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Jüdischer Bote vom Rhein · 1922-05-12 · 154 (12.5.1922) · p. Seite 147

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
4 (1922)
Issue
154 (12.5.1922)
Date
1922-05-12
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
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Hon einem Mitglied« bet fon|eroati»en Fraktion der Repräsentanz der Synagogengemeinde «rhalten wir mit der Bitte um Abdruck fol- ■ gende Zuschrift: Irregesührl durch eine durch Kenntnis der wirklichen Vorgänge nicht getrübte Berichterstattung eines noch jugendlichen Mitarbeiters überschlagen sich einige ortodoze jüdische Zeitungen förmlich in gedässigen Angriffen gegen unsere Gemeindeverwaltung wegen der Leichenausgrabung auf dem alten jüdischen Friedhof vor dem Bonner Tor. Insbesondere kommt die konservative Fraktion der Repräsentanz in den Zeitungsartikeln schlecht weg. weil sie, im Gegensatz zu den Rednern der sogenannten demokratischen Partei, in der jüngsten Repräsentanzsitzung die von dem Vorstand der Synagogengemeinde mit den einschlägigen Behörde» angeknüpften Verhandlungen wegen Bergung der Leichenreste im Bewutztsein ihrer Verantwortung nicht zu' : stören gedachte. Dagegen sind die Artikel des Lobes voll für den de- , niokrotischen Redner. Herrn Schnelling, der unbelehrt durch die schlüs- . sigcn Rechtsaussührungen seines Fraklionskollegen. Iustizrat Dr>. j Bodenheimer, wonach keinerlei Eigentumsrechte der Synagogen-! gemeinde an dem Gelände des alten Friedhofs nachweisbar sind, sich | zu den heftigsten Angriffen gegen die Verwaltung Hinreisen lieh und juristische Ansichten zum besten gab, die insbesondere bei den in der > Sitzung anwesenden Juristen Kopfschütteln und Heiterkeit erregten. | Es regnete nur fo von Slreitverkündigungen, einstweiligen Verfüg»»- gen. Feststellungs- und Schadenersatzklagen an die Stadt und den Reichsbahn-Fiskus, ohne datz der Herr Gemeindevertreter Schnelling sich sonderliches Kopfzerbrechen darüber gemacht zu haben scheint, welch ungeheure Kosten bei dem Millionen-Streitobjekt der Synagogengemeinde beim Fehlschlagen der Prozesse entstehen würden. Insbesondere glaubte Herr Schnelling den religiösen Standpunkt betonen! zu müsien, um daraus seine Vorwürfe gegen den Vorstand ob seiner j Pslichtvergessenbeit und Lässigkeit in der Ausgrabungsangelegenheit zu! konstruieren. Nichts war ihm recht. Das ging aber dem sonst so rudig bleibenden Vorsitzenden Herrn Blumenau über die Hutschnur. Er : widerlegte die Angriffe des Herrn Schnelling in allen Punkten mit dem Nachweise, daf, die Verwaltung alle zweckmätzigen Schritte unter! nommen, die zur Bergung der Leichenreste eine jüdische Verwaltung zu tun verpflichtet sei; aber man habe es mit Behörden zu tun und da ginge bekanntlich nichl alles so schnell, wie es wohl wünschenswert s wäre. Am Schlich seiner Ausführungen verbat sich Herr Blumenau wiederholt die unbegründeten Vorwürfe des Herrn Schnelling gegen den Vorstand, besten Beschlüsse in der Friedhofsangelegenheit einstimmig, also mit Einschlutz der Fraktionskvllegen des Herrn Echnel-; ling gefotzt worden seien. Herr Schnelling brachte einige Entschuld!