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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-12-09 · 132 (9.12.1921) · p. Seite 431

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
132 (9.12.1921)
Date
1921-12-09
Page
Seite 431 (sequence 3)
Language
German
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431 (tu Borpfleaung de» gejetzestreuen reisenden Publikums, cmch in mttüoren und üemen Gemeinden. Die Generalversammlung beschloß im Interesse der Erreichung dieser Ziele, durch einen Ausruf das gesetzestreue Publikum Bayerns zur Mitarbeit aufzufordern, sei es durch Gewinnung der außerordentlichen Mitgliedschaft, sei es durch einmalige größere Spenden. Von dem Umfang des Ergebnisses dieses Ausrufs wird das Gelingen der erwähnten Ausgaben abhängig sein. Von besonderer Wichtigkeit ist der Beschluß der Generalversammlung, der die Porstandschast ermächtigt, zur Lösung einzelner Ausgaben sich mit gesinnungsverwandten Verbanden, wie der Freien Vereinigung für die Interesien des orthodoxen Judentums in Frankfurt, dem Bund gesetzestreuer Gemeinden Deutschlands in Halberstadt zu- ' sammenzuschließen. In diesem Zusammenhänge verdient j auch hervorgehoben zu werden, daß ein hervorragender Vertreter des bayerischen Lehrerstandes erklärte, daß heute - seitens der Lehrerschaft ein Mißtrauen gegenüber dem Bunde keineswegs mehr berechtigt ist und daß demgemäß die Lehrerschaft sich bereitwillig in den Dienst der vom; Bunde vertretenen Interessen stellen wird. LilLLtU. Kowno. (I. C. B.t Hier ist der erste jüdische Emi- , grantentranspon aus Russisch - Sibirien eingetroffen, denen weitere Transporte, die sich bereits unterwegs befinden, folgen werden. Diese Emigranten werden, gemäß dem Uebereinkommen mir der litauischen Regierung, vom j Vereinigten jüdischen Emigrationskomitee zur Versorgung i bezw. Weiterbeförderung übernommen. , Budapest. Rkontag den 7. November haben im Aus-! trage der Pester Isr. Religionsgemeinde deren Präsident Hoftat Sranz Szekely und Dberrabbiner Dr. Elias Adler die Fahrt nach Amerika angetreten, um die dortige Iudenheit über die Lage der Dvhljahrts- und Kulturinslltullonen auszuklären und zu deren tatkräftigen Unterstützung auzuregen. Die zahlreichen Wohltällgkeitsinslltullonen des Pcher Judentums — wie das jüdische Krankenhaus, die Warenhäuser, Eiechenhäuser, Blinden- und Taubstummen-Institute, Schulanstalten, Patronagen-Institutionen usw. — befinden sich infolge der großen' Verheerungen des Krieges und der Revolution und infolge der durch die allgemeine Not gesteigenen Ansprüche in einer krisenhaften! Lage und sind kaum mehr in der Lage, ihren Aufgaben : nachzukommen. A»»i»ieu. Berlin. Vom Exekutivkomitee der jüdischen Welt-! hilsskonserenz erhalten wir folgende Mitteilung: Die Delederten des Exekutivkomitees der jüdischen Welthilfs- > jonferenz, die Herren Angelo Sulam und Nachum Hermann, welchenach Bukarest abgereist waren, um mit der rumänischen Negierung wegen Einstellung der Evakuatkon der jüdischen Flüchtlinge aus Besiarabien! zu verhandeln, sind vom Oberkonmllflariat für Flüchtlingsj angelegenheilen beim Völkerbunde in ihrer Mission unterstützt worden. Wir sind in der Lage, mittellen zu können, daß die Bemühungen unserer Delegation in Bukarest von einem Erfolg in dem Sinne gekrönt wurden, baß die Evakuation von mm ab nur