Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- 2 (23.2.1925)
- Date
- 1925-02-23
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Olt. 2 24 •jr-fe= . Breslauer Jüdisches <K e mei n bebla tt Zur Iugendwohlfahrlöpflege. Das Städrifch« Jugendamt teilt uns folgendes mit: „Nack dem Reickgiugendwoblf-brtsgrses ist das Jugendamt nickt nur berechtigt, die Hilfe privater Woblfakrtsorganifationen in Anspruch zu nrbmen, sondern sich auch die Mitarbeit privater Helfer zu sichern. Diese Mitarbeit, die die fürsorgerische Tätigkeit der amtlichen Drgane unterstützen und ergänzen soll, kann sich vor allem in der Uebernabnie von Patronaten, d. b. Pflegschaften über Kinder äußern, die bei fremden Leuten untergebracht find- Ferner ist eine Anzabl .Binder, die auf Grund der Vorschriften über die Pflegekinderaussicht, dem Jugendamtes untersteben, zu betresenj. Wir dürfen Sic um Jbr« Vermittelung.bitten, daß sich geeignete und bereite Damen aus^ Jbren Reiben zur Vepfügung stellen, um uns bebilflich zu fein, der schulpflichtigen Jugend beratend und belfend zur Seite zu sieben. | I Wir bitten uns die Namen solcher Mitglieder mit ibren Anschriften bald mikzutcilen,". Geeignete Damen, die eine solch« fürsorgerische Tätigkeit übernebmcn wollen, bitten n^ir, reckt bald sich in unserem Büro, Wallstrasic $, schriftlich zu nfeldcn. ' Jüdisches Wohlfahrtsamt in Bfeelau. -t-!- n Buchbesprechungen U rtdijr Sl. The lht'ber: Tein Reich komme! ' Bettilij Schwetschke L Lohn. 1924. 171 Zeilen. - . Ein ck liastiicher Roman aus der Hl Reuthfändls und Spinozas. so lautet D:r Üntertite! des mir vorliegenden 'Lgerkcs. - Amstc.dam und seine marar: iichc Gemeind« um die Mitte des 17. Ijabrhnndcrts! Das ist d'er Hin er/rund für das Ze tt-emäldc, das uns Thcklbabcr sebcn will. Es ist ein Buck der S-kmiutdt nach E.löiuna und Retttttm. Ta taucht fern im Ostet: die Gestalt Sabbachai Z'wis auf, der Messias, welcher dem schwcrgeprüslen 'liolkc der Juden Frieden bringen will. Sesne Scttdbotcn kommen nach Amsterdam: sie finden aläubiae Herzen. Megasse bcii Israel in der» Jodenbrretsiraste alanbr än ibn. dem junocn Baptch Tp noza will fs ickeincn, als ob bicr Erlöiunans ieirten Zweiteln jqinkc. Ta verschwinde! die kometarrae Erickeinuttg Sabbathais. Tiefe Enttäuschung! Aber der Glaube' an die Erlösung fclcib: den Menschen. Meisakfe ben Jsmel arbeitet nnermüLIill) an der Rettung Israels: Er will die Gleichstellung seines Volkes erwirken. Er unternimmt d e schwierige Reije. nach England zu Olver Eromwcll. Bantch Spinoza aber sucht den! Messias, den Erlöser im Innern des Menschen. ..Ein jeder von uns ahn ein Messias sein." Und Rembrandt van Rbvir stickt Erlösung in der Schönheit und schasst unsterbliche Werke. j T e Zei genossen .sin^ noch nickt reif für die Ideale dieser drei Menschen. Sana- und klantos acht man an ilmtn^ vorriber. Rembrandt -endet als B:!tler. über Baruck Spinoza sprechen ssine Glaubensgenosicn ' . den Bann aus, und in eiacm einsamen -Haust: sitzt er ^tnd schleift Brillengläser. tun sein Leben zu fristen. Menasie bän Jsecjcl kehrt als todkranker Mann von seiner Re so nach England, zurück, na chdem