Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 83 (31.12.1920)
- Date
- 1920-12-31
- Page
- Seite 491 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»Air ^«achmMk . _ , ___| «iiuutofrtwb»». Die finklSicktisthe IDdcgorHon tyitjty bttüf «Cnört, Heft verpflichlang z» «rfSSär. ,3Ä*ft Mio» zpgmffien der ftimlänbischsr Iuvcm wurde auch von werten de» Jomt Foreign Committee mW der Alliance JfraeSte Ümverftlke iatkrastisi unterstützt. Sens.' Sylvain "Orbi, Präsident der Alliance Jsraelite Univertelle, Biaart, deren Generalsekretär, und der tzesige OberrablRner GinSbuvger sprachen beim Päsidenten de» Bölke-, bmcheS, HymanS» vor, damit der Böfteibünd etwafür dke Reaütierung der jüdischen Auswanderung tue und damit der BMeribund nur solcheÄtacrten aufnehme, di« die Rechte der religiösen Mülteichei dm sicherstellen. Pnri». In Kntsetzung ihrer Tätigkeit beim Bökkerbenw in Genf haben die Vertreter de» »Komitees der Jüdischen Drlo- «rtionen^, Svkoiotv und Motzkin, dem Präsidenten der Bölkevvunbversäinmluna «in Memorandum bezüglich der Ausrottung der Ukrainischen Juden überreicht. DaS Memorandum enthält Beilagen: -Den Rvten-Kreuz-Bericht, ein Verzeichnis der aorte und die Zahl der Opfer, die Zoht der geschändeten > typische Detai« dev Pogramfoiterrmgen, de« feinereiligen Appell der französischen Intellektuellen an di« Mensch- «eit und ein Verzeichnis der'Pogromonpnifaiionen in der Ukraine. Das Komitee fordert eine strenge Bestrafung der Programm, stifter und die Einsetzung einer Untersuchung»- kommifsion. Lmerik«. x Wnfhiugt«». Das Repräsentantenhaus hat den Gesetzentwurf über die Einwanderung mit gewissen Abmwenmgen angenonrmen. Nach den Bestimmungen diese» Gesetze» W jede Einwanderung nach den Bereinigten Staaten während eines Jahre» verboten. Die Führer der verschiedenen Parlamentsgruppen de» Senats glauben, daß der Senat die Bill verwerfen wird. Armenien- - Wersch«». Der »Neue Hajnt" meldet: In Bombay sIndien) ist kürzlich ein großer Transport von jüdischen Flüchtlingen aus Armenien anoekommen, welche erzählen, daß di« Juden dortselbst von den Armeniern schrecklich zu leiden haben. Der Transport besteht aus 197 Personen, davon 112 armenischen und 86 persischen Juden. Wie sie einem Vertreter der „TnneS of Fnoia" erzählten, sind sie zumeist Handelsleute; sie warm türkische Staatsbürger und wohnten in Anatolien und den benachbarten. Provinzen. Bor einigm Monaten so erzäh«n sie — kämm die Bolschewiken, nach Anatolim und vertrimm die Türken. Als sie abzoqen, übergaben sie die Beowaltuny ihren armmischen verbündeten. TvS erste, was di« Armenier nach dem Abzug der Bolschewiken tatm, war einen grauenhaften Pogrom gegen di« Juden W veranstalten, und chr^r Hundert« abzuschlachtm. Ganze jüdische Familien. wirrden von dm Armeniern in grausamer Weise ermordet. Die Juden, welche ihr Lebm rettm konnten, wurdm all ihrer Habe bmubt. Viele der Flüchtlinge habm Schuß und Hiebwunden. Ar,mtiuim. - , Peris. Dr. Halphon, Grvßrabbmer voik Argentinien, ist Mr eingetroffen, um im Aufträge der argentinischen Recherung für dle>iudische Einwanderung tätig zu sein, eine im Hinblick auf die Erschwerung der Einwanderung in dm Bereinigten Staotm und in Canada sehr bedeutsame Mission. G«mdbesii«mungm. E» »»tch ÄoU Wreffchtz I üdische» Ration^«« WtlknWs'tNw' ßft>s chganisatjon alsUjmim, daß Jpdvftvm^ kärpei schüft aenonnt, Mtit aJWflünd fn i . «» *j- <jg., * *ir. t ■ - - -«- « ■«. -- *-»*-—I« -g. - vv UM üttflgfgigtiyiKil. MD vn Vtt QR’^flln) OffWdW^Cvl berten «inzuhotnr ist. f l" \ FrSAkreich. Paris. Da- Besinden NordauS hat sich entschieden ge. belfert." An dem Laaer deS Kranken weilen außer feiner Fa»' miste,-Dr. Marmor«! und Dr. Jacobson al» behcmdemd« Ärzte. Jean Fischer aus Antwerpen war. nach Paris gekommen, um / Nord«, vor seiner Abreise nach Amerika zu spreche». Di« Amerikareise