in engerem Rahmen vor sich gehen und dadurch einer bedeutenden Anzahl von Flüchmngskategorien die Möglichkeit gewährleistet wird, an, ihren gegenwärtigen Anfiedkmgsplätzen zu verbleiben. fcjnrtbtt«. Botin. Das ggcfadfoflggfet d« jüdischen^ Belttunst der unlängst in Bordeaux eiugeschifften 100 ukrrünisch«r Waisenkdäer erhalten? Dieselben hatten vor kSr-' zem Berlin paflwrt, wo sie vom Berliner-Büro brr Welchilfszeatrale, dem Hüfsverein der deutschen Juden,' der Jüdischen Kinderhllfe und dem Arbetterfürsorgdamt empfangen wurden. Dank den Bemühungen des argentinischen Volkshilfskomitees ist den Kindern in Argentinien auf dem Wege der Adoption eine herzliche Aufnahme in den einheimischen jüdischen Famllien gewährleistet . Die Kinder sind alle frisch, munter und gesund mit ihren Begleitern in Buenos Aires angelangt. Gne große Volksmenge hat sie am Landungsplatz erwartet. „Es ffk ganz unmöglich", so lautet wörtllch die Drahtmeldung, „die rührenden Szenen zu beschreiben, die sich beim Emzffang der Kinder adgespielt haben." Die Kinder und ihre Begleiter senden die herzlichsten Grüße an Verwandte und Freunde in ihrer Heimat. Amerika. Washington. (I. E. B.) Nahum So k o l o w dinierte bei Mr. B a l f o u r im Hauptquartier der englflchen Delegation, bei welcher Gelegenheit die aktuellen zionistischen Probleme besprochen wurden. Am gleichen Tage eichtest Sokolow die Einladung zur französischen Delegation, wo gleichfalls eine Beratung in zionistischen Fragen stattgefunden hat. Washington. (I. E. B.) Wie wir erfahren, hat zwischen dem Präsidenten Har ding und Balfour eine längere Besprechung über den Zionismus stattgefunden. Es wird versickert, daß Harding die Bereitwilligkeit der amerikanischen Regierung, auch künftighin die zionistischen Bestrebungen zu unterstützen, ausgedrückt habe. Revyork. Hier wurde »in neues jüdisches Hospital mit einem Kostenaufwand von 1 Million Dollar errichtet. Das Gebäude wird 14 Häuserblocks umfaffen und Platz für (£0 Pallenten bieten. Es wird auch eine Krankenpflegerinnenschule enthalten. London. Lord Rochschild richtete nach Newyork an Samuel Untermeyer folgendes Telegramm: „Die zerstreute Iudenheü braucht ein nallonales Heim zur Sammlung ihrer Kräfte, ihr und der Menschheit zum Segen. Die beste jüdische Jugend opfert sich für Erez Israel. Der Erfolg des Ausbauwerks hängt von den Geldmitteln ab. Ich hoffe, die amerikanische Iudenheit wird dem Ruf der Zionistenführer in der Keren Hajeflod- Kampagne folgen." London. Das Gehalt des Chief Rqbbis wurde auf 2500 Pfd. nebst 250 Pfd. Repräsentallonsgebühren festgesetzt. London. Am 2. Dezember sind 80 Jahre verfloflen, seit der „Iewish Ehronicle" zum ersten Male erschienen ist. London. Mr. Isaac Isaacs, oberster Richter Australiens, der im Jahre 1900 Premiernumster von Victoria war und in den Jahren 1804P5 das Amt des Iustizministers bekleidete, winde zum Geheime« Rat des Königs von England ernannt und durch den König vereidigt. Mr. Isaacs, der in Melbourne geboren P und dort feine Mischen Studien absolviert hat, steht im 68. Jahre. Sofia. Am 10. November wurde in Tel-M»»i» die Feier der Grundstemlegung Die Synagoge wird auf verbricht dses der sthibste» tDC&m. Ste Ierusad« Richhtner 3«f bei. 9» -en den, Hast dm Errichtny^ und der Emtrocht fcfrwm

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