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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-02-04 · 88 (4.2.1921) · p. Seite 35

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
88 (4.2.1921)
Date
1921-02-04
Page
Seite 35 (sequence 3)
Language
German
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hat sich auch £*rr £r. ^mmb, der Verfasser des Sntwnrfs, vcidienr.^cr heutige Tag har das LeLeaswerk Pvoftffor 5koKscherS c-ikrönr. dem das Jiriemum der ganzen Veit in dieser Stnttde d-anken muß — in einer stunde, die seine« Namen der jüdischen Eesih'chie einvrrieibt. sBranfender Beifall) Wie». Tie Ausweisung der L^stjuden aus Vien har auf Antrag des Abgeordneten Kunffchak den Landlag wieder einmal beschäftigt. Zwar sieht der Antrag selbst nur die Ausweisung derjenigen Lfftjuden vor, die wegen Preistreiberei und Schiebertum gesetzlich bestraft worden und, aber es wäre natürlich im Falle der Verwirklichung der chrisSich-sozialen Wünsche unvermeidlich, daß'bei derartigen Aktionen gerade die Unschuldigen den Versiegungen der Polizei zum Lpier sielen, während die Schieber jeglicher Konfessionen es schon verstehen würden, der Gercchtiakeit zu entgehen. In der Tebane traten die Herren Tr. l^rlich und Tr. Plaschkes den Antisemiten mit großer Schärfe entgegen und riesen dadurch (rmrüstungsstürme bei den ChristLich-Soitalen hervor. Ter Landeshauptmann verwies in fernen Ausführungen wiederholt darauf hin, daß nicht nur Lfrjuden, smckern auch Arier am Schieberrum bereitiqr seien und daß die Regierung keincrler Unterschied in ihrem Borgehen zwischen osffüdischen und sonstigen unlauteren Elementen machen werde. Pole«. Warschau. Tie Wahlen in dre iuv:iche (Gemeinde, welche so lange hinausgezöoerl wurden, wllen nun endlich in ungesehr sechs bis acht Wochen srannnden. Tas polnische Lultusnnnislerium hat das neue Wahlstatut für die jündische Gemeinde bestätigt. Tanach werden die Wahlen nach dem Muster der- Wohkwr'mnia zum polnischen 2*jm allgemein, direkt urc proportional sein. Aktives Wahl reckt haben alle in Warschau nohnhaften Juden mä»»liche» Geschlechtes, welche dos 25. Lebensjahr erreicht haben, das passive Wahlrecht ist an die Erlarrgung des 30. Lebensjahres gebunden. Zensus, Kurie und dergleichen sind im neuen Wahlstatut nicht mehr vorgesehen. Warschau. Mit dem Rücktritt des Vizepräsidenten des Ministeriums Taschinski find die Berständigungsverhandlungen. wie die Regierung milteilt, nuhr abgebrochen. Tas Kabiuctt Wittos wird die Verhandlungen auf Verständigung zwischen den Juden und den Polen weiter iorneyen. Lettland. Riga. Am 18. Tezember verschJvond h:er ein christliches Mädchen auf unerklärliche Weise, und ioiorr fanden sich Leute, die gesehen haben, wie das Mädchen ein jüdisches Geschäft betrat, aus dem sic nicht mehr herausgekommen wäre. Leider ließ sich die lettische Polizei vom Pöbel dazu bewegen, bei dem beschädigten Juden Haussuchung abzuhallen. Man fand auch bei dem Juden eiir blmbeflecktes Jäckchen, das die Familie zum Fleischholen gebrauchte, und nun war der Rimalmord ^sestgestellr". Zum Glücke kam, da die Hetze schon ziemlich hoch ging, die Mutter mit der Mitteilung, daß sich die Tochrer eingestellt hätte. Wasserrechie im ° nördlichen Palänstma zusarmttenhaagt. Ra» rechnet mit einem Entgegen konnnenFrar^reichS auch imSbe« Grunde, weil, der gegenwärtige Ministerpräsident Bkianld sich während des Krieges als Premier den zionistischen BestrÄvngen sehr freunLvich gezeigt und seine Mecheffe svr tne sickisihe« Forderungen zugesagt hat. Amerika. Rentzork. tI. C. B.) Major James de StothfthiL ikt in zionistischen Angelegenheiten hier eingetroffen. Die amerwanische Judenheit oerertete ihm im Hotel Astor einen herzlichen Empfang. Richter Mack, Rckbbi Dr. Wise, Dr. Schmarjcchn Lewin und Prediger Maslanski hielten Begrüßungsansprachen. Major Rotschild erklärte in seiner Antwort, daß er im Aufträge des Economical Council gekommen ist, um für zionistische Aufgaben unter der amerikanischen Judenheit zu wirken.. Zürich. Tie EinwanderungSkommifsion des Senats in Washington soll nach Anhörung von 30 Sachverständigen zu dem Beschluß oetommen