Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 92 (4.3.1921)
- Date
- 1921-03-04
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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gnflpfifni^ipifp; ka ■nt als göttliche Cvftafcara^ a» der wir mche rittet, lasier: bvcfnL Berti». A» der Privatschmle der atam Xiidtti a. (Sni Eisernocher 6tr. 84, hat vor ei»ige» Xamn rcmt Lehrerin, Fra» ül WaldheiM, wShrentz des U»rerrich»4 die lSjohriße» EchSerirwe» gefragt, wieviele von ih»e» ,^ncht geraMN" feie». Dara»f meldete» pch drei Mädchen. fLm die Frage der Lehreri», weshalb sie mcht gerami sei, auvoorine das ei»e Mädches: „Mein Barer ist Aide nb «eine Mnuer war Christi», ist aber bei der Verheirat«; poa Indern»» »bergetrete»-- Daramf MMoorrere die Lehrerin mit ungefähr fotgnde» Worten: „25a ist dem demschen Bareriand tvieder eine deutsche Mrnrer ryld Tochter entzogen worden. Tas ist nngerahr so, als wenn ans der Straße eine Bulldogge «rr eine» Bernhardiner arrbändelt and die Sinder, die sie bekomm«, Ärsenpirichei nni.‘ Tie Schnloorsteherin, Fra» v. Groß, har die betretende Lehrerin wegen ihrer antisemitischen Aenße rangen per kera^Mwitnng gezogen nnd chr im Sonserevzzünwer einen Verwes er tilt. Tiefer Verweis ist protokolliert worden. Miouhe». Ter Landesverband Bayern im ZeniraLoereir deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens erläßt Suüdgebimg: „In der fchstoer« Rot, in dieTenrichbwd durch re Parst er Bejchlüye versetzt wurde, ist Einigkeit aller Temichen dringend geboten. Tie im LandeÄrerband vereinigten boyrixhcr Jaden misten sich einig mit den ans tiefem oareriänriichem Gefühle hervorgegangenen Proteste» gegen die Teanchland angrsonnene Schwach gegen die drohende Berknechcnng seiner Bevölkerung und Erdroyelnsg seiner Wirtschaft Wir lauen rrs in unserem Widerstand dangen anch nicht dad»rch beirren. vereinzelt und »nbefsgr anttsemitische Sonderbestreösn^« :n die grrchen Lolksknndgeb»»qen hereingetragen wurden. Hz» der gemeinsamen Lache willen bitten wir, alles i* vermeiden, rc? die Einheit und Gesthiofse»heit aller Deutschen stören Zbzz:e.~ Berti». Proffseor Albert Eiusteru har sich cv EiniadLnn der Zionistischen Weitorgauisorio» bereit erklärt, Di::e März gemeinsam mit Tr. Weizm»,» »ach Amerika z» reifen, r» fsr de» San Hajesiod i» Amerika ^rit sei»em Erutluß ein^rreren und namentlich mr die Beichafnmg der Mittel \s wirken, welche die Errichtung der Jüdische» lUitetfuit in Jerusalem ermöglichen sollen. Berti». sA. W.j Nach einer P. fL T^-MeLnng ha: e ne holländische Berkehrsgesellschan, die ihren Sitz i» AusterdL^: hit, einen regelmäßigen Passagierdienst poiichen Ta^;:-g und ^afsa errichtet. Wie». Tie tzoluische Negierung ha: in Angelegochei: der Answeifuug der Ostjud« ans Oesterreich »nd ihres Aückttausportes auf polnisches Gebier bei dem Bölkerbuudrar Beschoerde erhicken und eine Ituervention ^g»nsten der durch dev Anstveimsgöbesehl Betroiseaen gewdreri. Ter BöllerÄrndr« deshalb, wie wir bereits in der vorigeLN»mMer bericht« habe», die österreichische Regierung anigerordert. yn Verhaudiui^ einen Bertreter z» enisetScn. Als T elegiert er wird der Gesandte in Paris Eichhoff n»- gieren, dem Ministerialrat Tr. T«r»«cptz beigegebev werderwird. Paris, sI. C. B.) Iu hiesige» politische» Sr«sen wird die Tatsache, daß die österreichische Regiemmg gerade de» als a»sgesprochene» Antsi«uit« bekanut« Mimsternialrar Tarvoczy de» d»rch die Nüchtlivgssraqe in Wie» Sttmvatfcat 8erdeS 8ötterb«»drates e»tse»d« har, als ei» wtmti der Entschlossenheit der öste rreichißhe, Legiemmg i» der Srmse» hat diese de» Das gnitr der geL Rwerialüber die Säfte mchrÄ^SVMa - **** -— a. _ n-» f*« |f|y (B Mt jUBMllHlCi dt ttt tMi Mt u pr CVr"^^ ihr 9mm verloren haben. Neberbies tesiehl das Groß dieser „Fremden" ans