Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 105 (3.6.1921)
- Date
- 1921-06-03
- Page
- Seite 170 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/3947615-6435932-6437212--1128-3948635- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
RQÄnnerverbandes in Teunchlond nahm einstimmig folgende Umschließung an: . ' ..Ter Rabbiner-Vcrband in Teutschland, d«>r zum erstenheilige Psttch: der e.t-.'chen Ittdertheti, rror. der Ungunst 777 mit allen Kranen mr ihre Erhaltung zu wirken. I'.ird' 7-c neue -'Gestaltung 'er Verhältnisse in P-aläsrina ist die .. a'.nun' eegeben. daß sttr zahlretchc Gkattöensbrüder dort eine c;;d',c.;:(n tvir^. Ter Rabbtner-Verb-and erklärt cs c.ne i'..:!t?e Pst ich: alter Juden. an dtc^em Werke Anteil nn: :- d' rer Viirjrincunj :er Mine! tatkräftig rer Vor'.v.-yrrav.' daß :-:r Awbau im Gei^c .\n;er-::m:* t.z::r: ... d de angebrachten Mittel />v:er.: :::- roerdcn". * j, . i'Ctiin. .'in ,7. Art?- :: Ber'tn die Vcttrctcwerntee ut'r.t'argcamt? der jütischen £rganisa- ' . Jit.tr; * : ...k”; ^m A77e::erm"0 raeam: sind bekanntlich -_-c gra.;cn rertt'ci>-j..d'.'ckx'n und ostjüd.'chctt £ rgani'ationen ^.tttw'aod? '.u'amtiten tc'chiv'-ef. Au' der Tagung waren ver- . st'enttalverein :eu:'±;r T.aatebäraer südlichen Glau- . : .-?!. f.ae..: der :e.t:;±:t: Juden: Etaßloge iur Teut'ch. : d U. 5. B. B.. xonu c: ur'dtn C’tir.; Zionistische Vor- ■an na;.i* T eu:-ch.tnd. st.rban d der Truden; Zentralstelle ne: Ilid 'a)°'o'.aidemokrati'cbe Arbei- Z'.t Begin .) . ... * * - •u.. :;i. und: Hapoe! öowii. Tn.".:.--' gedachte der Vorsitzende, Herr stst o > •: Mitn.ted de? Präsidiums des AFA, : LvriükT. werten des tnrtoi'echn verstorbenen netaltelrerä.??-trn Mordochai Kau'M-an.n. Tr. Moics widn;e dem b'.-rl eriaet'. l. Verstnen.den des AFA. Tr:. Bernhard i.rv die Zet. ie ner Tätigkeit als curopäi'chcr Ti- ,ai r ma. r d.? .nn T'strtbut.rn Eomtt.ee dem Präsidium des AFA 'weidet. rraeme Alerte de? Tanke?. Er begrüßt die Erklä- -Verrn. -ir. >eai n, darr deneib-e auch weiterhin seine -rnste d,:n gemcitt'ant.'n Werk zur Verfügung stellen wird. Aach Er.ed.gung der Formaiieit erstatteten dann die beirrt Tci.ctäre dc? AFA. Herr Tr. Werner Senator und Herr dst'red B e r n e r den Bertärt über die Tätigkeit des^AFA. Bekanntlich ist da? Aöeitcrinr'orgeamt zum Schutz der .. B Teu.'.Bland gekommenen ostjaStschen T-nrchtvandercr und Flüchtlinge /c’chr'cn worden. Es t»: dte Zentralstelle der sozia- .en Für'r-re.e stir die osisüdiichen Flüchtlinge in Teuischland nnd nernnaltct als wiche aleichzeitstr die vom. Joint Tistribution Eomittec ttbevwtesenen ainerikanl'cben Hil'sgclder. Tic Tä:i .»r •;. u des Amte? war irc n.ts tt'.dj T urch dte r.eirvt ntch :re c:;:i - - v. u; und mit E r'oi.t :tirt'r'.i. j?.r^ n'liv zu gestalten!. t’t 1c . t Tc ti. T 7 7 »I vI/Taj [ stellt für die; i; id't DCkreta: wn, o't auch uaarenl C I ttc gewissermaßen „konsular/ chc" men mit den Behörden wurde vom AFA die Legitimierung der Flüchtlinge durchgeiübr:. Erst jetzt wer es möglich, ihnen rend des liege? zwangswei'e am Beiehl der £bersten Heeresleitung nach Teuischland gebracht worden 'ist. Tieie Menschen kanten nicht rurückkchrc.t, die Heimat war und tst ihnen verichlosien. Es war notwendig, ne während ihres Auiemhalts in Teutichland prcduktiven Berustn zuzurübren. Fn Gemeinichast mit dem F'ötdischen Arbeit?<tmt ist d-em AFA die Lösung dieser Auigab-en über Envartcn gelücki. Vir haben heute in Tcutschland Tausende und Abertausende wirklich produktiv scha'Tender oslsüdischer Arbeiter. Fm rheinisch^westfälischen Indimriebezirk »sind ca. 1'2vOO bis 13 000 m'qüdiscke Arbeiter beichästigt, davon ca. 3000 unter Tag in den LohlenberKoerken, ebensoviel im BerA- und Hüttenbau, der Rest alä Handwerker in den verschiedensten Groß» und Kleinbetrieben. Bo hat das AFA nicht nur durch Worte, sondern durch. Talen der antisemitischen^ Hetze den stärksten Tamm entgegeuges^t. Mit Hilfe des AFÄ war es möglich, der großen Oefsentllchkeit z« zeigen, dag der ostjüdifehe Arbeiter, dem die RüiKehr tmb Auswanderung versperrt ist, ein durchaus arbeitswilliges