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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-05-27 · 104 (27.5.1921) · p. Seite 163

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
104 (27.5.1921)
Date
1921-05-27
Page
Seite 163 (sequence 3)
Language
German
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im mit Jhue» gemriniam weiterzubauen, zum Wohle unseres Hauses, unseres Glaubens »nd unseres Vaterlandes." Sämtliche Angemeldete wurden vom Präsidenten mit Handschlag und mit dem Losungswort „Cdrinu atto" („Du bist unser Bruder") a!s Mitglieder ausgenommen. Sowjet-Rußland. komuo «J.E. B ) Ter berühmte hcbräikche Tichter CH. N. Bialik be'uLte anläßlich der Erstanfführnng von S. Awskys „Tibuck", der von ihm ins H-ebräiichc übersetzt wurde, Moskau. Als das Publikum seiner gewahr wurde, wurden ihm langanhaltcnde, begei- 'Esicrie Ovationen bereitet. Bialik antwortete in einer langen Hebräischen Rede. Amerika. Rem-A»rk. Tie Einwandcrungsbili ist vom Senat und Kongreß angenommen worden. Sie bestimmt, das; nur 3 Prozent der gemäß der Volkszählung von NNO in Amerika anwesenden Ausländer jährlich cirrwandern dürfen. Tie Ecnatskommifsion hat einen Zusatz angenommen, wonach diejenigen Auswanderer, die wegen ihrer > RriigionSpigchörigtcit verfolgt werden, in die prozentual festgesetzte I .saht nicht eingerechnet werden. (5m Zusatz zugunsten politisch Ber-! solgrer wurde abgelcbnt. Tie Gegner der Einwandcrungsbill verj rrchen. durch ptvlreiche imposante Protestversammlungen den Prä-! s:denlen Hardiug zu bestimmen, die Bill nicht zu bestätigen. | iJ. P. B.) In der jüdischen Gemeinde, in Brown- > ville Brckton. fand eine Keren Hajessodversammlung statt, die linker großer Begeisterung der Anwesenden verlief. Tr. Weizmann und andere Milgiidecr t-er Telegation richteten an die Versammlung einen Avvell für den Seren Hajesiod, den die Anwesenden mit einer sowrtigen Zeichnung vrn 100 t*f»o Tollars beantworteten. Den hier vorliegenden Rachrichten zufolge lausen ununterbrochen beim Seren Hasersod-Kow.i'.ee Zeichnungen und Untcrstütznugsversprcchungen für den Hajeffod ein. Bisl<r sind etwa s'00000 Dollar bereits cingezahlt worden. kJ. P. B.j Im ganzen Lande finden große zionistische Verkammlonoen stau, in denen Resolutionei: angenommen werden, die die zionistische Führer nusfordern, ohne Verzug neue Verhandlungen jut Wiederherstellung des Friedens in der Panei. auizunehmen. Große Hoffnungen werden diesbezüglich au» dir demnächst stattzunndende Iahreskonfercnz der ainerikani'chen Zionisten gelegt. j Rem-A^k. kJ. C. B. — Verspätet.> Gelegentlich des Aufenthaltes des Pro». Einsteins in Washington, wo er an einer Konferenz der Ameritaniichen Wissenschaftlichen Gesellschaft teilgenommen hat, weilte Prof. Einstein als (8ast des Präsidenten Harding im Weißen Hause. Präsident Harding gestand, daß er bis zur Stunde gleich ' anderen Amerikaner:! — nur einen sehr binnen Dunst von der Relativitätstheorie baue. Ter Präsident ließ sich zusammen mit Prof. Einstein photographieren. Kanada. fKcRtmL Ter Vorschlag, die Einwanderung in Kanada völlig zu verbieten, r-e? eine scharfe Debatte im Parlamente hervor. Ein großer Teil der A.-geordneten sprach sich entschieden dagegen ans. mir Hinweis gut eie Landwirtschaft, die auf die Zufuhr von Arbeitern nicht verftckucn kann. Ter Emigrationsminister bat die Interpellanten. d<n Vorschlag zurückzuziehen, bis die Regierung in einer Erklärung ihre Einrt'auderungSpolitik llargclegt hat. Balgarirn. j Berlin. Aus Sona wird gemeldet, daß die Regierung eine jährlich« Arbeitsv'liche »ür Männer und Frauen eingeführt hat. Auf! Bitten des jüdischen Konsortiums sind die Rabbiner und ihre unmit-! tetbaren Angestellten, die Vorsitzenden der Gemeinde und der der; Erziehungsanstalten von der Arbeit befreit. Ten übrigen Juden ist gestattet, die Sabbat- und Feiertagsruhe zu halten. Schweiz. 