Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- 142 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M» 4ttpbbtttataflaiiM» durch Htzgks« Mb •fca «wähMmSM« sind aatürllch bet Mer Kraut- ■piWRil wWI» Ott —• ttCOttDoM 110(9 Kamps zwkfchea de» Or»«Ui»ma» «»b de» vnfemoU»Mi»e» Ln Mifter Gteflt sind bl» Krankheiten za acnua, Mt bn Me- Mfiacr aafcr be» Baariss ber Konstilatlonatraakhette» jafaamt»- kk Ma beaea die »tchtwfte» Dicht, FettleidigkrÜ aad vacker stab. Intk Mt letzter» 'Qrmnmat ist «ach bm Laiea ob JjaMaftaaf- WH? •■Mafia, aad ta der Tat beträgt aach eia er Statist« von Laerbach MeSterbllchtett bei Meter Krankheit Mi Kachollkea V,,M gadea 21,4 •/*. Jäteresiaal P aach Me. de« Bach« voa Dattawnn tntaorantat, Mtz. datz voa Rorden, ela Kltattrr gerade diele, Fach«,, aater setaea mta Patienten 90 */• Jaden ifibfl Wir stad ia ber Erfvr» . ber Ursachen, M« za dieser Stomvechselstöraag führen, aoch toett geaag vvrDrdrnräen, am entscheiden za können, ob die boa oft aagrfabrt« BorileM brr vichra kür Süßigkeiten aab ol» mtqchalbig anzakehe» fft, ober ob, aach voa Rordeim . .'der aerlaoer» Qcaa| aa Llkvbol einmal schädigend wirft. Da, emzigr objeniv« Forschangaergedni» bei dieser and ber za dieser Grupp« gebär»aden Krankhette« ist Me Feststellang de» «rblichea Lastretea, ia den verschiedene« Deaerattoaen. E» ist oha« «eitere, «ixteachteab, daß die unecht bet den 8abta — so««! im weitrkten Siaa« ol, aach artt RiWcht ans Me Häustakeit ber Berwandteneyen — dies« erblichen Momente besonder» starr bervortretea lädt. Sv «erben leicht za allen Kraakbeitea, Mi beaea Me ErMlchkett eia» Rolle, spiett. Me gaben einen großen Prozentsatz stellen. Eine «eitere Krankhettvaruppe, ber wir, trotz aller MnaaMrangmoürdiaen Forschung, aichr ober mtaber hllflo» aeaenüderfteben, W Me ber väeortioen Geschwülste, insbesondere der KrMgeschwalstr. Sa bea Lrbeitra de» statistischen Büro» ber Stadt Amsterdam wirb M» Desamtsterblichkrit der Juden tm Hinblick aas dt« Desamtbevölkeraag mit 8,8 */• angegeben, Mt SterMlchtett an Kreb» mst 3^ */•. E» ist vor allem nicht anzanehmen, datz die Kredeertrankangen ber gaben ioeatorr zur Keantai» der Lrrzte gelangt stnd, da gerade di» Safcta bea Arzt ersahruagogemätz häufiaer konsultieren am andere. Lach wird nach einer allgemeinen Statistik ber Kreb» bei der Landbevilkrruna bäustaer anaetrvssen al» bei Stadtbewohnern, zu denen dt« Juden in ihrer Mehrzahl »a rechnen sind. •ia Problem, da, mit der Bersrinerung der Kultur an Wirklichkeil in» Furchtbar« wächst, ist da» der Deschlechtskrankhetten. Die günstigr Stctttsm der Süden in diesem Punst nimmt mst dem Fortschrelten der Lstimllation mehr und mehr ad. Der hohe sittliche Staad ber jüdischen Lehr« hat in der Moderne Mrsen «influtz zaangunsten dieser Sbttistik mehr and mehr elagebützt. Dits« Hecht Sittlichkeit, die an» aa» ber Bibel «ntoeaenströmt, ist sicher ein Grand dafür, datz bi« gaben di« «est mächtigeren und unter günstigeren Bedingungen lebenden Bälker be» Altertum» am Vechrtaasenb« überdauerten. Die schwerste Berpönung der Prostitution, die bi» in» einzelne gebenden Vorschrift«» zur Unterbindung der Unzucht, sind helldringende Faktoren gewefex Gebrandmarkt find all« Verirrungen in der Bibel al, „HaaMana»»«is« Aegypten»": ihrem Lun entsprechend sollt ghr nicht trä, aab » ihren Gebräuchen nicht wandeln, sondern meine Gesetz« sollt ghr halten und meine Gesetze M«ahr«n, die der Mensch tun JoU, Matt er durch