Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- 9 (25.7.1919)
- Date
- 1919-07-25
- Page
- Seite 93 (sequence 7)
- Language
- German
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— 9g - nuofiW H- Dijjnol nvl'i-' .mm «n>i•; ioino1 j:iiji OfrtdflD^jjnirrjiJij,-Jjdfw' vid vJbivid n iu ni j 1 nWLWFi.-.OO IC "; i(jji'jid Iv'O itf r/nvi( ';dJi!')itiy;> mihifiiiiil-j!.. nj;i\ •Kl unmS vA <y> lod nriM .'■."Iljinir; inpu!1; vif!» ’,mu)!r' i‘1 dm» rutlnii omrl': Htk »A«pfpy«t^ •,»/,; out r>-1 jItik 7d nvJ5 mrii a jiKHjd drni rmi;y,l im<j iio" fhiiL;u or,'i. .ol-i-il . .Gleich, hiyter der „Gasie^Ä^o' Ge letzttn''HsGtsteyen.yyr^urchetnen kleinen Bach getrennt, erhebt, sich. Mt»' «new. weitläufigen Garten umgeben, das Schloß des Es ging wie eine dunkle Sage in der Gasse umher, daß der iMgc Mwohner des Schlosses ein menschenscheuer, HD^r Mann sei, den in seiner Jugend ein großes Unglück PUr,Gräfin HM Mb min der schyntn^n sNva . M. Ötfl Achter r den Vill'est'W^ itzohy^' erfahW IhoMn sich iierhegcben urcheh dadurchgö setzt/daß KÄMMMMÄKMA Mltmeer aejchickt W!^dost Hort zürückfehtst, weil JfiiW'Ä’F'W erste, .daß . , , Mer Rärü»mstochtcr ÄuMgt«/'Es W« mitten in einem Walde, unh.fn dem WM'MMMH'ÄiA Ä zeigte Lit?atter'JagerLmann, der an setnersÄeite ging, «»eidenWbffche.hiL.^de^MKÄ^snmsützte. Msi .sie' gefunden!" Der.Gras chÄ szÄEneUch» gemteven ' :■<■<}. - .•ir4 „VchchLteÄ^ war' in eiligem Ltchle hinter dr!il' lötzM MsisernberNM^ M^hieBrückc dem, von. StMen, uÄd. alletÄi ''vpMstMttch' uistgebeiien grcißmHöst, deb d'as' t^lüßvonhemGarten schied. Hoch aufMsthtxten Hauv^s. älssÄM Esichin der wildfremden Umgebung go^iu'ffiaiife, schriÄ^das Kind mbk'HofVkM m ¥tt Är#rtig, der sich nun geheimnisvoll weit nnd dunkel MrG imstat.^Aoer äitch da WlieMa lem'Panärn:'^ÄarÄ eigen duMlnBaumgekymmen, .üdM'MMM göwachMn Äste' wit i MM.ijaüfe eW1 fi-ist'üiiheimllche Finsternis bjlde- Sie'Mis Wim muftg^ Ünd mrbeenat; M.Wditt weitet 'vchler Wester, bissig bas Ende nWkötr/LaübäüsM'ME Ms greulich gestalteten s Äle^diifsöÄM^ das/vts zur Dherhälfte , . /Mt MM'WrÜoiPlwte. Während zuk'Rechten zurÜnmyöüer Mlt^üsiermäW ans- ' " '^ -MHelriere Springfluten'fti die Höhe war^p, >M«z . aelleWeler llltann. der ein Buch W, Hr^hll/rfuch'Wr kam^win BänM,ünd' , . über'die Mutige' Seele des 5liiÄs,'^o tzde tit' Ella^ deinen Augenblick in Unsicherheit darüber war, wen sie vor sich hatte. Es war der Graf selbst. . „Was willst du hier?'^ ftagtc er mit tonloser Stimme, die Augen fest auf dqs, Atz^H des Kindes gerichtet. „Ich brauche Blumen für unsere Laubhütte", meinte Ella und ftMC'* "HT ' ,w"' ' ''T „Und die 'kümMt 'dii <M "nwiiiem GatieN Zn holen?" rief der Graf/ W> «iki'Mftes Lächeln Wte die ernsten Züge auf. „Füt'wen hältst ti mich denn?" "" „Für einen Grafen!'/, sagte Ella, i .fu ■ „Also weil ich em>,Graf.ibin». muß ^ich> dir erlauben, Blnm«»-^a^,»meinem.Gartendeine.Laubhütte zu holen?" " >7m,_ rio niDrnj>''ij .-.!’1: m»’.i - Ella nickt« fast-"lmmev8tch> .mitiodem KaMionDan». meinte sie: „KanW^ ietvM bofÄr!«enn,«ein'Batevriemoe Garww hadstliol ilomdli? fbi»i ud. f|t«n .rjtty'- ,i inckDor GMifaßteü daSiiKtnd'^aus-'der Goffe schäm« i»s'. Auge!'ttWar»«»'die «igvntömliche WM,, wie. sie eine.schul,, dige-iStntvort itd>ein«,lFtüge »erkehrteH war:es dernfknw' mende Ausdruck ihrer Augtm! dev «über chr sonst unschönes, Antlitz^ine so> merkwürdige'BeteuchMinwarftzdllks währte eine Mumie,Wrilet'Äs «tiwiedet fragten,,?v; m-1 t>).. Wer: sttrdchemn,beinei Eltern,iÄind^.' " lolnunv? „Meine Mutter ist gestorben, aber meini .Bater isti Vorsängon in,der Synagoge.si,.l nr/i <»n iiomi'J ,■ „Du willst wohl sagenBordeter", meinte der Graf mit einem leisen, Anfluge von Hohn; „denn pon Singen, wird wohl in Eurer Synagoge kaum die Rede sein können^ Ich kennen dieses Singen." ' > . „Mein Vater ist Vorsänger", rief das Kind mit. er» höhter Stimme, „und wenn er den „Baß" neben sich hat, so klingt.,es'außerordentlich schön.! Mani, kann j gar nichts Schöneres,hören.