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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-08-05 · 114 (5.8.1921) · p. Seite 245

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
114 (5.8.1921)
Date
1921-08-05
Page
Seite 245 (sequence 5)
Language
German
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näher, als meinen Freund, den bekannten Großkaufmmm Laufzusuchen. um das so nötige Kleingeld für meine Kameraden zu erbalren. Wenn ich auch schon öfters die Ehre , hotte, von idm zum Mittag- und Abendessen eingeladen zu , wttden, was ich als Soldat selbstverständlich mit der größten Freüde jedesmal annahm, und dort als eine Spezialität so schöne und fette Gansschlegel bekam oder am Schabbesansang das köstlichste aller Gerichte, Fisch in polnischer Sauce, am den Tisch des Hauses kam, den wir dann j im Familrenkreiie genießen dmften, lvenn ich auch bei ihm; benschte und erre, »o war ei doch von so rnißttauischer Natur, daß er mir bunderl Mark nicht mal in seiner Gegenwart anverrraute. Unser Wechselgeschäft ging denn auch : ungefähr folgende: maßen vor sich: ich mußte zuerst dreihundert Matt in Papier in seine treuen Hände legen und hierauf zählte er mir auf seinem Tisch hundert Treimatt- [ stücke auf: io ging es mit dem Erhalt der Einmarkstücke und mir den Kvei Markstücken usw., bis das ganze Geld, io wie ick es baden mußte, eingewechselt war. Als anständiger Mensch wollte ich mich für seine Liebenswürdigkeit bedanken, ihn aber auch wegen feines Mißrmuens ein wenig foppen und als ganz Schlauer, der ich »ein wollte, fing ich das so an: „Herr S. Sie sind ein großer Mann. Herr S. Sie sind ein sehr nichtiger Mann, ne haben Geschäfte in Mlarva. in Breslau und lveiß Gon noch wo, aber Sie Scdlemibl, haben Sie denn nicht gelesen, daß deun'cbes Papiergeld keinen Wert mehr hat?" Ick glaubre, nun werde mein Freund S. erschrecken und wollte »eine Angst sehen, aber wie enttäuscht lvar ich, als er in größter Seelenrude mir einem Lächeln antwortet: „Unser deutt'ches Geld is gmes Geld, soll sich Gott merachem sein, die Russen sollen nicbl kommen, wenn sie aber, was Gott verhüten möge, doch noch einmal konunen, die Rusien, so kann ich (um »einer linken Hand auf seine rechte Brusttasche schlagend), mir deutschem Papiergeld laufen b's Breslau, das Silber würden nehmen die Rusien." In der Tar behielt er Recht. Keine acht Tage später kam der Rückzug, und Herr S. mit seinem Papier trug beim Ausreißen leichteres Gepäck als wir. Tb. E. » Gewisienhaft. Chajim trifft »einen zukünftigen Schwager und letzterer ruft ihm gleich entgegen: „Einen schönen Gruß von der Kalle soll ich dir bestellen." Der Chosen bedankt sich freudig und sie gehen zusammen weiter. Nach einigen Schritten der Schwager: „Einen schönen Gruß von der Kalle." Wieder bedankt sich der Eboien auf das herzlichste, aber nach einigen Schtttten fängt der andere wieder an: „Einen schönen Gruß k von der Kalle." Jetzt wird der Chosen stutzig und er sagt! etwas mürttsch: „Aber Schwager, du hast mir das schon? dreimal gesagt." Aber unbeirtt erwidene-der andere: „Cho-! cbem, ich soll dich dock tausendmal grüßen. - Levy will nach Jünkerath. In» Augenblick, da er die Treppe des BaLnstrigs heraufftürmt, fährt ihm der Zug vor der Naft fon. Da stemmt er die Arme in die Seiten, ' blickt verächtlich dem Zuge nach und spricht kopsnickend die klaistfchen Vorre: „— Große Chochme!" Oer Vereinsbote Hadfmadi. 3S5. foerrt*. Dr. Alfred Beis, Dilhednstraße 10. 