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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-08-06 · 62 (6.8.1920) · p. Seite 319

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
62 (6.8.1920)
Date
1920-08-06
Page
Seite 319 (sequence 3)
Language
German
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. Dr. Israel Arkedländer wir*« in «arscho» geboren, kam früh »ach Berlin und studiert« -nuf dem Hilde-Heimersche» Seminar, promovierte dann in Bretton und war einige Zeit Profeflor an der Universität Straßburg. von dort ginw er nach Am«, rika. Er lehrte dort am jüdisch-theokogischen Seminar in Newyork. Der zweite Ermordet«, Dr. Kantor, der Prediger in der Freien Synagoge in Newyork war. war 27 Jahre alt und sollte vor kurzem im Aufträge de» amerikanischen „Roten Kreuz««- nach Polästina gehen, ändert« aber plötzlich seinen Beschluß und kam im Auftrage de» /.Jointnach Polen, um an der Hilfeleistung mitzuwirken.j * % Tschecho-Skowaki. Zürich. Der Gouverneur von Podkarpatski (Ruska^ Kraina) äußerte sich einem Vertreter der in der Hauptstadt Uczhorod (Ungvar) erscheinenden jüdischen Zeitung gegenüber, er hoffe, daß die Juden in der Volksvertretung einen Abgeordneten erhalten würden. Er vermute, daß dies bereits im ersten Wahlgang geschehen würde, sicherlich aber würden sic genug Stimmen haben, um in der Verteilung der Stimmen im zweiten Skrutinium einen Abgeordneten zu erhalten. ($. P. Z- Zürich. Eine Kommission des Joint Distribution Committee ist-in Ungvar einge troffen und hat mit den Leitern der jüdischen Hilfsinstttuttonen Fühlung genomnren, um sich über die durch den Krieg hervorgerufene Notlage zu orientteren. » Amerika. Newyork. Das Zentral-Relief-Committee, das im N'esentlichen orthodoxe Kreise verttitt, hat eine Kommission, bestehend aus den Herren Rabbinern I. Rosenberg, Dr. Moses H>)amson und Herrn S. Rothenberg nach Europa geschickt, mit dem Aufträge, in Polen, Litauen, Tschecho- Slowakei und Österreich die Lage der Thora-Lehranstalten und sonstigen religiösen Institutionen zu prüfen und einen Plan für den Wiederaufbau der zerstörten oder geschädigten Lehrstätten zu entwerfen. Philadelphia. Die aus Galizien starmnenden Juden haben hier eine Bank für die Zwecke des Wiederaufbaues von Ostgalizien gegründet. Als Anfang hat man 25 000 Dollar eingelegt, doch hofft man, es auf eine halbe Million Dollar in Newyork zu bringen. China. Ten Haag. Di« Shanghai Zionist Asiociatton hat auf Jnittattve ihres Vorsitzenden, Edward I. Ezra, eine große Aktion für den I. N. F. in allen jüdischen Gemeinden in China, Japan und Sttates Settlements eingeleitet. Insgesamt rechnet man auf eine Einnahme von 500 000 Frcs., wovon 100 000 Frcs. iw den ersten Wochen bereits gesammelt wurden. ' Frankreich. Paris. (I. C. B.) Das in Paris gegründete Komitee für das jüdische Nationalmuseum in Jerusalem entwickelt in den letzten Tagen eine rege Tätigkeit. Weite Kreise der französischen Judenschaft wurden für diese Idee gewonrren. Auch viele nicht-jüdische Persönlichkeiten unter den französischen Künstlern und Mäcenen haben ihre Unterstützung für die Schaffung.eines Kunsthortes in Jerusalern versproechn. „Le Gaulois" veröffentlicht einen warmen Aufruf „an alle, für die die Kunst Religion ist", zur Schaffung dieses Kulturwcrkes in Palästina beizutragen. London. In der letzten SonntagssitzunL des „Board of Deputies" vor den Ferien wurde eine Ämkresolutton an die Adresie Sir Stuart Samuels für seine Tätigkeit in Polen beschlossen. Der Board bekundete alsdairn