alle seine Pläne «schere« sind. Er kann den Abschiedsbrief seines jjNgcn Ireundes Spinoza nicht mehr lesen. In OÜSdelburg stirbt er. ' Wer das Buch mit sehenden. Augen liest, w cd in ihm ein Spiegelbild unserer Zeit finden, die auch von dem sÄntsüä tzoen Wunsche nach Erlösung beseelt ist.; Else Menken. Di« Gesellschaft für jüdisch« Fan» kliert forsch« stg i« Berlin, Reu« Söaigstraß« 7V, gb: .Blätter für jüdische Familienforschung hertus, deren 1. Heft im Tezember 1924-erschienen ist. Es enthält neben einem Geleitwort des verdienstvollen Vorsitzenden Dr. mede Artur Ezelli tet über die Zwecke und Ziele der Gesellschaft einen sehr interesianten Auffat »an Moritz Stsrn rüber d e Ramensschicksale der ..Ephraims" in der Berliner Liste vom Jahve 1812, in-dem er den Nachweis erbringt, dag der berühnte! Leipziger Aegyptologc und Dichter P.nof- Georg Ebers zu der jüdischen ifalmilir Ephraim'gehört, sowie e neu Artikel van Gerhard Schmidt über dii Familienforschung vom Standpunkt der Weltanschauung. Weitere Ausii Hz behandeln die erste Nobilitiening eines den scheu Juden (Jacob Basi evi v. Treuenberg)- von E. S. Porta, und die Frankfurter Jhwenstättigke ksl ste vom Jahre 1802 von Erich Klibanskh. Durch ein Suchblatt wird dqr Leserkreis zur Mitarbe t heranaezogcn. Bon dcn Anfragerr dürften für hnsere Heimat folgende von Interesse se n:; - :i) Wer war der Begründer ifiOiu I. 8. L< zajrus Witwe und Söhne in Glogau zwischen 1792 und 1797? Wah r kam er? b) Nachrichten irgend welcher Art über 9 llch-er Chrzelitzer (auch - Skrzelitzer oder Shelitzer), der Mitte des d< rij»n Jahrhunderts nach London cmswanderte. l! e) Wer kenstt Nachkommen von Alex Süstjl nd (Urenkel von Juda Arie Locb. Tarschau in Posen, gestorben als Mär yrer 1736)? Wer war der Pater von Süstkiizd Eliescr Alepastder (Gatte der Fale Alexander), geboren zirka 1770? Tie Plätter für jüdische Familienforschung köniieit z^tiit Preise von 1 Mark das -Heft beim Sekretariat der Gesellschaft |(Cr. Wolfs. Berlin, Neue Kön gstraste 70) bergen werden. R. u Bus -em vereinsleben. i n Chewratz „Gmilust Chesied Umischan Awe lim" E. P. Breslau; jirankenunterstiitzun^s- und Minjanvctt n - -ladet zu der am ■' ' 2 o nn ttg g, den 1. Mar; 1925, pünktlich nachmittags 'Ai Uhr, in-..den Räumen der Lcssiiiflloqc. Agnesst raste 5, sta.tfindeitöeii > ordentlichen Gencral-^stnsammluiig erdebcust ein. l T g.c s v r d n :t n p: : 1. Bericht iübcr das abgelanjene Gesckästs)all..: 2. Berwt der Bekleidung-stellc. 3. KasiSttbericht. 4. Per cht der Äassenxevisorcsi. 5. Entlasmn' für dcn Bgrstand. , 6. Neuwahl des Borsitzcitden. I '! . . 7. Neuwahl der acht Vodsiandsinitetteb,.. 8. Neuwahl ü.r .stassenrrvisoteit. 9. An rägc (von drcistig aktiven Mir. li^dcut ginterzetchnet, muffen bis 25. 2. 