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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-12-23 · 134 (23.12.1921) · p. Seite 455

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
134 (23.12.1921)
Date
1921-12-23
Page
Seite 455 (sequence 3)
Language
German
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des bereit erklärt. Etwaige Meldungen find an die Geschäftsstelle des -Jüdischen Frauenbundes, Frankfurt a. M., Langestraße 30, zu richten. Berlbr. Arllatzlich der Anwesenheit des Präsidenten der Zionistischen Organisationen, Herrn Profesior Dr. Ebajim Deizmann. in Deutschland, findet am Sonntag, den 23. Dezember, in Berlin eine außerordentliche Landeskonferenz der Zionistischen Bereinigung für Deutschland statt. in deren MiNelpunkt ein großes Referat von Herrn Dr. Deizmann über die allaemeine Lage der Bewegung sieben wird. Bert». Am 3. und 4. Januar jindet in Berlin (Logendaus, ^leiststraße 10' die Haupwersammlung der „Bereinigung für das liberale Judentum in Deutschland" statt. Berlin. Der „Swüd', das Organ des Reichsbundes r'üdifcher Frontsoldaten. rcrcffcr.tlidM eine interessante Notiz, aus der hervorgcbt. daß zwölf cmcm Mitgliede des Bundes bekannte Iudcn, welche, wie er, vor dem Kriege in Oftafrika ansüsiig waren, bei Kriegsausbruch sogleich in die dortige Schutztruppe unter General v. Le < low - Bor - deck einttaten Bon diesen zwölf jüdischen Soldaten baben neun in der v o r de r ü e n Linie und drei in der Etappe Dienst getan. Gefallen sind vier, verwundet wurden drei. Es wird '-ür möa'ich gebalten, daß noch mebr ^uden rnitgekämpst baben. Berlin.?lach einer Meldung aus Prag wurde die Aufnahme von Srinnes als Ebienmitglied in eine deutsche Burfchenschasi rerrveigen, weil seine Rassenreinheit zweffelhast sei. Nun wird im „Berliner Tageblatt von einem Einsender sogar mitgctelll, daß eine Stammutter Ludendorffs, die Frau t-es Stettiner Kaufmanns Karl Otto Ludendorn, eine Jüdin aeweien sei. Warschau. Tcr vier zusammengelretene polnische Anttsemitenkoncrcß finde: im Warschauer Gemeinderate statt und ist von 1'* *.» Delegierten, zum größten Teile aus Polen, beschielt. Unter den Teilnehmern befindet sich auch der Bizebürgermcisier von Warschau. Brzinski, welcher in seiner Hetzrede am Kongreß ausführte, daß die Juden die Erfinder des Bolschewismus seien und die Bernichtung der christlichen Zivilisation sich zum Ziele gesetzt haben. Die polnischen Studenrenercanisationen bilden die Ebrenwache rwr dem Konscrenrsaale. Warschau. 14. Dez. lI.E.B., Der hier versammelte Äntisemitenkongrcß crbiest eine Begrüßung von Henri Fords „Dearborn independent" mit dem Ersuchen um Zusendung eines genauen Berichtes über den Verlauf des Kongresses zur Beröffentlichung in Amerika, welches die „jüdische Gefabr' noch nicht richtig cinzuschätzen wisse. Warschau. 