Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 132 (9.12.1921)
- Date
- 1921-12-09
- Page
- Seite 433 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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fron am fcotte bk -ufttte «hu m ba dkm Srderfpmh« »S La vo» Ions Diestr war es anch, La die eiende ViMifbigiig _ . . Latz die drei jünpre» Kinder acht existierte» nb da Com Liese Verleumdung in bv Ohre» gehängt hatte. Aba Gott st» Dank, die liebe» Klemen wäre» wohanf, a hatte sie, sobald es ihm bester ging, natürlich »ach Hasse geholt. Nu» ober, da er wieder aussichtslos in die Ankunft sah und nichts zu» Lebe» hatte, war er froh gewesen, sie wieder seinem gastfreien Landsmanne Rastxm Beck anvertranen z» können. ^6ie könnten mir die Kleinen ganz entschieden oorführen?" fragte ich. Er sah mich traurig an, mei» Mißtraue» kränkte ihn. Mein Glaube» a» seine Rechtschaffenheit, sagte er, sei das einzige in diestr Wett, wora»f er Wert le«e. Ich entließ ch» mit einer Kleinigkeit, nur gerade gamg, ihn für die nächste Woche «bei Wasser -n halten; ich war fest entschlossen, daß der ehrliche Rame dieses arme» Mannes gerettet werde» solle. Der niederträchtige Geschastswllnehmer mußte entlarvt und die, Auge, meines wvhttälige» Freundes und Conus endgültig geöffnet werden; sie mußte« davon überzeugt werden, baß man sie gelauscht und sie sich daher einer llngerrchtigkeit schuldig gemacht hatten. ^Wieder schrieb ich meinem Freunde. Wie gewöhnlich antwortete Sir Asher freundlich and ohne das geringste Zeichen von Ungeduld. Ob es mir nicht möglich sti, Onarriar zu veranlassen, so dnttlich und klar wie möglich schriftlich mitzuteilen, wie denn eigentlich die ganze Sache sich -»getrogen habe? Ich forderte Onarriar also aus, einen solchen Bericht herzu stellen, und er sandle mir dann eine in verquicktem Englisch — wahrscheinlich das des Hauswirtes — geschriebene Erklärung. Dieser Erklärung stellte mein philanthropischer Freund die Aussage des Geschäftsteiüiehmers gegenüber. Er wäre bereit, in Onarriars Gegenwart die Wahrheit seiner Aussage» jn beweisen und Onarriar der Lüge und des groben Betruges rnüberführen. Das die Angelegenheit mit den Kindern beträfe, so fordere er Onarriar aus, diese vorzoführeu. Bergedens versuchte ich. Licht in diese verworrene A^elegenheit zu bringen. Meine Gedanken schwirrten durcheinander. Mir schien, als ob kein Gerichtshof, und wenn er noch so scharfsichtig sei, dis auf den Grund diestr Sache dringe« könne. Die Rame» der aufgeführten Zengen waren ein Beweis dafür, daß zwei feindliche Parteien einander gegenüberftänden. und daß Onarriar ganz gewiß nichts ohne . seine Ratgeber unternahm. Diese ganze Affäre fing an, sehr unangenehm für mich zu werden, ich wnrde von einander widersprechende» Gefühlen bewegt und schwankte zwischen der Furcht, betrogen zu werden, und der liebervugnng, daß ich Onarriar durchaus vertrauen muffe. Wie sollte man in einer so verwirrten Angelegenheit das Falsche von dem Wahren erkennen? Doch war mein Interesse für Onarriar so groß, daß ich «ich nicht zufrieden geben konnte, bis ich zu erforschen gefacht, ob er ein Apostel oder ei» Ananias sti. Ich war also nun selbst ei» Lumpensortierer geworden, der in schmutzigen Dingen wühlte! War hier ei» schwarzer, dort eia weißer Lumpen, oder waren beide Lumpe» gleich unsauber? Was die Kinder betraf, so müßte es doch eigentlich ganz leicht fein, festmstellea. ob ei» Man» fünf ober zwei Töchter hatte; aber st mehr ich überdiest S«he nachdachte, um so oerwickeiter erschien sie mir. Selbst wen» er mir drei kleine Rädchen vorführte, würde es für mich doch ganz unmöglich fein, darLer zu entscheide», ob sie wirklich die Kinder meines Modells wäre». Das llrtell des Salomo, der das Kind in pvei Stucke wollte haue» lassen, ' ma zu sehe», wessen Herz dadurch gerÄrt wurde, konnte ich nicht wohl in Anwendung bringen. Sogar angenommen, daß Israels Geschichte in diesem Punkte nicht auf Wahrheit beruhe, was sollte ma» von den andere» Dinge» denken?