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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-11-04 · 127 (4.11.1921) · p. Seite 379

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
127 (4.11.1921)
Date
1921-11-04
Page
Seite 379 (sequence 3)
Language
German
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Sfttfct. In Anbetracht der schrecklichen Lage rer jüdischen Flüchtlingskinder in Konstannnopel entschloß sich Laö Imernationale Rote Kreuz in Konstanlinope!. die (zzr.Sbz.-z dieser Kinder zu übernehmen. iI- E. B.) Amerika. Ne»tz»rk. Einer Meldung des „Neuyork Lünes" jiröL~t. wurde in Chicago ein Russe Walter Tombrowskr, .zu einer Geldstrafe und Bezahlung der Gerichtskosten verurteilt, weil er d e in Chicago lebenden Russen zu einem Pogrom gegen die Juden aufsorderte. Die als Zeugen vernommenen Polizei'erzea.:- ren gaben an, Tombrotvski habe erflön, dag er von einem „Ku Kiu Klan "-Führer zum Organisieren eines Pogromes beauftragt worden sei. Der Angeklagte beslrirr dies« Zeagenanssagen, wollte aber auf die Fracke des Richters, ob er Mirglier der ,J3tu. Klu Alan"-Örganisanon sei. keine Äniwor: geben. (Der ,Lu Klu Klan", rvelcher in der letzten Zer: ö:e ganze amerikanische Oeffentlichkeir von sich reden macht, m eine gegen Juden, Sacholiken, Neger und Fremde im allgemeinen gerichtete Geheimorganisation, an deren Spitze eine ...Königin" 'tch:. Nentzork. (I. C. B.) Tas „Keren Hajeffod-Bir^ .: Clevlaad erhielt von „Ku Klu Klan" einen Brief mir Km Befehl, seine Tätigkeit sofort einzustellen, kvidrigen^rlls es de Konsequenzen werbe tragen muffen. Ter Bries der ic nr.ar. miserablen Englisch, das allen Regeln der Gramatik spotte: geschrieben ist, trägt die Unterschrift .,Ku Klur-Klan Graar Grblin" (Groß-Kobold), I. W. 2.“ Tas Schriftstück n>uii< uz Clevlander Polizei übergeben, die erne Unrermchuna e rley.r wirb. Neuyork. Am Rösch Haschanah-Tage n‘r u: Reuaaik r.r erste Nummer einer jüdischen Frauenzeirung cn'c^enen. unter dem Titel „Iewish Woman" entsprechend ihrem Programm sämtliche Fragen, welche die Stellung der jüdischen Frru in Amerika berühren, behandeln will. Tas Bla:: wird ocn Frau Henry Sternberger geleitet und gilt als offizielles Tigern des Zentralrates der jüdischen ^rauenvereini^unaen " Amerika. England. London. lI. (5. B.) Ter „Sunday Picror-al" rak.ngi h-i* daß die Zionisten große Mengen von Waren aus H»»d»rg usd anderen Ländern, hingegen sehr wenig nns Englnnd nach Palästina einsührelt. „Der britische Steuerzahler — schreibe das Blatt — zahlt wohl 5 Millionen jährlich für eine Gar^.r^rt zu« Schutze der Zionisten, die das damit beantworte::, da? ~:t ihren Handel nnch Dentschland leiten." P^sW«M Inßsn. Tie Iassacr arabische Zer:ung „El Achbar drück: ihre große Bewunderung aus über die rcge Bau:ä::gkett irt Uz xÄc Teb-Mviws. Sie schreibt u. a.: Der nch dreier Tage wach Tel-Loiw begibt, muß in Verwunderung geraten über die zahlreichen, verschiedenen Bauten, die bis zum Meeresha'ea wärts und nordwärts reichen. Am Meeresuier wird ein gewa.- üger Bau errichtet, der ein großes Theater, Kino. Renauran:. Kaffeehaus, Badhaus usw. umsaffen wird. Denn »an seinen Blick weiter wendet, sieht man große Beuren mit hohen Steck werken, hohe Schlösser und weite Fabriken bauen «rd breiie Straßen aalegen, und wenn man die geschmackvolle Technik and die allen Grundsätzen der Aesthetik entsprechende Ärchirekwnik betracht!et. wird man bezaubert und denkt an den 'vraoähre::- dea Dettkampf zwischen Bautätigkeit uitt> Kolonisation, der sich dort abspie-lt. Ties alles weist aus die große Energie