0 I £•■*•«. kJ. P. B l Die von der Internationalen Arbeitsorganisation eingeieyte .Internationale Auswanderungskommisfion"! tritt im August in Gens zu einer Sitzung zusammen. Diese Tagung! wird auch für die Zukunft der jüdischen Auswanderungsfrage von großer Wichtigkeit »ein, da der Gesamtkomplex dieses Problem — sowohl die Answie auch die Einwanderung — einer eingehenden Erörterung ans dieser Konferenz unterzogen werden wird. ItaLe». Triest. Wegen, der Unruhen in Jaffa ist die Einreise nach Palästina nicht gestattet. Deshalb mußte auch die für den 18. Mai vorgesehene Ausreise des jüdischen Schiffes „Earolia" verschoben werden. * Tripolis. Beugaß. Ter Präsident der hiesigen israelitischen Gemeinde, Sig. Elia Fargicn. ist in das Parlament der Cirenaica gewählt werden. Lsndo». kJ. P. B.) Wie wir von autoritativer Quelle erfahren, haben die ontijüdischen Exzesse in Jaffa in keiner Weise die Haltung der englischen Regierung gegenüber dem Zionismus beeinflußt. Hohe Beamte vom Kvlonialministerium erklären, daß der Entschluß der britischen Regierung, ein jüdisch-nationales Heim in Palästina zu errichten. auf jeden Fall werde ausgeführt werden. Iaasa. Bei Angriff auf Petach-Titwah wurden drei Juden getötet und verwundet. 8 Araber, darunter ein Scheikh, wurden bei den Kämmen gerötet. Ein Aeroplan warf Bomben und tötete lö Araber. Bei der Bestattung wurden die Opfer von Chaluzim getragen. Tie Leiche Brenners trugen hebräische Schriftsteller, darunter Rabinewitz und Sokolow. Tie Menge setzte sich zum Zeichen der Trauer nach der Beerdigung aus die Erde. Tie Oberrabbiner von Palästina wurden an der Teilnahme der Beerdigung verhindert und sandten daher nur Telegramme. — Unter den in Petach-Tikwah Verwundeten befindet sich auch Moses Rowik. Jerusskem. kJ. P. B.) Beim llebersall der Araber auf die jüdischen Koloenien Cbedera und Rechoboth, der mit Unterstützung englischer Aeroplane zurückgewiesen wurde, find jedoch in Ehedera 6 Häuser jüdischer Kolonisten niedergebrannt worden. 8far Saba wurde von den Einwohnern verlassen. Loudo». kJ. C. B.) Wie die Zionist-Commission mitteilt, wurde die Ruhe in Jaffa nicht mehr gestört. Die in den gemischten Vierteln der Stadt wehnenden Juden wurden nach Tol Awiw gebracht. Tie Hilfsaktion für die Geschädigten soll dieser Tage beginnen. Tie Ebalnzin werden inzwschen in Tel Awiw in Zelten beherbergt und verpflegt. da deren Quartiere in Jaffa demoliert wurden. Tie arabische Polizei ist noch immer nicht entwaffnet. Mr. Harry Sacher und Eapilarn Hores Samuel (ehemaliger Offizier der jüdischen Legioul. wurden zur Vertretung der jüdischen Inlercsien in besonderer Mission nach Jaffa entsendet. Loudo» Tie jüdische Kolonialbank in London hat von ihrer Filiale in Jaffa folgendes Telegramm am 8. Mai erhalten: Die Stadt ist vollkommen ruhig; die Jaffaer Filialge wird heute erösfnct. — Beim lleberwll der Araber auf Pelach-Tikwah wurde der Sohn des Vorsitzenden der Kolonie. Abischalom Gniefin, getötet. Land««. Reuter meldet aus Jerusalem: Am 4. d. Mts. fand beim Gouverneur von Jerusalem eine Besprechung der führenden Persönlichkeiten der Araber und Juden patt, um zu der Frage Stellung zu nehmen, aut welche Weile die infolge der Ausschreitungen in Jaffa entstandenen Mißhelligkeiten beigelegt werden könnten. Ter Gouverneur legte alle Maßnahmen dar, welche die Regierung bisher ergriffen hat und ttoch zu ergrrffen erschlaffen ist. Tie Konferenz faßte nach eingehender Diskussion «nd nach einer offenen Aussprache der'Vertreter beider Rationen einhellig den Beschluß, die Regierung bei der Herstellung der Ordnung durch beruhigendes Einwirken auf die Bevölkerung und mit allen sonst zu Gkbotf stehenden Mitteln zu unterstützen. Eindrücke und Ausblicke Mn der (Sd|t(cr ^Offling Bon Tr. Gustav Löffler, Frankfurt a. M. Ter Klang „(Eaffd" bedeutete für mich seit Woche« Sehnsucht und Wunsch: Sehnsucht «ach Frieden vo« Seele ,ui Seele jüdischer junger Mensche» und Wunsch nach deren Ersaßtwerden von einer große» trotzend«: N«. Und Sehnen und Wunsch ward dnvh Iit PfingDogwtg «ckirß Jugendverbandes in be«l»Me»d>e« Mche echM. Wohl rnx man sich in weilen Kretz» »»H Wer SMHrten »Mer

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