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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-05-13 · 102 (13.5.1921) · p. Seite 149

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
102 (13.5.1921)
Date
1921-05-13
Page
Seite 149 (sequence 5)
Language
German
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149 V*» * a) Beobachtung und Registrierung: . b) Verhinderung öffentlicher Versammlungen (keine Lokale geben), soweit aber nichtöffentliche Versammlungen bekannt werden — ne unter verschiedenen Vorwänden verhindern, die Teilnehmer auf 24 §mndcn verhaften und dann befreien. Von allen, dieicn Killen der Zentrale durch dringendes Telegramm Mitteilung macken: c) dre >rerreipondenz über die zionistische Bewegung anhalten und je nach dem von ibr geborenen Interesse emn^eder der Zentrale übersenden oder in der außerordentlichen .Kommission zurücklassen. ohne ne an den Adressaten nx'iterzugeben: 6) keine Passierscheine zu (riienliihnicijr.i iuit Wrunb der Mandate der Zionistischen Clpaniinnon und ihrer Zweige: „Herzlia", .^kadimah". ..Ackrüah". ..Makkadi" und anderer berausgeben. Jedoch keine Hindernisse den Zionisten, die aus Grund der Mandate der Towjeläun-.'-. reiitn, in den Weg legen: o) allmählich unter verschiedenen Vorwänden ihre Lokale besehen, dies durch die Bedürnnne der miliiiiiiidicn imo anderer Aemrer moririerend. Im ganzen in das Zerstörung-:', ert io einzruickleu, daß rnan. ohne die Illegalität dieier Lrga:riiaiioir osfi',iell;u dekretie'.en. mktiich ihre Tätigkeit behindert und paralrisierr. Tie angegebenen Methoden erscheinen als vollkommen dinreickend, wobei allmonatlich der Zeniralc ein kurzer Bericht über die unternommenen Tckriue und den Trand der Bewegung zu erstatten in. Besonders einpfehlensner: in die Heran ziellung jüdischer Kommunisten zu dieicm Werk. Ten Vertretern der Gouvernemems->kommsisioneu wird bicrmir zur Pflicht gemacht, ihre Umergebenen mit dem Wesen des Zionismus bekannizuutachen. damit nicht solche traurige Mutio»a voikonnnen. da einige Genosten in» Zionismus irgendein geheimes indisches Weltstinhedrion erblicken wollten, das ück zürn Zwecke geievr haue, alle Monarchien zu. stürzen, cur enrheulich.es Reich zu schaffen und einen >tönig zu wählen. Ter Zionismus ist lediglich als eine politische, bürgerlich-nalionoliftische Bewegung zu betrachten. Jeder, der an dieses Problem nicht unter diesem Gesichtspunkt heranlritt, weicht von der Wirklichkeit ab und schadet dein Werk der Revolution. , «Aus dem Russischen übersetz: von Elias Hnrwicz.) II»1l11111111111 m 11111 rrrn 11 ■ ■titi ■ ■ n Von Berg und Tal |j rm lUlimmimiim n nmi rm mnn " üöl». Ter ProviuziQtvcrband rheinischer Synagogen-Gemciuden. Köln. Etlsenstrage 15. sendet arr die Synagogen-Gemeinden tm Rheinlands folgendes Rundschreiben: —•- Gegen dre am 23. Januar d. I. endlich zur Verwirklichung gewordene Rcuorganisanon des deugchen Judentums wendet sich in feindseliger Leise ein irreiührendes Flugblatt des Bundes gesetzestreuer jüdischer Gemeinden Teutschlands — Titz Halberstadl, Interesse der Wahrheit und des Friedens hält sich der Provinzialverband rheinischer Synagogengemcinden verpflichtet,, aufklärend an die Gemeinden unserer Provinz heronzulreten, um zu verdaten, daß das heißersehnte ^grundlegende Berk der Gesamtorgaaisation der deutschen Juden schon im Keime zerstört wird. „Was war bisher?" „Was soll jetzt werden?" fragen die Gegner der Einheit des deutschen Judentums und geben darauf die Antwort, daß es sich darum handle, die vrivarrechtliche Justitutkon des T. I. G. B. in eine öffentlich-rechtliche itt verwandeln. Es handelt sich um andere, größere Tinge. Es bandelt sich darum, daß der unglückseligen Zerrissenheit des deutschen Judentums ein Ende gemacht wird, daß wir als eine geschlossene. Achtung gebietende Einheit auftrelen und die großen gemeinsamen Aufgaben, die die schwere Zukunft de» dentjchen Judentum bringen wird, mit vereinten Kräften zu lösen imstande find. Rur bei einem solchen Z»s«»u»enfchluß können wir j» Rameu des deutschen J«d«»tums spreche» »nd Handel», »nd »irr dann wird man unseren berechtigten Forderungen Gehör jche»ke». „Welche Folgen hat die geplante N»»»»dl»»a des D. I. G. V. für die Zukunft der tiiylw LNaaDogengemeinde»?" frage» die Gegner der Einheit des denrfchc» Z»de»tn»s »nd antworte» darans . mit kleinlichen finanzielle, fMkift» »»d drche» mit Steuerlasten tmb Abgaben für die Gesa»torganifatto». Wir fragen: Können solche rei» »«erielle Bedenke» ausschlaggebend sein, wenn es sich v» eia hohes »nd ideales Ziel, m» die ganze Zukunft des deuischc» Ilde,!»