und brauchbares Element bildet. Es ist dem AZA ferner gelnngen, dte Errichtung von Konzentrationslagern für Arbeiter bisher zu unterbinden, anstatt in KonzentraitonMnger» langsm» körperlich und moralisch zu verkommen, arbeite» Herne die FLchrlinge^und ernähren sich ehrlich von chrxr Hmüe Werk. Tie Vertreterversammlnng sprach frei- Xärgfrii des AFA ihre vollste Zustimmung aus. Allseitig nnrrle aneikanni, daß hier wirklich ein produktives echt Weiches Werk anfgebaut worden ist. Tie Versammlung war sich darnber einig, daß nunmehr, da die reichen amerikanischen Gelder nicht mchr stießen, in Deutschland selbst genügend Beträge anisebracht werden müssen, um das Werk mit aller Kran weiterAntuchren. Es ist Ltt hoffen, daß dieser EnLichlnU wirklich in die Tai umgcsetzt wird. Tas hier begonnene große Werk, an dem alle deutsch-südischen Verbände im enigen Bereii nüt den ostsüdischcn Organisationen gearbeiter haben irnarreiten. darf nicht zerfallen, sondern muß weitergenchrr werden;. Tos Arbeiiersütsorgcami wird daher bereits in der nächster. Zeit an die jüdiiche Tcfsentlichkeit herantreten mir der Bitte, ihm die Wctterstihrung der Arbeit durch scbleuntge Ftunziernng zu ermöglichen. Es steht außer allem Zweier, darß dann auch aus Amerika tveitere Mittel fließen werden, k-kanb re>r Licllungnahm aller Verbände steht schon jetzt iest. d>rß da? deutsche Fudentuin weiterhin mit aller Kran doran aröenen wird, die Arbeit des Arbeitersürsorgeamtes erwrgltchrr. Berlin. Ter Präsident Ser ÄÄoeüne'Der! Elektrizitäis- O>escllschast, Tr. Walter Nathenau, ist nnn Wstbeiawbauminister ernannt worden. Polen. Wilna. sF. E. B.) Tie hiesige jÜLt'tö»: Ptrssc ivrdret die jüdischen Gcmcindeverordncten air, gegen dir Wirtschaftspolitik des Magistrates, der einen offenen Boykatt die jüdischen ttntnlciiie betreibt, die schärfste Verroahrt-nz rtuzulegen. Es sei scstgcstcllt, daß der Magistrat seine Lebrusanittelrinkänse st'tr Sic ^tadibcvölkerung ausschltetzltcb bei krkbblischen und polnischen Kaufleuten besorgt. Waschau. Tas Paläsnnaamc in Warschau telegraphierte unterm 9. Mai an die Zionistische ^rantäittL'ri in Loniwnt Palästinaemigranteb haben^gestern Wsvfchau unter ungeheurer Volksbegeisterung verladen' dies ist unsere Antwort aus die Vorfälle iit Fana". m RnmLnie». Kischivew. In Besiarabien ist die ZahU r-et jüdischen Flüchtlinge von 35 000 auf 50 000 gestiegen. Wien. Einer Wiener Meldung ^oi.« uizz dte Regierung bic Behörden angewiesen, ukrainische Flächlrugc. die ohne Erlaubnis nach Beüarabien kommen, nicht .zn^verhanen. Tie Beamten sollen sogar die Flüchtlinge etn-e gevotRe Zeit lang unterstützen. Czernowitz. (Z. C. B.) Ta der Ltrom der tLbalupm aus der Ukraina und Beßarabien immer mehr und ms-r «me Wege durch die Bukotvina nimmt, sah sich die Londoner ^nLrtuIr vernnlaßl, in llzerttowitz, woselbst ein britischs Konsulat uor-LLderi ist, ein selbständiges Palästinaamt zu errichten. Mit der LeÄvng wurde Pros. Tilberbuich betraut. Litnncn. üowno. In der letzten Zeit entwickelt Sie Trarniilliiou „Zeirci Iisroel" eine energische und intensive Tätigkeit zir dem Gebiete der Palästina-Arbeit. Beim Zentralkomitee wurse ritr ^Palüftrua-Amt^ gegründet, das die Arbeiierkräfte aus allen ^.Bsicharn des orchodoren Judentums Litauens um sich konzenrritrr. Täe HanptLuf- ^abe des Palästina-Amtes ist der Transvort Ser ^baluzim nach Palästina. An alle Lrtsgruppcn und Vorsteher der Trrrwbrrie aller Richtungen wurden Zirkulare, die Gründung orrhmtE khaluziingruppen mit dem Namen „Chaluzei Iisroef berrrr^r^. erümseu. Gleichzeitig wurden die Statuten der Cbaluzinr nnb *ät Nethode ihrer Ausbildung veröffentlicht. In Kowno und anderen Lrten ist die GrünbLuy von Chaluzei Jisroel-Gruppen bereits im Zuge. Um die Organisierung und Ausbildung ihre Cbvlnzrw herbeizuführen und ihren Abtransport nach dem heiüge» LcnLe zu ermöglichen, wurde ein Eahluzei Iisroel-Fonds gegründet Szegedi«. Gegen Oberrabbiner Dr. Lm» i» jetzU »ach omhr als einem Jahre endlich das Untersuch»uGÄr«ß»hrr» eingePellt worden. Er wird nur wegen Beleidigmrg ReichSnerweserS unter Anklage gestellt.