-",-,, 'Miiif-wi:".' i.vinoi ..-wio'Ini'I jv. 'io »Dev Graf lächelte wieder.!,o - :d'»!.mn'.o „Kannst du auch singen?", wihni't r»«»»:: I!-! ,!,,Warum/soL ich nicht singen könne»?", II,. |'. ' „,i..,So!.finge.mir.«t»as!vor/.!,'i^. n-,-iir«.'i:,i»o , , ' ::: >l l,>,,»Was'soll ich,siygen?",>oi ioJi* .i.ok1/ 7 ii,„Etwas aus ideiaer 'Synagoge!" sagte der Gms nach kmgem Äberlegm;. uv:hv.m><,i,ö.,,,.,»', K,:nfm »ui,Wier,möchtr bestuNmöw wollen, was in der, Seele dieses, Kindes gorade jetzt, vorging-?,! »Warum sich ihm geradesene uraltt"Weist «ulsoder, Synagoge, die es vor kurzem.in dev Löubhütte gesüngen; wiöder auf die-Lippen drängte? Da-. bei gewährteidas iganzeoWesenKEllas «inen Anblick höchst seltsamer'Art; es schien umiein Bedeutendes in!die»Höhei gewachsen p die schmrchigen Gewänder, 'in die es gehüllt war. verschwanden gleichsam an ihm. es schlen,.als-,ob,alles Un-, schünc-ivon ihm abgefallen sei> und,üwig-gebliebenwor^ »m die .uralte» Syitagvgenmelodie, der« ihre Stimme! mit ihrem lerchenhaften Aufjauchzen eine ungeahnte Beredsamkeit werlieh.»^ <1 V.f,o : ,'| ' 11'. i,!,„i„Wie heißest idu, Kind?"'fragte der, Graf. . „Sie heißen mich Ella." : - .ii.'Dem Gmfm map das-Buch» das er in Händen, gehalten, entfallen..IIII',. ,„>n.r, I, . uoMtm'.i irn i'l n'i ,,oi Ella bückte sich» um «s„aufzuhMn. Da, geschah es, daß sic mit ihrem Kopfe unter die Hände des,Grafen, geriet. r,.-j ..Ella heißen sie «dich?" »rief er, und, er faßte nach den» von schwarzen Flechten „innvahmten-Kopfe, ..des,Ki^«s. «Das ist ein, schöner Name! Aber du selbst,bist nicht schön! Deine Schönheit liegt ganz anderswo, und an mir wird.es sein,, diesen versunkenen Karfunkel aus. i seiner schmutzigen Umhüllung in di«.,ihm gebührende Einfassung zuibringen." Diese!-Worte;,'hatte der'Graf intid,flüsternden Lippen, fast unvernehmbar gesprochen; dennoch war keines dem fei. nen'Gehör dos-Kindes'entgangen...!, tioi -ir-„vir.. Mit einer-heftigen Bewegung'wandte er sich dann von Ellaab. , .*,Vr!if:jjrr*V!,nii .r.yr/... „Gehe jetzt dort in -jettes Haus/wo der Gärtner ivohnt.",- sagte «r mit gänzlich verändertem Tone, indem er gebieterisch diviHünd nach «iitew iam Ausgange des Gürteno liegenden Häuschen ausstveckte», „und sage.ihm, er möge dir so-viel Blumen für deine Laubhütte geben, als deinL.Schüvs-: fassen-- kan». ,s,Bon mir sollst,dunoch, weiterhörend, i.-»nlh> - K„-Ein«,>Biertelstunde'-darauf kam -das- Kind des Vöv btterS.' dst,Schürze hochnuf mit BlUinen.gestllt» ateMloii mit, brennendem.- Antlitz»- uw welches die schwarze« Hware iniwildeviUnordnung-flogen, im Hofe des HaustS, an/>wv ihr Vater und der Baß Feiwelmann an die Eindeckung de» Laubhütte „mit, dem» grünen Schmucke des WaldeS nocl» immer nicht, die' .letzte-.Hand angelegt, hatten» Sie hatten mittlerweile „von. dem "Kinde» gesprochen.--' . ,,"!!„Ella,!.^,-rief -dernBaß hoch von-iseiner Leiter,!r,wöt ßehst.du merkwürdig'aus",, und David >Brod» der Vorbete r. sagte überhastig^-„Was,trägstidu da in deiner Schürze?",'! "-ii'/Da lüfiew das,Kind»die. Schürz«'lurrd es zeigten »sich / <3. /