Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 154 (12.5.1922)
- Date
- 1922-05-12
- Page
- Seite 148 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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14S afiioen Mü-Iieoer werden -»beten, sich re-e z» b«teit«-»n. — UUtlwockübend 8.30 llbr: Vorstanbrsitzung. — Dir seit langem enNleyencn Bücher werden zurück erbeten. (Geilenkirchen. Verein der süd. Jugend. Adr. 8. Lis» mann, Echulstr. Sninrlnq. den 111. Mai, nachmittags 5 Ubr: 1. Besprechung der Nummer 3 der jüd. Blätter; 2. Besprechung über den Ausflug nach Ridcggcn; 3. Bücherausgabc. Grevenbroich. .Ind Nuarndbanb. AdreNe: Kölnerstratze'Rr. 10 Lamstag. den >3. Mai: Heimabend: Aussprache über unsere »Lamm erarbeit. — Sonntag. den 14. Mai: Tageswanderung nach Liedbcrg. Näheres auf dem Heimabend. Der kebraische Sprachkursus sällt während der Sommermonate aus. Der n.'iic Verstand setzt sich folgcndcrmabcn zusammen: I. Vorsitzender: Ludwig Löwenstein, Grevenbroich, 2. Vorsitzender: Clara Moses, Grevenbroich, Schrislfükrcr: Hermann Löwenstein, Grevenbroich, Kassierer: Erich Lör. Grevenbroich, Beisitzer: Ludwig Goldstein. Grevenbroich. Die Beiträge sür die ordentlichen Mitglieder betragen setzt 5 Marl pro Monat, für die autzerordentlichen Mitglieder 7 Marl. Hellenthal. Südlich»» Nugendbund. Adr.: Karl Henmann. Sonntag, den 14. Mai, nachmittags 2U» Ubr, in der Svnagoge Vor trag des Beürlsverbandsvorsitzcnden Herr Rabbiner Dr. Klein, Thema: „Ewigkeitswert der Propcbten" anschlietzend, Aussprache über die Jugendbewegung. Die Rachbarvereinc, sowie alle Freunde und Bekannte sind hierzu berzlichst eingeladcn. Krefeld. * Irdische, J»-«,b»erei». Vorsitzender: Referendar «lfred Levr, BiSmorckstratze B6; Telefon 4463. Sonntag, den 14. Mai: Wanderung nach Höfel. Treffpunkt 6.30 i Uhr Bahnhof. Abfahrt 6.47 Uhr. Zahlreich« Beteiligung dringend j erbeten. — Abonniert den Boten und die „Jüdischen Blätter". Polch Jüdischer Jngendband Meiseld. Adr.: Carl Faber in Polch.! Unsere Tageswanderung vergangenen Sonntag über Ruine Pyrmont, Schlotz Elz und Mvselkern, verlief feuchtfröhlich bei reger Beteiligung seitens der 3. 3. B. Mayen, Andernach und Polch. Auf den Vortrag des Herrn Dr. Hirsch, Sonntag, den 14. cr., mittag» 2 Uhr in der Synagoge hier, machen wir wiederholt aufmerksam. Gäste aus den Rachbarvereinen sind herzlich willkommen. Rheydt und Umgebung. Jüdischer Juzendverei» „Fre»»dsch«s1»ri,z*. Vorsitzender: Ernst M. S t« i n. Telefon «3«. Sonntag, den 14. Mai: Ausslug nach Wassenberg, Treffpunkt 2 Uhr Bahnhof Rheydt. Um zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder wird gebeten. Zülpich. 8üd. gugendvereln. Adr.: Lehrer Herz. Müblenberq Sonntag, den 14. Mai, Togestour: Arft, Cteinfeld, Rinnen, Untergvlbach, Schleiden, Gemünd. Angenehme, nicht beschwerliche Wanderung. Abfahrt Zülpich 5,48 Uhr. Rucksackverpslegung. — Die Mitglieder unseres — als auch der Nachbarvereine — werden um zahlreiche Beteiligung gebeten. — Die Bibliothek ist Mittwochs von l —2 Ubr, Kölnstr. 37, geöffnet. Köln. .3-d ^uaen'vcre>n Gadriet Hicsser. <Täcitienstr. i»> 22 Freitag, den 12. Mai: Freitagabendfeier. — Dienstag, den >6. Mai, abends 7.t.'i Ubr: Heimabend der Mädchcngruppe. — Donncr^lag. de» 18. Mai, abends 8.43 Uhr: Heimabend. Fortsetzung des seniles Alfred Echan über Antisemitismus. — Freitag, 19. Mai: Frcilagabcndfcieer. Wandergruppe lm 3. 3.-V. Gabriel Riesfer. Echrlflführer: 8ritz E t r a u tz. Georgsplatz? h. Sonntag, de» 14. Mai: Tageswanderung Rösrat, Kupfersusencrtal. Alt-Hvnrat, Hossnungsthal; Tresspunkt 8 Uhr Bhf. Deutz. Anmeldungen belr. Fabrprciscrmäszigung bis spätestens Freitag. — Treffpnnkl zur Fübrerlresfahrt mit Trier Samstag, den 13. Mai, abends 9 15 Ubr, Sndbabnbos. Jüd scher > "»''nun. Lesezi m nur, Cäcilicnstr. 