11. Dez. Belanntlich war es nach dem polnischen Anhand im Jahre 1d63 durch einen zaristischen Erlaß den Polen verboten. Boden in Rußland zu erwerben. Polen konmcn nur auf die Weise Land erwerben, daß sie einen Rusien als Strobmann vorschoben. Da durch den Fri^en von Riga ehemals rusiifches Gebiet an Polen gefallen ist, so wurde im polnischen Parlament ein Antrag Angebracht, daß die Polen, welche durch Vorschiebung fiktiver Besitzer Boden in den edemals ruffischen Gebieten erworben baden, im Eigentum dieses Bodens, den sie auf fremdem Ramcn gekauft haben, bestätigt werden sollen. Als dieser Antrag jetzt im Plenum des Parlaments verhandelt wurde, stellte der reaktionäre Abgeordnete Swida den Antrag, daß in der diesbezüglichen Bestimmung die Worte: polnische Bürger" durch den Ausdruck: „Personen polnischer Rationalität" ersetzt werden sollen. Rur solche werden also im Besitz chres Bodens bestätigt. Richllwlen, affo auch Juden, die bekannllich in Rußland ebenstes nur fistiv Boden erwerben konnten, können auch jetzt nicht als Eigentümer anerkannt werde». Dieser Adänberrmgeantrag wurde trotz des Protestes der j welche auf den WDerstwuch not dai Verfassung hinwiesen, mit großer erhoben. Einmütig wie stets, geht, stimmten für ihn die größter Feind, die Witospartei. Litnne». «d ihr Kowno. D .Chermetzki, ein Jude, wurde titanischer Gesandter in Washington. Die litanffchen «luden t» Amerika empfingen ihn mit großen Ehre». London. Großes Auffehe» erweckt die ans London kommende Nachricht, daß Rev. A. A. Green in der von ihm geleiteten obersten ReligionsschuMaffe in ber.Hampftead-Eynagoge die Lektüre des Markus-EvangelLms eingesührt hat, um deffen Inhalt vom jüdffche» Standpunkte zu erläutern. Ehief-Rabdi Dr. Hertz soll sich im großen ganzen zustimmend zu dieser Neuerung ^eÄchert habe», ebenso verschiedene orchodor gerichtete jüdffche Gelehrte. Bon anderer Seite findet die neue Einrichtung naturgemäß aucb lebhafte Anfeindung. Amerika. Rewyort. Dem demnächst erscheinenden Iahrbuche der Iewish Pudiicativn Affociation für das Jahr 1882 zufolge befinden sich jetzt in Amerika 5560 jüdische.Organisationen mit einer Zab! von 11069?7 Mitzjüedern. «I.C B.) Kölner Aachnchte» Nachstehender Aufruf geht uns zu, uud da seiu 9abalt für sich selbst spricht, drucken wir ch» gerne ab «ad bitten unsere Leser, angesichts des Chanukahfestrs dieses guten, durch Teilnahme sämllicher Kvnseffwaea ausgezeichneten Zweckes zu gedenken. Kinder in Rot! Die Not unserer Kinder wächst durch ihre Unterernährung von Tag zu Tag. Die Speffunge» der per* rchiedenen vercin^lren Hü^sunteruehaumge» erreichen bei weitem nicht alle Kinder. Schnelle umföffeade HÄfe tut not. Eie ^u bringen bemüht sich urffere Berämgung, die zu fördern weite Kreise der Kölner Bürger, insbesondere auch die Geistlichkeit und Lehrerschaft oOct Äonsesstonen, sich bereit erklärt hoben. Sie sacht Famlliea» die berest sind, Schulkinder nach Auswahl ihrer Lehrerinnen rmd Lehrer zu Mittagsmab!.zeüea aufzunehwen. Etwaige Dünsche, Konfession, Atter, Geschlecht der Enber n»d de» Beginn der Hausspersung betreffend, werden gerne e»^ gegengenommen. Wer bei bestem WÄen nicht in der Lage ist, ein Kind bei sich zu speisen, der helfe «nserer gntenSoche durch eine Neine Geldspeube. . — Helsen Sie schnell »ad reichlich! Bedenken Sie: Der Kinder Rot $ des Balles Verderben! Die Kölner Berra»«Wg Dr Ä lAuskunstsstMe Fernrnf AJQ9B) Für den Verband Kölner Franenvereine: Fran « . Falk, Chnstopdstraße 38; für die katholische GeWü^eit: Psarrer stadenstraße, u. Psarrer Dr. für die evangelische Geistlichkeit: Rothgerberbach; für die Synogogengemeiade: Rabdiner Dr. Rooaftraße 50; Geldspead» m Fn« Ln« Rr-rTOB.

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