st« lebe, gch dm der Dvlge (Levit 18L). Datz Me Beschaeidang die gnsekttoiumiglichkeit deradsetzt» ist allgemein bekaaat. Wohl sind von den Gegnern in der medizinischen LÜeratm die Fälle sorgsältig gesammelt, in denen durch undyaienisch« Manlpulotioaen Mae Uederttogang von Krankheiten bei der Beschnrtdang stottgesanden hat, die aber heute praktisch keine Rolle mehr spielen. Las der anderen Seit« aber befürworten namhaft« Fachgelehrte Me vafüheuna der Beschneidung für di« Allgemeinheit von gesundheitlichen Gesahtopunkten. Bor allem wird des allen Statistiken bttjrf- Mn Schutz -egen Syvhlli»anst«ckang betont und e» sei au» der Fülle der hierüber vorliegenden Literatur dle Schrift von Wohlharst „Universelle Llrcamcisto« al» sanitäre Matznahmen. Rewyork 1014" an» geführt, der unter 400 geschlechtrkranken Juden 22 */• Syphüi»källr, aater ber Zeichen Anzahl Rlchtjuden 41 '/. «»phllissälle feststem. 8a» Schlutz sei noch de» frühen Heiratoaltrr» der Juden ai» eine» günstimn Faktor» Erioähnuag getan. «Mim sei noch «ine Grupp« von Krankheiten zu erwähnen, bet best», di« gaben, lm Bergleich zu Mn di»der besprochenen, recht bnetden, nämlich bi« (Mistrokrankdeiten. Dir »st angeykettmnoment« wirken yier natürlich belastend, da wir bei dem geätzten Teil ber vetstnkrankhetten «in Borirännen in «n Generationen feststellen können Sowohl Me Stottstik der ' Irrenanstallen, deren jüdische Insassen einea abnormen Prvaa»nmch«n, al, auch die» hier zahlreich vvrllegrnden, Beod- ,«n vieler Rervrnärstr, lasten da» Ueberwiegen der Deist«»- kraakbeitea Mi Jaden -scharf bervortretea. Und wenn ckan Mbenft, bMt hie, aus der Ball» de» Alkohol i»mu» entstehen den Detsteakrankhetwa. dt» «inen grvtzen Teü auamachen, bet den gaben bedeatend Ä Vorkommen, und datz di« Jude» zu den hier in Betracht kam- "Rochkrankheitrn ber Syphvi» nicht «ehr Opfer stellen, al» die Umgebung, so erscheint ber D^ensatz bei den ÜetgMeiMnden Deistnkinnkhitti» Noch viel krasser. Bei ber autzrrorbentlich gnringen Keantai» über Wesen and Entstehung dieser Krankheitasvrme» bleib« ' «ine Ertlärnng kür dies« Belapang uaaeöglich. Sei »», b<ch die. bei bea gaben vm intrastvere, geistig« Betütigang «ft ihren talmabischen Drübeletea and Svintlsieren eine Rolle sojelt, sei «», drä di« unendllch härter« Form M» Daseinatampse», am den nvigrn «nfttaMnata, yttadUcab einwirrea, Mt Talftahe bleibt ein traurig«, aber Mutt»- siche» Rätsel. Eia schwacher Trost mag in be» eng beieinander iteaen von Genie aab grrpnn, km Sinne Lombroso», p, suchen sein. Bei bea sanktionellen Rervenkrankhettrn, deren Prowp die Hysterie ist, mag dir stärkere Beschäftigung mit den» Wohl und Wehe de» eigenen Kiräer», da» viel Ernsternehmen jeder Krankhrst al» Grund für da» häasi« Boekonunen bei gaben angeführt toerdrn. Die Betrachtung der erwähnten Krankhritrgruppen hält an» eine Tatsache vor Augen, deren letzter Sinn an» unerklärt ist und mm grvtzen Test unbeeinflutzbar Mrlot. Für un» deutsch« Juden schwächen sich dt« angeführte» Fcmvren mit brr Zunahme der Lstimllation mehr und mehr ad. E» ist wilnschenawert, datz die Lllgrmeinhett und der Einzelne diese Roarentr nicht vergrfsen, um bei diesem Astimllation»- prozetz ihrer heilbringenden Hllfr nicht verlustig zu gehen. Wochenschau Tatsache« «ad Srgebniffe Deutschland. Berlin. Der Desamtv»rsta»h Mä Verbandes der Jüdische» Jnaendverrin« Deutschland« toote am 2S. Januar d. I. in Berlin. Nur Antrag des Vrrbandsvorsitzenden wurde