- ' gungsworte hervor, die aber von dem Herrn Berichterstatter anschei-; nenb überhört worden sind; denn in de» Zeitungsartikeln steht nichts ' davon: indes der Zweck der Uebung. - eine Wahlrede zum Fenster hinaus — war erreicht. Pflicht, jüdische Pflicht hätte es dc» erwähnte» . Zeitungen sein müssen, sich an zuständiger Stelle über die Angelegen- ■ heit zu irformieren, bevor sie ihre Artikel gegen die in der Iudenheit ] angesehene Verwaltung der Kölner Svnagogengemestide in die Welt > setzten. X.! Die am 3. Mai in der Rheinlandloge tagende diesjährige Generalversammlung des Israel. Frauenvereins zeichnete, sich durch eine ganz besonders rege Beteiligung der jüdische» Frauen unserer Gemeinde aus. In dem überfüllten Logentempel begrützte an Stelle der leider durch Krankheit verhinderten 1. Vorsitzende» Frau B. Auerbach die stellvertretende Vorsitzende Frau Ida Auerbach die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste. Nach Verlesung des vorjährige» Protokolles, des Kasten- und Rechenschaftsberichtes, sowie »ach Entlastungserteilung und der Neuwahl resp. Wiederwahl der Revisoren erltatlete die stellvertretende Vorsitzende den Bericht über die Tätig keil und die Ziele des Vereins. Von den Anregungen, die in der folgenden Aussprache gegeben worden sind, ist besonders die der Ge stcllung von Hilfskräften für das Haus, „Hauswärlerinnen", zn nen ne», und zwar für Familien, in denen wohl eine bezahlte Kraft vorhanden ist, wo aber die Mutter aus Krankheit oder anderen Gründen verhindert ist, ihre Pflichten zu erfüllen. Ein neuer Berufszweig eröffnet sich hier de» jungen Mädchen, die, wen» sie geeignet sind, vom Frauenverei» ousgebildet werden sollen. Nach ihrer Ausbildung wer den sie mit Unterstützung der Gemeinde, die vom anwesenden I. Vorsitzenden bereitwilligst zugefagl wurde, angestellt werde». Nachdem der allverehrten Eeniorin des Vereins, der langjährigen bewährten Führers« Frau B. Auerbach, die Grütze der Versammlung und das Bedauern über ihr Ferensein zugleich mit herzlichen.Genesungswünschen übermittelt wurden, schlotz die anregende und interessante Ta gung. die sicher in allen Teilnehmerinnen das Gefühl der Befriedigung über das erstrebte und hoffentlich erreichbare Ziel hinterlasten hat. Die gütigen Spenderinnen, die für das ins Elend geratene würdige Kölner Geschwisterpaar (£. C. Mvbilar gestiftet haben, werden gebeten, A 875 anzumelden, wann die Abholung der betreffenden Gegenstände gewünscht wird. Dort werden auch weitere Spenden gern angenominen. Mitteilungen des Bezirköverbandes den-jüdischen Jugendverelne Westdeutschlands Lieb« Freunde! t> Die Anschrift des Vereins E l ch w e i I e r ist jetzt: Herbe»! Eckstein. 2.1 Wir erinnern die Vereine noch einmal dringend an die Ausgabe, die »vir in Nr. 152 gestellt baden. 3.) Allen Vereinen, die uns für Bonn direkt Spenden gesandt baden, d a n k e n wir hierdurch berzlichst. -I.) Kein Verein darf »vahrend des Sonnners die Arbeit ruhen lassen. Genietzl gemeinsam die schöne Goltesnatur, vergebt dabei aber unsere Innenarbeit nicht. 5.) In Nr. 3 der I ü d. Blätter wird aus Seite 87 unter der '.