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Jüdischer Bote vom Rhein · 1922-01-27 · 139 (27.1.1922) · p. Seite 27

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
4 (1922)
Issue
139 (27.1.1922)
Date
1922-01-27
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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etwa n*«, t*m erwachten qtu on tSd^ittn uii €4 Kommission eingesetzt, welcher die Wrsgab« Lbertrage» Mttd«' die Abfimmmmg Christoph Tolnnwn»' in eimoandfteier Form feftzostÄlen. Die Kommission hat ihre Artetten bereits begonnen. 9m SRontag 6«i( 16. d». SRI®. fonstttolert« sich brr von ber Repräsentanz neugewähtte und wm dem Herrn Rrglrnmgrpräsidr» «gemeind«. Diebe- „ ENmoumg. fcfc Mt Herren Mda. Recht». al» dir rntr« env «simier, Ar»» tat fattmiften genehmigt« Borstaad brr Sym beutangsvolle 8Wad« enibehrte nicht brr Der Alterrpräsident, Hrrr Ror. Kalkenitrt«. Emil Mmnenau, Saloawa Lim. Rtchtsauwatt aawalt Dr. Eliei (Daniel Kaumumn war , «ab dir Herren Sustizrot Dr. Bvbenheim«. Hofman», Jos. Schlächterei al» dir arura Mitzlieber dr» ftoUtgjnn». Dir warm empfundenqi Worte warra eingeswüt auf dt« Helligkeit dr» Lmtr». im Dienste brr Vvttrrgemeinbe al» Verwalter tlbernommrar Pflichten zu erfüllen. De» bisherigen Borfitzrabra dr» Bor» stand«», Herrn Cmil Mumrnau, wurde vom gesantten ttollegtu» da» Ehrenamt wiedernm durch Farns anaebotrn. Hrrr Blmaraan «chm da» Ihm von ehrlichem vertrau«» geschentte Am« an und richtet« nach herzlichen Wort«» dr» Dank, eben so «ahnend« wie versöhn llchr Wort« al» seine Mitarbeiter, dir sich alle doch nur n dem tuen gemeinsamen 8 leie, dem Mühen und Gedeihen der Kölner Svnaavgengcmeindez^ammrngesundra Hütten. Dann entledigte er sich brr vornehmen Pflicht, mit warmen Worten de» Dante» drr a»»ge sch irdenen Herren Justtzrat Dr. Tallmann und Eugen Sternberg zu gr»> denken, deren hervorragend« Verdienste um die Gemeinde Unveraöngllch bleiben werden. Drm birherigrn 8. Vorsitzenden. Herrn Salomo» Linz, wurde rbrnsall» einstimmig dies«» Amt wiederum angebvtrn. der r» mit herzlichem Dank annahm. Au» drm Crlö» der Thanukah-WohltLtigteitrteier im großen - Saale der Lrsegesevschaft am 88. Dezember v. I. pellt? Hrrr S. Ehalm für di« hiesige läbische Kinberhllfe insgesamt 1Ü800 Mark zur Verfügung. E» sei nachgrtragrn. bah die Regie drr Ausführung de» Festspiel» .Dir Huldigung der Feste in Händen br» Herrn vuliu» Autko«»kl, Mitglied de» hiesigen Schaupielhause». lag und daß natürlich ihm da» Hauptvrrdienst um da» künstlerische Gelinge» gebührt, wozu nicht zuletzt auch seine eigene vollendete Wiedergabe ber Gestalt dr» Judentum» deigettagen hat. Am 8. Januar wurde Hrrr Hofsuweltrr Bernhard voldschmlbt, der eine lang« Reihe von Jahren Dorsitzw>d«r dr» Repräsentantenkollegium» gewesen ist, zu Grabe getragen. Die grobe Beteiligung — eine Schar von guten Freunden und Bekannte» gab ihm da» Ehrrnarlritr — legte veredle, 8«ugni» für seine allgemeine Beliebtheit ab. An seiner Bahre sorachen Herr Temeinderabbuier Dr. Kober, her da» ganze Ledrn»bild de» Entschlafenen wieder wachries, und Herr Emll Blumenaü im Namen oe» Borstand«» der Synagvgenarmrtnd« fand da» Wesen, de» Dadingegangenen