1925 im Besitz des Borsitzenden sc n). , 10. Eventual ia. '! ■ . | Die Stellenverm ttelungszentrale der grsetzes reuen Iugendvereine ' ) in Breslau, Reudorfstraste 4 a, wird dcn Gcmeindemitpl edcrn wegen der in heutiger Zeit steigenden Ar beitsloskokeir .zur besonderen^ Beachtun.' empfohlen. Euter grosten Zlnzahl von stellungslosen Amressell en wurden bereits passende Arbeitskreise nach gewiesen.' Tescleichen konnte de Leitung den zahlreichen Wünschen der Uaufmannschan ztzm grosten Teil gerecht werden. Trotzdem diese Stellen Vermittelung in weilen -strcisen der Btcslaucr jüdischen Kaufleu:e bekannt ist. sind doch noch viele Angestellte, iisbcsondere auch. Anfängerinnen, ohne Stcllnp.g. Sehr v'elc Gesnclx von Damen und Herren, die den aröstten Wen aus eine sabbatfreic Ltellc legen, müsse» leider unbcach et bleiben, - weil seitens der Arbeitgeber diese so nutzbr itgeitde Sreantsation übergangen wird- Aus diesem Grunde bittet die Lei ung bei Bedarf an irgendwelchem kaufmännischen Personal, sich stets dieser Zen rale zu bedienen. Tesgle chcn ist auch dem Personal, das auswäns citip Ttclluno sticht. Gclecenheit gebo ep, d'esc Zentralstelle in Anspruch zu nehmen. Tie Breslauer Zentrale arbe tet gemeinsam mit der Stellenverm iitcl .inq der vereinigten Logen in Breslau und der Stellenvermitclunoszennali der Ilgudas-Iisrocl-Iugendoraanisation in Itankfurt a. M. Tic Vermittclung crfolat sür jcdcrntann kostenlos. Anfrage t irgendwelcher Art wolle! man acfl. richten an: Iräulcn S:lma Mannheim, Neudorfftraste 4 a, ]., oder Herrn Ludwig Löwenberst. Dallftraste 3, I. i« selbständiger jüdischer Handwerker, e. B. In unserer sthr gn: besuchten Bersammluna am 4. Icbruar gutg cs sehp lebhaft zu- -Herr Rechtsanwalt!Jakobsohn berichtete über dcn Ausfall der Wahlen zum! preustischen "Landesverband. Ten Auftakt zur- Debatte eröffne:« cm Kollgg«, der eine Anzc ge in den Tageszeitungen kmzz vor den Wahlen erlassen hatte, die nicht den Tatsachen entsprachen. Ter 2. Vorsitzende Wolffs wie auch der 1. Schriftführers wiesen än Hand des Protokolls und der Anwesenheitsliste nach, dast der Vorland im Rechte sei. Dast Qpposittonsredner-an dem Perhaltcn des Vorstandes rcsp. des Vereins vor und während der Versammlung kein gutes Haar licsten. ist selbswcrständilick. Herr Rechtsanwalt Jakobsohn brachte die Debatte auf eine höhere Wurte. In sachlicher Wei e brachte er die Bedenben der Spposit on zum Schweifen. In kurzem Schlust ^drr aina der 2. Bvisitzendc auf die einzelnen Kr'tiken ein. Ausgenommen werden 6 ordentliche und 2 austerordcntliche M tglicder. Die Tagesordnung der am 25. Jebruar is der Ltssinglogc stattfindenden Gencrvlversammlunq wur >t bekanntgegeben und genehmigt. L. Fe. Di« l^renriguug der Achten Männer in Breslau hält die drsjährfgc Jahresfeier des 7. Adar am Dienstag, dcn 3. 'März 1925, nachmittags^ 4)4 Uhr, in der Alt-Gloaaucr Synagoge ab. Es taird auf die Einladung im Inseratenteil verwiesen. «ere«-»ajemeth retzisrael. (Jüd scher Nationalfonds e. B.) Wir verweisen auf das in heutiger Nummer befindliche Inserat betreffend Purim-Kostümfest im Fricbeberg, am 8.März 1922. Hallten Sie sich unbedingt diesen Tag frei! Per««« jüdischer M«sit» uitd «aaftfüeu»d«. Ehorübungsabende regelmäßig jeden Montag, abends 8 llhr, Restaurant Aornhäuser, Freibirrgerstraße 9,1. Neumeldungen von Herren und Altistinnen an Herrn Oberkantor Borin, Hohenzollern- »raße 105, erbeten. — Am 7. März findet in der Bonbonniere ein Purim-Maskenball statt; Karten nur im Vorverkauf. l