Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 128 (11.11.1921)
- Date
- 1921-11-11
- Page
- Seite 394 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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§m 3bf*o6 cm Sdbutitttl njoiftcni, zu bereit Attfbnn« g«Mg «k» jeher von mw Nach seinen Graste» beitragen vmh, wen» das so vnendsich viel Segen stiftende Hllfswerk weitergef^rt werden soll. Speiwen, die der Kölner Hilfsensföofi ans allen Gegenden, wo nur jüdische Herzen schien, bittet das Komitee aus Poftschecttonto Cöln 66275 ^HiLansschntz für jüdische Dnrchwanderer" oder auf das gleiche Konto beim A. Schaafchavsen'schen Bankverein Cöln eiozusenden. Denn es meinem schwachen Bemühen gelungen sein! sollte, ein Bild des Kölner Hilfswerkes zu entwerfen, das . meine Brüder und Schwestern zu freudgem und hochher-! zigem Spenden anregt, so ist der Zweck meiner Ausführungen erfüllt. M. Kölner Repräsentantenwahlen Heute Sonntag, den 6. Nov., hat die General-Verrammlung der liberalen Partei stattgefunden, in der folgende Herren durch Majoritätsbeschluß der Versammlung als Kcmdidalen für die künftige Repräsentanz aufgestellt worden sind . Als Dollrepräsentanten die nachstehenden neun Herren: Mar B a u m a n n , Albert B e n d i x , Josef B r ü n e l l, Dr. Heinz Frank, Louis G o l d - berg. Coppel Jacob, Dr. S. Kaufmann, Carl "Kaiser Blüth, Mar L i l i e n t h-a l. Als Repräs.- Stelloertreler die Herren Samuel Mayer und Max La quer. Als Ersatzmänner wurden die nachstehenden 10 Herren gewählt: Abraham Wolf, Emil Sternb e r g, Dildelm D r e y f u tz. Landrichter Jkenberg, Willi Horn, Hermann Bloch, Ludwig W e i n - stock. Zahnar^ Barme, Jacob Kaufmann, Bernhard Dost. Die Generalversammlung nahm harmonischen Verlaus und sprach dem Vorstand des liberalen Vereins und liberalen Delegierten bei dem Wahlkompromiß ihr Vertrauen aus. » In chrer Versammlung vom 5. ds. Mts. wählte die demokratische Partei als Vollrepräsentanten die Herren: M. Schnelling, A. Hofsmann, Aschkenasy, und Rechtsanwalt Jonas. Als Stellvertreter Herrn Juftizrat Dodenheimer. Als Ersatzmänner die Herren Stadtdirekwr Kramer, Joachim Müller, Dr. Fr. Rosenthal. Rosenzweig, Stein itz, Sam. Kramer. 9 9 * Der Verein für jüdische Geschichte und . Literatur, Köln, hat am 1. November mit seinem Vortrag des bekannten Priv.-Doz. Kaplan-Kogan aus'Breslau: „Jüdische Dirtschaftsproblente der Gegenwart" seine Winterarbeit in erfolgreicher Weise ausgenommen Die nach Form und Inhalt ausgezeü^teten Ausführungen des Redners, der aus seiner besonderen Eignung auf dem behandelten Gebiete wirtschaftlicher Beirat am Osteurvpäisschen Institut ist, fanden uneingeschränkten Beifall. Bücherschau. Licht. Heft 4. Bo« Hermatrecht der deutschen Juden von ^ndesrabbümr Dr. Rieger PfBv-Berlaa, Berlin 1921. 26 Seiten. Das Hestche» «S «chr rau de» geschichtlichen Nachweis der Bode»stä»dißEeit der deutsche» ^»deu, solcher» vielmehr noch den Erweis ihrer Mtrarflm Ei»d»rgtr,ing erbringe», um durch den doppelten Lemers chr potügches Hernatrecht *u bestÄigen. Aus tiefer KenntMs der jSdstche» Geschichte bietet es im erste» Teil die geschichtlichen und urvmbvche» Erweche. Die loeitrre» Abschnitte behandeln die Fragen der hftwlni Ssbizfraog d»rch Sprachgemeinschaft (Kap. 3) und SiUe»>e»emtchast 4). Die große Belesenheit des Verfassers macht bas Wertche» sehr lesenswert. Das hindert nicht die Festste!- l»»L bah es mehr pa Fenster hrnras als pro domo geschrieben wurde. die bo«er»be Amoe»d»ng de» Begriffes Juden. Wir sürch- . sehr Mm Schade« des Der Me. Che Mmuckchcheyt, hera>ugeMbe» vaa Dr. M«Ü» Bnber. Soeben ist bas erste Hest des k. Lahrga»ges erfchie»e» n»d hat folgende» 3»host: Marti» Bvder, Koaareß»oäzen zur zwaiststche» Politik. — David Koige». 