1) Während des Ferienmonats SnAnst findet kein Iogendgottesdienst stau. 2) Unser Verein beteiligt sich — in Verdi »«mg mit de» übrigen jüdischen Vereine» — an de» allgemeine» Jugendfirsorgelag der Stadt Andernach am 7. Angnst. Line Vorbesprechung der jüdischen Vereine fand am Mittwoch in Verbindnng mit einer Sammlung zur jüdischen Kiuderhilse statt. 2$0bu. Indischer Ingenddnnd ^S«mernde»E. Lrtspruppenleiler: Ludwig Sun}. Sonntag, den 7. August: Erste Ferieufahrt ins Siebeugebirge. Führung: L. Guu^. Tre^puukt 7.30 Uhr. Siebengebirgsbahn. Meckenheimer Strafe. Düsseldorf. Indischer Jngendoerei». Adr.: Banda Franken: Herzogstraße 50 I. Tienstag. den 9. Augan, abends l,& Uhr: Heimabend im Jugendheim. Borträge erwünscht. — Freilag. den 12. August, abends V-9 Uhr, Freitag-Abend-Fei er mit Bewirtung. Wandergruppe des jüdischen Ingendnereins. Adr.: Hugo H 11 n e m a n n. Herderstr. 92. Sonntag, den 7. August: Morgeuwanderung. Ralingen—Auermühle—Hösel. Abfahrt 7 Uhr ab Ühlaudstr. per Straßenbahn nach , Hattingen. 1«) Kilometer. Fahrkosten 5 Mark. Führerin: Maria 1 Möhler. Rückkehr mittags 12,41. Für diejenige», die eine Tageswanderung zu machen wünschen, wird die Tour bis Abend ftntgefefcL Sonntag, den 21. August: Tageswanderung. Elberfeld—Kohlfurt—Müngnen. Abfahrt 6.36 Uhr nach Elbeneld- Sounboru. 18 Kilometer. Fahrpreis 8 Mark. Führer: Heinrich Simon. Rückkehr 7.28 Uhr. ' Treffpunkt, sofern nicht anders vermerkt, stets Hauptbalmhof. Zu ollen Wanderungen Personalausweis michriugen. Mayen 3nd. Ingenddnnd. W. Lichtensteiu, Rarktstraße. Die Sammlung für die jnd. Waisen der ^lkraine hat 1707 Mark erbracht und ist dem K.-Waisenfonds der Agnda überwiese» worden. Die Mitglieder des 3. 3.-33. werde» gebeten, dem Borstand sofoN Mitteilung davon zu mache», wenn der ^Bvte" nicht regelmäßig eintrifft. äiegburg. 3»d. 3nge»dd»»d. 1. Bors. Mai Heymann. Baduhofstrahe. Aus der Seneral-Bersammlung am 19. Mai wurde beschlossen einen Rach-Beirrag von 2 Mark pro Mitglied zu erheben. Wir bitten alle Mitglieder, welche mit drr Zahlung im Rücftlaude find, diesen Betrag unser» Kassierer. Herrn Lahn, zu entrichten. Alle Mitglieder, welche das Buch über die Kasseler Tagung «Preis 1 Mk.' durch den Verein beziehen wollen, werden gebeten, »ich her Herrn Cahn zu melden. Sottesöieast. Köln. Freilag, den 5. August, abends 7,15 Uhr. Samstag, den 8 August, morgens 8.15 Ahr. Minchah 3 Uhr. Sabbachansgang 8^57 Uhr. A» Wochentage: morgens 6,45 Uhr, abends 7,30 Uhr. Düsseldorf. Synagoge Kasernenstraße. Freitag, de» 5. August, abends 7.30 Uhr. Samstag, den 6. Angnst. morgens 9 Uhr, Prchigi 9.30 Uhr. abends 9.05 Uhr. Wochentage: morgens 7 Uhr. Sonntag 7.3«) Uhr. abends 7.30 Uhr. Bonn. Synagoge Tonpelstraße. Freitag, de» 5. Aug.: Abendgottesdienst 7 Uhr. Samstag, den 6. Aug.: Morgengottesdieust 9 Uhr. Minchah 4 Uhr. SabbatanSgaug 8,55 Uhr. Werttagsgottesbienft morgens 7 Uhr. abends 7 Uhr. Sets» mrd Wechselmarkt. SA kostete» tat LSlo am 18. Jult Mark am 2. Aug. Mark Friedens kuiS Mark 1 Pfu»d GterLmg . . 278,3 2934 20.48 100 frnrzsf. Frank . . 597- 598 624 81.— lOOMC'tt' . . . 583-584 603 81.— 100 schweizer. , . . 1263-1266 1353 81.— 100 hollLch. «nlde» . . 2442—2447 2517 168.75 100 Vsterrrtch. Samt* . 10,9—11 9,19 86.— 1 iwiffli». Dollar . 77,5 82,41 4.24 Löst«- trt pnitriM» a» Sr. lll. B □ □□ □ □□□□ □□□□□□□ □QQQOaQQQ □aoaaaaauaa De» Preis erhielt S. 27.

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