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Jerubbaal · 1919-01-01 · 10-11 (Jänner Februar 1919) · p. Seite 410

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
10-11 (Jänner Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 410 (sequence 56)
Language
German
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4:10 Wie ist unser Verhältnis zu unseren Eltern fetzt tatsächlich"? ' X' ' Unter solchem Aspekt müssen die Veranstaltungen zur Lösung des Berufsproblems in Erez Israel betrachtet werden. So groß, so bedeu* tungsvoll können sie werden, wenn sich die Notwendigkeit ihrer Durch* Rührung unser aller Gemüter bemächtigt. Mögen manche der hier ange^ deuteten Institutionen allzu deutlich das Merkmal der Utopie an sich tragen, mag manchem die Konsequenz aus der. heutigen Lage des Berufs* Problems der jüdischen Jugend allzu weit getrieben erscheinen, mögen die Hoffnungen, die. ich an diesen Lösungsversuch setze, manchem "allzti über* schwänglich dunken, die Grand^Tatsachen. bleiben bestehen* An uns allen liegt es, an unserem unerschütterlichen Willen ztfr sozialen Qerechtigkeit, an der Bewährung unserer Liebe zum jüdischen Volke, zu verwirklichen was gefordert wurde. Der jüdischen Jugend von heute muß ejn hoher Ernst innewohnen, mit, dem sie an die Prüfung ihrer Lebensgestaltung herängeht, eine ungeheuere Schwere von Verantwortung vor der kommen* den Generation und nur ein Gedanke, angesichts der Möglichkeit der Heimkehr nach Erez Israel: sich dieses Landes, sich dieses Volkes würdig zu erweisen und Bahnbrecher zu sein für seine strahlende Zukunft. / Erwin Kohn. Wie ist unser Verhältnis zu unseren Eltern jetzt tat* sädilidb " Wie hat es zu sei Ii? s Das Verhältnis, wie es jetzt besteht, ist ein unwahres, gesetzloses, auf Indolenz gegründetes, vollkommen. unmögliches Etwas, denn einen präg* nant bezeichnenden Ausdruck kann Than für diesen vollkommen aus Zufälligkeiten bestehenden und Zufälligkeiten anheimgegebenen Zustand nicht finden. s * ' ' „ Wir müssen uns dieser Tatsache einer wirklich tragischen Verwirrung zwischen Eltern und Kindern klar gegenüberstellen, uns in immerwähren* den Fragen an uns selbst klar machen, daß wir diesen Zustand gewaltig brechen müssen. Und uns vor allem hüten, uns durch ein-ganz verlogenes^ Reden von »Ehren der Eltern«, von «Kindespflicht« und dergleichen' Worten, die~ heilig geprägt, aber schändlich mißbraucht wurden, von Leuten fangen zu lassen, die'Ehrfurcht predigen und doch Viel zu niedrig sind, sie jeinals wahrhaft fühlen zu können. Ich glaube: unser Verhältnis zu unseren Eltern hat so zu sein, daß es eine tiefernste, bewußte Kampfstellung darstellt. Ich glaube weiter, daß jeder einzelne von uns voll Scham sein muß, daß das Verhältnis so ist, wie es jetzt besteht.^ _^ \ * Diskusionsbemerkungen eines Mädchens in dem Sprechsaal des judischen Mittel* schülerbundes in Wie% * ' -

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