charakterisierend«, liebevolle Worte. Au» dem Nachruf der beiden Redner leuchteten der Adel der Gefinnung und de» Tharatter», die strenge Austastung hohen Pflichtbewußtst in» al» die vorzüglichsten Eigenschaften de» Heimgegangenen hervor. Ehre seinem Anbmkrn! _______ Der Ausschuß de, Proviuzialverbnud«, rhetn. Sgnagoge» Ge metnben besaht« sich in seiner letzten Sitzung am 18. Januar mit der Frage der Zentrollsativn der ^bischen Wohsiahrtapslege im Rheinlande. In einem einleitenden Referat skhziertr der i Vorsitzende der Featralwohlsahrtrstellr drr deutsche« Jude«, Herr Ratbmer Dr. Escheldacher -Düsteldors, die Fiel» und Ausgaben einer solchen Bezirf^telle. In Baben, Württemberg und Hesten-Rastau find boreit» solche Bezirk «stellen gegründet worden und sie haben segenareich gewirkt. In brr Mitarbeit aller südischen Gemeinden an. den fatolen Ausgaben der gesamte» Jubenhett, die nur durch Zentrallsati»^ in Bezlrkmeerbänden ermöglicht werden kann, erblickt der Referent :utzrrdem ein Erzi«hung»»«rf, da» ble .autonome" Gemeind» »infügt st, di« Gesamtheit, da» bl« erstrebte Organisation verwirttlchen Hilst, da» die inneren Gegensätze auiglricht. weü praktisch, Betätigung,' aber tzhakttlcher oder politischer Begehung eine Einheit ml den, Msämmenstesotzt wird. Darum fordert er dr» Ausschuß de, Provlnuäfvmba». b« «s. die Fentralisati», ber «vhtsechrt»pfl«O» da RhriÄmtHrch. W i _ tx»MMUUch,n Er wie» haranf Hl-M faHnu die Fo dem GeRetr der Wohffnhrtepsteg, sett »tbrb« «» begriitzeM. wen» diese gMen PtMeinz syechkbar gemacht würden. 8» >__ Mtttüfür dl« Wohikahrtrpfleg« durch a*»nMM*J mriudesteSNA zu erlangen, um de» Weg bei MC mein» endlich vermeiden in können. Er dedattrrt,' beb ber Aus telluna de, Etat» nicht großzügig ' biete sind.'! ierr Rabbiner Dr. R osenthalbanken dir sentrallsation «in; die Mittel sollen; und durch Sammlungen aufgebracht werde», «' sali on soll der Provinzialverband sein. Herr len- Aachen Ist im Prinzip nett ber Organ ._ Anstalt«, und Einrichtungen, die ber ganzen PrAtintzItzWi» Immmt sollen durch, di« genttalisatton unterhaltrn wrrden^stsenwßnbetnWtz»- tivnrn aber-sind nur von der betreffenden Gemeind« » «rtzeÜwn. tznch soll eine solch« Gemeind« mit eigenen WohlsahrtoeottichAmMN, die all» von den provinziellen keinen Gebrauch macht, «ntMochGw «Ndlasttt werden. Er warnt davor, bi« Steuerschraud« i» Um »u erhöhen. Hen Frlsenthal-Düsseldorf schloß sich bÜ führunge» an, während Herr Rabbiner Dr. Reumark-l _ l» ber Aufbringung ber Mittel durch Stenern dir Wahrung de» Prinzip» her GerechtiAelt erblickt. Rach-einer kurzen Debatte über ba» Berhäitni, ber neu zu gründenden Organisation zu ber 8«ntrelw«hl sahrtistellr ber deutschen Juden in Berlin wurde folgend« Resolution einstimmig angenommen: .Der Aurschuß de» Provinzialverband«» rheinischer Spnog»»«» gemeinden beichlirßt in Verbind «na mit ber grutraiwohlfahrwstell« 'der deutschen Juden in Berlin dir Schostnng einer Wohlfeheinzentral» Er ba» Rheinland und braustraat den Dorsttzrabe», zusammen »tt r Wohlfahrt»z«ntrallsat1vn brr Gemeind« Köln, weitere« anlast««. ... > zu m> Der Berel» silbischer Bürger Köln» (gegründet 1806 in Ehrenseid) hatte z»m 11. Januar die lübische