einstimmig folgender Brschlutz gefatzt: Der Sesamtvorstand hält eL^für notwendig, daß der Dele- -iretenverlammlnng, soweit erforderlich, «in« SatzungSänderuna und Wahlvorschläge unterbreitet werdrä, durch die der Linflutz der jugendlichen Mitglieder innerhalb deS DefamtvorstandrS, und in der Leitaaa des Gesamtverbanhe-, der Landesverbände und dir Verein« erhöht wird. Die mit her Ausarbeitung der neuen Bcrba.idSsatzung betraute Kommission wird insbesondere mit der Prüfung der Frage betraut, inwieweit den Jugendlichen und den Wanderern seloständige Zusammenkünfte und selbständige Gruppierung ermöglicht werben soll. Auch wirb der Kommission die Prüfung der Frage aufgegeben, ob «S nötig ist, besondere Vorkehrungen zu treffen, da» die tätig« Mitarbeit und der Rat älterer bewährter ' Mitarbeiter gesichert bleibt. Di« Dekegiertentagnng des verbände» findet Pfingsten d. I«, voraussichtlich in Bon» statt. In den Vorstand wurden Tr. Ludwig Frank, Nürnberg und Grete KovacS, Berlin, di« derzeitige Ge ichäftSführeria des verbandeS hinzugewählt. Zum stellvertretenden vorsitzeiw«« wurde einstimmig Snrt Reu, verlin, gewählt. Die verbandSzeitschrlft wird ab Id. März dS. IS. zweimal monatlich und zwar am 1. und Id.' «ine» jeden Monats erscheinen. Sie soll oM repräsentatives Organ derjenigen Schichten der deutschen Judentums auSgestaltet werden, dl« auf dem Boden der Eia- Mitlibcc de» JugendverbandeS stehen. Di« .Redallion liegt in den Länden von Dr. Alfred Apfel, Berlin, Dr. Gustav Löffler, Frankfurt a. M., Grete KovacS, verlin, Kurt Reu, Berlin. An der Borstandssitzung nahmen Vertreter der Grotzl»»« kür Deatschlaad» de» Deatfch-Jsraelinschea SemeiaMbaade», de» Jüdischea Fraaeabaab«», de» NabMarrverbaaM» und'deS Berbeabe» ber Jüvtschea Letzrervaretae im Deutschen Reich teil. Jraaksart «. M. Unter ungeheurer Beterbigung fand die Beerdigung Rabbiner Dr. Rodet» statt. Der Andrang vor der Synagoge am Borneplatz war derart stark, datz bi« Meng« selbst die Nebenstraßen de» vörneplatze» füllt«. Dem Sarge voraus gingen die Schüler der SieliaionSschulen, hinter der Leiche schritten sämtliche Frankfurter und vie «eisten Rabbiner der engeren und weiteren Umgeouna mit den GemeiuMvorpänden. Gin unabsehbare- Gefolge s«leitet« den so sehr verehrten Loten nach dem Friedhof, wo ein« chlicht« veisetzana ohne Trauerreden nach de« Wunsch« de» becheidene» Manne» erfolgte. Allein Justurat Dr. Btau gab im Ra««n de» vorstanbe» der Jsvoelitisiyen Gemeinde in kurzen, be- Ä Worten »er allgemeinen Trauer um den verstorbenen bea An»druck. Müachea. Auf einem vom Vorsitzende« de» Münchner „Deutschvölkischen Schatzand TratzbunM»". Justizrat v. gezschwitz unterzeichneten versa«mlang»plakat war-im Mai v. I. gegen den „Gentvasvenin Matscher Staatöbürger jüdischen Glauben»' unter Lnftchdräg von Bioelflellen der Vorwurf erhoben worde», dich-der Lentvalvenin absichtlich da» Volk ÜMr da» „Ginpassen" der Juden in da» Mutsch« voltttum und Bürgertum täusche uub daß der Lentrolvereia noch jüngst einem Jade» Beifall gespenMt Hab«, Mr erklärt habe, der deutsch« Jude könne deutsche» Rationalgesthl überhaupt nicht hoben. Gegen diesen Borwurk erhob Mr BorfitzeaM de» Leatrawereln», Justizrat Dr. Brobu»tz in Berlin, BeteiM» guag»klage. Da» Münchener Schöfsenaericht verurteilt« d. Zetzschwitztzumtter Geldstrafe voa 500 Mark. Marbarg. Dr. Adolf Ir»ntei, ela Führer M» Mi»rochi ia Deatschlaad, ist zu« «atzervrbeatl. Proseffer ernannt worMsi.