Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 133 (16.12.1921)
- Date
- 1921-12-16
- Page
- Seite 444 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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444 Poznanski ist geftem früh 7. De^ (Verspätet. — I.C.B.) Dem ftattzestmdeae» LeicheobegÄigms Dr. ei» Zug von 100 000 Juden, also mrgebti Hesaatten Warschauer Iudenheü DemZngr schritte» wwra e»e Vertretung des jüdischen Schpkbch», der Vorstand der jüdffcheu Gemeinde, ein BeitrMr d^s Kuttnssttnisteriums, sowie zahlreiche Delegatimk» vieler Parteien «nd Iastüuttonen. Der Ordner- und ««rde von der jüdischen Mittelschuljugend 6. Dez. (I.C.B.) Der Lvdzer Stadtrat g beschlossen, den Schulen mit ache eine Subverttivn von 100 000 Zu gewähren. 9. Dez. (Tel.-Kom.) Rach der letzten Volksägt die Zabl der Inden in Polen rund fünf - jsDvjejfx Lo«bou. dm der Lebensbeschreibung ihres Vaters. Loeb SutKoury, ans dem Hause Cecil, führt Lady Gwendole» Cectt de» Namen chre» Hauses auf das Beiwort «de EKSe^ zurück, das sizilianische Achen, die nach Englaich ttane», vor vielen IothrhuNderten sich zugelegt hatten. A»» ch»e» seien die Cecil» entstanden. Dem Hause Cecil gehßet deßoünMch auch Rr. Baisour an, dem die ..BalsvurGettoralwu*' ihre Entstehung verdankt Anstrilic». Mztbourne. Das Universitätskurawrium beschloß die fo«iiVrr'fl tmts Lehrstuhles für die hebräische Sprache und erteilte Mr. S. 3. Slutzkin einen Lehrauftrag Jerusalem, 6. Dez. (I.E.B.) Auf einer in Haifa stattgestoche»» Tagung sämtticher Handelskammer Palästöuw, der auch der Obertouuuffsär Sir Herbert Samuel beiwohnte, legte» die arabischen Mitglieder eine Resolut»» vor, zur Berhaudlmßgssprache bloß Englisch und AvOGH zozulaHe», da das Raudat über Palästina, das Hebräisch als die dritte gleichberechtigte Sprache im Lande aberkennt. noch nicht uuterzeühnet sei. Sir Herden Saumes lehute die Annahme dieser Resolution ab und er- Karte, bah der Völkerbund die Aandatarmacht ersucht habe, in allen Frage» in lledereinstimmung mit den Mandattdestimmu^e» vorzugehen. Sernßetan. 0. Dez. (I.C.B.) Drei weitere Araber, die des Mordes währmd der Lmchen am 2. November »«de», ched vom Ausnahmegerichte verurteilt imudc» uud zw« eiuer zu fünf Jahren und zwei zu zehn öttfKOt Mm»». Fm Mmwt Oktober,sind insgesamt 743 Ein- «ünbener »ach Palästina gekmnmen, und zwar 228 Männer, 211 Frauen und 194 Kinder. 566 Immigranten laudßdW i» 127 i» Haffe und 5V kamen Lei Kantara imchyemSs». (No.) fHtur Jfodfrri&tB kos Wirke» der j»direcht ks PB 10 —i __ oa. wMKfi vf* der ^yyip|piWny fir Ferie»- »\4* . d i gespannt, um dem drohenden Siechtum unserer Kölner jiLfichen Kinder entgegenzuwirken. — Angesichts des Umstandes, daß die Stadt Köln in ihren eigenen Anstalten in Godeshöhe, Adenau, Brück, Waldschule usw. Mische Kinder mangels ritueller Verpflegung nicht aufnehmen kann ist es lebhaft zu begrüßen, daß die stLtffche Verwaltung die Bestrebungen des Komitees materiell tatkräftig unterstützt. Ebenso verdient der Verein zur Verpflegung Genesender lebhaften Dank und Anerkennung für seine Hllse. Im Berichtsjahre hat auch der Verein jüdischen Bürger Kölns (gegründet 1906 in Ehrenfeld) unserem sozialen