Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 132 (9.12.1921)
- Date
- 1921-12-09
- Page
- Seite 432 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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482 arabische» AurHchreitmtgen ist. E» w«de» nach der Zahl bet Mffchen Stämme zwölf ^nrndßeine gelegt. Lcherdem wmbe ein Benjamin-Stein zur Ermaernag an Dr. Herzl gelegt. Biele Privatpersonen und Institutionen erwarben einzelne Steine, die in ihrem Namen in das FundameM eingebaut werden. iTrTrnyrmirmiiiniir nxr Das Modell der Schmerze« RoveNe von Israel Zangwill TmiiinimmniiTn immiimi inmn TTTTTTTI i ■ ITHTTTTT Kölner Rachrichteu tnrrmnrTTiHTTTTTnmiiMiimimif In der Rheinlandloge sprach Dr. Fritz Lahn aus Berlin über das Thema: „Vom Judentum in Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?" Der bis auf den letzte» Platz gefüllte Saal lauschte in Erwartung und Spammng den geiswollen Ausführungen des bekannten Verfassers des vielgelesenen Buches „Die Juden als Raffe- und Kulturvolk", der seinen Zuhörern eine Stunde wirüicher Beihe bereitete. Der Redner machte in seiner bildreiche», formschönen Sprache die alten Kulturkreise, beginnend beim großen, weisen Hamurabi, lebendig, und zeigte, daß das sittliche Prinzig der Ursprung, das Leben, der ewige Inhalt jüdischen Geistes und jüdischer Kultur gewesen ist. Im Ethischen war und ist das Judentum verankert, gebannt und gestützt bis auf den heutigen Tag. Ursprung: Terach wies seinem Sohne Abraham das weife Land mit den Worten: „Du sollst den Menschen sein ein Segen." Dieses Wort hohen sittlichen Bewußtseins, das sich wie ein roten Faden durch die jüdische Geschichte binzieht, überdauerte alle anderen Kulturen. Babylon, Aegypten. Kanaan, Hellas, Etambul, Rom, Spanien, aus ihrem Frühling, Sommer, Herbst und Vinter, retteten sich wohl herrliche Werte hoher Kulwr. Museen. SteinpyramLen, Historie, sind die Künder dieser hingegaogeaen. verschwudenen Prächte. Worte im Bewußtsein eines Volkes, Quell lebenden Geistes, sind diese Kulturen nicht mehr. Ahasver, der ewige Wanderer, stand abseits, sah das Kommen und das Gehen, das er siebenmal Lerdeuerte ulch er selbst hütete im Weiterschreiten das göttliche Geheunnis und nährte die Kraft im Sinne des Pera^ohnes. Du sollst den Menschen sein ein Segen. Dir fürd die Erben. Eindringliche Beschwörung, die die Gegenwart — Zivilisation — Kultur beleuchtete, wies den Weg ins ewige Land des Göttlichen. Der Mernbeirat der ffraetitische» Boüsfchnie, Lützowstraße, hielt am 28. November eine zahlreich besuchte Sitzung ab. Der Vorsitzende konnte der Versammlung zunächst die überaus erfreuliche Mitteilung machen, daß die städtische Krankenhausverwaltnng einer Abordnung des Ellernbeirats die Erttärung abgegeben hat, das Schulgebäude Lützowstr. endgültig a» L April kommenden Jahres für die israelitische BolkHchnle ränwe» zu wollen. Ein Antrag des Vorsitzende», einen LehrM» und eine neue Echillerbchllothek zu beschaffen, wurde lchhast begrüßt und nach eingehender Berawng einstimmig angenoannen. Da die Kosten ganz bedeutend sind, so «erbe» die Gönner und Freunde der Schule gebeten, durch reichliche Spenden fas gute Werk firdern zu heffen. Ganz besonders ergeht dieser Ruf an die Elter» der Schulkinder, fotntVm btt früheren Schüler und Schülerinnen, die sicher mll Freuden bereit sein werden, die geplante» ReuernnÄunge» durch Sp«den zu ermogkche». Geldbeträge nehme» Herr Rektor Eoblen^ Kamekeftraße 14 sowie der VnrMnbe des Wernbeirats, Herr Lchrer Louis Iacoby l, Humiboldchraße 42, «chgrgen ^be»12. Dezemtet Her 8 Ahr, findet 5Q, die affe (30Ttf«|M§.) »Goa gebe es". autworUU ec. JRtmt Seele fäawfrlrt aaä bü{tn Tage." Gegen Meine ursprüngliche Absicht Letz ich Me siebe» Pfund Ster ling, die ich für ih» beftwont hatte, i» fäm $aab Bette». .fBcsa es nrä bea Gefch^tstellnehmer anf die Da»ec »ichts sei» sollte, so versuche» Sie es aller»", sagte ich. Sr begleitete mich mit Segen »»d Dankesmorlen die Helle Treppe hinab. Seme Krane» verharrte» m vertegener, schener Haltung »ab r*b»e daß ein vo» ihnen auch »nr er» Wort gejagt hätte. Als ich »ach Hanse lam, fand ich ei» Telegramm aas dem Pfarrhaus«. Mein Bader war gefährlich krank. Ich veß alles im Süche und eüte. ih» pflege» zu häfen. Mei» Bild aüerde