Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 130 (25.11.1921)
- Date
- 1921-11-25
- Page
- Seite 410 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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4P» stattliche Anzahl neuer Mitglieder gewonnen. Bo» de» Be schlüfseu des Bundestages in besonders hervorznheben der, tit von Bbr. Dr. Walter Sleini tz-BreSlau an der Küste Palästinas geplante zoologische Meeresstanor. mir allen Stxährr. zu unterstützen. Berlin. Tr. Artur Teurer hat gegen den .vorwärts", d:e ^Dresdener Volksztg." und die ^Königsberger Bolkszrs." wegen persönlich beleidigender Kritik seiner .cheurschvölkstcher Tätigkeit" Strafantrag gestellt. Es ist dies der 34. Prozeß, der T^. Timer seit Erscheinen seines „Amklärnngsbuches" „Tie Sünde wider daS Blut" zu führen ha:. Auch gegen Paul Weiland, den Perfasser der ausgezeichneten Schr.st .Tie^ Sünde wider den gesunden Menschenverstand", bar Tinrer Srrasantrag gestellt und zugleich das ehrengerichcliche Ber^abren beim Ehrenhof des Teutschvölkischen Schu^ und Truffbunvcs beaw tragt, da Deyland diesem angehörr. Berli». sI. E. B.) Tie ErstlcL des üdisch-en Künstltrtheaters in Berlin, wo gegenwärtig Anskvs ..Trbnk" an'geführt wird, zieht eine große Anzahl beratender Männer aus künstlerischen und literarischen Kreistn Leran. Ied-e Bonrelluno findet vor einem ausverkausten Haust statt. Einer der lebten. Vorstellungen wohnte auch der britr'cbe Br.schaster :n Berlin bei. Österreich. dis zum jfciietbff' geiragQU. Wählend der qanZe» Daser deS Zages wnrd-en ron allen Stzsagogenchöres Pialmen aefsn-en. Tie Zrbl der Teilnehmer wrrd am über 100 000 geschätzt. Buk»rest. I. C. BZ Tie Evaknierungskouuniffion beschloß. die in. Be^abarieu best üblichen 22 000 jüdischen Flüchtlinge im Verlaust von 10 Togen und zwar in der Zeit vom 20. bis 3} November in die westlichen. Bezirke AltrumänienS zu evakuieren. Tre Bahndireknon stellte zu diesem Zwecke 650 Lastwaaaon.s zu Verwägung. Kittnrest. ^14. Rov. iI- E. D.j Tas zentrale ukrainische Hilsskomirer asiranierrr eine Million Lei zwecks Ausstattung der im Bau bestn.dlichen. ^lüchtlir.gsbaracken mit der nötigen Einrichtung. Kurdistan. L«»d«». I. E. B.l Ter hier eingetragenen letzten Nummer von ..I ra:.s Mesten.gcr" aas schanghai zustlge hat in Kurd.'mn ein. 'chreckl.cker Judenpogrom srartgefunden. Ter Hnnger ha: die wilden. Ini'nnkre der dortigen Bevölkerung inS llt'geheuerliche gesteigert und ne warren nch zunächst am die jädiiche Bevölkerung. d.e masten.hast in der Richnmg nach Bagdad stieb: und- -n. der Mehrzahl unterwegs zugrunde geht. Berli». Tem Interterritorialen. Verlag „R ena:'- s a n c e" in Wien ist es aelunacn. das U e b e r ' e? u n. :? - r e ch t der 3 Haupischrifren von. E i n. st? n.. ^Tir 'peziclle und allgemeine Relativitätstheorie". „Ae-.b-er und Relat'.vttätsthe-ori« , „Geometrie und Erfahrung" 'ür Hebrä .' ch und I i ddi sch zu gewinnen. Tie neuen Ueb-errragungen tverdrn bereits st» Februar 1922 erscheinen. lZiko.) U Budapest. Ter bekannte Oriental.: lln.-.oersttät-prast^o. Ignaz Goldzieher, langjähriger Generalsekretär der Pe-ste: straelttischen Aulrusgemeinde, ist. wie uns aus Bndau-e'':.gemeldet wird, am 14. d. M., 12 Uhr nachts, im Alter von. 71 Jahren gestorben. Er har ausgedehnte Renen. im Orient unternommen, habilitierte sich im Jahre 1872 an der Budupestcr Un.iversität und wurde dort im Jahre 1893 zum Vrmestor ernannt. Zahlreiche seiner Werke, darunter die Abhandlungen zur arabisi^n Philologie und seine mohammedanischen. Studien, haben, in Fachkreisen große Anerkennung gefunden und vielstch neue Wege der Forsiyung gewiesen. Pole». Warscha». Die aus Warschau mitaererlt w-.rd. habe» der Ministerpräsident und der Unrerrichrsminister die Statuten des „Rabbinerverbandes der polnischen Republik" bestätigt. Tem Verbände, welcher