sein, die von dem Repräsentantenhaus eingebrachte Eimvanderungsbill abzulehnen. (I. P. Z.) Palastim». Berlin. Im April oder Mai 1921 wird in Jerusalem eine Prüfurnl der Regierungsboamten in Hebräisch stattfinden. Die Beamten werden aus die Uebersetzuuq von Wärtern und Sähen aus dem Englischen ins Hebräische und umgekehrt, mck auf eine hebräische Unterhaltung mit einem der Examinatoren geprüft werden. Es sollen einfache grammatikalische Fragen gestellt werden, und jeder Kandidat muß Fragen über seinen spezictten Tienstzweig beantworten können. Die sephardische Aussprache ist zur offiziellen erhoben. sZ. K.j Berlin. Kürzlich gelangte ein Adreßbuch für Jerusalem zur Ausgabe. Tas Buch ist 15 Druckbogen stark und enkhÄt sömtiiche Adressen von Einwohnern, Unternehmungen, Gewerbe- und Handelsbetrieben, Regierungsstellen und sonstigen Aemtern, ferner u. a. eine Zarte von Jerusalem und ein Verzeichnis der Fernsprechteilnehmer Palästinas. sZ. K.) Berlin. Um einen Ausgleich in der Petroleumversorgung Palästinas herbeizuführen, hat die Regierung in Jerusalem Pelroleumreservoirs gebaut. Weitere Tanfcufiaqen -in Jaffa mrb -Haiw und in Angriff genommen. Tie Regierung will auf diese Weise Vorräte schaffen, um auf die Preisbildung regulierend wirken zu können. sZ. §.) Jerusalem. Laut „Tvar-Hajom" erscheint seit dem 1. Januar die offizielle palästinensische Regierungszeitung, die bisher nur in englffcher Sprache erschienen ist, auch in hebräischer und arabischer Sprache. Alle drei Ausgaben erscheinen im Verlag .Haffvlel" Jerusalem. aiiinri m m i i ninnn 11 ■ j in i irm hl [ Von Berg und Tal , n ui ■ ■ ■ iTi-rii ■ 11 rrrri ■ iirmmi mini! Schweden. 9rrlia. Rach einer Mitteilung der Jerusalemer hebräischen Tageszeitung .Haarez* langte nach vorheriger AnLvbiomw seitens des schwedischen Koaftlls am 20. Januar daS schwedische 5triegssckiff „Sialia" in Jaffa an. DaS Schiff kam im Aufträge der schwedischen Regierung die auf ch» einen Vertreter entsandte, welcher untersvchen sollte, wie mm den Handelsverkehr zwischen Schweden mck Palästina nebst Hinterland ansgestalten könne. Aus dem Schiffe besirud sich selber eine fthoimmende Industrieausstellung, die während deviertAgen Aufenthaltes des Schiffes in Jaffa von jedermann besichtigt werde» konnte. Frankreich. Land»». Nach einer Mekdimg der Londoner ,Zeit* wnrde vom Präsidenten Millerwad in einer lange«» Iüoq lieber den Verlauf der ANdie» hat sich SoßRow» beftmbigt grüchevt. . Der Ikorrespondent der vermntet, daß diese tat- Echer «ach affe» stchäcka» Fmge ter mmämm der Sei*. Leitcns eines Berwaltungsmitgliedes des israeliti-! icheM Lehrliogsheims Köln wird «nS geschrieben: Unter d-cn vc.ca Ausuahmegeluche« finden, sich immer wieder eine Reihe I sotchcr. rci dcoea die Anschauung hervorleuchtet, daß Knaben von i minderen körperliche« und geistigen Anlagen,' die in anderen Bernssarlcu keine Aussicht fiuvrn. für de» handwerklichen oder lechui'che» Beruf noch geeignet seien. Seit Tezennieu haben wir gegen dieses Vorurteil augekämpst uud in unfern Berichten fiets zo« Ausdruck gebracht, daß die Aasprücbe an di« Leistnvgsfähigwtt" eiues Handwerkers, der seinen Mann stellen und im Beruft etwas leipeu w:L. nicht gering geschätzt werden dürft«. DaS Lei« ^sicht ftiOe Ansgabe »»cot sowohl atS Unterkunft und EruehnnAheftn snr Mu- Lerttgabte. sondern als AusbikdungSstätte tüchtiger Hdffcher- Knaben zu Handwerker», Sunschandwerker» uud Techniker-. Dementsvrechenb'legt er ans die Wahl gnter Meister üno> Betriebe daS grMtte Gewicht »nd gibt den jnnge» Leute« »ach bestandener Lehrzeit, die Anlage und Fleiß dazu besitze», die Sekgenheit^ ans knnpgewerbtichen und höheren Fachschulen sich weiftr zu bilden. Notw«»«g erscheint. daß schon vor Antritt in die Schre bi« lttter» nnb K««en selbst sich über ihre Neigungen um Anlage» klar znwt^tzen.fnche« uud de» ih«n entsprechenden Beruf wessen.' Dich nach bet hottiaen Lage nnb Mknnstige» (Estoufinu unserer soziaft» BeHWwWr die «nSstchte» für den sogenannteu Handarbeiter V* ä*****-*--- « t Dechnä« «dt Wfet ftnb als für bw freie» Brrnft'»»bb»»K»tzft

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