Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 10-11 (Jänner Februar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 413 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Wie ist unser Verhältnis zu unseren Eltern jetzt tatsädilidi? 413 schwer schädigende Einflösse. So selten bewahren jüdische Kinder kindliche Art. Man will das oft auf Degeneration zurückführen, doch das stärkere, wenn nicht alleinige Argument dürfte doch die Familie sein. Ein-Kennzeichen der, jüdisch zivilisierten Familie ist, daß sie sich immer langweilt. Ihr fehle der Sinn für das »gemütliche« Zusammensein des Ariers. Das entspringt^ dem unruhigen jüdischen Geist und daraus entsteht vielleicht auch vielfach die Sucht nach dem Luxus, die Hast in " allem Äußeren. "Der immer nur oberflächlich beschäftigte Geist braucht immer neue Reize, immer stärkere Wirkungen, um die innere Leere zu füllen. Diese Unruhe wirkt wie ein ätzendes Gift auf den kindlichen Geist. Es gibt Juden* kindfer, die eine tiefe Sehnsucht nach arischem Familienleben in sich tragen, nach der Ruhe/ Einfachheit und gewissen Sentimentalität. Dadurch, daß sich die Umgebung langweilt, beschäftigt sie sich mit den Kindern viel zu viel Wenigstens von den Müttern gilt das sehr oft. Und das macht die Kinder so unkindlich, daß sie ständig in das Lebea der Erwachsenen einbezögen werden. Jüdische Mütter sind sehr eitel auf ihre Kinder. Das Kind wird von frühauf dressiert auf Intelligenz, Talent, putziges Äußere und alle möglichen Dinge, die zur Erziehung gehören. Es steht unter ständiger Beobachtung von Erwachsenen, soll ständig irgendwie glänzen, Gescheiter sein als andere Kinder, zur Befriedigung der Eitelkeit der iltern. Es wird .ihm alles verziehen <aüch jede Frechheit}, wenn es nur Entzücken bei den Erwachsenen erregt, nichts entschuldigt, das kindlich „unbeholfen, schwer und in sich , selbst zurückgezogen wäre. Was dem ^jBlicfc arischer Kinder oft so viel Unschuld uhd ruhige Einfachheit ver^ leiht, der kindliche Umgang in der Natur (wenigstens in den Sommer^ mQnäten),- das Ungehemmte in Spiel- und Kameradschaft, ist jüdischen Kindern meist ganz versagt^Sie sind nichts anderes als Gegenstände, an denen die Eltern ihre Eitelkeit befriedigen und ihre vorgefaßten Er^ Ziehungsziele durchführen wollen. Von der Natur, von der ganzeiiUngebundenheit, mir der Kinder in ihr leben können, von der dem kindlichen Sinn vertrauten Sprache des wirklichkeitstiefen Geistes, der sich in so verständlicher Weise-dem Kinde in Gräsern, Blumen, Vogellauten und in der ganzen Natürschönheit offenbart, wissen Judenkinder beinahe nie etwas. Denn sehr viele von ihnen .verbringen die kurzen Ferienwochen, die sie mit Land in Berührung bringen könnten, in Kurorten, und das ist wirklich ein Verbrechen; In dieser geistlosen, protzigen, widerlichen Atmosphäre lernein sie, daß alles nur Schein ist, nur auf Äußerliches geht.. Unter noch ständigerer Aufsicht von Erwachsenen, die des Er^ mahnens und Tadeins kein-Ende finden,- wird alles, was noch naiv und ursprünglich sein könnte, vollends weggebannt. Und in den Augen dieser Kinder liegt oft so eine schwere, bittere Anklage gegen jene, die ihr Leben so yerderben, eine so tiefe, traurige Sehnsucht nach wahrerem, naturhaftem Leben. ' Es wird sie solange gelehrt, daß alles nur -hohler Popanz Ist, bis sie es lernen,, ihre Umgebung zu verachten und durch angeborene Skepsis überhaupt etwas Wahres, Wertvolles für unmöglich zu halten. '. ~ - -> Kinder* brauchen Rühe, Einfachheit, sie müssen in ihrer Umgebung