Ivden. die in Wie» z«»nndest seit 7 Iichre» ihre» unuo- -erbrochenen Wohnsitz habe«, deren Sinder i» den Wiener schulen ihre Erziehvng gevögen nnd vo» denen viele wirtschaftlich festen Fuß in der wentn Heimat bereits gefaßt haben. j - Pvlen VarjchL». Ter BcrsttznLe des War-'cha»« Handelsgeriästs! t«r die neoern2nm«m sechs südischen Siützter für Sonnabend z»r i ^idesieistung eingeloden. Tie Richter haben der Eidesleislnus Folge Leleiftct, verwclgenen jedoch die SonvabenL-Eibesleistnug j zr>: er'uLren, dieie auf einen Wochemag z» verschiebe». t 1 Litnnr». S«»»». l). C. 9.) In der litanischea Arm« hat vor einiger > Zeit eine deftige amiilMitische» Flugblatt-Agitation ei»ge»etzr. In ' den Soldatenbiblwlhekcu wurden Bücher und Broschüre» antstemitncheo Inhalts verbreitet. Ans eine jüdische Bentstoerde hat der <^enera1jwb einen Zirtularbesehl heraagegeben, der die Verbreitung dieier Literatur und Fluablätt« im Heere verbiet«. SoevUA. (I. C. B. Bei der Beratung des Agrargesetzes im i Minifterrm »ellie der Minister »ür jüdische A»gelege»heires Dr.! Solowejtichik den Antrag, da^ bei der Bodenzuteilung in erst« Reihe neben den b«eits heute in t« Laudunrtichaft tätigen Bauern auch ,'olche Leute zu b«ü»küchiigeu üud. die üch mit Gärt» rerei nnd Ldstdao befanen, ferner auch städtische Arbeiter und Hondmerker, die Boden für den Bau eines Hauses brauchen. In 5S>rü« Reihe sollen auch Personen berücksichtigt »erden, die sich -mar bish« mit Landwirtschaft aus irgendwelchen äutz«eu Gründen nicht beichäftigen konnten, die jedoch jetzt dieien Berns «greisen ' w?L«r Durch diesen Antrag, der angeaommen wurde, ist c»nch den Juden die Möglichkeit .juut Bodenerwerb gegeben, wat^ , r-r.ii ne nach der früheren Fanung, da sie nnolge d« russischen Ge;e^ bisher nicht iandloirtschastlich tätig waren, faktiich vom L-'rdrnerwtrb und der Landarbeit auch weiter ausgeichlosbn gebliei^-n waren. Sowjet-8 ifchnb. Mosla». Rach Mitteilungen russisch« Zeitungen ist ans ein« in WiledÄ abgehaltenen Konferenz der Bildnngskvnrmiünre d« ' dols^ennstischrn Regierung beschlossen worden, alle Thnbari» z» ick-ließen. London Laut .Daily Herald" har die Lorostt-Regiernng ans Btr^nlasinng des jüdischen Somminarials ei« llMersnchong «ngele'i« üb« die von den Truppen Budiennys veranstaltete» Inbenn:a^ak«. während des seinerzeitigen Vormarsches »ach Voten. lltr»i»e. Warscho». Wie die hiesige jüdische Preüe «fährt, überfiel Ende i I^^nar ei« Bande, die sich ^Marnsia" nennt, dos Städtchen Tolne,! n-a ür einige Tage hindurch raubte, plünderte «nd »rordete. Im! Städtchen Smiela bei Kiew wurde nnt« Führung d« Atamane Giruriä'.ie, Grisli und Ewielkawski ein scbrecklik« Pogrom ocrau-! stalre Zwei Tage nach dem Pogrom «ließen die Mord« einen; Irfnr, in dem ne den Hinterbliebe«u erlaubten, die Ermord«« yt beerdigen. Der Aufruf hatte keine Wirkung, denn die sädijche . Bevölkerung wagte sich nicht aus die Straßen. Als drei Tage »h« \ Zmiichnnav verliefen, wagten sich manche aus den Lächern nud - Ketzern heraus. 45 Juden versammelten sirq am ei» Mo-ngrab, ' »m d« Toren zu begraben. Plötzlich wurde» sie von de» Pogromkrsbii« überfallen, in das offene Grab gestürzt nnd zniammen mit Urz Toten lebendig verschüttet. filriechenlo»d.! veodon. l I- E. B.I Die griechischen Behörde» in E m y r » o j buben den in d« Stadtgegeud gelegnen jüdische» Zriedh^, d« seit! b« Vertreid»»g d« Ziü>en ans Spanien im 15 Iohrhmvdert d» jüdischen Gemeinde gehört, deschlagmrhmt. Ta die beim griechische» Lberkommisiar gemacht« Vorstellung« oh« Erfolg dtzebe», bfichlvß die Gemeinde, sich durch Bernnttlvmg des Joint Forrig» Eomine in diestr Angelegenheit an d« Bölkerband z» »e»de». Dos Joint Foreign Comittre leittte vorlänfig d«se Emhe a» die lrpiiH i» tiyw, im der« Antwort Mr »eit«« Schlitte de» 1