deshalb »jcht auf die ArmHeidmg gesandt — ich tonte es nicht bafeea adgehe» tnje». ohne rtftirn lebten prifeabea Blick darauf zn werfe» nd viellescht hier und da ei» wenig uachjuhelfe». Als ich »ach ei» paar Monate» ia die Stadt jurückkehrte, war das erste, wozu der Anblick mer»es Bildes mich anregte. der Geboafe, wie es wohl mit Omxniar gehe» möge? Ich verlieh mei» Atelier und telephoaierle a» Eir Asher Aornasderg in dem Londoner Durea» fernes große» Middlelvner Geschäfts. .Der" — ich vernahm de» verächtlichen To» dentüch darch das Sprachhorn — ^hal längst umgefchmstfen. Es ist gerade f» getomme». wie ich erwartet habe." Mir schien, als vernähme ich, wie dar Philanthrop von Profession triumphierend lachte. Ich war sehr erregt darüber, und ehe ich meine Festung wieder gefunden hatte, mar der Anschluß mit Herr» Asher abgeschnitten. Am Abend erhielt ich ein Briefchen von chm. in dem er mir ndtteilte, daß Onanier ein Schaft fei, der aus Rußland habe fliehen wüsten, weil er, ohne die Berechtigung ja hoben, Spirituosen verlaust hätte. Er hätte nur j»ei. höchstens drei ältliche Töchter; die drei jüngeren Sinder seien ein Märchen. Kür der Augenblick war ich sehr betroffen, daun aber kehrte mein voller Giox bcn an Israel zurück. Diese drei Kinder sollten eine Erfindung ferner Phantasie sein? Unmöglich! Ich erinnerte auch zahlloser (lener Anekdoten über diese Köcher, von denen er offenbar mir grnsiem väterlichem Stolze sprach. Er hatte nur sogar die drollige» gnrrfnjrr wiederholt, die die Jüngste gemacht, nachdem sie znm erste» Mate in einer englischen Schale gewesen war. Es war doch ganz unmigsich. selche Dinge zu erfinden. Rein, ich tonnte Unmöglich a» der Wahrste» der Erzählungen meines Modells zwestei», besimders da er in jene» Tagen, wo er bei mir verkehrte, keinen Grund hatte, das fii liatfi von * . mir zu erwarten und mich jedenfalls niemals nm irgend etmos gebeten hatte. Ich erinnerte auch deutlich jener ttagstche» Epllobe, mie er beschrieb, daß diese drei Kleine», nachdem sich eine mtkäbigt Seele ihrer erbarmt hätte, als der eigene Baker sie besuche» kam, sich ängstlich versteckt hatte», weil sie fürchteten, er könne sie Mieder mit mH«, a. um Hunger und Kälte zu erdulden. Wenn Oncäriar solche Dinge er» Nndeu tonnte, so war ex ein Dichter, denn in der ganzen, das Sknb hungernder Armut schildernden Literatur erinnerte ich mich keiner so packenden Stelle. Ich ging zu Sir Asher. Er sagte, Onarriar habe, als Loan von chm gefordert habe, daß er die Kinder vorfistre, das vcrmr igeit. Edenso habe er abgeschlagen, darauf hejügkiche Frage» ju biaokmortia Ich fand, daß er da ganz im Rechte sei, JÄan sollte den Mann nicht durch so lächerliche Beschuldigungen beleidigen". sagte ich. Sir Asher lächelte fein und verbarrikadierte sich wie gewöhnlich hinter «ift undurchdringlichen-^M?uer von ompeüem Mißtrauen anb Bellij mismus. Ich schrieb Onarriar. daß er sofvtt auf mein Atelier tonna wöge. Er kam auch gleich mit gesenktem Haupte zu mir. Seine Auge waren noch bleicher und kummervoller geworden, man sah ihm ca, daß; er schwer gelitten. Ja, es war die Wahrheit, mtt dam Sortiere» war I es vorbei. Die ersten Wochen war alles sehr gnt g-g-»g— Er hotte ' selbst die Lampen aufgekaust nud hatte dem chm voa Coa» oufgeMouM ' genen Geschäftstellnehmer verschiedene Male Geld gegete», nm basselbe zu tun. Sie hatte» jnscmanm» gearbeitet'und ja bkfm Amecke eine» Keller gemietet, z» dem sei» Msoctt de» Schlüßck hotte. Esmor im Anfänge alles so glatt und gut gegangen, doß er sag« de» Reserve-! fonds vo» siebe» Pfund SterLng, de» »h ih« ftyfai hotte, m bos! GeschO gesteckt hatte. Er hatte nicht de» llemsie» Verdacht «ehr gv-! hegt, da man de» Germ»» wächenLch toillr — jeder belgM «mähasich siedjeha Schilling —, der gmye Keller m« voller Borro^ie» sie gvamrnschofich eingekanst hotte». Ader als er da»» mw Gftrjim a» * die ArdÄ gehe» moDe, fand er de» Ardeiftua»« adgeschöchse», »ad! als er »ach d» Wohaung des Gefchäst^Smhaa,^ Mgg, »« dmt fr- I Värnng dafür j» fbdcxa, lachte ih» her Mm» aa^. Er deßoamttte, doll der ganze Vorrat im Keller jett ih« gehöre, de»» ONorri« Holle Bht nr das Ankagekopllol für sich e eä r macht. sa»der» aachert ei» o»ch de» ch« friMneafea Autell des o»s degi Berkaosi der tiheea V