Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 10-11 (Jänner Februar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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. 378 _ . Franz SVA't: nicht schön, sehe in ihnen kein Ehrenzeichen, verdenke es deutschet! jüdischen Eltern wohl, wenn sie die Kinder mit ausgefallenen auslände sehen, französischen oder nordischen Namen zu schmücken meinen, halte sie aber für wohl berechtigt, ihnen deutsche Namen zu geben, da sie Deutsche sind. Ich danke meinem; Väter, daß er mir statt^ den jüdischen Namen Leser den deutschen: Ludwig gab.« / So 'w&t Geiger, »Ich will diesen« zwar nicht warm* aber treuherzigen Zusatz auch »nicht abschwächen. Aber ich muß gestehen«, daß die darinenthaltenen Meinungen vom gegnerischen Standpunkt aus besser und tiefer als ich es jemals mit meinen Argumenten vermöchte, für die Schande unserer Namen zeugen. , Wie tief sind wir gesunken^ wie^sehr ist SSÜam bei uns rar, . wenn $ogar fein großer jüdischer Gelehrter, ein Pfeiler der Wissenschaft des Judentums, »seinen Vornamen Hayi m 4iie verleugnete, -aber sich einfach H." Steinthal sehrieb!« Liegt nicht älT unserer Gallith gelber Schimpf in diesem herrlidieir: »nie verleugnete aber sich einfach /^r!« Mir leider Einseitigem, Scheuklappigem wird die ganze Wissenschaft des Judentums .schal und verdäditig, wefcn ein Sfeinthal »eihfaxhc H. schrieb. Däß j. L. Peres; nicht aus den gleichen »einfa&en« Motiven wie'Stein* thal nur mit den Anfangsbuchstaben zeichnete {abgesehen jiayonr daß dies nicht so ausschließlich zu geschehen pflegte, wie es Geiger darstellt), daß er dies, da er nur hebräisch "Und jiddisch Vchrfeb, aus den gleichen Motiven zu tun nicht nötig hatte, - braucht nicht erst hervorgehoben, zu werden. - * . * * . Abgesehen von. dem allem ist auch hier das gleiche Mißverständnis, wie in dem vorher gebrachten Briefe. Wo habe ich Leser, Leib, H a y i m propagiert? _ - , * * Schließlich : Geiger war ein greiser Mann/ schrieb dies undstarb. — Ist das nicht ein Symbol? Ist das nicht eiri^e Stimme aus einer verendeten Epoche, aus unserem geschichtlichen Jenseits 5 ' Abraham Schwadron. Gespräch von der Heimkehr. Gideon: Als wir das letzte Mal uns draußen im Felde trafen, brannten wir beide, so lange in fremdes Tun und leere Tage Verstoßene, nach Heimkehr .und sinnvoller Arbeit. Nun; sind wir in unsere Gebuttsstadt zurüdkgekeht und alles kam anders. Ich habe hier keine Heimat gefunden, und ich hake die Schritte, die ich draußen auf den Zionismus hin . tat, schnell wieder zurücfcgemacht. - Martin: Zweifelst dü noai an seiner Durchsetibarfceit? * Gideon: Sein politischer Erfolg gerade schärfte mir den Blick für die* Zukunft dort und für meine Gegenwart. Ich suche eine Heimstätte/ Palästina aber wird ein guter Arbeitsplatz, eine Stätte mehr äder minder