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Jerubbaal · 1919-01-01 · 10-11 (Jänner Februar 1919) · p. Seite 409

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Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
10-11 (Jänner Februar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 409 (sequence 55)
Language
German
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Über das jüdisdie Berufsprobfem. 409 und an das der Regeneration der Menschheit überhaupt rührt. Wir handelten oben von gewissen Bedingungen des sozialen und beruflichen Lebens, die die angedeutete Begabtenauslese erst ermöglichen, da sie deren Voraussetzungen sind. Wir müssen sie hier anführen, da sie auch Vor^ bedingung dessen sind, was wir von ihr erhoffen. Grundsätzlich muß der Gesamtheit Verfügimgsrecfat über den einzelnen zustehen, so zwar, daß7 sie die Richterin seiner Berufstätigkeit ist, und so, .daß es riicht in seinem Belieben steht, die Berufe seiner Kinder zu bestimmen,- Einrichtungen der Art muß es g&ben, daß es dem Besitzenden ati£ keine Weise möglich set durch diesen seinen Besitz seinen Kindern Vorteile in der sozialen Position zu verschaffen, die über das Maß erhöhter Bequemlichkeit hinausgehen, Einrichtungen also, durch die die Gesamtheit j e d e m Begabten unentgeltlich die Möglichkeit gibt, die SteU lüng zu ^erlangen, die ihm gebührt,- Begabtenschulen können wir sie einstweilen 'nennen, die die Gesamtheit zum eigenen Wohl erhält,- wirksam werden sie durch das Monopol ihrer Absolventen-auf alle höheren Berufe. Einer der Haupttriebe zur Kapitalsanhäufung ist so beseitigt. Es tut aber noch ein zweites not; Gerechtigkeit bei der Wertschätzung der einzelnen Berufe. Der Begriff, »höherer« Beruf darf nicht mehr ein Deckname für ein Vorrecht gewisser Klassen oder eine Staatspfründe sein, die ihrem Inhaber 6in Lebeil herrlich undin Freuden Ermöglicht, während der manuelle Arbeiter darbt. Es därf nur mehr ein »Vorrecht« vermehrter Arbeit,, erhöhter Verantwortung sein, die der einzelne an solchem Platz, der Gesamtheit gegenüber empfindet und das er nur kraft seiner Begabung erlängt. Es muß aufgeräumt werden mit der hierarchischen Bürokratie Europas und mit seinem Kastengeist, es, muß aufgerichtet werden die Heilighafcung jeglicher Arbeit, die der einzelne innerhalb der Gesamtheit und für sie verridhtet. Eine automatische Veränderung des Erbrechtes tritt auf diese Weise ein, eine ganz andere Art von Erbe ist nun erstrebenswert, Das jüdische Volk wird eugenisch werdendie starken positiv eugenischen Tendenzen des judischen Ghetto werden veredelt wieder aufleben. * Die jüdischen Eltern werden nicht mehr unter Einsatz ihrer Nerven^ und Geisteskraft auf Erwerb aus sein, um dem Kind ein möglichst großes Erbe zu hinterlassen^ während sie durch eben ihre Tätigkeit dieses Kind von vornherein für Degeneräftion verurteilen, sie werden vielmehr trachten, sich geistig und sittlich so zu vervollkommnen, daß ihr Kind ein »Begabter« wferde,- sie werden wissen, daß nicht Geistesschärfe allein bei der Auswahl der Begabten maßgeblich ist, sondern die Summe von Eigenschaften, die das gesamte Charakterbild ausmachen, und daß das jüdische Volk den sozialen Aufstieg zumindest ebensosehr an die Sittlichkeit wie an den Intellekt knüpfen wird. Die Prinzipien der Familienerziehung werden so von Grund auf geändert -werden, der Kampf zwischen Idealismus und Materialismus in der Erziehung ist eindeutig entschieden, Familien^ erziehung und SAuletziehung häben e i n Ziel: die Höherzüchtung des judischen Menschen.

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