und Bereitschaft und die vervollkommneten Methr^en der Aus5Lre7> den h,n. Do» Berg und Tal Bonn. Wir weiten auf das Inserat des Bonner jüdische» 8ttveave«i»s h», der darin das bevorstehende Pr ' stev 28. Dez. geplante Chanutakmderfest ankundigt, «d ßeine Astglüder, soweit ße sich an den Bochereittmge» deteÄigen wollen, zur Metduug und Zusammenkunft aufßorhert. imumminiimiiimiiiimmnii i Kölner Xachnchier» Fi ■ i n m in i iinmiiin ■■■■■■■■■■■ linc Die für Montag, den 4. Dezember ds. Is. festgesetzte Dahl zur Repräsentanz wird sich — nachdem die lwerale, , konservative und demokratische Fraktion sich am 25. Oktober . noch in nächüger Stunde geeinigt haben — ohne Kampf ■ abspielen. Nach langwierigen, wiederholt abgebrochenen! ditzigen Verhandlungen sind die drei Parteien endlich zu i folgendem Kompromiß gelangt. Es erhalten Repräsentanten und 6 tellver- «! r e t e r:! die Liberalen 9 und 2, darunter den Vorsitzenden der Repräsentanz, i die Konservativen 5 und 4, j die Demokraten 4 und 1 | Die Tatsache, daß es nunmehr — die Genehmigung! des Beschlusses durch die Generalversammlungen voraus- . gesetzt — nicht zum Wahlkampfe kommt, ist im Interesse! der Ruhe und Versöhnlichkeit in der Gemeinde nur mit i großer Befriedigung zu verzeichnen, i ♦ I Die wir erfahren, hat die konservative Generalverj jammlung die ihr zustehende Zahl der Repräsentantensitze! wie folgt vergeben. Als Bollrepräsentauten sind! gewählt die Herren: Benno Lissauer, Jul. Hirsch, Sally Isaac, Marcus Plato, Simon Lachs; als vtellvert r e 1 e r die Herren Moritz Metz, Baruch Dünner, Aron Bär, Dr. Beruh. Kahn. » Tie Gemeindemitglieder werden daraus aufmerksam gemacht, daß von nächster Woche ab wieder die Lernvor-! riäge-Schwrim der Herren Rabbiner Dr. Dünner und Dr. j Feüchenseld abgehalten werden. — Herr Rabbiner Dr.! Dünner wohnt jetzt Moltkestraße 195 und ist telefonisch , unter 6. 6057 zu erreichen. r i Köln. Am Mittwoch den 16. Zlovember (Bußtag) findet im Hause der Synagogengemeinde Köln, Roonftraße 50, ein Gemeindetag der rheinischen Synagogen-Gemeinden statt. Auf der Tagung wird der Generalsekretär des Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischen Organisationen Teutsc^ands, Herr A. B e r g e r-Berlin, ein Referat Aer die Ostjudenfrage in Deutschland halten. Köln. Die Eynagogengemeinde Köln erhielt vom Herrn Regierungspräsidenten unterm 12. Oktober 1921 detr. Repräsentantenwahl folgendes Schreiben: „Zu der von dem Vorstand der Synagogengemeinde Köln in der Sitzung vom 27. September 1921 getätigten Wohl des Herrn Emil Blumenauals WahlkommHar und des Rechtsanwalts Herrn Dr. Eliel als Stellvertteter sowie-der Festsetzung des Wahltages auf den 4. Deumber ds. Is. erteile ich hiermit meine Genehongung. Im. Aufträge: gez. v. Hobe." Köln. Die Kölner Verwaltung her j fr. K inderheilst alte Kreuznach macht uns folgende Mitteilungen: Mü Befriedigung sehe» wir auf den Berlqus der diesjechrige» Sommerduren zurück; in 5 Kurperiodeu von je 28 Tagen sind insgesamt 332 Kinder aufgenoapPen gnd kurgemäß behandett worden. Die Erfolge waren phr gMfüge. Kist durchweg sind erhebliche der Kinder, bis zu 8 Pstmd, erzwlt worben, famüiäre Ton im Hcmfe, die reizvolle Geselligkeit, feste und Ausflüge in die prachtvolle Umgedtym pckflß fkju belebenden und nachhaltigen Eiodruck auf me mchsichan Gemüter nicht verfehll und unseren Ausenkhalt nicht nur -n einer NrpxrlchK, zu einer seelstcheu Erholung aMllet. Das geut der Kinder kam cms dem Khfln^d Muh Provinzen, jedoch haben wir auch Kinder aus auch

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