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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-06-03 · 105 (3.6.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
105 (3.6.1921)
Date
1921-06-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Crfenxt jcWa Sc«»«#- pro* 3.— g. »»urs Z» depebr, durch fratfi^r T »fr iw irr sder fen^ ko 9amtU| i» 8m. VOM RHEIN Jüdisches Volksblatt Si}Ci(es9TtU:2.— M fir»ie»terf<f|L PetitHeUe. Tie A«ze Eeite 360 Aeile». P,stscheFk»»t» Sitentrlif 8m, Q ila Nr. 747 47. §eiaztsq*qri-r* ©o* Hobbtner Dr. Ernit Kohn, Bonn, chchriftleirnng nnL cheichär.svelle: Bonn, Brüdergaffe 52. z 105 Z3onn, 3. Juni 1921. — 26 Ijcrv 5681 3 Iahrzsvg. Kammern Kölner Durchwauderer-Hilfswerk A » Swt« S 1. Bc»dcri. M. Daniel M. Bss». Z'cr JyäZ>. ^3cic" > verweigertes Ettrahonora: jüi Herrn StctscscfiL! Dr. 5'»lan!cntclb) l»*i M. ^«trsbr|aL 'vj!rb $1 ahn 1»> M. HaLivrL. Cr. 5i?kz:iiGn; < ^erneipcrurki einer übern= U'iöc cm 1. ecC-crubtnN 9>j :TC. riBQec armen 2537 M. GG0G00GeOOOOOOO0O0OCOöCOGOOGOGGGGOOOGGOO 0 § Die rÄigiöseu Strömungen -er s Gegenwart s ÜGGGCOQO^^^^O^O^Q0^30&^^OO^OeOOOOOO^^ .r.ii>-rr: r.u~rr:r ur.jcro l'cicr über di: ~;i.Tjrrr-r.-r: *:*??»>rii* UR!c:ri±!ct haben, ii imbtuij c,i d e Slafji- . r *r J---—_;i '.-.bäbl-: £77 j; C'cuiir: ^S'-sg i.:. v_ -e.gca. \rl; *,!d> die ::li* r« -ik::: Je« Zenten uni^rcr gtl.ug..'. ^irrc: vT c peil *3:: :7 7.7c?. ur;::n Vij. m hier in ki r Jr z 7:- ii»: t-cn?r>.ücn ciiit .-er. .-'ara.n: Tr? d e - tv:'.:7 cchaiün: vaurtreier:.! der Tagur.: b« beri me, 777c r;: Tiilsin, sch7 ^ludlicc ^e:rr;vl:.u»«j jJ Leexm-rc d?--::7C'a:.-:r£rc:jc gccigne: u'l, unkir j: kn cae ^rnuUrr^ --.rL-: nur rrn dem rifecn VDvijt-: bu rci' pan t rai wad. .n ihres e. cct-.TL 'cs in c::5 naiüriicb n:cbi h:: 771. ~n «er :ju Iir-c i.'.h rreffenbe Zusammenfassu.:' 7.'rn. re:- n 7 irsarTricr.iier Äeilcg: über die rel ciö' in ^7ii::777 72;c-cr. rai::. 'c m i! Cohn. Zk^ üüo.l^e-midm hat ihren vlhDibmuä, ihre Zeitc-: Ws iaffiicjcs unb 1:5 :!Cict»cr^anp)er, ater i5 iji [ertrer KÜa ZLiu La bei n_n klber ich:, >u hcu-cn,;u ii'üicn, rb sie im ecnrxHamerjjnc cdcr im Cciincr.zuTcian^ ist. Dast in der tr€^rrx->ir: ]ld- 5icacs mbcrcitet, dcirauf schein! uuTtbcs bii4Bir<ircn. vjic rr-iil nicht zurück zu einem ^rÄxrcs. krrderi: ~Ü1 eine Zutuns:. Eie ist eine Zeit der die über B4> bin aus n:ill. ilnb;cbc Zeit, die iine ZiümN fsdl, ist emr Zest der 5ieiigic>n. Die Äräjtc der HsfisLL^ die in einer Zeit wirten, werden daran crten»b2r, rc4e sie die Dergangenbeil schilden. on ber GeschÄdtt. b« sie schreit, steil! sede Zeit sich selber dar. Eo triEßi wir die religiösen Richtungen unb die religiöse E«tMMchr nr-screr Zeit in ihren Derten der Religionscx#fiüte ersasieL. Zwei Inrcr. finbet unsere moderne Relig»»sgei«hUdre' im Leben der Religion: den mystischen wisb de» propöerychen. Der eine ist ber, der nur nach dem Heile dir Seele nnb chrcr Erlösung verlangt, ber andere der, der f»r Gev wirte», Gott zur Geltung bringen will. Der räf der