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Jüdischer Bote vom Rhein · 1921-02-04 · 88 (4.2.1921) · p. Seite 34

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
3 (1921)
Issue
88 (4.2.1921)
Date
1921-02-04
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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34 Samte her feaheti «Wf wmkem heAcho Bvd« eine Erischz m stchffär die ihrer Snech artsprich- AS lkriegSsalge ist «uh die Feier des SOMrig« IobLäuws' deS D.-Z. G--B. uuteibkebe». Diese ItLekseier kam» nachräglich nich würdiger begangen werden als durch Erweiterung tntb Krönung deS alten Baues; durch di« Erhebung des D.-I. G^-B. zur umsasscrLen öffentlich-rechttichen GZamUngarnjatiou der deutschen Iv'ercheir. Ae wird auf FreiwilUgstir beruhen. Vir werden uns selbst unsere Gesetze grben i» der Erkenntnis daß ber Zufannnenschuß aller Stxäfae zur Erhaltung und Erstarkung d.'S IudeMums erwrderßich ist. Auf breiter demokratischer Gundlage ausgebaut, wird sie u»S geg?n rie Lockerung im Inr.ern und gegen den Ansturm von äugen sichern. Im Interesse des großen Werkes müssen alle Sonderwünsch zurückgestelll werden. Tie Versammlung folgte dieser Ansprache in sichichr Ergriffenhril, der sie zum Schuß in anhairendent Beirall Lun machte. Tie gerchänlichen Verhandlungen wurden um cer Äonfri* nricnir.g des Büros einge^eitel. Zum ersten VorsitzendTN wurde Pr^es'or Tr. Sali eher gewÄ-lt. Das Hauptimeresie der Tagmtg kvn.zenrrierl sich auf die Umänderung des T.-I. G.-B. zur E'esamtcrganifation des deutscheu Irü>enrums. Tr. Ismar Ireund, der Urheber des Berraffungseniwurfs. «rswiret hierzu ein grvß am^Iegies Referat. Ter Gedanke, eine GZamtorgairisation zu scharren, ist in den deutschen Juden seil tn ehralseine m Jahrhundert lebendig. Mir dem d-cutschtn Bur.de wurde auch der T.-I. G.-B. gegründet, und der E-edrnkc, diese private ürganienion zur ösicurlicben zu erheben. b<n ihren Grüi.dern immer vorgeichvebr. ^eure nt die Reimendicie.i stärker als je hervorgetreten, begründet darch -die Verärgerung in der Siedlung der Juden, ihrer veränderten ^iellung im Volke urd im ddurschen Rechtsrnrd Versasirurgsieben. Tie Ve'.tun"räl.zung Hai auch das deutsche Judentum schwer de- :ro"en. Tre Gcfamtorgani'ation nt nicht nur eine Lcbenstrage N!I die Sleina.dMdinden. sondern auch für die größten geworden, tvi? B. für Berlin, das mir großen Torgcn Teckung für die w.ateriellcit Forderungen des Tages suchen muß. Tie sinanziellen Grundlagen des gefarrnen Judentums und erchüuerl. Nur Tpar'aw.keir und strenge Ökonomie der Sräne muß durch den Otnarnmensch'suß erreicht werden. Neben der finanziellen Zukunn muß für die qeinige Zukunft 2orc$ getragen werd.ru 11m t?r jütischen Iugcrä> und unserer Zukunn willen inüssen erblich alle geisriaen, siulichen und kulturellen Sräite .zuammergcsahr werden. Äbcr auch die bin-treimte Frage des ÄM'.scnrilisvtus .zwing: uns zum Zuicrmm-n'chluß. Im deutschen Volke eährr ein w wilder Saß gegen die jüdischen Mitbürger, wie er seil den sinsrerfsrn Tagen des Mittelalters nicht zu verzeichnen war. Tie irrnrren Sämp'e der deutschen Parteien werden sich auch w.'ircr aur unserem Rück.n abspicleu. Tas bedeutet für uns einen Sampf auf Leben und Tod um unsere soziale rrnd rechlich G l iung in Teur chand, und dieser Äamps ist nur in gdfchlvirener Pbalcuri zu führen. ^>eule gilt es, zunächst einen Rohbau .zu schaffen. dey.'n Ausgestaltung der gemeinsamen Arbeit überlassen werden muß. Tie Ausländerfrage kann nicht übergangen werden. Ter Bund ist die Repräsentanz einer Religionsgemeimchst. Für eine Religionsgemeinte aber müssen die Greuzsraren ohu e Bedeutung fein.?eder in Deutschland wohnende Inde muß das Recht haken, zu diesem Bunde zu wählen. Das wird manchen hier vertretenen Sresfen aus verichedenen Gründen unangenehm fein. Es gilt cchr, den Nick cur das Gan.ze zu richten; da di« Auwnomie der Gemeinden erhalten bleibt, ist di« ökfdjr begreufti. Tie Generaldebatte wirb von Goldreich -Beuel erösswer, der im Rau»7n der Kstingeweivden des Rheinlands sich für die schnelle Begründung der Geßmttorganisarion «infetzt. Instar« Baerwald -Fraullurr a. M. erklärt die Bereitschaft seiner Gemeinde zur Mr4arberi und stellt folgende Grnnhsätze aufi 1. Sicherung der Autonomie der Gemeinden; 2. Mitarbeit aller Jude» iu Deutschland. auch