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Jerubbaal · 1919-03-01 · 12 (3.1919) · p. Seite 469

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
12 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 469 (sequence 45)
Language
German
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Esoterik. 469 Was aber kümmert uns außen!: Was kümmert uns Politik! Was wollen wi rt ♦ Und ich werfe kühn ein Wort hin: Sinn unseres Lebens. Und als Mittel dazu : Vollbewußtheit. Keinen Menschen zwinge ich zum »Geist«. Aber ich hindere jeden daran, Voru»Geist« zu reden, (fernes damit nicht blutiger Ernst ist. Was schert uns wieder die Unendlichkeit des Ziels! Werden wir ^m Wege verrückt werden, so werden wir eben ins0 Irrenhaus kommen. Höft das zweite Geheimnis: Kein Mensch kann von uns eine Begründung des »Geisteis« fordern und seine einzige Rechtfertigung ist unsere Freude am Geiste Wohl kommt es also wirklichst auf das Gefühl an. Aber: Uns löst möglichste Ausschaltung des Gefühls höchstes Gefühl aus. Das ist ein Paradoxon und doch wahr. Wir sind aus Gefühldem Gefühl Feind und lieben den- Verstand, als unsere Stärke. Lins rgilt nichts^Heiliges mehr. Kein Dogma und kein Überkritisierba^es. Nicht in uns und iiieht außer uns. Nur .was der Verstand zu rechtfer^ tigen vermag,, hat Daseinsberechtigung. Unsere Triebe sind ungerichtet und widersprechend und jeder verspricht — erfüllt Lust. Aber das Lustmäximüm erreichen wir im einheitlichen »Sinn«. Unsere Aufgabe ist die Herrschaft über unsere Triebe im Sinne der Fähigkeit, sie zu wenden und zu drehen zu einer vorherrschenden Richtung, ist, aus dem Skalar Uribewußtheit den Vektor Bewußtheit zu machen. <Und —' in Klammern gesetzt könnte etwas andres. »Selbstgestaltung« heißen?) Und heißt solcherart »Bewußtsein« nicht »Verstand«.? Ich habe früher vor Haeckel gewarnt Aber wie den Passivisten die Projektoren oder der Skylla die Charybdis, steht dem Hacket der »Theosoph« gegenüber. Wir müssen ihn, äpf die Gefahr hin, von ihm für Häckel gehalten zu werden, ebenso verfolgen wie Haeckel, auf die Gefahr hin, für Theo** sophen. Wir wissen, daß Nietzsche über den heutigen Mystizismus Recht hat: »Mystische Antworten gelten für tief,- die Wahrheit ist, daß sie nicht einmal oberflächlich sind.« Aber wir wissen auch, daß es anderes auf der Welt gibt als Kilometersteine, Absträkta hinter dem Konkreten, auf die einzig es ankommt. 'Wir wissen, daß nicht Brwachsenheitswerte die einzigen sind und Geld, Geld, wieder Geld der Inbegriff des Werts. Und werden uns deshalb "doch nicht Gesundbetern überlassen. Wir wissen, daß der Rationalismus als Weltanschauung ein — gefinde gesagt —- Blödsinn ist (wem fiele/nicht jene »materialistische Geschichtsauffassung« ein!) — aber wir wollen —- und wollen unbedingt Rationalismus als M ethode. Die Erkenntnis nicht Zweck. Aber Mittel Wir wollen die Idealität von Raum und Zeit kennen und doch mit der elektrischen Straßenbahn fahren. Wir "wollen, auch wo es sich um jene woftdisparaten .Gebiete handelt, um jene Wahrheit, der alles Symbol, <—- im Symbol bleiben und wissen, daß der Begriff das Exakteste und deshalb Föp* dernste ist. Und Ökonomie ist Sinn Kct-r s^o^y. So wird Begriff Geist <Sinn> und somit Verstand Geist. So lebe Ökonomie und so lebe Verstand! Darum'wiederhole ich: Eine Richtung müssen wir habep — das ist

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