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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-11-11 · 128 (11.11.1921) · p. Seite 395

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
128 (11.11.1921)
Date
1921-11-11
Page
Seite 395 (sequence 7)
Language
German
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Mitteilungen -es Bezirksver-an-es der jüdischen Lugendvereine, Westdeutschlands. Bez.-Gr. 3: Düsseldorf, Elberfeld, Mülheim, Rem- Liebe Freunde! 1. Unsere Delegiertentagung liegt hinter uns. Die Tage in Düren werden uns allen unvergeßlich bleiben. Es waren Tage wahrer Erhebung, wahrer Freude, die uns Schwungkraft und Quell bedeuten für unsre Arbeit. Wir haben nach Klarheit gerungen. sind nicht.zurückgewichen vor den Fragen, die sich uns. zeigten, sondern haben uns ausgesprochen frisch und lebendig. Wir alle sind bereichert hi..weggegangen, bereichert an Erkenntnis, bereichert an Wollen und an Liebe. Wir wisien es jetzt: Wirhaben eine Jugend, auf die wir bauen können, die sich nicht verliert in Schwärmereien, sondern in Klarheit und in Reinheit den Weg schaut und geht. Wir wollen keine Namen nennen, wir wollen allen danken, die uns von ihrer Iugendkrast gegeben. Nur eines Mannes wollen wir gedenken, der unerwartet erschien, jubelnd begrüßt von uns allen: Alfred Apfels. Was er uns gab, ging weit hinaus über das, was wir je von ihm vernommen. Wir danken ihm für die Liede und Treue, die er uns bewiesen, und geloben ihm, unserm Führer, und uns Treue um Treue, Treue insbesondere in unermüdlicher Arbeit im Verbände. Ihr aber, die Ihr in Düren wäret, vereinigt Euch mit uns zum Danke an die, die uns so schöne Tage bereitet. Was die Dürener geleistet haben an Arbeit, noch mehr an Liebe, das soll ihnen unvcrgesien bleiben. Das war wahre Jugendarbeit: Betätigung zur Bruderliebe. Und nun begrüßen wir, der neue Vorstand, Euch, Ihr Freunde. Was sollen wir versprechen: Arbeiten wollen wir und treu bleiben, Treue um Treue! Arbeitet mituns, bleibtunstreu. Dann wird und muß es vorwärts geben! 2. Der neue Vorstand Kat folgende Zusammensetzung: Rabbiner Dr. Klein- Düsieldors, 1. Vorsitzender. Dr. V e i s-Ändernach, 2. Vorsitzender. Paula Nußbaum- Crefeld, Geschäftsführerin. Mieze Meyer^Köln Kassiererin . Thea Nvsenheim - Wesel (Leiterin der Bezirksaruppe 1). Lehrer F e l d m a n n -M.-Gladbach (Leiter der Bezirkspruppe 2). Hans Fischel - Erefeld (Leiter der Bezirksgruppe 3). Paula Alexander -Linnich (Leiterin der Bezirksgruppe 4). Lehrer Herz- Zülpich (Leiter der Bezirksgruppe 5.) Max Heymann-Eiegburg (Leiter der Bezirksgruppe 6). Etud.-Asi. L. Wolf- Trier (Leiter der Bezirksgruppe 8.) Rabbiner Dr. C o h n - Bonn." Dr Lasker -Bonn. Walter Heimann -Köln Leo B a u m - Bauchen—Geilenkirchen. Rudolf Edler-Düren. Leiter der Bezirksgruppe 7 ist Dr. Bei »-Andernach. 3. Verteilung der Vereine auf die Dezirksgruppeu: Bez.-Gr. 1: Eleve, Emmerich, Wesel. Bez.-Gr. 2: Erefeld, M-Gladbach, Grevenbroich. scheid.' Bez.-Gr. 4: Aachen, Jülich, Linnich. Bez.-Gr. 5: Düren, Euskirchen, Zülpich. Bez.-Gr. 6: Köln, Bonn, Eiegburg, Hmmn a. €>. Bez.-Gr. 7: Andernach, Reuwied, Neuenahr, Maifcld, Mayen. Bez.-Gr. 8: Trier, Mittelmosel, Wittlich,Gemünden. 4. Die S t a t u t e n, wie sie in Nr. 172 veröffentlicht sind, wurden genehmigt, mit folgenden Aender u n g e n : § 7: Der Schluß lautet: Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens 5 Mitglieder anwesend sind. § 11: Die Worte „mindestens alle 2 Jahre" sind zu streichen. 5. Als Beitrag für den B.-V. für das laufende Geschäftsjahr wurde 2 Mark je Mitglied festgesetzt. 6. Berichtigung der Re d n e r l i st e: Bei 17) ist die Bemerkung zu streichen. Al» 18) ist hinzuzufügcn: Dr. Veis-Andernach, Iugendfragen, nach Vereinbarung. 7. Alle Sendungen für den B.-D. gehen nach wie vor an Nabbiner D r. Klein, Düsieäorf, Hüttenstraße 142. Mit herzlichem Verbandsgruß! Rabbiner Dr. Klein-Düsseldorf. Paula Nußbaum-Erefeld. Unsere Arbeit. (Fortsetzung.) C. Heimabende. ihnen soll erreicht werden, daß sich die Besucher einander - kennen lernen und sich plsammen wohlfühlen. Das Thema für diese Adende soll sehr den Interessen der Besucher angepaßt sein eventuell sind für besonders pfiammengehörige Interessengruppen getrennte Heimabende ab^chalten. In ihnen sind zu besprechen: 1. Alle jüdischen Tagesfragea sozialer und politischer Natur. (Zweckmäßig ist herbei im Anschluß an die Besprechung den Mitgliedern immer steine Aufgaben zur Erfüllung zu stellen.) Literatur: Jüdisch« Presse.?. Die sozialen Einrichtungen der Gemeinde und die Betätigung! in ihnen. 3. Trennung von Staat und ktirche. Religionsschulen, Religions- * unterricht. 4. Ferner Stofs aus den in 8 angegebenen Arbeitsgemeinschaften.! Sind im Heimabend nur jugendliche, tiefer schürfende Menschen zusammen insbesondere dort, wo keine Ortsgruppe de» Jüdischen! Iugendbundes besteht — so empfehlen sich folgende Themen für die j Ausgestaltung der Heimabende. Zweckmäßig wirb die angegebene Literatur zu Haufe von alle» durchgearbeitet und bann von Einem ■ vor der Aussprache die Hauptgedanke» anfgewiesen. 5. Wer ist religiös? (Schriften von Geiger, Hanfion, Raphael Hirsch.) 6. Wie ist jüdische von nichts »bischer Religiösität verschiede»? (Brief Dr. Löffler» an Rubi Apt: Ritteilungea 1921.) 7. Iugendnnd Religion. (Grobowsky-Koch, Die strideutfche Jugendbewegung: Wyneken, Die Schule »nd Iugendkvltur.) 8. Gottsuche. (Lhotzky, Bo» Erlebe» Gottes; Johannes Müller, Grüne Blätter, Heft: «Gott") 9. Mein Indent»». (Helbergs gleichbetitrlte Schrift: Dr. Baeck, Bo» Wesen des Inbentnms.) 10. Judentum und Christentu«. (Gleichbetktelir Schrift von Dr. Dienemann.) 11. War bedeutet »us die jüdische Sprache? 12. Jugend u»b Religion. 13. Lektüre der Psalmen, Propheten «nb Sprüche der Bäter. (8orftetz»g folgt.) Paus Aufseeßer.

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