Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 102 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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der, daß die vermeintliche Braut längst gestorben sei. Aergerl-ich ließ er den armen Mann zu sich rufen und fuhr ihn an: „Wie könnt Ihr frecher Mensch von mir nehmen a Geschenk für Eurer Tochter Hochzeit, wo sie schon so lange liegt in der Erd?" — „Ich versteh Euch nicht," antwortete Tavid verwundert, „hält' sie gelebt, hättet Ihr doch gut gegeben Euer Geld? Und wenn sie iS gestorben, wie koinmr Ihr dazu, sie zu beerben?" * Eine Einstein-Anekdote. der Iüdiichen Auf seiner Prcg'agandarcisc zugunsten llniversität in Jerusalein"wurde Einstein von einem alnerikanischen Gelehrten, der ihn aussuchte, gefragt, ob v^l? deutsche Gelehrte gegen seine Theorie tvären, woraus Einstein lächelnd erwiderte: „Ja, aber keine Gelehrten!" * Geistreiche jüdische Künstler. A n d e r s h e r u in. In den neunziger Jahren, als Lesser Um von 'einer Partei von Kunstpolilikerir gegen Liebermann ausgeipieit rourde, war die Legende verbreitet, llrh habe in Liebernianns Bilder viel hineingemalt unb diesem erst gezeigt, lvie's gemacht wild. Als dieses Lieberinann binterbra-bt wurde, sagte er: „Wissen 2k, ob Lesser Um behauptet, er hätte meine Bilder gemalt, ist mir egal: aber trenn er! ehoupten sollte, ich hätte in seine hineingenralt: bann verklag' ich ihn." I rn E a f 6 d rr D 0 m e. War ein Streit über ein Bild von Marisse entstanden, das die Musik darstellte. Der Maler A. ereiferte sich furchtbar und fand vor allem die Mgur, die eine Geige hält, lächerlich. Es sei unmöglich, eine Geige so zu halten. Er sagte zu Levi: „Hal>en Lie einmal eine Photographie von Joachim gesehen, wie schön der die Geige hält?" — ..Ja, schön", antwortete Levi, „haben Sie aber schon einmaleine Photographie von dem Generalfeldmarschall Moltke gesehen, wie der schön den Mund hält?" oooooooooooooooooc^^ Der Veremsbote Berlin. Jüdischer Nütiouatsonds e. B. Postscheckkonto Berlin NW. 7 r. 2!7. Vorn I. Januar bis zum 3. Mai find -799 6S2.SO Jiarf cingczahlt worden. Bonn. Jüdischer Wanderbund, Blau-Weitz. Adresse: Kurt Schatz, "duinboldtstrahe 2t. u. 2. Z,ng: 2am?tag 3.30 Uhr Hkimabcud im Heim. 2oun-! iriinikot] Tretsahrl &u‘ 'rheinisch-westfälischen Bünde. •>:- im Jobvtni^ntfl.i Iveffpststft 2onn;aq morgen pünktlich . üi;i 2 icgblirger Bahn. Rheinbrücke. — Mädchen gruppe: 2amst.3 > Uhr Hcimatvnd im Heim, Für die Fahrt q.li dasselbe w:e 'i;r l:o Klinge»?. Gottesdienst. Bcn:'. 2l)iiagoac' rcmpclfnaßc. Frei^g. den 3. Mai: Abendv •i.vOu-nii V Ul r. 2>'.i'.'slag. den 4. Mai: Morgengotlesdienü '• Ul :. Miuchah 4 Ubr. 2abba!hal'..:-qanq 9 Uhr. Werliagsgorre?-?\r;; n ovpniv 7.15 Uhr. alendo 6.3« > Uhr. Zahrzeiten. 3 i: ii. Muurvch. den 1*. Mai: 2uüiir, Fetir. 2unon». — I’.’iiu;:-:-:oq. den 10. iViui: Moses. Herz. Nebn Vorabend. Kalender der Woche. Freitag. Jamstag ... Sonntag Montag. DienStag.... Mittwoch.... Donnerstag. Freitag. JamStap . .. 13 Mai 5 Isar 14. » 6 , 15 „ " n i 16. . 8 „ 17. „ 9 n IS „ 10 „ 19. „ 11 20. „ 12 „ 21. * 13 „ Sücherfchau». Froueufragen in Palästina. Von Helene Hanna Eohn. Kart. 4.50 M. Jüdischer Verlag Berlin NW. 7. Toroiheenstraße 3-7. Tas Buch schildert den Typ der jüdischen Iran von der in,mp* sen kleinbürgerlichen Hausfraumit aller Enge ihres Ausblicks dis zur hyperintellektuellen Emanzipierten unserer Großstädte. leni wird das ideale Bild der mütterlichen Iran gegenübergesielll. die innerhalb ihrer natürlichen Grenzen durch die Urasl des weiblichen Gefühls beseelende und belebende Wirkung übt. Im Neuland Palästina können die Maßnahmen getroffen werden, durch die eine Heranziehung solcher Frauen ermöglicht wird. Es wird ausführlich dargelegt, daß zu diesem Ztveck die Mädchen-Arbeitsschule, gegliedert in Elementarschule und technische höhere Mädchenscynte, als am besten geeignet erscheint. Schließlich wird noch das Problem des -weiblichen Dienstjahres, das in Europa um seiner politischen Wirkung willen diskutiert wird, als eine Frage der Sozialelhik behandelt. Tas weibliche Dienstjahr wird als eine Erziehung der Fra» zur Gemeinschaft gefordert und gleichzeitig praktisch mit dem Tienstbotenproblem auf das glücklichste verknüpft. Tas Buch ist nicht nnr für das Problem des palästinensischen Aufbaus, sondern darüber hinaus für alle an der Frauensrage Interessierten von Bedeutung. Süchmingang. „Ewer", Blätter der vereinigten Verlagsanstaltcn Jüdischer Berlag/Welt-Berlag. kostenlos zu beziehen durch die „Ewcr"-Gesellschaft für Buch- und Knnfthandcl m. b. H., Berlin N.W. 7. Toroiheenstr. 35. Inhalt des April-Heftes: Max Brod, Adolf Schreiber.— f^ultuS H« ilbrnnn, Die Chaaigah in Rechoboth. — A b r a- Ham Ibn Esra, Buch der Einheit. — Georg Mann, Zn Menachem Birnbaums „Chad Gadso". — Hedwig Caspar i. Salomos Abfall. — Antworten auf Briefe aus dem Leserkreis. — Bibliographie: Neirest« Judica II. Schöne Literatur. K u n st- Beilage: M«nachem Birnbaum, Zwei Zeichnungen ans „Ehad Gavjo". 1s-Alle hier besprochenen Bücher sind durch den Botenverlag zu Geld- und Wechselmarki. Es kosteten in Köln am 2. Mai! Mark am 9. Mai Mark Friedenskurs Mark 1 Pfund Sterling . . 258 - 259 268-269 20.43 100 französ. Frank . . 501—505 519 - 550 81.- 100 belgische „ . . 503 - 505 550—551 81.- 100 schweizer. „ . . 1143-1116 1198-1201 81.- 100 Holländ. Gulden. . 2290 - 2294 2387-2392 168.75 100 österreich. Sttonen 17,6 15,7 86.- 1 amerikan. Dollar 64 - 65 67,3 4.24 >perislk43v5 Sonn a. 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