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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-05-06 · 101 (6.5.1921) · p. Seite 138

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
101 (6.5.1921)
Date
1921-05-06
Page
Seite 138 (sequence 2)
Language
German
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durchgeführt werden, sondern durch die moralische Förderung der Aufbauideen und dadurch, dich Drücken auch wirtschaftlicher Natur nach Palästina geschlagen Verden: Schaffung'von Arbeirsmöglichkeir und Investierung jüdischen Kapitals in sicheren und zinstragenden, dem Aufbau des Landes dienenden jüdischen Unternehmungen. Stelle das jüdische Volt jetzt nicht einmütig seine Kräfte zur Verfügung, so würde seine große Chance ungenutzt vorübero^hen. In diesem Sinne fordere er alle Juden auf, das Palästina-; werk zu fördern. Auch in der folgenden kurzen Tiskussion wurde die Forderung, dag sicb alle Juden d-em Aufbau Palästinas zuwenden müßten, von keinem Redner bekämpft, obwohl zahlreiche Nichrzionisren en'cbienen waren. Tie Veisa«mlung trennte sich in dem Geiübl. daß dieie erfreu Sameni körner nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen seien und ■. daß die in jede m jüdischen Herzen schlummernde Liebe! zu Zion und Erez I'rael bald wieder von neuem aufkeimen tverde. » Deutschland. Wochenschau Tatsachen und Ergebnisse [ololol<>lolololololololololo!o|o?o!o!p?oio!oio?oio|oio|o!o?o?oio!o?o?o?o?o'oio*o! [oioao:o:o:o:o:o:o:o;o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o:o; Berlin. Tas Zentralvureau e-es Hrlisvereins für jüdische Allswanedrllngsaageleze»heire> htt ferne Tätigkeit wieder ausgenommen. Als besonderer Sekretär für das Zentralbureau ist Herr Tr. Rath«» Be» Rarha» angeüellr. Tie Arbeit des Zentralburcaus besteht in der Regulierung der Emigration, die durch Teurichland geht, in der Beratung rem Auswanderern und in der Ausluufterteilung an öirgani''a:wnen, in ein^r systematischen Auswandcrersur'vrge unter möglichster Zusammenfassung aller Tätigkeiten, die mir der AuÄvanderung Zusammenhängen. Tie Mitarbeit aller Organisationen ist willkommen. Tie Zentrale ist in Berli», Steglitzer Straße 12. Nebenstellen sind in Hamburg. Ferdinandstraße 14, und Bremen,' Tüsternstraße 7, bereits vorhanden. Weitere Nebenstellen werden an den Grenz- und Haup:eisenbcchnkr.v:enpunkten. soweit nötig, eröffnet werten. Berhandlurgen mi: den Schittahrtsgeiellschasten und den auswäruoen jädn'chen Organisationen sind ausgenommen worden. Tas Zenrraibureau w'.rd, wie vordem Kriege, ein Korrespondenzolar-r herausgebrn, das Informarionsmatericrl über die Auswanderung enchä!:, und außerdem die Presse mit Nachrichten über die Emiara:ionsangclegenhei:en versehen. * j Berlin. Ter Kanellkonvenl der Perbintungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens, der zusinnmengeichiosien ist zu dem ausgesprochenen ^veck der Bekämpsimg des snidenrischen Antisemitismus, beschäftigte sich am seiner Io^estagung mit der lebhaften Betätigung des Antisemitismus auf den deutschen Universitäten nach-dem Kriege. Tas Ergebnis war der Ent- | schlich, auf dem schon vor dem Kriege mit Erfolg begangenen Wege fortzuschreiten, dem Antisemitismus» wie er zumal in der Sattssaktionsvertveigerunq und in der Herächrtrchmochung der jüdischen Frau zutage tritt, mir Wort und Tat offen und bei zeder Gelegenheit erugegenzmreen und auf diese Weise bei allen einsichtigen Elementen oas Gericht iür das den Juden angetane Unrecht wachzuhalten oder zu wecken. Tie gegenwärtige schmachvolle Hetze aus den Universitären wurde um \o bitterer empfunden, als gercüe eine unverhältnismäßig große Zahl von Berbanbsmitgliedern im Felde gettieben ist; hierüber haben irreführende Statistiken in der OeGemlichkeit ein gar falsches Bild verbreitet. Obwohl sich der Verband mit religiösen und ähnlichen Strömungen innerhalb des Iudeutmus nicht besaßt, hatte er schon vor Jahren zu der mehr politischen Frage des Ziouisrnus