Liebeswerke größtes Intereffe entgegengebracht und in großzügiger Weise durch namhafte Spenden unsere gute Sache gefördert. Die Rheinlandloge, die Synagogengemeinde, der. israelittsche Unterstützungsverein, der israelittsche Kindersparverein, die Wohltätigkettsvereine Semichut Dalim, Gemllut Chaßodim und Lew Dow, der israelitische Frauenverein, die Synagogen-Gemeinde Maß Ieschurun und der Verein für Kölner Ferienkolonien, alle haben in altbewährter Weise chre Mitwirkung nicht versagt. Dank auch den einzelnen Sendern. welche durch namhafte Gaben unser Werk fördern halfen. Anzuerkennen ist auch die BerettwMgkeit, mit der die Eltern der K'nder je nach ihrem Können chr Scherflein zu den gewaltigen Kosten beitrugen. — Unsere Arbeit ist überaus schwierig und mühevoll gewesen. Die sehr sie im Laufe der Jahre, besonders aber der Kriegs- und Nachkriegsjahre, gewachsen fft, zeigen folgende ZMen: Im Jahre 1890 wurden zum ersten Male 5 Kinder entsandt. 1895 waren es bereits 24,1900 : 31, 1905 : 42, 1910 : 80 (und 40 in Milchstalionen), 1913: 99 (und .Vi in Milchstationen). 1917: 275, 1920: 374 Kinder. 1921 : 400 Kinder. Die Zunahme des Budgets, welche durch die ungeheuere Teuerung auf allen Gebieten erfolgte, kann jeder ermesien. — Das laufende Jahr hat uns einen besonders großen Zuwachs an Arbeit und Kosten gebracht, zeitigte aber auch höchstersteuliche Ergebnisse, sowohl hinsichtlich der Zahl der Kinder als auch nach der gesundheitlichen Seite. Nur der, welcher mitten in dieser Tätigkeit steht, weiß das Uebermaß an Arbett zu würdigen, welche zur glatten Erledigung unseres Liebeswerkes notwendig ist. Die Auswahl der Kinder, welche seitens der Schulen in größerer Zahl vorgeschlagen wurden, erfolgte durch ein Kollegium von Aerzten. Die Kleinen wurden je nach ihrer gesundheitlichen Verfasiung seitens des Komitees verschieb den behandelt. Die ausgesprochen skrophulösen und hochgradig blutarmen sowie unternähmen Kinder wurden auf 1 bis 2 Monate in die Kinderheilstätten (Kreuznach und Nauheim, hauptsächlich Kreuznach) zum Gebrauch von Soolbade-, Ernährungs- und Liegekuren entsandt. Die jüdische Kinderheilstätte in K.euznach verdankt ihre Entstehung den Bestrebungen, der in und nvch den Kriegszahren um sich greifenden Tuberkulose zu wehren, und der Einsicht, daß als beste Mechode die Prophylaxe, die Bekämpstmg der unter den Kindern immer mehr um sich greifenden Skrophulofe und Unterernchrung sich bewcchrt. Ueberaus groß waren die Schwierigkeit» und Kosten, die uns aus der Unterbringung gerade dieser gefäh«detnr Kinder in fremden und fernen Kinderheimen erwuchsen; unsere Anregung zur Gründung einer eigenen KmderheWäüe fand daher in allen Schichten unserer Kölner Wffche» Bevöfferung volles Verständnis und günstige. Aufnahme. Die Kreunacher Anstatt, deren Birken und Vorzüge in einer der letzten Nummern dieser Zeitschrift gewürdigt find, — ein Paradies für Kinder — hat auch noch btn Vorteil vor vnelen anderen voraus, daß sie wäheack des ganzen Jahres geöffnet fft. Gerade die Bintrrknre» «erden von ärztlüher Sette als besonders ^eWtäftlg bezeichnet. — Den Se^ädern (Erhoüngshenn der Zionkoge <mf invroerney) wuroen aynmye aver unoerpanoszayWere