8m.Wirdel der Geschichte. — Julius Katze»- stern, Probleme der MdÜche»' Wanderung. — Elfe Bodenheimer-Biram. Kunst erzieh nngs fragen. — Martin Buber, Aus dem Leben des Naddi Jstael rs» Kösnitz. — Umschau: Hans Kohn, Bom Kongreß. — Siegmünd KaMelfon, Um das jüdische Volkstum. Zu Jakob Wasierinanns Bekenntoisbuch. — Bemerkungen: Elias Hunvicz, Bölkerpfychotogie. — Gerhard Schvlem, Lyrik der Kabbalah. — Hugo Bergmann. Gnade und Freiheit. — „Der Jude" erscheint im Jüdischen Verlag, Berlin NW. 7. Dorvtheenstr. 35, und ist direkt sowie durch jede duchbandlung yi beziehen. Die Abvnnemcntsdeträge sind für Deutschland, Oesterreich. Polen: Ganzjährlich 60 M., halbjährlich 30 M. » Nach den gewaltige» Veränderungen nahezu alles Bestehenden, die wir in den letztcn siede» Jahren erlebt haben, erschallt der Ruf nach einem neuen Konversationslexikon besonders eindringlich. Jedermann will unterrichtet sein über den gegenwärtigen Stand menschlichne Wissens. Nach reiflicher Ueberiegung und entsprechenden Vorbereitungen ist nunmehr der erste Band des neuen Brockhaus (6. Aust, von Brvckhaus Neinem Konversationslexikon) erschienen. Das ganze Werk wird \ Bände umfasse». Dir machen Interessenten auf das Inserat in der heutigen Nummer der Buchhandlung Karl Block, Berlin ED. 68, Kochstr. 9, aufmerksam, welche die Anschaffung des Lexikons durch Gewährung bequemer Ronatszahlungen ermöglicht. Die „Huldigung der Feste" von S. Thaim, Obersekretär der Svnagogengemeinde Köln. — Ein sinniges, aus religiöser Empfindung und poetischem Können entsprungenes Werkchen, das in glücklicher Weif? die Darstellung der jüdischen Feste aus WoN und Ton aufbaut und sich im Lichte der Menvrad^zu einem blühenden Kranze vereinigt. Schlicht und warm in der Sprache, lebendig und zeitgemäß in der Austastung, die und da mit einem Körnchen guten Humors verdient das Werkchen weiteste Verbreitung und wird nicht nur dem Leser eine angenehme Snrnd« bereiten, sondern insbesondere bei geeigneter Aufführung die Herzen der Jugend zu erfassen und sie mit zu solchem Empfinden zu erfüllen imstande sein. N. 9 Der Sabbat Deiner Lobes darf sich freuen jedes Fest, das heut' gekommen; ich nur mußt dein Amlitz scheuen, als ich deinen Dank vernommen. — Meine Freud' ich wurde inne. Mehltau fiel auf ihre Blüten, und ich bärme mich und finne. wie des Mensche» Glück zu hüten. — Meister, ach. mich hat gesendet Gott, der Herr. yir Erde nieder Welchen Segen er gespendet, künden meine Sadbaüieder. — Doch, ich bi» nicht mehr die Zierde und mein Zander schwindet hin. es verdrängt die Begierde ach, bes Menschen frommen Sinn. Hat mein Saug an straft verloren? Klingt Mein WoN nicht mehr vertraut? wurde ich doch auserkoren Jstael als SadbaGraut! Und ich werde stets aufs Reue durch der Melodie» Schatz um die Liede jsm die Treue, um den alrererbten Platz — Ja, du bist vud bleibst mein eigen, will auf ewig dich umschlingen, will das Saddatglück dir zeigen, börft du meine Lieder üingen? (L’cfio daodi erklingt) Kling, mein Lied, o klinge weiter, finge von des Schöpfers Macht, was in seiner Schöpfnngsleiter,. in sechs Tagen, er vollbracht! Kling, mein Lied, ob der Bollendung, singe von des Ewige» Liede, Wie die hohe Sabdatfendung krönt des Mensche» Schaffeostriebe! Kling, mein Lied, kliug allerwegen, singe an der Tafelrunde, preis der fromme» Ardeü Segen, gib vom Glück der Feier Kunde! <r- Kling, men Lied, nab fing dich ein bei dem Alte» wie de» Jungen. und d» wirst ihr Loblied fei», i» Aeo»e» »och gestngen! Au, der „Htckdigmn der Feste" v»» S. Ehajim-Köls. Verlag vo» stoacho» KM. KK», Schaafenstrotze. i tertz!