Jugend Köln» zu «ine« arotzen Kinderfeste eiaarladen, welche» ln sämluchra Räumen de» Boll»- garttns ftattfanb. Annichernd 1000 Kinder waren de« Rufe de» Verein» gefolgt, und wahrend di« Kleinen voller Erwartung der ' theatralischen und gesangliche» Darbietungen harttra, wurden fl« all«, ohne sehr» Unterschieb der sozialen Stellung ber Eltern, von den freundlichen Domen de» Verein» auf, beste bewirtet. Mit Entzücken verfolgte' man bi« von Kindern gebotenen Tänze und Biolinvoirräge, lauschte mau den Kinderlieber, und rin Humorist (oigU mit seine» köstlichen Gesaagrvortraor für «ine recht vergnüate Stimmung, gm» Schlüsse erhiett noch srde» Kind eine groß« Duke, g«Mt »tt Leckerriea^sodaß de, Jubel» kein Eude war. Abend» versammelten sich dl« Damen und Herren de, Verein» i» denselben Räumen zu einem Gesellschafwabend, brr von den Mitalledern zahlreich besucht war. Rach mehreren gediegenen musikalischen Vorträgen und den meisterhaft durchgekührten Tanzdarbtetnngen einer jungen Dam« aab man sich — besonder, die Jugend — mit ganz besonderem Eif»r dem Tanze hin. Da, ganze Fest verlies in schönster Weise und hmterlleß bet allen Tellnehmern die besten Erinnerungen. — Der grlamtr Reinertrag brr Beranitaltungr« de, Verein» wird auischlleßlich für Wohlsahrwpflegr, insbesondere Pr Kinberhilkr, verwendet. Außerdem erstrebt ber Verein, da» grsellschaftliche Fusammengehörtgtrstsgephl seiner Mitglieder stärkt», und da» Bestreben geht dahin, de» Verein in ieder Weise hochzuhattrn. 8» letzter Feit sind zahlreiche Reuanmelduagen erfolgt. Gesuch« um Ausnahme wolle man an den SchrtMhrer, Herrn Eugen Spiegel, K«n-Ehrrnftld, Beniversttaße 308d, richten. Am 81. Januar fand kn ber Nheinlandlog« ein Etternabend her iftaetttische» Volk»sch«le Lützowstraßr statt, der seiten, ber Evern außervrdenttlch stark besucht war. Zunächst berichtete drr Borstdend« de» Elternbeirat,, Herr Lehrer Loui» Jacob, I, daß ble flSbttsch« Krankenhaiwverwaltung dem Eiternbeirat mllgetellt habe, ba, eigen« für dt« israelitisch« Völkischulr errichlei« Schulbau, Lützowstraßr am 1. Aprll d». I«. räumen |U wollen. Al» ein Redner au, der Versammlung hierüber starte 8««>sel äußerte, erwldertr ihm der Vorsitzende, der Evrrnbeirnt »nd da» Lehrerkollegium seien voller Vertrauen, baß da» einmal gegebene Wort seiten» der Krankrnhauivrr. waltnag auch voll gebatten «erbe. — Hierauf dantt» der Vorsitzende den Frrnnben ber Schule, welch« r» durch Ihre Hilfe ermöglichlea, bi« h^chsosirne Anschaffung «ine« Lehrfilm» und einer neuen Schülerbtbliothef zu vrrwlrlltchtn. — Fräulein Lehrerin -rckscher sprach an-' «ficht» der baldigen Schulentlosiuna vieler Knaben und Mädchen Iber de» zufänftlgen Beruf dieser Kinder. Ihre vorzüglichen An»- Kinge» fanden ba» lebhafteste Jnterrfle der Bersammlnug und rtten eine eingehend« Äu»sprache über diesen Gegenstand. Nachdem »och Herr Eugen Jacobv sehr wirkungsvoll über.SchSlerwaaberungeu" berichtet hatte, scharten sich viel« Eltern um die Lehrer und 3»rinnen ihrer Kinder, um sich über ihre Liebling« au»zuspr«ch«« Ratschläge seiten» der Erzieher rntgegenzunehmen. Znserieri im Jüdischen Boten! «P’.V!**!.'!

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