reiigkos-egoiststche, der andere der religiösechstche Top»s. L»ch die beiden bestimmenden Richtungen der Gege»att Deche» darr» vor uns. Die eine ist die, seiche des Erleb»« der Religion sucht, das irrationale mb dos K^chch-Reßchettzche, diese Richtung, die vor allem in Deutschland ihren rxg gesunden hat. Dic andere ist die sozial-radika'e, eie von j-cr Eckwei; ausgebl, eie die Dell gestalten und erneuern will. Das siudcnlum steht als Religion einer kleinen Minriiiöt in der Gefahr, da st es sich in der Äbrrcbr den 7-errschenken Richmngen anzuvassen versucht, in der Gefahr her rc'iaicien Mirniero. Eo rcoÜtc bc5 -Judentum fr. :;r Z:n irv der i'luf ..zurück z:: 5lam" besonders auch im deutschen Grotes:antismus lau.: v.-urho, selbst auch lantianijch jein, und es stend davor, dast als b'.oster religiöser Morusi'smus erschien. Und ebenso ift beute die Gesadr. daß cs sich i'c sehr ber bloßen RCnstik cnnädern mill. Die febr wir auch dieser Gefabr ocwußl sein müsien, so kann uns oer Blick aus die beiden religiösen t-richtungen unserer Zeit d:-ch den Blick für uns ieldcr lotarsen. Ä?. anCeren lern: man. sich selber »ennen. Unsere Z^it dal uns oe'cdr!, das ^mgesta'.tende und das sirrauonale unserer vieligien deut'icher za selben. Beides ist nicht immer genug erkannt werden, ihmrc Propheten sind nicht b aße vitbilrr gewesen, unoihre messianischen Bcriündigunccn nicht bloßes scntimcnla'os Zutunstsbi'ld; sie w-aren Männer des Rcubruchcs, ..c?o,urionicrenbe. d sie w-aren Männer des zu-Endc-Dankens. lln) sie sind utä ai-Di bloß Männer der gebietender, .^'ardeii gewesen, sondern Menschen, die das Geheimnis eivriii und über* ivä'ugte. Zieles letztere crimCcrs n.ust orgensiber der Rattona.isierung des -Judentums betont werben. Das C a den tum dal beides, sein Rationales und sein -Zreolianales, cs dm: sein Gebot und sein Gchclnrnis. seinen Den und -eine Ziere, es da' 'lein Ethisches und sein Mostisches. ^lnd das Eigertüm-iche des -Zudentums ist gerade die Epannu^ Zwischen den beiden, dic Einheit, die aus dem Gcgensaln öervarkomml. on dieser Paraderic lebt das -Judentum. Hier ist Gon der transi-enderrte und dcch der immanente, .er Gon ber Herne und dich der Gott der Rabe, ber erhabene Gen und doch der. besten Ddem in uns ist. hier ist oi: GoNesioce und doch der oeriönliche Gott. Hier ist UT Mensch geschancn vno soll doch ein Echöpser sein. Er aedört ur Weit und ist doch über der Welt. Hier ist sein Cteben göttlich durch seine Bedeutung und -doch gottlos ol-nc sein Zun. Es ist alles und ist doch an sich nichts, on dieser Parade rie. in der röahrheit, die über dom Gegensatz ist. liegt das Eigene des 3cbeiitum5. Das Eigene des Judentums ailt es zu finden. Damit gelangen wir -u uns lclbst. Dr. Leo Baeck -Berlin. Wochenschau L«ts«ch« rmd Ergebuiffe > Deutsch l«ud. »n ^raskfurr «. M. Zie cm Mr:vooch den 19. Mai iZrüulnn: a. 3R. irach siinfjähriger Pa»se su::igmmdene, von 100 Rabbinern befxchre Hcmpwcrsammlmrg des Allgemeinen

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