NordauS lift natürlich durch seine Erkrankung un möglich getonten. \ L««d»». Die englische Regierung hat den Entwurf der Bestimmungen ihres Mandats über Palästina der französischen und italienischen Regierung al» dest Mitkontrahenten von San Remo mikgetertt. Der Entwurf enthält auherorbmtkch bedeu- Berli». .Haarez" sJerufatem) teift au» sicher«. Quell« mit, daß Baron Ehmynd Rothschild sPari») sich bereit erklär» habe. Petach-Tilwah mit RoS-al-Atn durch et« Eifttkbahn zu verbidm. Der Bau dieser Strecke sei schon lange oft notwendig für dm wirtschaftlichen Aufbau bekannt. Da» ganze Sobiet der jüdischen Kownim weiche die Möglichkeit bekrünwen, seine vranam und feinen Wein nicht ans dem Kamel, solchem durch die Eisenbahn zu transportieren, waö hedemtend billiger, schneller und für di« Früchte vorteilhafter sein werde. (8- K.j J»fs«. Das jüdische Stadtviertel Jaffa», Tet-Awiw, ha» vom Oderkvmmissar da» Recht erhaitm, sich cd» selbständige Stodtqemeinde mit eigenem Magistrat zu konstituieren. Di« nene Vtvdtgemencde hat eine Anleihe in Höhe von.20 006 Pjb. Sterl. ausgenommen, die innerhalb 20 Jahren abznzahbm ist. Der Zinsfuß beträgt 68 Prvz. - Jeruftle«. Der Oberkommissar Hot verfügt, daß in allen offiziellm Dokummten, auf Landkarten usw. di« jüdischm Kolonien Palästina» mit ihrm hebräischen Ramm zu bezeichnen sind. J«ff«. Unter dm Einwanderern der letzten Zeit besä» dm sich auch eine ganze Reihe hervorragmder Musiker', die au» Rußland geflüchtet sind. Einige von ihnen sind cm der Musikschule in Jerusalem tätig. Es tourten in der letzten Zeit eine ' c^rnze Reihe Konzerte in Jerusalem, Jaffa und Haifa veraw- - - Jenrf«le«. Am 6. Dezember begannen fo Jerusalem die Anwerbungen für di« neue lüdische Legion in Palästina. - Berli». Tin in Jerusalem weifender bedeutender Scheich de» Ostjordanlandes teilt« einem Redaktionsmitglied de» Jerusalemer »Dvar Hajom" auf Befrogm mit, daß di« Araber de» Adschlun mit der Regierung de» OberkommiffarS Herbert Samuel höchst zufrieden ftien. Auf die Frage, wie sich tne Einwohner des Adschlun zu einer jüdischm Einwanderung stellen würden, antwortete der Scheich: »Unsere Berge sind reich cm gutem^Bodm und Wasser, nur Arbeit und Energie fehlt uns. . ° Wir werden froh sein, jeden zu empfangen, der unser Land mtwickeln kann. Wer un» eine Hand reicht, denr strecken wir beide Hände entgegen." sZ. K.j Chanuka bei den ostjfldUdifn fiaditllngcn. lSchluß.) So bleibt unser Blick an Zeichen de» Feste» hängar. Ja. de» Festes» Auch an dieser Stätte des Elends und Exils wird Chnnuka gehalteir. Die Auswanderer haben, wenn sie auch in den meisten Fällen nur das Allernotdürftigste für die große Reise zusanrmengerafft haben, doch ihre Chanukalicht^in nicht vergesien. Sic sind von ihnen entzündet worden, hoch oben am Fensterrahmen flackert nbch wehmutsvoll «in letztes, und auf den Tischen strecken-sich in seltsamen Formen die geschmolzenen und gerouncnen Ueberrestr der Wachsstöcke, hängen über die Kanten, erstarrte Tropfen, erstarrte Tränen des jüdischen Ahasverleids. — Und Chanuka wird da draußen nicht «mr gehcüten, es wird auch gestiert. Tag für Tag hat aus «iilden Gaben gutherziger Menschen die Beschenkung stattsinden können. Auch für heute sind 175 Düten bereit, dazu Spielsachen für di« Kleinen; und wir erleben nunmehr an diestr düsteren Stätte «ine stlksame Stunde deS Bergeffens. In dir starren Augen der Greis« und Greistnnen kommt es tvic Leben und Licht, da ihnen die freundliche Hand die Liebesgabe reicht. Die Kinder haben sich artig >md erwartungsvoll in einer Ecke zusamnren- . gedrückt, und ihre blasstn Gesichter glänzen von der Fronde der Erwartung wie der Erfüllung. Ein Neiner Jung« nimmt die neugeschenkte Trompete an den Mund, und siehe da, er bläst wirklich! Stolz wie ein König durchzieht er den Raum von einem Ende bis zum andern, und die Töne sei-