-- handelt? Wir erwarte» iHv Umwandlung eine Hebung «nd Störfsag der rinzelnca S gnagogengemeindeu. und durch die Tatsache, einem große» Sannen eui'.ngehören. ihren religiöse, Asftchwang. Verglich »er materielle» 2 eite sind wir gewiß, kaß sich et» aesnnder Ausgleich zwische» den l"iroßgemeind4u und den le:n»»»sfchwochei! kleinen Gemeinde» ermöglichen lassen wird, denn ganze ^rganisano» liegt «ach dieser 3eite hin nicht sowohl nu Interesse der Großgemeiuoen als ausschließlich in dem der kkerrre» Gemeirde^. ..Welche Entschließung erdet,da: Sie Scibslerha!rnngspflichr von tii! gesetzcstreuen Sgnaaoaer-seL rinde»?-' frage» die Gegner der Einheit des deutschen Iude»:^ms rnr ^»nrvrren darauf: Bleibt der Etsmnlorganisancn iecu. kreie: dem-Bund gesetzestrcoer Gemeinden bei. Zur Spaltung ruren sie an» in einer stunde, deren Gebot die Einigkeit ist wie n:e zuvor. Es M »tcht wahr, daß d»e religiöse 'Pflicht es gelie:cr.?-er Ge^LtoroantiaEo» feruzubleiben. Es ist li-tfn tvahr. daß alle ForderrLoe» l^x Cnfcborir nicht berücksichtigt t der abgelchnt worden sind. In dem nur» strittige» Punkt des Zrauenirahirechle iu den B^»r<staa ireren ebe»fo große Autorilärea dafür wie dagegen ein. Habe rühr; Hnbi jede»falls, wie in jedem anderen Betracht.' io aua» r» d-e'e»! dir Autonomie der Einzelgenie'nde. die ihr Wahlrech: oöll-g nach ihre» Ermessen gestalten kann, d-enn der grundlegeade <»<dar!kr der Verfassung der Gesamtrrganiiarjon ist: ..Alle R:ch:-»ge-i des Grsamstudentnms sollen i:” re v de in weiten Tache de? Bundes eine Heimat finden, jede die l'^sii'gnngs.vse Sicherhen ha.'en. daß sie sich frei und »»beeinträchtigt. ohne Reibungen und sbee die >orwe»digkeit hen»ender Nmcksichlnahme, geschützt gegen jede Äajorisiernng und jeden Eingriff l oh außen her. nach ihren etgetern Gesetze» und Notwendigkeiten e»lu i cf ein kann." Taruni. ihr jüdlschen Gemeiner» de? Rhcinlandes! Wollt ihr ton Zerfall des deutschen Isde»t»»s oder feine Erhaltung? Wenn ihr seine Erhaltung wollr/ da»» ichließr rmb ungesänmt und ansi.ahinslos der Gefamcorgaikiario» der dennche» ^nde» an. ProviuziaGerLan» rheinischer sguagoge, Semeiade,.' I. A.: Geh. Sanr'läisrai Tr. 2. Apfel. Vorsitzender. cinborf (bei Köln)!. Ein (schreckliches Unglück ereignete sich hier« ielbfr am Sonntag, den 1. Mar. als dir Familie Gottschalk. Man», Frau. Kind und Tanke, im W-aae» das Vahngelchse «bergnerrnd. sich auf einmal von den »ieSergehendr, Harrten eingeschlosse» sah. Ta es kein vor und zurück gab. w«rde der Vagen von de» daherbrausenden Schnellzug ergrr'ie». de» der abspringende Herr Gattschalk nicht mehr heramrerße» ko»»tr. Lille drei Insassen w»rde» getötet. Gvttschalk selbst und das Pferd bliebe» »nversichrt. J I H Ult -OOfCSfOftyC .. ■ Die Sdifa«. Bo» Chai» Bloch. Es lvar rm Todesjabve des Rttzhiners. Äm Sederal^nd honen die Chasndim. daß der Rabbi das Wort: „Uud dies ist unseren Ähnen und uns beigeftanden" unzähligeniale sprach, wobei er furchtbar zinene und' stöhnte und d» Zarbe seines Antlitzes änderte sich allmählich derart, daß die E hasst di m wieder und wieder einen andere» Menschen vor sich zu haben vermeinten. Plötzlich fuhr er wie von einem Traume auf und sprach: „Es naht ei« Zeit und «S werden alle Regierungen von einem iolchenJudenhaß überschwemmt jdn,. daß sie uns ans Feindschaft die Gnnft erweisen wollen n-erden, rurL ms Land Israel zu bringe». & wird War eine große Lchmach für Gorres Bolk fern, daß nach einer K-kt) bitteren Golus die Iahrtonsende enrnrßete Eäöfnng solcherart ihren Anfang ndpnai fall. Aber dos find eben die Wehen der Erlöstmg. Doch es geschehe was will. ««, daß wir einmal diese Wehen «lebe». Die Ersöfteng seSft wird dann nickt lange auf sich boten lasten." David Pinches, der Tchnoner, Schleim um eme erhielt eme große^

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