seine Unparteilichkeit, indem er gleichzeittg Begrüßungen an den neuen Präsidenten der Alliance, Silvain Levi, und an die gerade tagende zionisttsche Jahreskonferenz beschloß. London. Die Konferenz zionistischer Frauen, die gleichzeitig mit der Jahreskonferenz in London tagte, «rgab den Beschluß zur Gründung einer Weltorganisation zionistischer Frauen. Die Zentrale der Organifatton soll m Jerusalem sein; daneben wird ein Diaspora-Büro in London bestehen. Als erste Aufgaben der Organisation in Palästina sind die Einttchtung einer Landwirffchaftsschule für Mädchen und einer HauShaltSschule im Anschluß an die Jerusalemer Mädchenschulen in Aussicht genonnnen; als erste Diaspdraarbeit die Einttchtung land- und Haus» wirtschaftlicher Mädchenkurse in. Deutschlands Das DiasPora-Büro der W. O. z. F. befindet sich: 10 Saville row, London W. (Womens Jnternattonal Zionist Organisation). Bis zur Einttchtung des Jerusalemer Zentralbüros ist Frl. H. H. Cohn, Isenburg bei Frankfurt a. M.. Taunusstraße 9, zu persönlichen Auskünften bereit. London. Am 20.-Juli fand in London anläßlich der Jahreskonferenz, eine misrachistische- Massenvorsammlung statt, an der sich 4000 Personen beteiligten. Oberrabbiner Herz ffihrte den Vorsitz. Es redeten u. a. Nschmann, Trunk, Struck, Falbstein und Bublik. Palästina. Jerusalem. (I. C. B.) Die Regierung hat den Beamten des Zivildienstes das Recht auf Einhaltung ihres nationalreligiösen Ru,' 'tages formell zugestanden. Die Presiezensur wurde aufgehoben, nur müßten die Herausgeber eine Kaution von 50 Pfd. Sterl. hintorlegen. Das jüdische Regiment kehrte von Jericho in sein Lager bei Surifurasend zurück. Alle Einschränkungen betreffs der nationalen Flagge wurden aufgehoben. Jerusalem. Herbert Samuel erklärte, daß weder er, noch irgend ein anderer Jude von den Regiermigsbeamten in Palästina am Samstag arbeiten werden und daß hierdurch der Samstag zunr ersten Mal seit der Zerstörung deS Tempels als offizieller Ruhetag anerkannt werden nürd. Jerusalem. Dr. Schmarjäbu Lelvin, Mitglied des E. A. C.. traf am 3. Juli in Jerusalem ein. Wie der „Doar Hajom" berichtet, wird Dr. Lewin sich in Palästina niederlaffcn und das zionisttsche Kultur- und Erziehungs- Departement leiten. * London. In Haifa ist für den Herbst 1921 die Eröffnung eines jüdischen -Technikums geplant. Zur Erleichterung des Studiums an ihm wird ein teckufisches Wörterbuch in helwäischer Spräche vorbereitet, das die ganze wissenschaftliche, und mechanische Terminologie enthalten soll. Jerusalem. . Hier wurde eine Station für drahtlose Telegraphie errichtet, welche in Beziehungen mnt London und Paris steht. IUälfcke CScbter. Von Samuel Gordon. Bcrecht. Nbertiagung au« drin Engl, von M. Pulvermann. lSchtuß.I „Wenigstens bin ich nicht um dieses gckonimen", sprach er, sie loslasicnd, yoch erregter als vorhin. „Es sollte mein, ganz mein eigen kein, beiin nächsten Zusammentreffen, wo leine Trennung zwischen uns mehr sein sollte. Sajje» Sie es ihr, daß sie es mir wenigstens durch Übermittlung gegeben hat. Meine Madonna! Mein einziges MädckMl Gott'segne sie! Sie wird wissen, wie sehr ich sie liebe, da ich sie jetzt srcigebe. Madonna, mein einziges, mein ganzes Glück! Lebe tvohl! Lebe ewig, ewig wohl und bete für rnich!" ( - Ohne ein Wort lvciler zu sprechen, bestieg er den Wagen. . Der Zugführer gab das Zeichen — das Dampfroß bewegte sich langsam fort. Der Kommissar stand am Fenster, um Salka noch einnral zuzuwinken. ' i * *

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