttländer und Louis Burgfeld auf 250 Betten erweitert. Auf Anregung von Herrn Eduard Sachs stiftete Herr Rittergutsbesitzer Julius Schotiländer auch die im Jabre 1897 eröffnetc Israelitische ^Altersvei forgungSanst/ilt für 65 würdigt jüdische Personen. Schließlich fi hrlr unser Gemeindeältester auf' Gruntz^ eines Vermächtnisses der Frau Geb. Sanitätsrat Altmann gcb. Werner und mit Hilfe der Anold und Hermann Schottländer-Stistung im Jahre 1912| den Bai i und den Betrieb des Israelitischen Siechen- KanseS, Metzzelstraße, durch. Ebenso wie den Vorsitz im Vorstand i der I. K. V. A. führt Herr Eduard Sachs den Vorsitz im Vor stände der beiden letztgenannten Anstalten mit gewohnter Umsicht weiter fort. Schließlich muß noch daran erinnert werden, daß die Errichtung des- Jüdischen Schwrsternheimes, Kirfchallee 3|3, auf eine Anregung des Herrn Eduard Sachs bei dem bekapnten Wohltäter Herrn Julius Schottländer zurückzuführrn ist. Auch im Vorstand« dieser segensreichen Anstalt ist Herr Eduard Sachs 1«it vielen Jahren tätig. Diese kurze Uebersicht mag eine ungefähre Vorstellung von dem geben, was dieser unermüdliche Geist für "unsere Gemeinde geleistet r bat und noch leistet. Hoffen wir, daß seine ungebrochene Geisteskraft noch lange für uns denken und bandeln kann.! | R7 H i i Amtliches Wahlergebnis für den 4. Wahlkreis (Breslau). «Wahlabgegeb. .1 Wahlberechtigte Stimmen ungültige, gültige .betciligung 1 7979 10679 12 10667 59,3«^- Es haben er halte n: - Wahl- Wsthl- Wahl- Vorschlag I vorschlag II vorschlag III (liberal) (kons.) (zionist.) Stimmen 6396' 2«71 V 2200 Mandate ü 2 Plus-, Minus- , - i stimmen für die Landeswahlliste) 02 .4oo Die fe t 1919 >ier bestehende, in enger Verbindung mit> den' gleichartigen Organisationen in andere» Gemeinden Deutschlands Arbeiterfürsorge wendet sich mit der Bitte um g und Förderung an die Mitglieder unserer arbeitende Jüdische ausgiebige Ilnterstützust Gemeinde. Ursprünglich err nahmen un erer Heei eigenen bat sie Von Anfa i nwanderu i i1>! NN gegen ihren übernehmen gestaltet, jüdischen E der Eingewgnderten Deutschland ansässig bringen, Arbeit zu v ganz vereinzelten Fäll derjenigen, Sie in ihr« siert. In allen Fällen die- Rat zu erteilen in rascher Folge abgrän! e Breslau, den 3. Februar 1925. Ter Wahlkreisleiteri Goldfeld, Geheigrcr Justizrat. Amtliches Wahlergebnis für dei^Z. Wahlkreis (Lbcr- und Niederfchlefien außer Breslau) Abgegebene, Stimmen: 7973 . __ Es haben erhal Wahlvorschlag I (Polkspartei) Stimmen __ 1748 Mandate 1 l Plus- und Minusstim z men für die Landes Wahlliste -f- 419 Breslau, den 8. Februar 1925. Ter Kreiswahlleiter Hirschberg, Justizjcat. - ... t.- c ti: - , Wahlvorschlag U (verein, lib. tt. kous.) 6225 — 419 Arbeilerfürsorge. , genaue Kenntnis der Verhältnisse erforderlick. ist unsere Organisation anerkannt und wird Von den Behörden bäufig zur Mitarbeit ichtet, um die Fürsorge für die durch die Maß-- lesleitung und unserer Regierung großenfeilS stSunfch nach Deutschland gebrachten Ostjude« zu Laufe der Zeit ihre Tätigkeit erheblich lim« g an bat sie nicht in einer Förderung der ostg und nichtin der finanziellen Unterstützung re Aufgabe erblickt, sondern sich bemüht, die in Gewordenen in produktiver Tätigkeit unterzu- (rmitteln usw. Unterstützungen werden nur in n gewährt. Dagegen wird die Rückwanderung Heimat zurückkehren wollen, durch uns organiist die Jüdische Arbeiterfürsorge die Stelle, der Lage ist. Denn die zahlreichen und oft in rien behördlichen Bestimmungen machen eine berangezogen. Neuerdings haben wir darüber hinaus die Erledigung der; Wanderarmenfürsorge der Gemeinde und die Arbeusvermittelung für? inländische Glaubensgenoffen im Austrage der Gemeinde übernommen^ ' Das Büro ist bisher -mit Hilfe der hus Amerika gewährte« Gelder aufrecht erhalten worden. Die Zah ung der amerikanische« Hilfsgelder ist neuerdings eingestellt worden. «Jeder genaue Kenner, der Verhältnisse wird anerkennen, daß die jüdische Avbeiterfürsorgei eine dringend notwendige' Einrichtung ist, Irren Eingehen' schweres Mißstände nicht nur. für die Ostjuden, sond« n auch für unsere Ge-! meind« und deren Mitglieder zeitigen würde. Wir hoffen darum, daß sichniemand dieser Erkenntnis verschließe«, vielmehr durch ausgiebige Unterst»! ung die Erhaltung der Arbeiterfürsorge ermöglichen wird und zwar einmaligen - Spende auf das Postscheckkonto Breslau 27 679 Benno ElkeleS für Jüdische Arbeitersürsorge, sowie Beitritt zu dem Verein „Jüdische Arbeiterfürsorge", Breslau, Fr> iburgerstraß« 0, * mit einem regelmäßigen Vierteljabrsbeitrag. du/ch Einsendung einer