18 22 geöffnet allabendlich von 7 bis I>> Ubr. Zeitungen und Zeilschristcn aller Richtungen liegen auf. Voranzeige :a», 1 ■. 3uni im konigssorst 3ugendtag mit Beteiligung lä mt l i<5 er Gruppe n. Genaueres kann bei den Vereinen crsabrcn werden. Misrach>-3ugcndgruppe. Geschästsstelle: Fritz W i l d st r o m , Paslstrasze 38. Samstag, 13. Mai, :! 3 Uhr: Cbummisch und Raschi, Poststr. 16. 6 Ubr: Kursus Rabb. Dr. Caro Über „3üdische Geschichte" im Ries'erbeim, Cacilienstr. Sonntag, I r. Mai: Ausslug Bcnsbcrg-Bcrg. Glabbach. Tresspunkt 2.30 Ubr Hängebrücke. Führung: Wildstrom. Die Geschästsstelle der Misrachi-3ugcndgr»ppt befindet sich von jetzt an bei: Moritz Wildstrom. Poststr. 38. Hapv'l Hazair. Heim: Gorrcsstraste 16. O.iiui,!.!. den 13. Mai, Fortsetzung der Dirkufsivn über dar k'"wi: Die Ei zebnisse der privatwirlschasilichen Kolonisation in Pa- (■'fti'iii. Sanistag. den 20. Mai. Vortrag des Herrn M. Rehsisch k-lnd/Arbei'er.Fiusorgeamtl: „Ostjüd. Wanderungen seit dem Kriege." Gäste teillkommcn. 3 ^ii.-ii.r Turnverein Ge>chL'tsstel>c: Äe:- iece'b 'ö' >> H.-Ischeckkvnko »köln 5»*>42 Turn» oe' :b; 7 » (!8r unslag. 13. Mai. kein Heimabend. Sonntag, 14. Mai. Leichtaldletik und Ballspiele 8 Uhr »fc- •' •ntt'»i. Montag. |5. Mai, Turn n der 3u g.::d und Heiken Abtlg. 7!>. Dienstag, Heimabend der 3-igend. Cäcilienstraste. Mittwoch, Turnen der lügend und Herren-Abtlg. 7—!>. Sen-it ig. den 21. Mai. Sport- und Spiel auf dem Sportplatz 8 Ubr. Der BZvch auf dem Sportplatz war »ergangenen Sonntag sehr gut. -3.doch »ins, jedes Mitglied cs als seine Pslirbt ansebcn pünktlich um 8 Ubr aus den Sportplatz ,u erscheinen, da andernfalls ein geregeltes Ueden aus dem Sportplatz nicht möglich ist. Zahlt Eure Beitrag» püiktlich. Oie Boieiriasche Der Schlangengott. Und M o s e flieht beim Anblick der Schlange (Exodus Kap. 2, Vers 4). Ein Götzendiener sagte zu einem Gelehrten Israels: „Nach euerm Glauben selbst ist mein Gott gröber als der eurige. Siehe, beim Anblicke Gottes flieht Mose nicht; aber beim Anblicke der Schlange, die von mir als Gott angebetet wird, flieht er schnell." „Welche Torheit?" antwortete der Gelehrte. „Er ist vor Gott nicht geflohen, weil von Gott die Erde erfüllt ist und er überall Gott gefunden hätte. Aber um sich euerm Götzen zu entziehen, genügt es, zwei oder drei Schritte zurück zu weichen." Rabboth S. 121 b und 122 a. Der Kiebitz. Herr Cohn, Nosenthal und Kober spielen Skat. Herr Nosenthal ist unschlüstig, was für eine Karte cr ausspielen soll und dreht sich nach dem hinter ihm stehenden Kiebitz um. Der deutet mit seinem Zeigefinger auf seine eigene Brust. Nosenthal spielt folglich Coeur und verliert. „Das Hab' ich von Ihre Ratschlag'! Was fällt Ihnen ein, mit dem Finger auf Ihr Herz zu zeigen?" Der Kiebitz: „Nu, Heist ich denn Herz? Ich heiß doch Caro!" Ein wohlfeile Grabstätte. In einer Grobstadt starb ein sehr reicher Mann, der aber sein Vermögen aus Wucher und Zinsen erworben hatte. Die jüdische Gemeinde verlangte von den Erben eine übermäßig hohe Summe sür das Grab. Die ErKen weigerten sich, diese Summe zu zahlen, und beklagten sich über die Gemeinde beim Rabbiner. Dieser entschied sich aber sür die Gemeinde. Die Erben fanden es hart und ungerecht und fragten erstaunt den Rabbiner, welche rechtliche Begründung er für diese unerhörte Forderung ansühren könne. Dieser antwortete, dast diese Forderung nach Anschauung des Judentums eine sehr gerechte und l begründete sei. Unter denjenigen, die zur Mestiaszeit von i dem Tode nicht auferstehen, zählt der Talmud auch die, * fcic’bei ihrer Lebzeit Zins genommen und Wucher getrieben baden. Wenn nun die Zeit der Auferstehung kommen wird, so werden alle anderen ihre Gräber verlosten und der Wucherer allein dort sür aste Ewigkeit Zurückbleiben und Herr des ganzen groben Friedhofes fein. „Ihr seliger