Überschrift: „Wo kann unsere Wanderjugend bleiben?" ein sehr beherzigenswerter Vorschlag gemacht. Wir machen es jedem Verein zur Pflicht, sich für die Äussührung dieses Vorschlags kräftig einzusetzen. Mit herzlichem Verbändsgrutz! Rabbiner Dr. Klein-Dusteldorf. Oer Dereinsboie Aachen. Verein der jüdischen Jugend: Anschr.: stud. ing. Paul K a u f - m a n n, Eilsschornsteinstr. 27. Mittwoch, den 17. Mai, abends 8' - »Ihr »vird Herr Mar Opbüls vom hiesige» Sladtlbeater im Elubraum, Couvenstratze ll. Toller» W a » d l u » g zur Vorlesung ddingen. Jeden Montag, abends KV.- Uhr: Tuernen für unsere weiblichen Mitglieder i» der Viktoriaschule. - Während des Sommers »verden »vir nur »venige Abende im Raunw veranstalten. Umso häufiger »vollen »vir uns aber im Freien .zusammenfinden, turne» und Sport treiben, vor allem' »vandern. — Sonntag, den l-l. Mai: l. Tagemvanderung: Lammersdorf — Rideggeu. Führung: Herr Dipl.-Ing. Saul. Treffpunkt: 7"> Uhr: Hciuplbaknhof. Rucksackverpflegung! Turuklub Ilttltl. Ab Montag, den 15. Mai, von ti!> Uhr Nach mittags Spiel und Sport auf dem städt. Spielplatz am Brockenseld tKleinbadnhaltestelle Borkstratze, Ende Kaifer-Friedrichparkt. ■ Bonn. Jüdischer Iugendbund. Adreste Martin Malsch, Maargaste 21. Freitag, den 12. Mai. abeds 8.30 Ubr, Gemeindehaus Tempelstr.: Heimabend. Dienstag, den Ili. Mai, abents 8.30 Uhr: Lokalkomitee Sitzung (leefliibe Münflerftratze). (5oblenz. Jung jüdische Aereii-ignug. Adr-ii": Flo'iu-'-iua->l II. Montag, den 15. Mai, abends -s Ubr: Beginn des Lesezyklus „Hirsch 10 Briese". Lei!»»: Herr Gerson Schneider. Wände- »:-n g e n. Sonntag, den I-l. Mai, Trejspunlt 7 Uhr i»org«n» Schützenkos: Küblops, Forstbaus Reinstecken durch da» Gonderlal »ach Winningen. Sonntag, den 21. Mai, Jrcffi'imft s Uhr morgens Schützenkos: Durch den Stadtivald nach Waldesch zum Vie-seeuplatz. Boppard. Oürcn. ,1üd. Iugendverein. Adr.: Erdie M a n e r, Wcierslrasie ' t. Sonntag, den l-l. Mai. Der jüdische Iugendverein Zülpich ladet uns Zn einer Tagestonr nach Urft. Steins,ld. Untergolbak. Geiniind ein. Abjahrl 7>.00 morgens über Euskirchen »ach Uilt. Mittwoch. 8'i» 17. Riai, abends 81 . Uhr, Heimabend im Gemeinde.ziiiiiiwe. 'Kor her ab 8 Ubr Bücheransgabe. Iüd. Jugend: erein. Anschr.: Grete Plant, ültoislr. Dienstag, den 10. Mai: Heimabcnd. Vorfrag von Herrn Jul. Lehma, n: „Eine Wanderung durch den Schrvaezwald". Diesenigen Mitgliedm, die eine Laute Kaden, werden gcb.tey, dieselbe uiitznbri» gen. Freitag, den 10. Mai: Freitagabendseier mit Bewiuuna. Wandergruppe des jüd. Iugendverelns. Adr. M a r t a Mähler, Mnnsterstrasie >30. I!. Mai: Tagesivanderung. Langeuseld Leiwling--»- Dbligs U7 k»>>. Abfahrt 7.32 UKr nach Langeuseld. Rückkehr 7.22 Uh\ Führer: H. Simson. Ernst Drba.ch wird Ende dieses Monats eine l>«tägige W-.ndc rung guep durch den Cch»var»wald machen. Kosten ca. Mk. I l>iii. '. Wer sich beteiligen will, musi sich nma-bend an E. Drdacb ITelcio» 10000) wenden." Neuwied. Am Freitag, den 12. Mai, vollendet Herr Nathan Mendel in Neuwied in qejsticjtr und körperlicher Frische sein 90. Lebensjahr. (?uek»lchen. Jüd. Iugendverein. Adresse: Heilberg. Dslstrasie 22. D-'nnersiagadend 8.I I Uhr 'Arbeitsgeineinschasl fmeschick-te. lieber den literarische» Zirkel wirb näberes noch betannigegeben. Alle

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