der Mische» AnÄÄcker. Die Frauksnrter Gemremde zählt »rner ihre» Mlarbeiler» zahßreiche besonders »erlvolle Srüfte, die AuSläuder sind. LbertaudeSgerichlSvat R«»mayer-Müuche» begrüßt als Vertreter der Gefamtnrgcsnsalio« rer Mischt» Sememdeu in Bayer» de» Buudelltcm Die bayrische Lmidesorganisativn ist bereih sich de» ReichMrerbayde anMchlbeße,. M. A. Lu« b-Berb» «rHärl, d»ß nach Ae GesetzeStuese» zZr Midnbeil bereit fM rt fct zUstimmeu. RechtSmaoalt Hemrich S4e r»! deS retigiöse» Lisi, iiSi MmS MM, har Tfeafot erLmrt, daß keine gvotzea Werke entgegesstmbt. Mache» Zustimmung erklärt hob« uud die »auteleu zum Beitritt bereit ist, werve, die Äbrrakeu »it chrlichem Wille» an die Arbeit herMvueHen. Roch einer kurzen Pause wirb i» die ZfepaS^ebaat eingerrewm, die von Tr. I r c n n v Turch einige kurze Aus^chrrmgen cingekciter wird. Aammerzienva: 2 a d e w i g Ehe»uitz erLrr. daß ver Gedanke der Gosamiargania:i^n iu Locher freudig auigeuommeu wird. Eine große Anzaht sächsischer Gemeiude, hm Mach sckwere Bedenken qrctn de» $ 10, wekchrtz»S Wahlnahi alle» voüjLrigeu Gemciu>7milgßicrewu dbat mi"aTAr aus ihre LtoarsMgchmnokeil zubilligt. Iu Loch« besteht das eigeutm»8che.B<rhÄtnis, daß die Mehrhei r der Jude» Lus- 1 ä u de r s i u d, denen die '-ächpsche» GemeiuDc, keürrSsallS raS Vohlrecht geben »ovllen. iir hrchen bas Vahkrech gewidert, um den deiäscheL Jude» die Mopncrwr i» Bea Misch» Gemeinden zu «chatten. sBeifall und stürmischer Priest.! Jürgen Ausschuß erklärt Tr. Freu»», daß die Vechätrmffe in Lachsen besonders liegen möge», ^aß »ieie Fnuge aber nich vom lokalen, sondern vom allöemeiuen Lwuchchki aus angesehen werden muß. Tie Aulouotnre der lokalen Gemeinden bleibt er hakte a; ras Vohlrech zum Bundestag muß jedoch ein freiheitliches Vnr. wert «rc rengiöser Verband keine Staa^un'.erfchiede rmichu *zzz. oie Berliner GemeinTe, in der rie Verhälmisse auch »ich rosig nUk. ist einmütig jux das gleiche Wahl rech jam Brockeswo riugerreten. Juden dürfen keinen llnrer'chied zwischen Juden machen. Auch di« kardaLÄbe und proresnmrisch Sirch kennt keinen Umerütned?viüter I^äetderr und Ausländern. Schocken- Zwickau icbil?7ri dre 'öäjT’Msrz VerböLrrrisse anders cüs der Vorredner. T ie EnlziebuLares Wahldcchls der t?stjuden Hai viel bä'es Blut gemacht. Ter sächsisch Anir-üg sei nur rou^eiuer 8ei»e» Zahl von Gemeinden untertzhriebru und desbalb rrr die Geiauuvrganisation uich bindend. Tr. Ahron Sandler- Berlin bewc:. 7aß die Tsrjuden das Kraftreservoir des deursche» Ziu»eLtunis sind. Ein Trittel aller eRutscher Ir^cn lebk eh^os, ei» Tritte! lebt in Mischehe und das restkiche Trivet ix. ^oei-KstGerche. T hne dieses Sroftreservoir würde die »euttchc ^Udeusthort verschwinden. die auch geistig ans die rlsrMer „ l!>>D»ieil „ ist. Das demsch Judentum ytt nur Sinn <i8 Teil der Gest»ijÄ«cheit. Tie Zionisreu chben das Beistnet der große» Sekbstbekcheidevheit in gnsten Fragen gegeben. Rar wen» »Le Purwi» diesem Beistnest folgen, kann der Zusammenßchtuß ftioeqct Wen» die deutsche Inderchit einen Unterschied Mjchea deuchhe» und nichtdeurschn Juden mach, liefert sie aur 7e» Lurrtteuüttsiuus die Wosieu. Rabbiner Tr. de Haas erklär, daß Sie unter keinen Umständen eine llakerschrkung dern und Inkänbern zutayen würden. Ter Antrag der sächnsthen Gemeinden wir» e»gelehnt. Einem Anträge des Iusrizrars Tr. B t a »^ir»iÄ»rr a. SR. folgend, erhält der § 10 svlgeade Fanung: .Vüchberechstp und wählbar zum Bundestag sind alle vollMr^e» i» Temschattd wohnhaften Juden, die miudesrens ein Jach ver LnsstgMrg »er Vahstrlisw in einer Bunoesgemeiade ,stir»cht babeu." Iu feierlicher Stimmung ieirei ProÄmor Tr. Lubscher die Abstimmung über die Frage, ob den T--I. 84t zur Gesaur!- orgauisatio» der deutsche» Jade» umMUmucked taUkex soll, ein Unter jubelndem Bersoll und die Erttschidmig: Der Gesam wrqarnsalio» des d! I fall und Teilnehmer» im R ame» deS Der hmttige Tag wirb «it eher,« Grchebr den in die Geschchke des I»de»t»»r. Rach de» »uchnchr erßrtqende» 8ste in einer kur-e» Ansprache auf die des AngenbstckS chn. Erch^N, daß dieser trog« wirb, nicht »ur mr daS deutsch die IckdeMit der gesamten West. Im der keine» Gemeindebnüd^ der so wie der Mich», di eekt« und Dich Tuchch ist d»S Werk der torf der Ickdechit

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