Um* seinem Sraru: bezweckt, den Aenügen. moralischen und wirtschaftlichen Bestand der Rabbiner in Pvlrn. zu heben, gehören bisher über 250 Rabbiner aus verschiedenen. Stödten der Republik an. Warschau. sI. E. B.) Am Intervention des jüdischen Sejmdepmierren Tr. Hartglas milderte die polnische Regierung die Ausweisungsverordnung gegen die F l 2 ch r l i n g e in Galizien in dem Sinne, daß ihnen öloß der Amen.chalt in. den Grenz st ädten untersagt wurde. Warschau. sI. C. B.) Ti« hiesise ann.semin.fche Preve richtet scharfe Angriffe gegen den Kriegs minister, weil der Chef der Militärkontrolle un KriegSminmerium ein — nichc einmal getaufter Jude ist. Ne verlangt stine sofortige Entlassung. Wilual Auf Anordnung des Generals Zieliggowski sollen. auS den für kulturelle Zwecke bestimmten SraarSgeldern dir jüdischen Zkulturvrganisattonen in demselben Verhältnisse wie die der anderen Rationalitäten WilnaS subventioniert werden. Lssdo». Der Londoner ,Leir" wird aus Kiew mitgereiln. daß dort am 9. Oktober die Beerdigung der w^rend der letzten Pogrome in den Städten rings um Kiew geschändeten und zerrissenen Thorarollen stattgestmden hat. Die Beerdigung war sehr feierlich Am Morgen versammelten sich alle Zsden in den Svnagogeu, wo Psalmen gefsnge» wvrde» »tzd d«e Laddiser Leichesreden hielt». Alle Thmsresie ' ‘ ‘ ~ 9nffCS|alj| 000» N«W i Ztnlie». Triest. -I. E. B-. In biestgcn großen Synagoge wurde .m Beist.u u-un B-tutieiern ter jüdischen Gemeinde, der Stadtaemeinde. 'vnxe >»er Z.r.i- und Militärbehörden, eine Gedenkstier strr den unbekannten Soldaten abgehalten, bei welcher E-elezenhei: L berrabbiner Zoller auch der im Weltkriege gefallenen 5C<> jüdischen Senaten Trieiis gedäche. Vor dem Tempeltv-r hielt eine Evmweonst königlicher Garde Ehrettwache. Schweiz. Pari». I. E. B- Ter Borstnende t-es Internationalen Raren Kreuzes und Bundespräiidenr der S ch m e - z. Gm'rav 2 : : wandte nch an die ^rekurioe der jüdischen ästltbi!'sstnieren; mir dem Ersuchen um Entsendung eines jüdischen T e l r z i t t i t n in die von Raufen geleitere Spe;ialkcmmisswn des Ro:en Kreuzes zur Hilfeleistung -.n den rsnnchen Hunaergebieren. Tie Erekurwe der jüdischen Wrlthil'skonstrenz bar dcm Em'nchen starrgegeben und den Herrn 2 b e r ' o n ans umn jüdischen Vertreter in dieser Kommtöion bestimmt L»nd«». In der ex.er. Sitzung der Anglo Iewifh Assocrarion gab Eäacham-Bcr-chi Tr. Gast er einen Bericht über ''eine Eindrücke in Rumänien, welches Land er am Einladung d-er darriaeu Regiernng nir 6 Wochen besucht und oemnden hat, daß jetzt die Lage der Iudendorr in jeder Hinsicht zufrieden- ''»llesd. ja hervorragend sei. Tie Gleichberechtigung sei völlig dnrchgesührr. Tie einzigen Störenfriede seien die Zionisten, deren A'piratwnen am Palmiira die Leute von ihrem einzige» wahren Vairrland-. Rmnämer. ablockren und sich mr die nur '-chaderbrirrcrdtn Mrnoritätsrechte einsttzen. Tiefe AnSsührunaen Tr? G-miers. der stüher stlstst Zionist war, habe» n> "üdnch-r arottal-er Kreisen stbdcstcn Widerpruch gefunden. Zürich. S:n aus Jerusalem einaerrv^enen Prirmrmeldunoen wurde dorr imolae der letzten Vorfälle der ZkriegSzustanv erklär:. Starke militärische Abteilungen patrouilliere» in den Straßen. In Iw^a ist er» englisches LriegSschisf eiugerrofstn. P. ZZ Ier»s«le». Ter Waad Lenmr, der Waad harr sStadlrar) van Iermalem. der Rabbiverrat, die L^asisarion der sephardischeu Inden und die Zionin Eommissüm haben dem Lberwmmiffar eine gemeinsame Petition überreicht, worin sie eine spezielle llnrerinchang der Unruhen und die Enthebung deS Gouverneurs von Jerusalem des Generals StorrS fordern. Ier»f«le». Am erster Snkkohrage nahm der Oberkommisiar mir ierner Begleitung am Festgottesdienst der Iemiuir e n in deren Synagc^e im Viertel „Rachalas Zewi" teil, ws er mü ooftai EnrhspasmnS dmoiasges wsrde. Der Borhielt eise