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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-12-30 · 135 (30.12.1921) · p. Seite 470

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
135 (30.12.1921)
Date
1921-12-30
Page
Seite 470 (sequence 6)
Language
German
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470 Ahschie-Sverst. fca IeßnüL &al£W (1USS—li-iO). Bor »*ai£n V^-ea crfchiea i® Berlage Erich Rech (Berlin) «ein in erster hf'riiS vergriffene- Iebnda tzalevi- Berk ia Me: Kens großen und irohlieilen Volksausgabe. Rachden« wir larfrfiia iEubin ler reliyiöien Poene des andalusischen LLngers grbr-r^r ccsht^ z'yt deü:e ein fleirer £raf»j| seiner Liebesverst r? ^H-ar.-vn 'ein. I: m i. Bernhard iEnff.l Cob^s. Allein itt nüjun uns icGidi:;. äKBr'idbf'j’ ’i aus dem Tel: Lar :;r rs i.rpe blicken 3nx 2Ü rier.:en Mal'. Ich ^ürch:. ich kann nicht -w:::gc'.: TaZ Her, \v :v.z SRcrier: Heraus x.ri cs mn iprirzen Urb lcr:fs birr.cr dir. o ^xde. ke rer Zzpe liebender Lust, Ur.i ich sr.3 denken der Nächte: Vir du cr.r rächst rurch die rrciumende Brust. Auch ich auch ich Tuich i-dr? Träum; inö-ckne. £' 3. (rin Äe-ii vcn Tranen 'Fwchen uns rollt. Ich Izzz zir±r5 binüdereilen; Toch atzia deine Liebe herüber wollt', — Z't Wr-.ren mürben sich teilen. L Ach. >nj ich rinst in fcunf.en ^rabesräumen Ten Tre :es Gibckieins über mir erlauschte, Ta? leise Nmir. deinen K leidersäumen t Äch. da; ich nrch im Tode mich berauschte, Venn dn mich grüß: und fragst in meinen Träumen, Und ich rann Graß und Frage nur dir tauschte! 5. Tu $i:: circa Arid beg argen, Tarr-m oerklrz' ich dich: Tein-» raten Lippen und Dangen Tie sollen rennen mr mich! Teine zzuz Lppen er.: Dangen, Vas sind sie denn so ro:? — Run ocl: is 'chneiaen und banger. Mein Bin: ar^ deine» Dangen. Das :ertg. m ei rem Tod. Villft dn wirklich meinen Tod? Ach, ich de e nur um Leben, ' Nm es jung und frisch und rot llcinen Jahren znzugeben. .'.ch, da raubtest mir die Ruh' "deiner Nächte, süße Kraue! -13' sie dir ans deine Braue: iy.gar:?. i&lnwme du! 1 cr.l meine Träne» blieben Feuer deiner Lust, ckll' deine Tränen zerrieben Tie steine in meiner Brust. llnrch Feuer and Doffer zusammen Tchriu mera zitterndes Herz: T»s »»re» deine Flamme». Tas war »ei» Derne nder schmerz. 5. Aller Reich:»» dieser Del: Ist »rr eitel Tr»g, Deiner. Lippen rote Schnur, ' Deiner L«de» Gürtel nur Wäre »ir se»rnr. All mrrn süßer Honig fließ: " Dor^, p» ich dich küßte. Meine Lande sich ergieß:. Alle »ei»e Myrrhe sprieß: R»rd am deine Brüste. Te: c'Cdi.: 6ere ist chr ÄleS Tun, T«k alles Tnr veredelt sich durch dich U>. 'i'ül tau'cr-e Garben stehen Dobi in rer Liebe Tal: ''. 7 oeiner E-?.tbe beugen, ^-rr reiner neioer 2: + 'b's .*:*• nnral. i 1 i Unter Utchien Füßen Heimlich iüße Keime sprießen, Ballamkuospe, Myrrhe: blüt': Möchte doch mein Leben glücken Nur so lange, bis ich pilücke», 2eben kann, wie olles blüht. n T-ein.e stimme hör' ich nimmer Aber leise hör ich!»uaer Äliugen wie ein fernes Grüße« In den Tiefen meiner Seele Te'tte Kettchen an den Füßen. 13. Mein Her; wird bitter. Ta es gedenkt: — Noch hängt ja, häng: An den Lippen die Süße, Noch iühl ich die Siffc, Ti; du mir aeichenkt. — \ „Erobert vom Justier Eoha . . „Dir lesen im Berliner „Vorwärts", dem Zentral* organ der sozialdemokratischen Part«, folgende Betrachwng von Hans Vesemann unter dem Titel „Der Stern Juda": Herr Erich Ludeavorss gibt in jedem Jahre einen neuen Band Kriegserinnerungen heraus, in dem er uns beweist, dast er den Krieg gewonnen hat. Cr hat ihn ja auch gewonnen, verloren hat ihn nur das deutsche Volk. Ja seinem dritten und r-orlaufig unwiderruflich letzten Bande! stell! nun Ludendorf ganz genau fest, wie alles gekommen' ist: Schuld baden die Juden? Sie haben den Weltkrieg, angefangcn und verloren, sie sind schuld an der Äockade^ und an Bloems Kriegslicdern, sie sind die Erfinder der.' allerhöchst besürwvnelen Rüdenmarmelade und der' 14 Punkte. Jawobl, das haben sie getan, sagt Herr Ludendorff. Aber ihre Heimtücke geht noch viel weiter, als der harmlose Herr Ludcndorfl meint. Die Juden sind auch schuld' am deutschen Militarismus'. Neulich war ich im Zeughaufe. Diese Weihestatle ist ja leider in letzter Zeit etwas respektlos behandelt worden, die Franzosen baden ibre Fahnen wieder geholt.^ Uebrig bliedea nur die chinesischen Kähnen, einige Zunft-', danner und die Danedrogs von Anno 18G4. find die letz- , teren hegi man setz: mit desondcrer Liede. Man zeigt fies den Schulkindern als Dahrzeichen deutschen Geistes, zu; ihnen wallfahren an Tagen mit freiem Eintritt' die Lesers der Wulledlälter. Und hier ist etwas Furchtdares geschehen? Mitten unter den anderen Fahnen hängt unauflällig und' harmlos ein DanU>rog mä einem Zettel: Erobert vom Füsilier Cohn vom 8. Brandend. Jns.-Reg. :Rr. am 24. Juni 1861 j Düppel. Da mcrtL ma.r doch gleich, was los ist. Dieser Füsüier Cohn hat aus orientalischer Hesintückc die Fahne crooeN, um seinen Namen hier ernzuschmuggein und damit Gemüt und Herz der ahnungslosen Deutschön zrrn>erMen. Dieser Füsilier Loht» hat durch unerhörte Heldentaten den Idrieg von 1864 gewönnen und damit den Grundstock zum 0

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