durchaus abweisend Stellung genommen. Hieran wurde auch bei der letzten Tagung semchallem Schließlich winde eingehend das Thema der körperliche» Ertüchtigung behattlrekt. Man war sich klar darüber, daß water de» gegenwärtigen Verhältnissen, zrüual nach dem Forlsall deS «aWncFche» Dtentfhahres^^der sportlichen Betätigung ei» »eilaeA Feld e». geräumt werden maß als bisher. Dabei jol das Fechten, das gerade für die besonderen Kauchchpuecke des BerünüdeZ seine Bedeutung har, nicht vernachlägWt »njlqL Ei» Kr de» Herbst geplantes Sportteil roll de» Prüfstein mr die erziel»» Leisstmgen abgeben. Pale». Warschau. Ter Zenrralra: ser Bereinigung der Polen jüdischen Glaubeits". welche sich als vernumte Polen und pan Judentum nur als zur Roa*ewon bekennen, richtete anläßlich der gegenwärtig von der Regierung »n ren natiovaljndische» Parteien geführten VeihcuLlungeu an den Ministe tprasideute» Wilcs eine Tekichrisi. deren Inhal: sich in ioigeude» $»aftes zusammenfaffen loBt: Aufrechlerharrnng ia volle» Huremg einer wirklichen Gleichberechtigung aller Borger ohne llnaersihied der Abstammung und oer Schvt»»c; sie Rechte, die den nationalen Minderheiten in Polen zuerkannr werden sollen, sollen nicht diejenigen Bürger jüvrchen Gkaubers schädigen, die sich ausschließlich zur polnischen Na:iooo!irär beiermn an* die nationalen Minderheirsrechic« weder benütze» nvllen noch tbaaen; der Slaar soll der freiwilligen ^rmnlceiovsbemegaog Sch»tz und Unterstützung gewähren, im In»resie desjenigen Teiles der jüdischen Bevölkerung, der sich berz jüdichnationalen Separatismus emgegemrellr. Warscha». Am Einladung der vcxnichen SiNdenienschan Warschaus weilten hier in den lebten Tagen Vertreter der belgischen und fran^sicher. Studenten. Es wurden z» &jren bei Gäste Fesüichkenen oeransualier Tie Jüdische Srudenreuschaä: wurde zu diesen Veranswlnrageu eiagelade». jedoch unter der Bedingung, daß ihre Vertreter keine voliüühe» Fragen berühren sollen. Taranchin verzühctten die jüdischen Stüdenren am die Teilnahme an den Festlichkeiten. in der Meinn»^ sie seien schon ren genug, um keinerlei Lehren, wie man sich am Berauftaltungen su benehmen hat, en-aeoennchmen zn amsien. I»g»sla»ie» Natzisad. iI. C. B.) Seit einigen Taoer werden hier anrrsemüische Flugschriften. die in Bugrad gefcr*fi wurde», verbreite:, die unerhörte BerleunKmugen der jüdischen Somenum und Nationalität enchalten. Tie jäsiche Gemeinde Nrwilads har gegen die Täter die Kriminalanzeiae ersiattet. Oriechenland Saloniki. «I. E. B.j Tie Verorderung des griechischen Tabaktyr.di?a:es die Fabriken am Sonntag z» sperren, har i» der hiesigen jüdi'chen Gemeinde große Erregnug bervorgerrchen. da in dieien Fabriken satt lavier jüdsiche Arbe-.rr betchästigr nab, die dadurch gezwungen weiden, am Samsurg j» arbeiten. Tas Tabaksynditar dicht denjenigen jüdische» Arbertern. die sich der Verordnung wierietzen werden, mit Seren Enckoßstms. Die jüdische Gemeinde ha: zuiammen mit der zionistische» Organisation eine Aktion zur Aufhebung dieser Verordnnrtg eingekeirer. da sie das bisher unange^rx^ene Recüc der Juden Swnsragruhe in gröblicher Webe verletzt. Ztnlien. Zürich. Eine englische Zeitnot verödentiichc ei» Telegramm aus Rom, wonach für gewine Zwecke des Vcnikcnrs eine große, internationale Anleihe in katholischen Kreise» amopxrmmen werden soll, deren ^oeck n. a. auch sei, e»e» speziellen Fonds mr ^Amrechterhaltung des kacholrxhe» Pretziges i» Palästina^ z« bilden, da dieses i» Palästina seit de» AuWühen des Zionismus stark gelitten habe. Ter Banka» zeige sich »ch der zionistischen Bewegung gegenüber nicht vhr hemtödf; die katholischen Kreise sähen im Monifüsche» Plane die Haud der Freimaurer und ein polinsihes Inreresie der großen jüdischen Banken. Der Ha«. <I. C. B.) Ja der letzt«» )ren des jüdischen Ratiomcksonds »»rde der as Hauptbureau des N. F. »ach Iernsale« z» Sbst soll eia spe-ielles Haas " a—“■

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