- War denn Kazelia auch bloß ei» Mythos? Ist die zweüe Tochter überhaupt nach Hamburg gereist? War es n«r ei» schlauer Griff seitens des Hauswirts, mich in feine gute Stube zu verhalte», um bst nötige Zeit zu gewinnen, aus den Dachstube» alle Spure» von Behcklngkeil wegzuräumen? Wo blieben den» die silbernen Leuchter? Diese und ähnljche Fragen umwogte» und quälte» »ich. Daun ttwchte aber vor mir die wundfüßige Gestatt ans de» Pflaster von Brighton auf. Mir kamen die Monate in Erinnerung, die er fast ganz mit mir verlebte, wie auch unsere zahllosen Unterhaltungen. Und als der Rann der Schmerzen sich von »einer eigenen grundierten Leinwand vorwurfsvoll vor meinen Micken erhob, sti» edles Ha»pt niederstnkend, so kehrte mein mi erschüttert er Glande an seine Würde und Redlichkeit zurück. Ich besuchte Sir Asher — ich »ntzte »ach de« Unterhanse gehe», um ihn z» treffen. Praktisch, wie er ist. wnßte er sofort, was »»Irr diesen Umständen geschehen müsse. Er bestimmte eine» Termi», an de» olle BetrLgten sich in seine» Bnrean z» versammeln chatte»' er ‘ - die selbst, ich, Emm. Onarriar «nd sein Partner, st»ie alle _ beide Parteien ansdrin^en wollten. Bor alle» aber mußte die drei Kinder Als ich in »ei» Atelier znrückkam, fand ich dort Onarriar, der «ff n» chgewartet hatte. Er »ar gekommen. »» mir sti» Herz ans-nsthütte» «nd sich bitterlich darüber j» beklagen. bA gegen ßh» fifnlphrf Dm Lnft erfchiene ch» so af»vrnBerMeni,bfl|er&» I taM e», sich i Mge. Er fürchtete, baß strnrr se»e Hemche, »» tzmcht. r «ab Eon» p beleidige», sich pp» ch, »mdm »ÜcWil p attnen Sir Acher «nd Emm Selbst sti» letzte» sagte kh». e» pmt Asher» dl»! «aoestü b^'er eiiste» BÜA» Sir Asher, B«rra» b«st-L »ürtze. und baß er »tch ba würde und daß ch« da Gelegenheit »erbe» sollte, sich p und Auge in Ange wnt seine» betrstgerchhe» Partner sä fcfizusteüen. Er ging freudig «ff 6«stn Bqffschlng ein. »eüaßtde. kommen und die drei Kinder »itzulnfnp». Ich leerte seine Hand, es waren drei bi» vier dich er nun, wenn er ganz ans all fei, Irisch aufongen wolle. Er v« würde seinen Weg als Lu»penst»r1ierer sicher liche E königliche Gestalt von mir. Gelck» vrt cp nymo mep lForffetznug folgt.) nTttnrnfimiimBirffTiimiiiuHrm Oie Boientasche inli m i n n ni ii 1111 ittti inrn ni nfl Der Joteofpeer. Bo» Marne Die schlagende Verbindung im R. P. L. (Reichs- Panierttäger-Konvent) Schlappima besah früher neben anderen Trophäen einen prachwolleu krummen Sabel mit massiv «silbernem Korb. Auf diesem waren die Worte etngeprägt: „Einer hochverehrlicheu Schlappima La dankbarster Erinnerung an gütigft gewahrten Waffe erbietigst gewidmet von Siegfried Chajes von stud. iur. et philos. S./S. 1893." Sonst unterschieb sich die schimmernde Wehr in nichts von anderen Auch hatte unser des Rechts und der Philosophie Siegfried sein neidliches Schwert tadellos geschvrmgen. Trotz und kräftig gebaut, hatte er seinem schmächtigen Gegner schon nach dem dritten Gange mit einer bewundernswerten Außenquart die Halste des linken Ohres und der Rase abgehauen, und, was chn noch mehr ehrte, er war gestanden wie eine Eiche und hatte beim Richen nicht einmal gemuckt. Gegen die Honorigkeit des Kompcmkauten Chajes wäre somit nicht das Geringste einzuwenden gewesen, wenn — ja wenn seine Wiege eben nicht in Pflaumloch gestanden hätte. Es güff hfftorische Facta, die «an, wenn man sie nicht leugnen kann, am klügsten verschweigt. Hätte Siegfried Chajes den Schlappmer» seine Herkunft aus Pflaumloch voreuthalteu jtott kie chuen — noch dazu in Silder! — emzuprägeu, so hätte seine Debikaüon wahrscheinlich kein anderes Schicksal gehabt wie andere Debikationen. Die jungen Füchse, die mit ehrfürchtigem Bücke die stummen. Zeugen heldgcher Borzeit an den Wänden ihrer Kneipe mustern,, hätte» sich dann niemals den Kopf darüber zerbrochen, was für ein Landsmann wohl der Tiwfere gewesen ist, der mit seinem Familienname» Chaies hiey. Sie hätten es sich attweder M seinem vSWH «nwandfreien Bornamen namen gar nicht weiter leicht gedacht, Chajes sei sogar ein keltischer Rame, und ten, den Kerl, der ihn trug, für wie andere Kerle, die bei den Schkwpmeru Waffen bedgt hatten, und für einen „noble» Hund" obendrein. Denn — nicht wahr? — Me könne» wir schvestSch usthtvou Hermann dem Cherufler adstamwe». D« wäre zu viel verlangt. Einige von uns stamme» ‘ von den Legionären d« Barns ab, ~ die jener Aber — verfüche einmal Vner, Lnen da» r wenn ma» hört: ^Siegsned G ", da ist aaturüch niemand h man habe es mit eine» schlecht zu tun, wie bei / CoAmanshauseu" oder meyr iDcsfi Zeoermann uno an für eme e» duckt lebiAch sich oder das hätte fie nicht abgebal- ■f,,-.T„ f *. Schlappmer» Waffen bedgt rt 4* -1